FILES-UKRAINE-RUSSIA-CONFLICT

Im April hat Russland das Flaggschiff Moskwa verloren.

© APA/AFP/VASILIY BATANOV / VASILIY BATANOV

Krieg in Ukraine
08/02/2022

Russische Schwarzmeerflotte geschwächt + Russische Hyperschallraketen nicht effektiv

Tag 160 im Krieg. Alle Entwicklungen rund um die Lage in der Ukraine und die Auswirkungen des Krieges finden Sie hier.

von Josef Siffert

Aktuelle Entwicklungen

  • Tag 160 im Ukraine-Krieg: Russische Schwarzmeerflotte geschwächt (mehr)
  • Warum die russischen Hyperschallraketen in der Ukraine nicht effektiv wären (mehr)
  • Putin versichert, keine Atomwaffen einzusetzen (mehr)
  • Energiegipfel: Nun wird Ex-Gazprom-Gasspeicher in Haidach befüllt (mehr)
  • Erster Getreideexport: 26.000 Tonnen Hoffnung - und die Frage, wie es weitergeht (mehr)
  • Wie sich ultrarechte Serben Tipps von russischen Truppen holen (mehr)
  • Von der Leyen zu Energiekrise: "Auf schlimmste Situation vorbereiten" (mehr)
  • Wohin Russland jetzt sein Öl exportiert (mehr)
  • Hat die Ukraine eine Chance auf den Sieg? (mehr)
  • "Illegale Ladung": Libanon setzte Schiff mit ukrainischem Getreide fest (mehr)

Wie man den Menschen vor Ort helfen kann, erfahren Sie hier.

  • Getreide-Blockade beendet: Erstes Schiff verlässt die Ukraine (mehr)
  • Besitzer russischer Wertpapiere in der Zwickmühle (mehr)
  • Putin verkündet neue Militärdoktrin für die Seestreitkräfte (mehr)
  • Wohin Russland jetzt sein Öl exportiert (mehr)
  • Russlands neuer Zangengriff im Donbass (mehr)
  • Russland dreht Lettland den Gashahn zu (mehr)
  • Cherson laut Kiew "so gut wie von russischem Nachschub abgeschnitten(mehr)
  • Gas für OMV-Kunden über den Winter gesichert (mehr)
  • Ex-Kanzler Schüssel: "Es war richtig, mit Russland das Gespräch zu suchen" (mehr)
  • Putin dreht schrittweise das Gas ab - kommt Rettung aus Slowakei? (mehr)
  • Russen melden Eroberung des größten Kohlekraftwerkes (mehr)

Aktuelles zum Ukraine-Krieg

  • Heute, 04:54 PM

    McDonald's will Restaurants in der Ukraine wieder aufmachen

    McDonald's will seine Restaurants in der Ukraine wieder aufmachen. Die ersten Lokale sollten in den kommenden Monaten wieder Kunden begrüßen, teilte der Fast-Food-Riese am Donnerstag mit. Als erstes seien Niederlassungen in der Hauptstadt Kiew und im Westen der Ukraine dran - dann sollten schrittweise weitere Restaurants dazu kommen. Das Unternehmen wollte sich nicht dazu äußern, wie viele seiner 109 Standorte in der Ukraine wieder geöffnet werden sollen.

    Der US-Konzern hatte nach dem russischen Angriff auf den südwestlichen Nachbarn alle Lokale in den beiden Ländern geschlossen. Im Mai war ein Großteil der russischen Läden an einen Lizenznehmer verkauft worden, sie haben jetzt unter anderem Namen geöffnet.

  • Heute, 03:44 PM

    Tschechien und Estland fordern EU-Visa-Stopp für russische Touristen

    Außenminister Lipavsky will das Thema beim Treffen mit EU-Kollegen Ende August in Prag ansprechen. Kanzler Scholz sieht ein Verbot skeptisch.

