Diplomatische Eiszeit zwischen USA und Iran: Neue Gespräche ungewiss

Ein neuerlicher Anlauf zu Friedensgesprächen scheiterte. Der iranische Außenminister übergab nur seine Forderungen Vermittler. Trump sagte die Pakistan-Reise von Witkoff und Kushner daraufhin ab. Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg live.
Islamabad maintains high-level security lockdown for anticipated US-Iran talks
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Iran-Krieg

  • |Josef Siffert

    Trotz Waffenruhe: Weitere Angriffe von Israel und Hisbollah

    Israel und die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon greifen sich trotz der geltenden Waffenruhe weiter gegenseitig an. Bei den jüngsten Angriffen seien gestern im südlichen Libanon 7 Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut heute mit. Die Hisbollah teilte mit, ihre Kämpfer hätten heute früh im Südlibanon unter anderem israelische Soldaten angegriffen. Dabei habe es mehrere Tote gegeben. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies die Armee gestern Abend an, Ziele der Hisbollah „intensiv“ anzugreifen. Die israelische Armee warnte Anwohner der südlichen Gebiete nahe der gemeinsamen Grenze erneut, „bis auf weiteres“ nicht in ihre Häuser zurückzukehren. Im Zuge des Iran-Kriegs kommt es wieder zu schweren Angriffen von Israels Armee im Libanon und zu Angriffen der Hisbollah auf das Nachbarland. Im Libanon wurden dabei nach offiziellen Angaben etwa 2.500 Menschen getötet und 7.700 verletzt, darunter viele Zivilisten. Eigentlich gilt derzeit eine Waffenruhe, die in zweieinhalb Wochen ausläuft. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, gegen die Feuerpause zu verstoßen. 

  • |Josef Siffert

    Erneut Hinrichtung im Iran

    Im Iran ist ein weiteres Todesurteil vollstreckt worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim wurde am Morgen ein Mann erhängt. Er wurde demnach zuvor unter anderem wegen Mitgliedschaft in der sunnitischen Rebellengruppe Dschaisch al-Adl und für Anschläge auf Streitkräfte verurteilt. 

    Organisationen wie Amnesty International und Iran Human Rights kritisieren, dass die Urteile oft in unfairen Schnellverfahren und auf Basis von unter Folter erpressten Geständnissen ergehen. Erst am Samstag war ein Todesurteil im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar vollstreckt worden. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Organisation Iran Human Rights mindestens 1.639 Menschen hingerichtet, so viele wie seit 35 Jahren nicht mehr.

  • |Josef Siffert

    Dritter US-Flugzeugträger in der Region

    Das US-Militär bündelt weiter seine Kapazitäten in der Golfregion. Auch der Flugzeugträger "USS George H.W. Bush" befindet sich nach US-Angaben mittlerweile im Zuständigkeitsbereich des Regionalkommandos CENTCOM. Es ist demnach das erste Mal seit 2003, dass drei US-Flugzeugträger gleichzeitig im Nahen Osten eingesetzt werden. Auf den Schiffen sind zusammen mehr als 200 Flugzeuge und rund 15.000 Matrosen und Marineinfanteristen stationiert.

    Mit einer Seeblockade wollen die USA den Druck auf Teheran erhöhen. Sie gilt für alle Schiffe, die iranische Häfen ansteuern oder verlassen haben. Der Iran attackiert derweil immer wieder Containerschiffe, die sich durch die Straße von Hormus bewegen. Der Verkehr durch die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Meerenge ist seit Beginn des Krieges nahezu zum Erliegen gekommen.

  • |Josef Siffert

    Iranischer Außenminister soll erneut nach Islamabad kommen

    Im Ringen um eine diplomatische Lösung des Iran-Konflikts soll der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erneut nach Islamabad kommen. Laut dem vom iranischen Außenministerium bekanntgegebenen Programm werde Araghtschi nach Abschluss seines aktuellen Besuches im Oman und vor seiner Weiterreise nach Russland erneut nach Pakistan reisen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Ein Teil der Delegation des iranischen Ministers sei für Konsultationen nach Teheran zurückgekehrt, hieß es weiter. Sie solle sich am Sonntagabend erneut Araghtschi in Islamabad anschließen. Zu dem genauen Grund für die erneute Reise des Chefdiplomaten gab es keine Angaben. Pakistan vermittelt in dem Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Islamabad versucht, eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den Konfliktparteien zustande zu bringen. Die Hoffnungen darauf waren am Freitag gestiegen, nachdem Araghtschi am Abend in Islamabad eingetroffen war und das Weiße Haus angekündigt hatte, am Samstag eine Delegation dorthin zu entsenden. Allerdings reiste Araghtschi wieder ab und kurz darauf blies US-Präsident Donald Trump die Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohns Jared Kushner kurzfristig wieder ab. Trump begründete den Schritt mit zu langer Reisezeit und einem inakzeptablen Vorschlag des Irans. 

  • |Josef Siffert

    US-Militär stoppt Schiff der iranischen Schattenflotte

    Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen mit Sanktionen belegten Frachter der iranischen „Schattenflotte“ abgefangen. Das Schiff sei im Arabischen Meer von einem Helikopter des Zerstörers „USS Pinckney“ gestoppt worden und werde zurück in Richtung Iran eskortiert, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. 

