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Chronik Österreich
07/20/2020

Tirol-Tourismus: Zwei Drittel weniger Urlauber als im Vorjahr

Im Tiroler Oberland, das Hotspot der Corona-Pandemie war, fällt das Minus im Juni besonders stark aus

von Christian Willim

Über eine Million Gäste kamen im Juni 2019 nach Tirol. Im heurigen Jahr waren es im Vergleichsmonat gerade einmal 341.000. Das ist um zwei Drittel (- 66,6 Prozent) weniger. Die Corona-Krise hat dem in den vergangenen zwei Jahrzehnten boomenden Sommertourismus einen massiven Dämpfer versetzt.

Das Ausbleiben von internationalen Flugreisenden und Bustouristen hat besonders die Hotelbranche in der Stadt Innsbruck hart getroffen.

Die Tirol Werbung hat versucht insbesondere Erlebnisse in der freien Natur - ohnehin ein Aushängeschild Tirols - zu vermarkten. Doch auch in den alpinen Regionen des Bundeslandes fällt das Minus im Juni, in dem die Hotels nach wochenlangem Lockdown wieder öffnen durften, teilweise markant aus.

Durchwegs einen Gästerückgang von über 70 Prozent haben die Tourismusverbände im Tiroler Oberland. Der dortige Bezirk Landeck war besonders heftig von der Corona-Krise betroffen. Die Region stand zum Teil wochenlang unter Quarantäne.

Nur ein Viertel der Gäste

So etwa das Paznauntal mit Ischgl, wo die Hotels aber vielfach erst im Juli aufsperrten. Im Juni betrug das Gäste-Minus 75 Prozent. In St. Anton am Arlberg waren es 76,5 Prozent. Es kam also nur ein Viertel der Gäste vom Vorjahr. Die Region macht den Großteil ihres Geschäfts aber ohnehin im Winter, der Sommer spielt eine Nebenrolle.

In absoluten Zahlen muss der Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer den kräftigsten Ausfall verkraften, wo im Juni heuer rund 122.000 Urlauber weniger nächtigten, als noch im Vorjahr. In zwei der bestbesuchten Sommerdestinationen - Osttirol und dem Achensee - blieb das Minus hingegen unter 50 Prozent.

Das gibt Hoffnung für den Rest der Saison.

 

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