  • Heute, 03:43 PM

    Mehr als 60.000 Tonnen Sachhilfe über EU-Verfahren für Ukraine

    Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar sind dort über ein EU-Verfahren für Katastrophenschutz mehr als 60.000 Tonnen Sachhilfe aus 30 Ländern eingetroffen. Dazu zählen 180 Krankenwagen, 125 Löschfahrzeuge, 300 Stromaggregate, 35 Baufahrzeuge und 4 Pontonbrücken, wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte.

    "Diese Solidarität beweist, dass die EU der Ukraine nicht nur mit Worten zur Seite steht, sondern auch mit Taten", sagte der zuständige EU-Kommissar Janez Lenarčič.

    Mit einem Volumen von mehr als 425 Millionen Euro sei die Ukraine-Hilfe die mit Abstand größte Aktion seit Einführung des Verfahrens 2001. Zur Unterstützung wurden Logistikzentren in den EU-Ländern Polen, Rumänien und der Slowakei geschaffen.

  • Heute, 03:15 PM

    UNO-Chef Guterres warnt wegen Konflikt um AKW Saporischschja

    Angesichts der Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine um das Atomkraftwerk Saporischschja hat UNO-Generalsekretär António Guterres vor einer Atomkatastrophe gewarnt. Vor einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats am Mittwoch in New York zur Situation des größten europäischen AKW im Süden der Ukraine äußerte sich Guterres "zutiefst besorgt". "Bedauerlicherweise gab es in den letzten Tagen keine Deeskalation, sondern Berichte über weitere zutiefst besorgniserregende Vorfälle. Wenn sich diese fortsetzen, könnte dies zu einer Katastrophe führen."

  • Heute, 02:45 PM

    Deutsche Flüssiggas-Terminals gehen Anfang 2023 in Betrieb

    Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat den Betriebsstart der zwei ersten Flüssiggas-Import-Anlagen an der Nordsee-Küste für Anfang 2023 angekündigt. "Die ersten Flüssiggas-Terminals werden zu Beginn nächsten Jahres in diesem Winter angeschlossen", sagte Scholz heute in seiner Sommer-Pressekonferenz. Man profitiere dabei von jahrelangen Vorplanungen, auf die man jetzt zurückgreifen könne. Ziel sei es, einen Gasmangel in Deutschland zu vermeiden. "Es ist vielleicht etwas teuer, Gas zu beschaffen, aber wir werden immer genug kriegen, darum geht es ja", sagte der Bundeskanzler. Gebaut werden die sogenannten Floating-Terminals im Eilverfahren in Wilhelmshaven und Brunsbüttel. Das Wirtschaftsministerium hatte im Juli noch die Hoffnung geäußert, dass Wilhelmshaven Ende 2022 fertig wird. Die Terminals gelten neben vollen Speichern und Einsparungen als wichtiger Baustein, um einen Gasmangel im Winter abzuwenden.

    Die schwimmenden Terminals sind im Kern Flüssiggas-Tanker, die den Brennstoff aber selbst wieder in den Gaszustand versetzen können. Damit wird kein kompletter Hafen, sondern in erster Linie neben dem Schiff nur eine Verbindung zur Pipeline an Land benötigt. Die Regierung hat insgesamt vier der Spezialschiffe gemietet. Neben Wilhelmshaven und Brunsbüttel sind drei weitere Terminals geplant: Eines in Stade und eines in Lubmin an der Ostsee-Küste sind der Regierung zufolge wohl Ende 2023 betriebsbereit. In Lubmin hat ein privates Konsortium ein weiteres auf den Weg gebracht. Dieses fünfte Terminal könnte bereits Ende 2022 zur Verfügung stehen.
     