    Das abgefangene Schiff, die „M/V Sevan“, gehört demnach zu den 19 Frachtern, die am Freitag mit Sanktionen des US-Finanzministeriums belegt wurden. Die Sanktionen zielen auf die sogenannte Schattenflotte des Irans ab, die nach US-Angaben von zentraler Bedeutung für Teherans Einnahmen aus dem Öl- und Gasexport ist. Die US-Regierung versucht, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran zu erhöhen. Neben Sanktionen gehört dazu auch eine Seeblockade für Schiffe, die aus iranischen Häfen kommen oder diese als Ziel haben. Wie Centcom weiter mitteilte, sind seit Beginn der Aktion 37 Schiffe umgeleitet worden. 

  • |Diana Dauer

    Netanjahu ordnet neue Angriffe auf Hisbollah in Libanon an

    Nachdem die israelische Armee der libanesischen Hisbollah-Miliz mehrere Verstöße gegen die geltende Waffenruhe vorgeworfen hat, hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu neue Angriffe auf die Hisbollah angeordnet. Der Ministerpräsident habe der Armee Anweisung erteilt, "Hisbollah-Ziele im Libanon mit Nachdruck anzugreifen", erklärte sein Büro Samstagabend. Israel hatte zuvor gemeldet, Hisbollah-Kämpfer hätten Soldaten in der Region Kantara mit Drohnen angegriffen.

    Im Süden des Libanon habe die Armee außerdem "mehr als 15 Terroristen eliminiert" und ein Hisbollah-Waffenversteck mit Panzerabwehrraketen und Kalaschnikow-Gewehren entdeckt. US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag eine Verlängerung der Waffenruhe für den Libanon um drei Wochen bekanntgegeben. Israel und die pro-iranische Hisbollah-Miliz setzten ihre gegenseitigen Angriffe jedoch fort.

  • |Diana Dauer

    Trump sagt Pakistan-Reise von Witkoff und Kushner ab

    US-Präsident Donald Trump sagt einem Medienbericht zufolge die Reise seiner Unterhändler nach Pakistan ab. Wie der Sender Fox News berichtet, nennt Trump seinen Sondergesandten Steve Witkoff und seinen Schwiegersohn Jared Kushner dabei namentlich. Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat nach Gesprächen mit dem pakistanischen Ministerpräsidenten Shehbaz Sharif in Islamabad bereits den Rückflug angetreten. Pakistan vermittelt im Iran-Krieg.

  • |Diana Dauer

    Medien: Iranische Delegation soll aus Pakistan ausgeflogen sein

    Laut der Nachrichtenagentur Reuters soll zwei regierungsnahe Quellen bestätigt haben, dass die iranische Delegation am Samstag bereits abgereist sei. Zuvor soll der iranische Außenminister Abbas Araghchi das iranische Positionspapier für die Verhandlungen mit den USA dem Vermittler Pakistan übergeben haben. 

  • |Diana Dauer

    Präsident Pezeshkian ruft Bevölkerung zum Stromsparen auf

    Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hat die Bevölkerung angesichts massiver Versorgungsengpässe zum Stromsparen aufgerufen. Laut der Nachrichtenagentur Mehr sagte Pezeshkian, der Konsum müsse eingeschränkt werden. "Zu Hause sollten statt zehn Lampen nur zwei eingeschaltet sein - was spricht dagegen?" Pezeshkian begründete die Krise primär mit militärischen Angriffen der USA und Israels auf die nationale Infrastruktur sowie einer "Belagerung".

    Damit bezieht er sich auf die US-Blockade iranischer Häfen. Eine unabhängige Schadensbilanz zu den behaupteten Treffern an Energieanlagen liegt jedoch bisher nicht vor.

  • |Diana Dauer

    Wenig Andrang bei Kommunalwahlen in Palästinensergebieten

    Erstmals seit dem Gazakrieg haben die Menschen im Westjordanland und in einem zentralen Teil des Gazastreifens in Kommunalwahlen ihre Bürgermeister und Gemeinderäte neu bestimmt. Die Wahlbeteiligung war zunächst niedrig: Samstagmittag hatte laut Wahlkommission knapp jeder vierte Berechtigte seine Stimme abgegeben. Im von Israel besetzten Westjordanland waren fast 1,5 Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen, wie die zentrale Wahlkommission in Ramallah mitteilte.

    In Deir el-Balah im Gazastreifen waren 70.000 Menschen an die Urnen gerufen. Die Kandidaten der meisten Wahllisten standen der säkular-nationalistischen Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas nahe oder waren unabhängig. Die im Gazastreifen regierende und mit der Fatah im Westjordanland rivalisierende Hamas hatte keine Wahllisten aufgestellt.

  • |Diana Dauer

    Deutschland verlegt Minenjagdboot ins Mittelmeer

    Das Minenjagdboot „Fulda“ der Deutschen Marine soll samt Besatzung in den kommenden Tagen ins Mittelmeer verlegt werden. „Damit erfolgt eine Vorausstationierung für eine mögliche Beteiligung der Bundeswehr an einem multinationalen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus“, teilte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums mit. Durch diesen Schritt werde Zeit gespart, um die Fähigkeiten der „Fulda“ schnell in den Einsatz zu bringen, sobald die durch die deutsche Bundesregierung dafür bestimmten Voraussetzungen erfüllt seien. 

