Bundesminister Rudolf Anschober

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Politik Inland
07/17/2020

Anschober rechnet mit Corona-Impfstoff im 1. oder 2. Quartal 2021

Zwei von 180 Projekten für Impfstoffe seien weit fortgeschritten. Bei weiter steigenden Infektionszahlen könnte bundesweite Maskenpflicht "schneller kommen, als manche glauben", sagt Anschober.

von Raffaela Lindorfer

Gesundheitsminister Rudolf Anschober gab heute Vormittag in einer Pressekonferenz einen Überblick zur aktuellen Corona-Lage. 

International, aber auch in Österreich, steigen die Zahlen wieder. Die Regierung blickt mit Sorge in den Herbst, eine zweite Welle soll durch einen neuen 17-Punkte-Plan, zu dem auch ein Ampel-System für die Bezirke gehört, verhindert werden. 

Es gibt aber auch Hoffnung in Bezug auf einen Impfstoff: Anschober ist zuversichtlich, dass es im ersten oder zweiten Quartal des neuen Jahres ein erstes Produkt gibt. 

Derzeit gibt es weltweit 180 Projekte, 18 davon sind bereits in der klinischen Erprobung. Zwei sind bereits weiter fortgeschritten - deshalb der von ihm geschätzte Zeithorizont. 

Etwas Zeit braucht dann noch die Herstellung einer erforderlichen Anzahl von Dosen. Anschober spricht von 200 bis 400 Millionen Dosen.

Österreich beteiligt sich an dieser Beschaffungsaktion der EU intensiv, um dann auch möglichst schnell an Impfstoffe zu kommen. Von einem Rittern um Lieferungen zwischen den Ländern hält er aber nichts. Es soll also genug für alle da sein. 

Höhepunkt der weltweiten Pandemie noch nicht erreicht

In den vergangenen Tagen habe er mit internationalen Vertretern Gespräche geführt, erzählt Anschober. Fazit: Die Pandemie sei noch nicht am Höhepunkt angelangt, und das sei besorgniserregend. Mittlerweile gibt es weltweit mehr als 200.000 Neuinfektionen pro Tag. 

Die Pandemie sei die schwerste seit Jahrzehnten und löse auch die schwerste Rezession seit Jahrzehnten aus. Das Abwägen zwischen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Interessen sei jetzt auch die größte Herausforderung. Eine zweite Welle im Herbst wäre "wirtschaftspolitisch eine Katastrophe". 

In Israel, ein Land, das lange Zeit Vorbild war, schlagen die Zahlen nach einer kurzen Entspannung jetzt wieder extrem aus, ebenso in Singapur. 

Österreich waren wir zwischendurch bei Tageszuwächsen von 30 bis 35, derzeit sind wir wieder über 100 Neuinfektion pro Tag, erklärt Anschober. 

Mit regionalen Ausbrüchen war zu rechnen

Jetzt sei man in Phase 3 - das ist die Phase der Stabilisierung nach den Öffnungsschritten. Es gab Grenzöffnungen, mehr Bewegung, mehr Tourismus. In dieser Phase sei mit regionalen Ausbrüchen zu rechnen gewesen. Die Regierung arbeite nun mit verstärkten Testungen und Screening in Risikobereichen. 

Die Testungen, so Anschober, seien erfolgreich: "Wir werden fündig." Freilich seien gemeldete Fälle schlecht, andererseits sei es ein frühes Entdecken von Herden, um diese dann einzudämmen. "Und diese neue Qualität ist gut." 

Weitere Maßnahmen sind Reisewarnungen und Grenzkontrollen - vor allem in Richtung Westbalkan. Dort seien die Daten deutlich nach oben gegangen. 

Schwerpunkte sind in Österreich derzeit drei Bundesländer: Oberösterreich, Wien und Niederösterreich. Der Rest Österreichs ist bei null oder einem Infektionsfall. 

Von regionalen zu bundesweiten Maßnahmen

Derzeit gibt es in den Ländern unterschiedliche Regelungen zur Maskenpflicht. Aber: Sobald es bundesweit einen Anstieg gibt, wird man von den regionalen Maßnahmen zu bundesweiten übergehen. "Ja, da kann auch der Mund-Nasen-Schutz ein Thema werden", sagt Anschober. "Das kann früher kommen, als manche glauben."