  • Heute, 01:12 PM

    Ankunftszentrum am Gelände der Messe Graz wird geschlossen

    Das Ankunftszentrum für geflüchtete Menschen aus der Ukraine am Gelände der Grazer Messe wird mit 15. September aufgelassen, da die Anzahl der ankommenden Ukrainerinnen und Ukrainer stark zurückgegangen ist. Künftig sollen die geflüchteten Menschen in einem dezentralen System in Zusammenarbeit mit Polizei und dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl sowie dem Flüchtlingsreferat des Landes Steiermark abgewickelt werden, hieß es am Donnerstag nach der Regierungssitzung.

    Seit Mitte März war das Ankunftszentrum in Betrieb und bot nach dem One-stop-shop-Prinzip vieles, was die Menschen brauchten: Polizei, Rotes Kreuz und Caritas waren an der zentralen Anlaufstelle zu finden. Die Menschen wurden bei der Grazer Messe erfasst, registriert und versorgt. 7.782 Flüchtlinge aus der Ukraine sind dort angekommen, darunter 1.805 Kinder unter 14 Jahren.

    Derzeit befinden sich nach Zahlen des Landes 6.145 Vertriebene aus der Ukraine in der Grundversorgung in der Steiermark. Rund 35 Prozent dieser Personen leben in Graz, zehn Prozent in Graz-Umgebung, neun Prozent in der Südoststeiermark - der Rest in allen anderen steirischen Bezirken. Insgesamt stehen noch immer knapp 8.000 gemeldete freie Unterkunftsplätze bei Bedarf zur Verfügung.

  • Heute, 12:33 PM

    Scholz kündigt weitere Unterstützung der Ukraine an

    Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat weitere massive Unterstützung der Ukraine in deren Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg angekündigt. Der Krieg Russlands verlange unverändert, "dass wir weitreichende Entscheidungen treffen, um die Ukraine in ihrem Kampf um Unabhängigkeit zu unterstützen", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag bei seiner ersten Sommer-Pressekonferenz vor Hauptstadt-Journalisten in Berlin.

    Die Regierung tue das durch einen "massiven Bruch mit bisheriger Praxis, indem wir Waffen liefern, sehr, sehr viele, sehr weitreichende, sehr effiziente. Und das werden wir auch die nächste Zeit weiter tun." 

    Putin trage die Verantwortung für den Krieg, dieser habe mit allen internationalen Vereinbarungen gebrochen. Der Kanzler wiederholte: "Das ist eine Zeitenwende, weil die Verständigung, dass man nicht seinen Nachbar einfach überfällt, weil man in irgendeinem Geschichtsbuch gelesen hat, ein Teil seines Territoriums gehörte besser zu eigenen Land."

    Annual press conference of German Chancellor
  • Heute, 12:17 PM

    Sicherheitsrat wird heute über AKW Saporischschja beraten

    In der Gegend um das von russischen Truppen besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja hat es erneut Kämpfe gegeben. Russland soll nach Angaben der örtlichen Verwaltung dank seiner Luftabwehr ukrainische Angriffe auf das AKW sowie die nahe gelegene besetzte Stadt Enerhodar vereitelt haben.

    Währenddessen wollen die 15 Mitgliedsstaaten des Sicherheitsrats heute in New York auf Antrag Russlands über die Lage des AKW beraten. Rafael Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, wird nach Angaben seiner Behörde vor dem Sicherheitsrat Bericht über die Sicherheitslage im Kraftwerk erstatten.

    Russland ist neben China, Frankreich, Großbritannien und den USA ständiges Mitglied im Sicherheitsrat und besitzt dort Vetorecht. Informationen aus Kreisen des Sicherheitsratsvorsitzes zufolge soll das Treffen am Donnerstag um 15.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MESZ) stattfinden. Den Vorsitz hat derzeit China inne.

  • Heute, 12:09 PM

    Russland: Schweiz kein neutraler Vermittler

    Russland akzeptiert die Schweiz als neutralen Vermittler im Krieg mit der Ukraine nicht mehr.