  • |Diana Dauer

    Iranisches Positionspapier in Islamabad übergeben, kein Treffen mit US-Vertretern

    Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi hat Insidern zufolge dem Vermittler Pakistan in Islamabad die Forderungen der Teheraner Führung in den Verhandlungen mit den USA übermittelt. Dabei habe er auch iranische Vorbehalte gegen Forderungen der USA übermittelt, sagt ein an den Gesprächen beteiligter pakistanischer Insider am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. Aragtschi war am Freitag in der pakistanischen Hauptstadt eingetroffen, wo bereits vor zwei Wochen eine erste Verhandlungsrunde über ein Kriegsende stattgefunden hat. Iranischen Angaben zufolge ist aber diesmal kein direktes Treffen mit US-Vertretern geplant. Für die US-Regierung sollen der Sondergesandte von Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner am Samstag nach Islamabad reisen.

  • |Manuel Simbürger

    Erste Auslandsflüge starten wieder in Teheran

    Der internationale Flughafen in Teheran hat Auslandsflüge wieder aufgenommen. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna und der Staatssender Irib bestätigten den Abflug der ersten Maschinen vom Imam-Khomeini-Flughafen nach Istanbul (Türkei), Maskat (Oman) und Medina (Saudi-Arabien). Insbesondere die Verbindung nach Medina ermöglicht gläubigen Muslimen wieder die Pilgerreise in die heilige Stadt Mekka.

    Trotz der Öffnung meiden europäische Fluggesellschaften wie die AUA-Mutter Lufthansa Group den iranischen Luftraum weiterhin. Als Gründe werden die instabile Lage im Nahen Osten und eine erhöhte Gefährdung der zivilen Luftfahrt angegeben.

  • |Manuel Simbürger

    Erneute Hinrichtung im Iran

    Im Iran ist ein Mann wegen angeblicher Spionage für den israelischen Geheimdienst Mossad und Gewalt bei landesweiten Protesten hingerichtet worden. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim meldet, der Iraner Erfan Kiani sei Samstag in der Früh gehängt worden, nachdem der Oberste Gerichtshof das Todesurteil bestätigt habe.

    Kiani wurde den Angaben zufolge vorgeworfen, als "angeheuerter Schläger des Mossad" in der zentraliranischen Stadt Isfahan öffentliches und privates Eigentum zerstört und in Brand gesetzt zu haben. Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten in diesem Jahr. In den vergangenen Wochen wurden im Iran immer wieder Menschen unter ähnlichen Vorwürfen exekutiert.

  • |Manuel Simbürger

    Iran meldet große Raketenreserven trotz Schäden

    Der Iran verfügt nach Darstellung des Verteidigungsministeriums weiterhin über einen erheblichen Teil seiner Raketenkapazitäten, die im bisherigen Konfliktverlauf mit den USA und Israel nicht zum Einsatz kamen. Wie Ministeriumssprecher, General Reza Talaie-Nik, laut der Nachrichtenagentur Tasnim weiter erklärte, setzt die heimische Rüstungsindustrie ihre Arbeit trotz der Schäden an einigen Produktionszentren sowohl sichtbar als auch unsichtbar fort.

    Die Produktionslinien seien über das Land verteilt. Demnach arbeiten rund 900 Unternehmen mit den Streitkräften und dem Verteidigungsministerium zusammen. Talaie-Nik gab an, dass der Iran derzeit mehr als 1.000 Waffentypen, darunter Raketen, Drohnen und militärische Ausrüstungen, im Land herstelle.

  • |Manuel Simbürger

    Irans Außenminister beginnt Krisendiplomatie in Pakistan

    Der iranische Außenminister Abbas Araqchi hat in Pakistan Gespräche für eine Beilegung des Konflikts mit den USA aufgenommen. Laut Angaben des Staatssenders Irib traf sich Araqchi in Islamabad mit dem pakistanischen Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, der eine Schlüsselrolle in den Vermittlungen spielt. Araqchi übergab Insidern zufolge Pakistan die Forderungen der Teheraner Führung in den Verhandlungen.

    Dabei habe er auch iranische Vorbehalte gegen Forderungen der USA übermittelt, sagte ein an den Gesprächen beteiligter pakistanischer Insider am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. Araqchi war am Freitag in der pakistanischen Hauptstadt eingetroffen, wo bereits vor zwei Wochen eine erste Verhandlungsrunde über ein Kriegsende stattgefunden hat. 

    Iranischen Angaben zufolge ist aber diesmal kein direktes Treffen mit US-Vertretern geplant. Für die US-Regierung sollen der Sondergesandte von Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner am Samstag nach Islamabad reisen.

  • |Manuel Simbürger

    Unklare Lage bei Verhandlungen um Iran-Konflikt

    Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs zeichnen sich schwierige diplomatische Gespräche in Pakistan ab. Das Weiße Haus kündigte eine Reise der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zu Verhandlungen nach Islamabad an. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi traf bereits am Freitag in der pakistanischen Hauptstadt ein. Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim wies Berichte über Verhandlungen jedoch umgehend zurück.

    Auch eine angebliche Bitte des Irans um ein persönliches Treffen, von der US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt sprach, bezeichnete Tasnim als falsch. Unklar bleibt damit, ob die Konfliktparteien direkt verhandeln oder lediglich Botschaften über pakistanische Vermittler austauschen.

