"Es war Horror": ÖFB-Star Arnautovic über "schlimme" Depression
ÖFB-Stürmer Marko Arnautovic.
ÖFB-Stürmerstar Marko Arnautovic hat über seine psychischen Probleme während seiner Zeit in China mitten in der Corona-Pandemie berichtet. "Ich bin dann in so eine Depression reingekommen", sagte der österreichische Rekord-Nationalspieler in einem Podcast bei ServusTV, "Das, was keiner wusste: Die war schlimm."
Arnautovic, der zwischen 2019 und 2021 für den chinesischen Fußball-Klub Shanghai SIPG spielte, musste demnach bei seiner Einreise immer in eine Hotel-Quarantäne. "Ich hatte kein Fenster. Ich hatte keine Handtücher für zwei Wochen. Das Essen, was du bekommst, das ist gar nichts. Es war Horror." berichtete Arnautovic. Dreimal habe er die Situation erleben müssen. Gespräche mit seiner Frau und der Familie hätten ihm in der Zeit geholfen.
"Ich habe nie Tabletten genommen für irgendwelche Depressionen. Ich habe Angst vor Tabletten, vor so was", betonte Arnautovic.
Angebot aus Bologna war die Erlösung
Als schließlich das Angebot des FC Bologna kam, habe er nicht lange überlegen müssen. "Irgendwann habe ich gesagt: Ist es das wert für das Geld und dass ich mein Leben so wegschmeiße und dass ich nicht mit meiner Familie sein kann?", fragte sich der Torjäger.
Er habe sofort zu seiner Frau gesagt, dass er zurückkomme. "Nein, ich kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Ich bin depressiv. Ich habe keinen Spaß mehr." Inzwischen läuft der 37-Jährige für Roter Stern Belgrad auf. Im Sommer ist er mit Österreich bei der WM gefordert.
Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums.
Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.
- Rat auf Draht ist die österreichische Notrufnummer für Kinder und Jugendliche. Die Nummer ist unter 147 rund um die Uhr anonym und kostenlos erreichbar.
- Die Ö3-Kummernummer ist unter 116 123 täglich von 16 bis 24 Uhr und ebenfalls anonym erreichbar.
- Die Telefonseelsorge ist unter der kostenlosen Telefonnummer 142 rund um die Uhr als vertraulicher Notrufdienst jeden Tag des Jahres erreichbar.
- Auf der Website www.bittelebe.at finden Angehörige/Freunde von Menschen mit Suizidgedanken Hilfe.
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