    Die Schweiz sei kein neutraler Staat mehr, da sie sich den Sanktionen gegen Russland angeschlossen habe, sagt ein Vertreter des russischen Außenministeriums. Die Schweiz könne daher weder die ukrainischen Interessen in Russland, noch Moskaus Interessen in der Ukraine vertreten.

  • Heute, 10:10 AM

    Massiver Beschuss im Osten

    Russland hat nach Angaben ukrainischer Behörden den Osten der Ukraine unter massiven Beschuss genommen. In der Nacht zum Donnerstag seien 120 Raketen in der Gegend um die Stadt Nikopol eingeschlagen. Der Gouverneur von Dnipropetrowsk, Walentyn Resnitschenko, sagte, dass dabei drei Menschen getötet und sieben verwundet worden seien. Russland versucht seit Wochen, die gesamte Donbas-Region im Osten der Ukraine unter Kontrolle zu bekommen.Während russische Truppen die Region um die Stadt Luhansk bereits kontrollieren, greifen russische Truppen verstärkt im Bezirk Donezk an. So soll es auch schwere Kämpfe um die ostukrainische Stadt Pisky geben.

    Ein Beamter der von Russland unterstützten Volksrepublik Donezk sagte, der Ort zehn Kilometer nordwestlich der gleichnamigen Provinzhauptstadt werde von russischen und separatistischen Kräften kontrolliert. Ukrainische Beamte bestritten, dass die stark befestigte Stadt, ein Schlüssel zur Verteidigung von Donezk, gefallen sei.Gekämpft wurde offenbar auch wieder in der Gegend um das Atomkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine. Russland habe dank seiner Luftabwehr ukrainische Angriffe auf das AKW sowie die nahe gelegene besetzte Stadt Enerhodar vereitelt, zitieren die russische Nachrichtenagenturen Tass und RIA die von Russland eingesetzte Verwaltung in der Region Saporischschja.

  • Heute, 09:59 AM

    Litauen kündigt erneute Einschränkungen im Güterverkehr nach Kaliningrad an

    Litauen hat erneut Einschränkungen im Güterverkehr in die russische Exklave Kaliningrad angekündigt. Wie die litauische Staatsbahn am Mittwochabend mitteilte, wird der Transit bestimmter russischer Güter ausgesetzt, bei denen eine Obergrenze erreicht wurde. Betroffen seien vor allem Eisen- und Stahlprodukte, Holz, Düngemittel und das Kühlmittel Ethylenglykol.

    "Wenn die transportierte Menge bestimmter Güter die festgelegten Jahresdurchschnittswerte erreicht, werden die Transportanfragen abgelehnt", erklärte die Bahn. Mitte Juni hatte das EU-Mitglied Litauen den Güterverkehr zwischen Russland und der Exklave beschränkt. Güter, die unter die EU-Sanktionen gegen Russland fallen, konnten nicht mehr mit der Bahn von Russland über Litauen nach Kaliningrad gebracht werden.

    Moskau forderte die Aufhebung der Beschränkungen und warf der EU vor, gegen ein 2002 geschlossenes Abkommen zu Kaliningrad zu verstoßen. Nach wochenlangen Spannungen stellte die EU-Kommission Mitte Juli klar, dass es kein allgemeines Verbot für Gütertransporte per Zug gebe. Verboten sei nur der Transit sanktionierter Militärausrüstung. Litauen nahm den Transitverkehr daraufhin wieder auf.

  • Heute, 09:24 AM

    Russland kann Rüstungsexporte wahrscheinlich nicht erfüllen

    Russland kann nach Ansicht britischer Geheimdienstexperten seine Auslandsaufträge in der Rüstungsindustrie nicht mehr in vollem Umfang erfüllen. „Russland ist höchstwahrscheinlich nicht in der Lage, einige seiner Exportaufträge für gepanzerte Fahrzeuge auszuführen“, hieß es in dem täglichen Geheimdienst-Update zum Ukrainekrieg des Verteidigungsministeriums in London am Donnerstag. Hintergrund seien die außergewöhnliche Nachfrage für gepanzerte Kampffahrzeuge für Russlands eigene Streitkräfte in der Ukraine und der zunehmende Effekt westlicher Sanktionen, so die Mitteilung weiter.