    Außenminister Araqchi betonte auf der Plattform X, er wolle sich lediglich mit den pakistanischen Partnern abstimmen. Aus pakistanischen Sicherheitskreisen verlautete, der iranische Chefdiplomat plane, einen Gegenvorschlag für die Verhandlungen mit den USA zu erörtern. Laut Tasnim will der Außenminister die Standpunkte des Irans für ein Kriegsende darlegen.

    Experten argwöhnen jedoch, dass der Minister gar nicht den nötigen Handlungsspielraum habe. Es wird vermutet, dass die einflussreichen Revolutionsgarden die Verhandlungslinie in Teheran maßgeblich bestimmen. Sie haben nach Einschätzung vieler Iran-Kenner derzeit das Sagen in Teheran.

  • |Maximilian Fally

    US-Gesandte fliegen zu Iran-Gesprächen nach Pakistan

    Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner fliegen am Samstag zu erneuten Gesprächen über ein mögliches Ende des Iran-Kriegs nach Pakistan. Wie die Sprecherin des Weißen Haus, Karoline Leavitt, am Freitag im Sender Fox News sagte, sollen Witkoff und Kushner in Pakistan mit iranischen Unterhändlern zusammentreffen.

  • |Stefan Berndl

    Hegseth: Beratungen in Europa über Marineeinsatz sind "dumm"

    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die europäischen Beratungen über einen Marineeinsatz zur Absicherung der Straße von Hormuz als "dumm" bezeichnet. "Das sind noch keine ernsthaften Bemühungen", sagte er am Freitag auf einer Pressekonferenz über die Gespräche von vergangener Woche. Hegseth monierte, dass die Europäer darüber geredet hätten, "vielleicht irgendwann etwas zu unternehmen, wenn alles erledigt ist".

    Der Minister griff damit die anhaltende Kritik von US-Präsident Donald Trump auf, der mehrfach von den europäischen Verbündeten deutlich mehr Engagement bei der Sicherung der Straße von Hormuz gefordert hatte.

    In seinem Statement ging Hegseth nicht auf das Planungstreffen ein, bei dem sich seit Mittwoch Militärs aus 30 Ländern im britischen Militärhauptquartier Northwood in London getroffen hatten. Großbritannien und Frankreich wollen einen neutralen Marineeinsatz organisieren, der sich klar von den Kriegsparteien abgrenzt, um Handelsschiffe zu begleiten und zu sichern. Deutschland erwägt einen Beitrag zur Minenräumung und Seeaufklärung.

  • |Stefan Berndl

    Lieferengpässe bedrohen medizinische Versorgung

    Im Iran droht nach den Angriffen der USA und Israels eine schwere Krise in der medizinischen Versorgung. Zwar gelte eine Waffenruhe, aber die Folgen der wochenlangen Bombardierung würden wohl noch monate- oder jahrelang die Versorgung der Bevölkerung beeinträchtigen. Das sagte Cristhian Cortez Cardoza am Freitag in Genf, stellvertretender Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika bei der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC).

  • |Patrick Resch

    Irans Außenminister für US-Gespräche in Pakistan erwartet

    Irans Außenminister Abbas Araqchi wird Freitagabend für Gespräche mit den USA in Islamabad erwartet. Er wird von einer kleinen Verhandlungsdelegation begleitet, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter von Pakistans Regierung. Es sollten voraussichtlich Gespräche mit den USA geführt werden. Eine Verhandlungsgruppe der USA für Logistik und Sicherheit sei bereits in der pakistanischen Hauptstadt. Zuvor hatte Araqchi mit Pakistans Armeechef Munir und Außenminister Dar telefoniert.

    Bei dem Telefonat seien regionale Entwicklungen und die Waffenruhe zwischen USA und dem Iran besprochen worden. Das meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA.

  • |Patrick Resch

    UNO-Büro sieht Hinweise auf Kriegsverbrechen im Libanon

    Das UNO-Menschenrechtsbüro sieht Anzeichen für israelische Kriegsverbrechen im Libanon. Das Büro habe zahlreiche tödliche Angriffe auf Gesundheitspersonal und Journalisten dokumentiert, sagte Sprecher Thameen Al-Kheetan in Genf. Am Mittwoch habe israelisches Militär nach Berichten Sanitäter bei Hilfeleistungen behindert, nachdem ein Journalist bei einem Angriff getötet und ein Fotograf verletzt worden war. Israel sagte in der Vergangenheit, es ziele nicht auf Journalisten ab.

    "Medizinisches Personal, sei es militärisch oder zivil, sowie andere Zivilisten, darunter auch Journalisten, genießen nach dem humanitären Völkerrecht Schutz. Sie gezielt anzugreifen, würde ein Kriegsverbrechen darstellen", sagte der Sprecher.

  • |Patrick Resch

    Iran-Krieg verknappt Aluminium

    Der Irankrieg und die Blockade der Straße von Hormuz bringen Deutschlands Aluminiummarkt unter Druck: Lieferengpässe, Preisrekorde und drohende Produktionsausfälle treffen Autobauer, Bauwirtschaft und Zulieferer. In der gesamten EU fehlen aktuell fast 25 Prozent der Aluminium-Importe, denn nicht nur aus den Golfstaaten kommt weniger Aluminium. Eine schnelle Erholung erwartet niemand.

