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Nach Platz acht im Super-G im Stehend-Bewerb der Paralympics in Cortina war Thomas Grochar noch enttäuscht. „Zu viel Brechstange, zu viele Fehler“, haderte der 32-Jährige danach. Acht Zehntel fehlten auf Bronze. „Die finde ich locker“, war der Kärntner überzeugt.

Gesagt, getan. Am Tag darauf, im Super-G-Bewerb der Super-Kombination, erwischte es Grochar besser, belohnte sich mit Zwischenrang zwei. Nur der Russe Alexej Bugaew war deutlich schneller, er ging mit 1,25 Sekunden Vorsprung auf Grochar in den Slalom. Dort behielt der Routinier dann die Nerven. Was nicht selbstverständlich war. Der Kärntner hatte im Slalom-Weltcup heuer bislang nur ein Top-4-Ergebnis auf der Haben-Seite, in fünf Rennen schied er drei Mal aus. 

Grochar in Feierlaune

Auf der Tofana lief es besser. Grochar brachte den Slalom ins Ziel, durchlebte dann ein Wellental der Gefühle. Erst rutschte er auf Platz drei zurück. Der Frust war groß, rechnete er doch da schon fix mit dem undankbaren vierten Rang. Es kam anders. Der führende Russe Bugaew schied aus, davon bekam Grochar erst gar nichts mit. Er gewann Bronze.

Österreichs Para-Alpinski-Team jubelte bei den paralympischen Kombinationsbewerben in Cortina d'Ampezzo am Dienstag über die nächsten Medaillen. In der Klasse der sehbeeinträchtigten Frauen gab es gleich zwei Mal Edelmetall.

Den Sieg und damit die bereits zweite Gold-Medaille bei diesen Winterspielen sicherte sich überlegen Veronika Aigner mit Guide Lilly Sammer. Sie verwiesen die Italienerinnen Chiara Mazzel und Nicola Cotti Cottini auf Rang zwei.

Bei den Langlaufwettbewerben der Paralympischen Spiele in Italien treffen erstmals auf paralympischer Bühne wieder russische und ukrainischen Athletinnen und Athleten in Rennen direkt aufeinander. 

In der Sprint-Qualifikation der sitzenden Männer im italienischen Tesero ging der Russe Ivan Golubkov ebenso wie fünf Athleten aus der Ukraine ins Rennen.

Ukranische Dominanz bei den Herren

Die Ukrainer, die bislang die Nordischen Bewerbe dominieren, gingen dabei auch als klare Sieger hervor. Während sich alle fünf Ukrainer für das Halbfinale qualifizierten, hatte Golubkov als 19. keine Chance. Zwei Ukrainer schafften es dann auch ins Finale: Pavlo Bal sowie Oleksandr Aleksyk.

Was der KURIER am 11. Februar ankündigte, ist nun fixiert. Carney Chukwuemeka steht in Zukunft dem österreichischen Nationalteam von Ralf Rangnick zur Verfügung. Der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund hat den Verband gewechselt und ist damit bei der Weltmeisterschaft im Sommer für Österreich spielberechtigt. 

Die Entscheidung wurde von der FIFA genehmigt

Chukwuemeka wurde 2003 in Wien geboren. Als Kind zog er mit seinen Eltern nach Großbritannien, wo er fußballerisch geprägt wurde. Er spielte in diversen englischen Nachwuchs-Nationalteams und kickte unter anderem für Aston Villa und Chelsea. Seit 2025 ist er für Dortmund im Einsatz.

Chukwuemeka ist die nächste neue Option für Teamchef Rangnick. Erst vor wenigen Tagen hatte sich Paul Wanner (20) entschieden, künftig für Österreich zu spielen. 

Weil Yaw Yeboah, früherer Teamspieler von Österreichs nächstem Testspiel-Gegner Ghana, und der US-Amerikaner Derrick Jones in der Fußballliga MLS - auch auf ihre eigenen Teams - gewettet haben, sind die beiden in den USA aus dem Verkehr gezogen worden. 

Die Major Soccer League erklärte in einer Mitteilung, dass das Duo zwischen 2024 und 2025 „in großem Umfang“ Fußballwetten abgeschlossen und dabei „wahrscheinlich vertrauliche Informationen mit anderen Wettern geteilt“ habe.

So wetteten die beiden Fußballer demnach etwa im Oktober 2024 darauf, dass Jones eine Gelbe Karte erhalten würde - was tatsächlich eintraf. Die Information, sich während des Spiels eine Verwarnung abholen zu wollen, sollen sie zuvor wohl an andere Wettende weitergegeben haben. 

„Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass diese Wetten das Ergebnis eines Spiels beeinflusst haben“, hieß es weiters. Der 28-jährige Yeboah wurde 2023 mit Columbus Crew Meister. 

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