Das Risikobewusstsein sei, so Anschober, bei manchen zurückgegangen. Manche seien irregeleitet gewesen. Sie dachten, das Virus sei weg. "Dem ist leider nicht so." Er spüre aber zuletzt wieder ein steigendes Risikobewusstsein. 

Jetzt müsse man sich auf den Herbst vorbereiten - es folgt Phase 4. "Wir wollen mit aller Kraft diese zweite Welle vermeiden. Ich bin sehr optimistisch, dass wir das können, wenn wir wieder - wie im Frühling - zusammenhalten", sagt Anschober. 

Das Ampel-System

Die Regierung arbeitet an einem Plan mit 17 Punkten. Dazu gehört, dass die Testungen beschleunigt werden sollen. Maximal 48 Stunden sollen zwischen der Bekanntgabe von Symptomen und Testergebnis liegen, sagt Anschober, der diesbezüglich einen Erlass vorbereitet. 

Das Contact Tracing soll verbessert werden und die Hotline 1450 evaluiert werden, um zusätzliches Personal zu schaffen. 

Und, als größeres Projekt, soll ein Ampel-System eingerichtet werden. Grün würde bedeuten, dass die Situation in Ordnung ist. Wenn ein Bundesland gelb wird, sind Maßnahmen einzuleiten. Anschober vergleicht das mit dem Lawinen-Warnsystem. 

Zudem soll eine Corona-Kommission eingerichtet werden, die Maßnahmen empfiehlt. Diese werden dann von den regionalen Behörden gemeinsam mit dem Ministerium abgewogen und umgesetzt. 

Fraglich ist noch, wie in Wien vorgegangen wird - die Menschen bewegen sich innerhalb der Stadt ja zwischen den Bezirken, wo es dann unterschiedliche Regeln geben könnte. Man werde sich das genau anschauen, sagt Anschober, der sich ein Einvernehmen mit der Stadt wünscht. 

Dasselbe gilt für Schulen und Kindergärten. Derzeit reicht ja mancherorts ein Verdachtsfall, dass einzelne Gruppen oder Klassen geschlossen werden. Mit dem Ampel-System soll auch da eine klare Vorgangsweise innerhalb eines Bezirks geben. 

Was ist jetzt wichtig für den Herbst?

Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl empfiehlt weiterhin, Abstand einzuhalten. Wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann, soll man eine Maske aufsetzen - zum Beispiel, wenn sich an der Supermarkt-Kassa Schlangen bilden. "So flexibel sollte man sein. Wenn das nicht geht, sollte wieder eine Pflicht kommen", sagt sie. 

Der Herbst sei deshalb heikel, weil sich dann mehr Menschen drinnen aufhalten. Drinnen sei das Risiko einer Infektion höher als in der frischen Luft. "Aerosole sind in Innenräumen stabiler", das wisse man auch von den Cluster-Testungen. 

Inwieweit Kälte mitspielt, sei noch nicht ganz klar. "Viren haben es generell gerne kühl", sagt sie. Genau könne man es aber nicht sagen. Israel sei eher ein heißes Land, dennoch gibt es dort derzeit große Ausbrüche. 

Zur Frage, wann eine Maske sinnvoll sei, nennt Puchhammer-Stöckl Veranstaltungen. Sie seien, wenn gesungen und geschrien wird, "Superspreader-Events". Sie selbst sei kürzlich bei einem Jazz-Konzert gewesen. Die Besucher seien mit Maske hineingegangen, nach dem ersten Stück hätten sie aber viele abgenommen und "Bravo" geschrien. Sie selbst sei dann gegangen.

Es gibt zwar Sicherheitskonzepte; eine Empfehlung, in solchen Situationen eine Maske aufzusetzen, sollte aber in dieses Konzept aufgenommen werden, sagt Puchhammer-Stöckl. 