    Betroffene rechnen damit, dass es mindestens ein Jahr dauert, bis die Liefermengen aus dem Golf wieder das Vorkrisenniveau erreichen.

  • |Patrick Resch

    Kuwait meldet Drohnenangriff aus dem Irak auf Grenzposten

    Der Golfstaat Kuwait hat Drohnenangriffe aus dem benachbarten Irak auf zwei Grenzposten gemeldet. Bei den Angriffen an der nördlichen Grenze zum Irak seien zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen eingesetzt worden, teilte die kuwaitische Armee am Freitag im Onlinedienst X mit. Verletzt worden sei niemand, es sei aber Sachschaden entstanden.

    Seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatte Teheran als Vergeltung für die Luftangriffe der USA und Israels auch Ziele in mehreren Golfstaaten, darunter Kuwait, ins Visier genommen. Zudem griffen pro-iranische Milizen "feindliche Stützpunkte" im Irak und in anderen Ländern der Region an. Nach Angaben der Golfstaaten hielten diese Attacken auch nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA an. Seit Kriegsbeginn gab es allein in den Vereinigten Arabischen Emiraten über 2.000 Drohnen- und Raketenangriffe.

  • |Patrick Resch

    Israelischer Angriff nach Verlängerung der Waffenruhe

    Nach Verlängerung der Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah im Libanon hat die israelische Armee nach eigenen Angaben zwei Mitglieder der Miliz getötet. Beide seien bei einem Angriff auf ein Haus im Ort Tulin im Südlibanon am Freitag ums Leben gekommen, hieß es aus libanesischen Sicherheitskreisen. US-Präsident Donald Trump hatte am Vortag eine dreiwöchige Verlängerung der Waffenruhe verkündet. Israel dürfe sich aber gegen Angriffe verteidigen.

    Israels Militär teilte am Vormittag mit, der Angriff sei als Reaktion auf Raketenbeschuss der Hisbollah-Miliz erfolgt. Die israelische Armee sagte, sie habe militärische Anlagen der Miliz in Tulin sowie in einem weiteren südlibanesischen Ort ins Visier genommen. Die Hisbollah habe diese für Angriffe genutzt. Israel darf sich laut der aktuellen Waffenruhe-Vereinbarung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen.

  • |Patrick Resch

    Energieagentur erwartet angespannten LNG-Markt bis Ende 2027

    Der Iran-Krieg wird sich nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) noch lange spürbar auf den Weltmarkt für Flüssigerdgas (LNG) auswirken. Kurzfristige Versorgungsausfälle und verhinderte Investitionen am Golf "könnten zwischen 2026 und 2030 zu einem kumulativen Verlust von rund 120 Milliarden Kubikmetern an LNG-Lieferungen führen", erklärte die in Paris ansässige Organisation am Freitag.

  • |Patrick Resch

    "Nicht für uns da": USA prüfen NATO-Rauswurf von Spanien

    Die USA erwägen laut einem Insider einen Ausschluss Spaniens aus der NATO wegen mangelnder Hilfe im Iran-Krieg. Von einem US-Austritt ist derzeit nicht die Rede.

  • |Josef Siffert

    Iranischer Außenminister telefonierte mit Vermittlern

    Der iranische Außenminister Abbas Araqchi hat am Freitag mit pakistanischen Vermittlern telefoniert. In separaten Gesprächen mit Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, und Außenminister Ishaq Dar seien „regionale Entwicklungen und Themen in Verbindung mit der Waffenruhe“ besprochen worden. Das meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA. 

    US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag einseitig die Waffenruhe im Iran-Krieg ohne klares Ende verlängert. Kurz zuvor hatte der Iran einer Teilnahme an weiteren Verhandlungen mit den USA in Pakistan eine Absage erteilt. Pakistan vermittelt im seit Ende Februar geführten Krieg Israels und der USA gegen den Iran. Verhandler der Konfliktparteien hatten sich bereits einmal in Islamabad für eine erste Gesprächsrunde getroffen. Diese war ohne Ergebnis geendet.

  • |Josef Siffert

    Israel tötet zwei Hisbollah-Mitglieder

    Nach der Verlängerung der Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah hat die israelische Armee in der Nacht im Südlibanon zwei Mitglieder der Miliz getötet. Beide seien bei einem Angriff auf ein Haus in dem Ort Tulin ums Leben gekommen, hieß es aus libanesischen Sicherheitskreisen. Israels Militär teilte am Vormittag mit, der Angriff sei als Reaktion auf Raketenbeschuss der vom Iran unterstützten Hisbollah erfolgt. 

    Die israelische Armee sagte, sie habe militärische Anlagen der Miliz in Tulin sowie in einem weiteren südlibanesischen Ort ins Visier genommen. Die Hisbollah habe diese für Angriffe genutzt. Israel darf sich laut der aktuellen Waffenruhe-Vereinbarung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen. Die libanesische Regierung ist keine aktive Kriegspartei in dem aktuellen Konflikt. Sie will den Einfluss der Hisbollah im Land eindämmen. Die Hisbollah ist gegen die Verhandlungen mit Israel. Im Libanon reagierten die Menschen Augenzeugen zufolge mit einer vorsichtigen Erleichterung auf die Ankündigung der Waffenruhe-Verlängerung. Viele fürchten demnach, dass sich beide Seiten nicht an das Abkommen halten könnten.