    So habe Belarus kürzlich Details über einen im eigenen Land weiterentwickelten Kampfpanzer vorgestellt. Zuvor sei diese Aufgabe dem staatlichen russischen Rüstungskonzern UralVagonZavod zugefallen. Auch das Ansehen der russischen Rüstungsindustrie im Ausland hat nach Ansicht der Briten gelitten: „Die Glaubwürdigkeit vieler ihrer Waffensysteme wurde durch die Verbindung mit der schwachen Leistung russischer Streitkräfte im Ukraine-Krieg untergraben“, hieß es in der Mitteilung.

  • Heute, 09:07 AM

    Tschechien fordert EU-Visa-Stopp für russische Touristen

    Der tschechische Außenminister Jan Lipavsky fordert einen EU-flächendeckenden Stopp für die Erteilung von Visa an russische Touristen. Das könnte eine "weitere wirksame Sanktion" sein, erklärte Lipavsky gegenüber der Nachrichtenagentur CTK mit. Er will das Thema bei einem Treffen der EU-Außenminister Ende August in Prag ansprechen.

    "In der Zeit der russischen Aggression, deren deklarierte Grenzen immer wieder verschoben werden, kann keine Rede von einem normalen Tourismus russischer Bürger sein. Es handelt sich um unsere Sicherheit. Ich bemühe mich langfristig um eine Begrenzung des Einflusses der russischen Geheimdienste auf EU-Gebiet", sagte Lipavsky.

  • Heute, 08:14 AM

    Engere Kooperation zwischen Russland und Mali

    Russland baut vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen europäischen Staaten und Mali seine Beziehungen zu dem westafrikanischen Staat aus. Präsident Wladimir Putin habe in einem Telefonat mit dem amtierenden malischen Regierungschef Assimi Goita am Mittwoch Lieferungen von Lebensmitteln, Dünger und Treibstoff erörtert, teilte die Regierung in Moskau mit.

    Goita twitterte, man habe über Hilfen Russlands bei dem derzeitigen politischen Übergang gesprochen.

  • Heute, 08:09 AM

    Ostukraine: Giftiges Ammoniak ausgeströmt

    Aus einer brennenden Brauerei in Donezk ist nach Angaben örtlicher Behörden giftiges Ammoniak ausgetreten. 

  • Heute, 07:03 AM

    EU darf keine russische Kohle mehr kaufen

    Das Kohleembargo gegen Russland tritt in Kraft: Für Russland könnte es ein Minus von rund acht Milliarden Euro pro Jahr bedeuten.

  • Heute, 07:03 AM

    Selenskij ruft erneut zu Widerstand auf

    Zugleich erneuerte der Präsident die Bitte um ausländische Waffenhilfe für sein Land.

  • 08/10/2022, 10:38 PM

    UN-Sicherheitsrat: Krisensitzung über Lage am AKW Saporischschja

    Angesichts der Gefahr einer nuklearen Katastrophe im ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja soll sich der UN-Sicherheitsrat nach Angaben aus diplomatischen Kreisen am Donnerstag zu einer Krisensitzung treffen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP aus UN-Kreisen in New York wollen die 15 Mitgliedsstaaten des Sicherheitsrats auf Antrag Russlands zur Lage in Saporischschja beraten. Seit Tagen wird aus der Gegend um das AKW heftiger Beschuss gemeldet.