Unterschiedliche Regelungen in den Ländern

In Oberösterreich muss überall im öffentlichen Raum wieder Maske getragen werden, in Salzburg in manchen Amtsgebäuden, in Kärnten ab 21 Uhr in einzelnen Gemeinden an öffentlichen Plätzen. Im Burgenland gibt es in Spitälern spezielle Vorschriften und in der Steiermark wird lediglich empfohlen, in Lebensmittelläden Masken zu tragen. 

Diesen "Fleckerlteppich" an Regelungen kritisiert auch Bio-Ethikerin Christiane Druml, die in der Corona-Taskforce der Regierung sitzt. Es brauche "klare Entscheidungen und klare Regeln", sagt Druml am Freitag im Ö1-Morgenjournal. 

Das Ampel-System steht noch nicht. Druml empfiehlt, dass der Bund schon jetzt wieder einheitliche Regeln vorgibt - also eine generelle Maskenpflicht, etwa in Lebensmittelgeschäften und auf Märkten. 

In den öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Maske noch immer Pflicht, weil aber auch da die Disziplin nachlässt, drohen in den ÖBB und in der Westbahn, aber auch in Öffis in Graz und Kärnten nun Strafen zwischen 40 und 50 Euro. Die Wiener Linien strafen bereits. 

Neue Entwicklungen in der Corona-Krise

  • 08/06/2020, 07:53 PM

    Trump hätte fast positiv getesteten Gouverneur getroffen

    Kurz vor dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in Ohio ist der Gouverneur des Bundesstaates, Mike DeWine, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Republikaner am Donnerstag wenige Stunden vor seinem geplanten Zusammentreffen mit dem Staatsoberhaupt via Twitter mit. DeWine hätte Trump, der in Ohio unter anderem ein Unternehmen besucht, dort auf dem Flughafen in Cleveland begrüßen sollen.

    Nach eigenen Angaben hat der 73-Jährige keine Symptome und will sich den Regeln entsprechend für die kommenden 14 Tage bei sich zu Hause in Quarantäne begeben.
    DeWine ist der zweite US-Gouverneur mit einem positiven Corona-Test. Im Juli hatte sich der Regierungschef von Oklahoma, Kevin Stitt, mit dem Virus infiziert. Auch er ist Republikaner.

  • 07/29/2020, 01:35 PM

    Wieso manche nicht erkranken: Harmlose Erkältungen könnten immun gegen Covid-19 machen

    Eine neue Studie aus Berlin zeigt: Einige gesunde Menschen besitzen nach überstandenen Erkältungen Immunzellen, die das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 erkennen können. Ein Folge-Studie soll klären, wie sich solch eine Vorerkrankung auf den Verlauf von Covid-19 auswirken könnte.

    Mehr dazu hier:

  • 07/21/2020, 01:40 PM

    Offener Brief: 350 Ärzte werfen Serbiens Regierung Versagen vor

    "Wir wenden uns an die Öffentlichkeit, weil wir keinen anderen Ausweg aus der Gesundheitskatastrophe sehen, in der sich unser Land befindet", schrieben die Mediziner in einem offenen Brief, den serbische Medien am Dienstag veröffentlichten.

    Mehr dazu hier:

  • 07/21/2020, 12:03 PM

    Kommentar: Die EU darf nicht nur Geldmaschine sein

    Beim Feilschen zur dringend benötigten Corona-Finanzhilfe blieb leider die Rechtsstaatlichkeit auf der Strecke.

    Kommentar zum EU-Gipfel:

  • 07/21/2020, 10:27 AM

    Pressestimmen zum EU-Gipfel: Etwas Lob, sehr viel Kritik

    Kritik kommt etwa aus Russland: "Inhaltlich hat sich nichts geändert: Die Länder im Norden Europas, die am meisten in die EU einzahlen, weigern sich nach wie vor, ihren vom Coronavirus am meisten betroffenen südlichen Nachbarn wie Italien und Spanien selbstlos zu helfen."

    Hier geht's zum Überblick:

  • 07/21/2020, 09:18 AM

    Neuer Hoffnungsträger: Ein Medikament senkt deutlich das Sterberisiko bei Covid-19

    Bei den getesteten Patienten sei die Gefahr, künstlich beatmet werden zu müssen oder an Covid-19 zu sterben, deutlich reduziert worden.