  • |Josef Siffert

    Irankrieg kommt New Yorks Oper teuer zu stehen

    Der Irankrieg kommt nun auch New Yorks Oper, eine der wichtigsten der Welt, teuer zu stehen. Die von Finanzsorgen geplagte Institution hat zuletzt auf ungewöhnliche Geldgeber gesetzt bzw. setzen müssen. Der größte davon hat nun eine Zusage über bis zu 200 Millionen Dollar für die Metropolitan Opera zurückgezogen.

    Denn Saudi-Arabien wird die eigentlich versprochenen Gelder nun für den eigenen Wiederaufbau verwenden, berichtet die New York Times.

  • |Patrick Resch

    Iraner seit 56 Tagen vom Internet abgeschnitten

    Die Iranerinnen und Iraner sind inzwischen den 56. Tag in Folge vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen. Die Sperre halte bereits seit 1.320 Stunden an, teilte die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf der Plattform X mit. Demnach handelt es sich um die bisher längste landesweite Internetsperre in einer sonst "vernetzten Gesellschaft".

    Mit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar hatte die Regierung in Teheran den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt. Die 90 Millionen Iraner können seitdem nur auf ein eingeschränktes internes Netzwerk zugreifen, in dem lediglich staatlich genehmigte Inhalte zur Verfügung stehen. Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats dagegen nutzt das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X - also auf Portalen, die eigentlich gesperrt sind.

  • |Patrick Resch

    Ölpreise steigen weiter

    Die Ölpreise sind am Freitag nach bereits kräftigen Anstiegen im Verlauf der Woche weiter gestiegen. Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete zuletzt 107,25 US-Dollar. Das waren 2,07 Prozent mehr als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni stieg um 1,99 Prozent auf 97,76 Dollar.

    "An den Energiemärkten bleibt die Entwicklung im Nahen Osten das entscheidende Thema", sagte Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank. Solange sich keine Öffnung der Straße von Hormuz abzeichnet, dürfte der Preis für Rohöl der Sorte Brent ihrer Einschätzung nach über 100 Dollar verharren.

  • |Josef Siffert

    Papst leo XIV.: US-Angriffe haben viele Unschuldige getötet

    Papst Leo XIV. hat sich erneut kritisch über das militärischen Vorgehen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump im Nahen Osten geäußert: "Wenn wir bestimmte Situationen sehen, antworten wir gleich mit dem Einsatz von Gewalt, Krieg und Angriff. Dann haben wir gesehen, dass viele Unschuldige getötet wurden."

    Leo XIV. fuhr fort mit den Worten: "Die Frage ist nicht, ob es einen Regimewechsel (im Iran) gibt. Die Frage ist, wie wir die Werte, an die wir glauben, voranbringen können, ohne dass wir so viele unschuldige Menschen töten." Mit Blick auf die derzeitigen Verhandlungen und Drohungen zwischen den USA und dem Iran sagte der Papst, die Situation sei "offensichtlich sehr komplex"; man wisse nicht, wohin sich die Dinge entwickeln. Es sei "eine chaotische Situation entstanden".

    Der Papst zeigte sich tief beeindruckt von Briefen, die ihm die Familien der Kinder geschickt hätten, die am ersten Tag des Angriffs gestorben seien. Am 28. Februar waren bei einem offenbar versehentlichen Luftangriff der USA auf eine Schule im südiranischen Minab mehr als 150 Kinder getötet worden. In den Briefen gehe es um den Verlust von Kindern.

  • |Josef Siffert

    Goldman Sachs: Ölproduktion wird nach Hormus-Öffnung rasch anziehen

    Nach einer vollständigen Öffnung der Straße von Hormus dürfte sich die Ölproduktion am Golf laut der US-Großbank Goldman Sachs innerhalb weniger Monate größtenteils erholen. Im April seien wegen des Iran-Konflikts rund 14,5 Millionen Barrel pro Tag oder 57 Prozent der Vorkriegsmenge vom Netz genommen worden, heißt es in einer Analyse der US-Investmentbank. Dabei handle es sich vor allem um Vorsichtsmaßnahmen und nicht um physische Schäden an den Ölfeldern.

    Eine Erholung könnte jedoch durch logistische Engpässe gebremst werden, da die verfügbare Tankerkapazität in der Region um die Hälfte gesunken sei. Zudem könnten Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre Förderung schneller wieder hochfahren als der Iran und der Irak.

  • |Josef Siffert

    Rubio: Iranische Nationalmannschaft willkommen

    Die US-Regierung hat sich von einem aus den USA kommenden Vorschlag distanziert, wonach das Nationalteam Italiens anstelle des Iran an der im Sommer unter anderem in den USA stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft teilnehmen soll. Niemand "aus den USA hat ihnen gesagt, dass sie nicht kommen können", sagte US-Außenminister Marco Rubio mit Blick auf die iranische Nationalmannschaft am Donnerstag vor Journalisten im Oval Office.

    Rubio warnte jedoch, die USA könnten Mitgliedern der iranischen Delegation die Einreise verweigern, sollten sie Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben, die von Washington und mehreren anderen Regierungen als Terrororganisation eingestuft werden. "Das Problem mit dem Iran wären nicht die Athleten, sondern einige der anderen Personen, die sie mitbringen wollten, von denen manche Verbindungen zu den IRGC haben", sagte der US-Außenminister. "Wir könnten sie möglicherweise nicht ins Land lassen, aber nicht die Athleten selbst", fügte er hinzu. US-Präsident Donald Trump äußerte sich ähnlich. "Wir wollen die Spieler nicht bestrafen", erklärte er.