    Russland ist neben China, Frankreich, Großbritannien und den USA ständiges Mitglied im Sicherheitsrat und besitzt dort Vetorecht. Informationen aus Kreisen des Sicherheitsratsvorsitzes zufolge soll das Treffen am Donnerstag um 15.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MESZ) stattfinden. Den Vorsitz hat derzeit China inne. Bei Bombenangriffen am Dienstagabend starben in der Umgebung des Akw Saporischschja nach ukrainischen Angaben mindestens 14 Menschen. Russland und die Ukraine machen sich seit Tagen gegenseitig für die Angriffe in der Region verantwortlich.

  • 08/10/2022, 09:38 PM

    UN erwarten steigende Getreideausfuhren aus Ukraine

    Nach dem Getreide-Deal zwischen Moskau und Kiew erwarten die Vereinten Nationen steigende Ausfuhren aus der Ukraine über das Schwarze Meer. Eine Reihe von Schiffen würden momentan auf die Genehmigung zur Fahrt in Richtung der ukrainischen Häfen warten "und wir erwarten einen großen Aufwärtstrend bei den Anträgen für den Transit", sagte der UN-Koordinator für die Ausfuhren, Frederick Kenney, am Mittwoch in New York. Am Mittwoch habe es mit insgesamt fünf vertragsmäßig inspizierten Schiffen einen neuen Höchststand gegeben. Im Juli hatten die Kriegsparteien Ukraine und Russland Abkommen mit der Türkei und den UN für den Export von Agrarprodukten und Dünger aus drei ukrainischen Schwarzmeerhäfen abgeschlossen.

    Ein Dutzend Schiffe haben seitdem die Häfen Tschornomorsk, Odessa und Piwdennyj mit über 370 000 Tonnen Fracht verlassen. Russland hatte nach seinem Angriff auf die Ukraine Ende Februar die ukrainischen Häfen blockiert. Die Ukraine wiederum hatte die Hafenzufahrten aus Furcht vor einer russischen Invasion vermint.

    Kenney sagte am Mittwoch weiter, dass es bisher keine Vorfälle gegeben habe, die die Sicherheit von Schiffen gefährdetem. Auch habe es bei den Durchsuchungen der Schiffe keine Auffälligkeiten gegeben. Die Inspektionen in der Türkei sollen sicherstellen, dass keine Waffen in die Ukraine gebracht oder andere Güter außer Getreide ausgeführt werden. Die Zusammenarbeit zwischen den Vertretern Russlands und der Ukraine ist Kenney zufolge konstruktiv: "Ich war sehr beeindruckt von dem Grad an Zusammenarbeit und Koordination, der gezeigt wurde." Es gebe einen großen Respekt unter den Expertinnen und Experten im gemeinsamen Kontrollzentrum in Istanbul, "egal woher sie kommen".

  • 08/10/2022, 09:01 PM

    "Razoni" legt in der Türkei an - Offenbar neuer Käufer für Fracht

    Nach einer tagelangen Hängepartie um seine Ladung ist der Frachter "Razoni", der als erstes Schiff seit Kriegsbeginn mit Getreide an Bord die Ukraine verlassen hatte, in einen türkischen Hafen eingelaufen. Wie am Mittwochabend auf Ortungs-Websites zu sehen war, lief der Frachter in den Mittelmeerhafen von Mersin ein. Einem Medienbericht zufolge war zuvor ein neuer Käufer für die 26.000 Tonnen Mais an Bord gefunden worden.

    Die "Razoni" hatte am Montag vergangener Woche den ukrainischen Hafen Odessa in Richtung Libanon verlassen und hätte eigentlich bereits am vergangenen Sonntag in Tripoli anlegen sollen. Dies geschah aber nicht - der libanesische Käufer der 26.000 Tonnen Mais trat nach ukrainischen Angaben vom Kaufvertrag zurück, weil sich die Lieferung wegen des russischen Angriffskrieges um fünf Monate verzögert hatte.

    Daraufhin wurde händeringend ein neuer Abnehmer gesucht. Laut der Website "The Middle East Eye" wurde nun ein Käufer in der Türkei gefunden. Das Online-Medium berief sich auf einen Schiffsagenten.

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