    Mehr dazu hier:

  • 07/20/2020, 11:41 PM

    Nur 1.000 Gläubige dürfen bei Pilgerfahrt nach Mekka

    Am 29. Juli beginnt die Pilgerfahrt nach Mekka, wegen der Corona-Pandemie ist sie auf rund 1.000 Gläubige begrenzt. Der Mittwoch der kommenden Woche werde der erste Tag der jährlichen Veranstaltung sein, teilten die Behörden in Saudi-Arabien am Montag mit. Der Zeitpunkt des Hadsch wird gemäß dem islamischen Mondkalender durch die Position des Mondes bestimmt.

    Erstmals in der modernen Geschichte des Landes dürfen außerhalb des Königreichs lebende Gläubige nicht bei der Pilgerfahrt dabei sein, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Die saudi-arabischen Teilnehmer müssen außerdem unter 65 Jahre alt sein und dürfen keine chronischen Erkrankungen haben.

    Noch vor ihrer Ankunft in der heiligen Stadt sollen die Pilger auf das Coronavirus getestet werden. Nach dem Hadsch sollen sie sich in Quarantäne begeben.

    Der Hadsch gehört zu den fünf Säulen des Islam. Jeder fromme Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, ist angehalten, mindestens einmal im Leben an der Pilgerfahrt teilzunehmen. Die Wallfahrt bringt normalerweise Millionen von Menschen nach Saudi-Arabien und ist insofern auch eine wichtige Einnahmequelle für den Golfstaat. Im vergangenen Jahr pilgerten 2,5 Millionen Gläubige nach Mekka.

  • 07/20/2020, 10:52 PM

    Sterblichkeit in Italien im März doppelt so hoch wie in Vorjahren

    Einem am Montag in der US-Fachzeitschrift "Jama Internal Medicine" veröffentlichten Bericht nach starben zwischen dem 1. März und dem 4. April in Italien 41.329 Menschen - etwa 20.000 mehr als in den fünf Jahren zuvor. Das bedeutete einen Anstieg der Sterblichkeit um 104,5 Prozent.

    In der Lombardei, der am schlimmsten betroffenen Region Italiens, stieg die Sterblichkeitsrate sogar auf 173 Prozent, unter Männern in der Region auf 213 Prozent.

    Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass die Zahl der Corona-Toten damit noch deutlich über den Angaben der Behörden lag: Denn den offiziellen Zahlen nach waren bis Anfang April 15.000 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben.

    In den offiziellen Zählungen wurden nur die Corona-Toten in Krankenhäusern und Pflegeheimen registriert, was die fehlenden 5.000 Opfer erklären könnte. Um die tatsächlichen Todeszahlen der Pandemie zu berechnen, benutzten Demografen und andere Forscher nicht nur die Anzahl der durch Tests bestätigten Todesfälle, sondern sahen sich auch offizielle Sterbestatistiken auf der Grundlage von ausgestellten Totenscheinen an. Diese verglichen sie dann mit den Vorjahren - eine Methode, die bei der Erforschung von Grippeausbrüchen häufig angewandt wird.

  • 07/20/2020, 10:18 PM

    Trotz Corona-Landeverbot: Russischer Privatjet kam über Helsinki nach Salzburg

    Ein finnischer Behördenfehler, der in Helsinki eine unkomplizierte Einreise in den Schengenraum erlaubte, ermöglichte Ende Juni einem russischen Business-Jet und seinen Passagieren, ein für Flüge aus Russland in Österreich geltendes Corona-Landeverbot zu umgehen. Dasselbe Flugzeug war bereits im Mai aus Moskau nach Salzburg geflogen, um Koffer von einem österreichischen Zweitwohnsitz abzuholen.