  • |Josef Siffert

    Trump schließt Atomwaffen-Einsatz gegen Iran aus

    US-Präsident Donald Trump hat den Einsatz einer Atomwaffe gegen den Iran ausgeschlossen. "Nein, ich würde sie nicht einsetzen", sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten im Weißen Haus. "Warum sollte ich eine Atomwaffe einsetzen, wenn wir sie auf ganz konventionelle Weise auch ohne dezimiert haben?", fügte Trump hinzu. "Eine Atombombe sollte niemals von irgendjemandem eingesetzt werden dürfen", stellte der US-Präsident klar.

    Trump hatte am 7. April mit einer drastischen Drohung gegen den Iran für große Empörung gesorgt: "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben und niemals wieder zum Leben erweckt werden", warnte Trump. Vizepräsident JD Vance wiederum sagte, die USA hätten im Konflikt mit dem Iran "Werkzeuge im Kasten, deren Einsatz wir bisher noch nicht beschlossen haben." Das Weiße Haus bestritt daraufhin, dass Vance dem Iran mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht habe. Kurz darauf stimmten Washington und Teheran einer zweiwöchigen Waffenruhe zu, die Trump am Dienstag auf unbestimmte Zeit verlängerte.

  • |Josef Siffert

    Waffenruhe zwischen Israel und Libanon verlängert

    Die Waffenruhe wird laut US-Präsident Donald Trump um drei Wochen verlängert. Die Hisbollah lässt noch offen, ob sie sich daran halten wird.

  • |Julia Deutsch

    Drohnen über Teheran

    Die iranische Agentur Fars zitierte einen ihrer Reporter mit den Worten, die Aktivierung der Luftabwehr sei darauf zurückzuführen gewesen, dass an verschiedenen Orten im Iran kleine Drohnen am Himmel entdeckt worden seien. Zuvor war von mehreren Explosionen die Rede gewesen.

  • |Julia Deutsch

    Dritter US-Flugzeugträger in Nahost-Region eingetroffen

    Fast zwei Monate nach Beginn des Iran-Kriegs haben die USA einen dritten Flugzeugträger in die Region verlegt. Die "USS George H.W. Bush" habe im Indischen Ozean den Verantwortungsbereich des für den Nahen Osten zuständigen US-Zentralkommandos Centcom erreicht, teilte Centcom am Donnerstag im Onlinedienst X mit und veröffentlichte ein Foto des Flugzeugträgers mit zahlreichen Kampfflugzeugen an Deck.

    Zuvor hatten die USA bereits die Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" und "USS Abraham Lincoln" in die Region verlegt.

  • |Julia Deutsch

    Israel bereit für Wiederaufnahme des Iran-Kriegs

    Israel ist laut Verteidigungsminister Israel Katz „bereit, den Krieg gegen den Iran wieder aufzunehmen“. Israel warte auf grünes Licht aus den USA, sagte er nach Angaben seines Büros vom Abend bei einer Lagebeurteilung. Die Ziele seien bereits festgelegt. Es gehe vor allem darum, „die Chamenei-Dynastie“ endgültig zu zerschlagen, wichtige Energie- und Stromanlagen sowie die nationale wirtschaftliche Infrastruktur zu zerstören.
  • |Julia Deutsch

    Israel greift den Iran im Moment nicht an

    Laut Sicherheitskreisen
  • |Julia Deutsch

    Bericht über Explosionen in Teheran - Luftabwehrsystem aktiviert

    Die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtet, in Teilen der Hauptstadt Teheran seien Luftabwehrsysteme zu hören. Diese gingen gegen „feindliche Ziele“ vor. Zuvor hatte die Agentur Nour News berichtet, in Teheran seien Luftabwehr-Systeme aktiviert worden. Details dazu wurden nicht genannt. Am Ölmarkt zogen die Preise in Folge der Nachricht an. Zuletzt hatten manche Beobachter spekuliert, die USA könnten ungeachtet der Feuerpause einen Überraschungsangriff auf den Iran starten. 

  • |Julia Deutsch

    Libanesen ersetzen von Israel bereitgestellte Jesus-Figur

    Einwohner eines Dorfes im Südlibanon sind nicht zufrieden gewesen mit einer von Israels Armee bereitgestellten Jesus-Figur, die eine von einem israelischen Soldaten beschädigte Statue ersetzen sollte. Die von der Armee gebrachte Figur habe anders ausgesehen als die beschädigte, sagten Einwohner von Debel der Deutschen Presse-Agentur. Sie sei deshalb durch eine neue ersetzt worden.

    Auf einem von der israelischen Zeitung "Jerusalem Post" veröffentlichten Bild ist zu sehen, dass die neue Statue der beschädigten ähnlich sieht. Sie zeigt Jesus Christus am Kreuz und ist farblich einem echten Menschen nachempfunden. Die von Israels Armee besorgte wiederum zeigte Jesus als goldene Figur am Kreuz.

