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Österreich und viele andere Länder hatten am Freitagabend die paralympische Eröffnungsfeier in Verona boykottiert, um gegen die Teilnahme Russlands unter eigener Flagge zu protestieren und ein „deutliches Signal“ für die Solidarität mit der Ukraine zu senden.

Ein sportliches Signal setzten dann tags darauf allerdings auch die russischen Athleten. Varvara Voronchikhina und Alexej Bugaew fuhren im Stehend-Bewerb der Frauen und Männer jeweils zu Bronze. Es waren die ersten paralympischen Medaillen seit 12 Jahren, damals fungierte Sotschi als Gastgeber der Winterspiele 2014.

Das WM-Qualifikationsspiel des österreichischen Frauen-Fußball-Nationalteams in Slowenien am Samstag ist kurzfristig um zwei Stunden vorverlegt worden. Wie der ÖFB mitteilte, wird das zweite Spiel der Gruppe A4 in Koper wegen des zu erwartenden sehr starken Nebels am Abend nun bereits um 17.00 Uhr (live ORF Sport +) statt wie geplant um 19.00 Uhr stattfinden. Das erste Gruppenspiel hatte die ÖFB-Auswahl gegen Norwegen mit 0:1 verloren.

Es waren turbulente Tage für Veronika Aigner, die sich aber bezahlt machten. Kurz vor den Paralympics musste Schwester und Guide Elisabeth (27) verletzungsbedingt absagen, es begann die mühsame Suche nach einem Ersatz. “Ich habe sehr viel herumtelefoniert”, erzählt die 23-Jährige. Schließlich fiel die Wahl auf Lilly Sammer. 16 Jahre jung und eigentlich Guide für Michael Scharnagl.

Das jüngste Mitglied des österreichischen Teams meisterte die Aufgabe aber mit Bravour, das zusammengewürfelte Duo sicherte sich in der Abfahrt die Goldmedaille. Silber ging an die Italienerin Chiara Mazzel (+0,48 Sekunden), Bronze an Alexandra Rexova (SVK). Für Aigner ist es die bereits dritte Paralympics-Goldene ihrer Karriere, die erste in der Abfahrt.

Beiden fiel danach eine riesige Last von den Schultern. "Wir können heute beruhigt schlafen gehen, weil die letzte Nacht war es nicht der Fall", erzählt Veronika Aigner, "Da sind wir mit 130 Puls im Bett gelegen." Man habe allerdings "von Anfang an im Gespür gehabt, dass das ein Lauf für uns ist." Sie widmete den Erfolg dann auch ihrer Schwester Elisabeth: "Damit ich ihr zeige, wo sie mich hingebracht hat."

Konrad Laimer hat in der deutschen Fußball-Bundesliga sein drittes Saisontor für den FC Bayern geschossen. Der Salzburger traf beim 4:1-Heimsieg der Münchner gegen Mönchengladbach am Freitagabend in der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte nach einem Konter zum 2:0.

Die ohne den angeschlagenen Top-Stürmer Harry Kane angetretenen Bayern blieben damit ohne große Mühe auf Titelkurs. Sie bauten ihren Vorsprung an der Tabellenspitze zumindest vorübergehend auf 14 Punkte aus.

Luis Diaz brachte die Elf von Vincent Kompany in der 33. Minute voran, ehe Laimer einen Gegenstoß mit rechts erfolgreich abschloss. In der Halbzeit blieb Bayern-Torhüter Manuel Neuer verletzt in der Kabine. Bei den Gladbachern sah Rocco Reitz in der zweiten Halbzeit nach einer Notbremse Rot, Jamal Musiala verwertete vom Elferpunkt (57.). Nicolas Jackson (79.) traf zum 4:0, ehe der im Finish eingewechselte Teenager Wael Mohya (89.) Gladbachs Ehrentor schoss.

Drei Medaillen bei den Olympischen Winterspielen. Sieg im Massenstart-Weltcup. Sieg im Kompakt-Weltcup. Und dazu der Triumph im Gesamtweltcup

Johannes Lamparter ist der große Abräumer in der Nordischen Kombination.

In Lahti fixierte der 24-jährige Tiroler am Freitag vorzeitig den Gewinn der großen Kristallkugel. Nach seinem vierten Rang ist Lamparter beim Weltcupfinale in Oslo nicht mehr einzuholen.

Für ihn ist es der zweite Erfolg nach 2022/'23.

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