    Die Gulfstream G650 mit dem Kennzeichen LX-MOW, die wiederholt vom ehemaligen russischen Vizepremier und jetzigen Bankenmanager Igor Schuwalow verwendet wurde, hat es laut APA-Recherchen am 23. Juni mit Passagieren und trotz Corona-Beschränkungen aus Moskau nach Salzburg geschafft. Seit Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) Russland am 18. März auf eine Liste von SARS-CoV-2 Risikogebieten gesetzt hat, sind Landungen von Flugzeugen aus Russland in Österreich nur in Ausnahmefällen erlaubt. Passagierflüge fallen nicht darunter.

    Mehr dazu hier:

  • 07/20/2020, 07:38 PM

    WHO besorgt über Anstieg der Infektionen in Afrika

    Der rapide Anstieg der Corona-Infektionen in Afrika besorgt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Zahlen seien zwar in den meisten Ländern noch niedrig, der Anstieg aber stark, innerhalb einer Woche in Namibia etwa um 69 Prozent, in Botsuana um 66 Prozent und in Sambia um 57 Prozent, sagte der WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan am Montag in Genf.

    "Ich bin sehr besorgt, dass wir eine Beschleunigung der Krankheit in Afrika sehen. Wir müssen das sehr ernst nehmen", sagte Ryan. In Südafrika lag der Anstieg innerhalb einer Woche bei 30 Prozent. Dort waren die Fallzahlen deutlich höher als in anderen afrikanischen Ländern. Dort gab es nach WHO-Angaben mehr als 360.000 nachgewiesene Infektionen und 5.000 Todesfälle. "Südafrika könnte leider ein Vorbote sein", sagte Ryan. "Es könnte eine Vorwarnung sein, was im Rest von Afrika passieren könnte."

  • 07/20/2020, 06:05 PM

    Corona-Fall in der Westbahn von Vöcklabruck nach Wien-Meidling

    Die Hinfahrt erfolgte am Donnerstag, die Rückfahrt am Freitag. Zwar wurde die Maskenpflicht eingehalten, aber der Mindestabstand nicht immer.

    Mitreisende sind aufgerufen, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten und sich gegebenenfalls an die Hotline 1450 zu wenden.

    Mehr dazu hier:

  • 07/20/2020, 05:34 PM

    Vielversprechende Ergebnisse bei Corona-Impfstoffsuche

    Forscher in Großbritannien und China haben nach Informationen der Fachzeitschrift The Lancet vielversprechende Ergebnisse bei der Erprobung von zwei Corona-Impfstoffkandidaten erzielt. Wie die britische Fachzeitschrift am Montag berichtete, erwiesen sich die verwendeten Stoffe in beiden Fällen als gut verträglich und sorgten für die Bildung von Antikörpern sowie für eine Immunisierung.

    Der eine Impfstoffkandidat wurde von der Universität Oxford in Zusammenarbeit mit dem Pharmaunternehmen AstraZeneca entwickelt. Bei Versuchen mit mehr als tausend Probanden habe der Stoff durchweg "eine starke Immunreaktion" hervorgerufen. Auch bei einer zweiten Testreihe in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen CanSino Biologics in China habe der getestete Impfstoffkandidat eine sehr starke Bildung von Antikörpern ausgelöst, berichtete die Fachzeitschrift weiter.

    Mehr dazu hier:

  • 07/20/2020, 04:30 PM

    Tirol-Tourismus: Zwei Drittel weniger Urlauber als im Vorjahr

    Über eine Million Gäste kamen im Juni 2019 nach Tirol. Im heurigen Jahr waren es im Vergleichsmonat gerade einmal 341.000. Das ist um zwei Drittel (- 66,6 Prozent) weniger. Die Corona-Krise hat dem in den vergangenen zwei Jahrzehnten boomenden Sommertourismus einen massiven Dämpfer versetzt.

  • 07/20/2020, 03:39 PM

    Mexikos Präsident versprach bessere Gesundheitsvorsorge

    Inzwischen liegt Mexiko bei den Corona-Toten in Lateinamerika auf dem zweiten Platz hinter Brasilien. Die mexikanischen Gesundheitsbehörden meldeten am Sonntag insgesamt rund 39.200 Todesfälle und weitere knapp 1900 Fälle, bei denen ein Zusammenhang mit Covid-19 noch bestätigt werden muss. Fast 345.000 Menschen haben sich demnach inzwischen angesteckt.