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    NYT: Khamenei schwer verletzt - aber "klar im Kopf"

    Der neue oberste iranische Führer Mojtaba Khamenei ist laut einem US-Medienbericht schwer verletzt, geistig aber klar. Die "New York Times" (NYT) berichtete am Donnerstag unter Berufung auf ungenannte iranische Regierungsvertreter, Khamenei habe aufgrund der Verletzungen, die er bei einem US-israelischen Angriff Ende Februar erlitten habe, die Entscheidungsgewalt "zumindest für den Augenblick" in die Hände von Generälen der Revolutionsgarden gelegt.

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    Libanon möchte auch künftig Präsenz von UN-Blauhelmen

    Der UNO-Sicherheitsrat hat im Vorjahr das Aus für die Friedensmission mit Ende 2026 beschlossen. Der Libanon möchte auch nach dem Ende des Mandats der Friedensmission eine weitere Präsenz von UNO-Blauhelmen. Das sagte der Leiter der UNO-Hauptabteilung für Friedenssicherungseinsätze, Jean-Pierre Lacroix, in Genf. Der Weltsicherheitsrat in New York habe eine Prüfung der Optionen in Auftrag gegeben. Das Ergebnis werde bis 1. Juni vorgelegt.

    Das Gastland, Libanon, "hat sehr klargemacht, dass sie eine UNO-Präsenz behalten wollen, nicht unbedingt identisch zu UNIFIL", sagte Lacroix. "Wir sind gerade dabei, die Optionen auszuloten." Wie groß eine neue Truppe sein könnte und was genau ihr Mandat sein könnte, sei Teil dieser Arbeit. Die Entscheidung über eine neue Blauhelm-Mission müsste der Weltsicherheitsrat fällen.

    Lacroix betont, dass die Entwaffnung der Hisbollah Aufgabe der libanesischen Behörden sei und UNIFIL dabei nur unterstützen könne. Die Zwangsentwaffnung einer Gruppe, die nicht entwaffnet werden wolle, sei per Definition Krieg. Das sei nicht Aufgabe von UNO-Blauhelmen.

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    Kinder unter den Opfern

    Drei weitere Personen, darunter ein Rettungshelfer, wurden den örtlichen Gesundheitsbehörden zufolge bei einem separaten Angriff in Maghazi im Zentrum des Gazastreifens getötet. Vom israelischen Militär lag zu diesem Angriff zunächst keine Stellungnahme vor. Erst am Mittwoch waren nach palästinensischen Angaben bei einem israelischen Luftangriff nahe einer Moschee in Beit Lahiya im nördlichen Gazastreifen fünf Palästinenser getötet worden, darunter drei Kinder.

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    4 Tote bei israelischem Angriff

    Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen trotz geltender Waffenruhe sind nach palästinensischen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Eine Person sei bei einem Angriff in Khan Younis im Süden des Küstengebiets ums Leben gekommen, sagten örtliche Sanitäter. Weitere Menschen seien verletzt worden. Das israelische Militär teilte mit, es habe auf Kämpfer gezielt, die Munition transportiert hätten. Diese hätten eine Bedrohung für israelische Soldaten dargestellt.

  • |Julia Deutsch

    Trotz der geltenden Waffenruhe nahm Israels Militär die Libanesin Ama Khalil bei einem Luftschlag ins Visier. Das Rote Kreuz und die libanesische Regierung erheben schwere Vorwürfe.

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    Suche nach Seeminen

    Im Kampf gegen Seeminen in der Straße von Hormus verschärfte Trump am Donnerstag sein Vorgehen. Er wies die Marine seines Landes an, alle Schiffe zu beschießen und zu versenken, die Minen in der Meerenge ausbringen würden, wie er in den sozialen Medien mitteilte. Minensuchboote würden nun noch intensiver die Seestraße von Sprengkörpern säubern. Vor einer Woche hatte Trump noch erklärt, dass die angeblich in der Straße von Hormus verteilten iranischen Seeminen bereits allesamt geborgen seien - oder noch entfernt werden würden.

    Experten gehen von mehreren Dutzend Minen aus, die der Iran vor etwa einem Monat südlich der iranischen Hoheitsgewässer verteilt haben soll - auch wenn Teheran einen solchen Einsatz nie bestätigt hat. "Weder die Iraner noch die USA - und auch sonst niemand - weiß derzeit genau, wo sich diese Minen befinden", sagte Sicherheitsforscher Andreas Krieg vom Londoner King's College dem Sender Al Jazeera.

    Rund 30 Länder bereiten sich auf einen möglichen Militäreinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus nach Ende der Kampfhandlungen vor. London und Paris wollen einen neutralen Marineeinsatz organisieren, der sich klar von den Kriegsparteien abgrenzt, um Handelsschiffe zu begleiten und zu sichern. Deutschland erwägt einen Beitrag zur Minenräumung und Seeaufklärung.

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    Trump: Meerenge "dichtgemacht"

    US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben am Donnerstag im Indischen Ozean ein Schiff mit iranischem Öl an Bord aufgebracht. Das Schiff "M/T Majestic X" sei sanktioniert und staatenlos gewesen. Am Mittwoch hatte der Iran nach eigenen Angaben zwei Frachtschiffe gekapert. Trotz der US-Seeblockade sollen 34 sanktionierte Tanker oder Tanker mit Verbindungen zum Iran die Straße von Hormus durchquert haben. US-Präsident Trump sagte hingegen, die Meerenge sei "dichtgemacht".

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