    Im einer im Internet verbreiteten Video-Botschaft gedachte Präsident López Obrador der vielen Opfer und sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Für einen späteren Zeitpunkt kündigte er eine "feierliche Würdigung aller, die wegen dieser schrecklichen Pandemie ihr Leben verloren haben", an.

    Gleichzeitig verkündete er ein Zehn-Punkte-Programm für eine bessere Gesundheitsvorsorge in seinem Land an. Dazu zählte er den "Kampf gegen von Armut und Hunger verursachten Krankheiten", gegen falsche Ernährung, Bluthochdruck, Fettleibigkeit und Diabetes.

  • 07/20/2020, 03:09 PM

    Drei Neuinfektionen in Kärnten

    Es handelt sich dabei um eine Frau aus dem Bezirk Villach-Land. Im Rahmen einer Reise hatte sie Kontakt zu einer coronainfizierten Person. Nach der Rückkehr nach Kärnten entwickelte die Frau Symptome und wurde ebenfalls positiv getestet. Das nationale aber auch das internationale Contact Tracing laufen. Positiv war auch das Testergebnis einer Frau in St. Veit. Sie war Kontaktperson der Kategorie 1 zu einer bereits bekannten Infektion. Unbekannt ist hingegen die Infektionsquelle einer positiv getesteten Klagenfurterin. Das Contact Tracing läuft auch in ihrem Fall. In Kärnten gibt es somit aktuell 17 Corona-Erkrankte.
     

  • 07/20/2020, 02:58 PM

    Zahl der Corona-Toten in Japan steigt auf über 100

    In Japan ist die Zahl der am Coronavirus Gestorbenen über die Marke von 1000 gestiegen. Wie der staatliche Fernsehsender NHK am Montag berichtete, wurden an dem Tag innerhalb von 24 Stunden 385 Neuinfektionen bestätigt. Mit 168 entfielen mit Abstand die meisten davon erneut auf Tokio.

    Die Hauptstadt hatte kürzlich wegen eines deutlichen Anstiegs der Infektionszahlen die höchste Alarmstufe ausgerufen. Ausgangssperren sind in Japan jedoch rechtlich nicht möglich, die Menschen sind nur aufgerufen, neben dem Tragen von Masken ausreichend Abstand zu halten und Menschenmengen zu vermeiden.

  • 07/20/2020, 02:44 PM

    Salzburg: Neue Fälle betreffen weitere Krankenhäuser

    In Salzburg sind zwei weitere Spitäler vom Coronavirus betroffen. Im Krankenhaus Tamsweg und im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in der Landeshauptstadt wurden mehrere Ärzte und Pfleger in Quarantäne geschickt. Bereits am Freitag war eine Patientin im Salzburger Landeskrankenhaus positiv auf Covid-19 getestet worden - ebenfalls mit Folgen für das Spitalpersonal.

  • 07/20/2020, 01:23 PM

    Kurzarbeit - Keine Ermittlungen gegen Volkshilfe OÖ

    Die Vorwürfe des Missbrauchs von Kurzarbeit gegen die Volkshilfe Oberösterreich, die nach einer Razzia im Mai der Finanzpolizei an einem oberösterreichischen Standort aufgekommen waren, haben sich nicht erhärtet. Die Staatsanwaltschaft Linz hat von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgesehen, da nichts strafrechtlich Relevantes vorliege, sagte eine Sprecherin zur APA.

    So habe die Volkshilfe coronabedingt zwar vorsichtshalber Mitarbeiter zur Kurzarbeit angemeldet, davon aber keinen Gebrauch gemacht, begründete die Staatsanwaltschaft, warum für sie der Fall erledigt sei. Es habe kein Anfangsverdacht vorgelegen.

  • 07/20/2020, 01:21 PM

    Grafik: Maskenpflicht in Österreich

    .

  • 07/20/2020, 01:16 PM

    Wien sucht noch 100 Lehrkräfte für die Sommerschule

    Personal wird für den Förderunterricht in den letzten beiden Ferienwochen benötigt.

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