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Während sich die Situation im Iran zuspitzt, richtet sich beim Asien-Cup der Frauen in Australien viel Aufmerksamkeit auf das iranische Team. Stürmerin Sara Didar rang am Mittwoch mit den Tränen. "Natürlich sind wir alle besorgt und traurig über das, was im Iran und unseren Familien dort passiert ist", erklärte die 21-Jährige. Sie hoffe sehr, "dass unser Land in Zukunft stark und lebendig sein wird."

Die Mannschaft war bereits lange vor Beginn des Konflikts mit Israel und den USA nach Australien gereist. Beim Auftaktspiel am Montag in Gold Coast gegen Südkorea (0:3) blieben die Spielerinnen während der Nationalhymne still. Beobachter werteten dies als stillen Protest gegen das Regime.

Trainerin Marziyeh Jafari wurde vor der Begegnung von einem in Australien lebenden iranischen Journalisten auf den Tod von Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei angesprochen. "Ich denke nicht, dass wir über dieses Thema reden sollten", entgegnete Jafari.

Zwei Rücktritte

Bereits vor der Abreise hatten zwei Spielerinnen ihren Rücktritt aus dem Team angekündigt. Verteidigerin Kowsar Kamali schrieb in einem inzwischen gelöschten Instagram-Beitrag, sie könne "nicht mehr so tun, als wäre alles normal". Damit bezog sie sich auf die gewaltsam niedergeschlagenen regierungskritischen Proteste im Iran.

Knapp dran, am Ende aber doch verloren: Österreichs Frauen-Fußball-Nationalteam steht nach dem Auftakt-0:1 gegen Norwegen in der WM-Qualifikation am Dienstag noch ohne Punkt da. Der Gegentreffer fiel spät und ausgerechnet in einer Phase, in der die Gastgeberinnen gut im Spiel waren, eigentlich vieles auf eine Nullnummer hingedeutet hatte.

„Es schmerzt, dass das Ergebnis am Ende so ist“, sagte ÖFB-Teamchef Alexander Schriebl nach einer „tadellosen“ Leistung seiner Truppe. Bewusst hatte er gegen die Nummer zwölf der Welt auf eine sehr defensive Ausrichtung gesetzt, im Gegensatz zu Auftritten im vergangenen Jahr auf frühes Attackieren verzichtet und den Gegner kommen lassen. Das war einer der „Entwicklungsschritte“, die er im Vorfeld angekündigt hatte.

Der Olympia-Slalom (Ausfall im 1.Durchgang) war der letzte Auftritt von Manuel Feller in diesem Winter. Der Tiroler Skistar muss die Saison aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig beenden.

"Nach den Olympischen Spielen haben mir Körper und Geist klar signalisiert, dass jetzt der Zeitpunkt für eine Pause gekommen ist“, erklärt der 33-Jährige, der heuer den Slalom von Kitzbühel gewinnen konnte.

Extrovertiert ist für die Beschreibung von Aryna Sabalenka eine Untertreibung. Die Fans der derzeit besten Tennisspielerin der Welt können so über Social Media immer hautnah am Leben der Belarussin teilhaben.

Seit Mittwoch wissen sie also auch, dass sich Sabalenka trauen wird. Sie bekam von ihrem Freund Georgios Frangulis einen Heiratsantrag und einen würdigen Ring.

Frangulis (35) ist brasilianischer Geschäftsmann und kaufte mit seiner Firma kürzlich den französischen Fußball-Klub LeMans.

Sabalenka machte die Beziehung im Sommer 2024 öffentlich. "Er ist die Liebe meines Lebens", sagte sie damals. Nur zwei Monate davor hatte sich ihr damaliger Freund Konstantin Koltsov das Leben genommen. Der ehemalige belarussische Eishockey-Star verstarb im März 2024 am Rande des Turniers in Miami.  

 

Das neue, komplexe Regelwerk der Formel 1 stellt auch zusätzliche Anforderungen an die Piloten. Österreichs bisher letzter Grand-Prix-Sieger Gerhard Berger geht davon aus, dass sich dadurch Hierarchien ändern können. "Mit dem neuen Reglement kommt es sehr stark darauf an, wer die Tasten am Klavier am besten beherrscht", erklärte der 66-jährige Tiroler im Gespräch mit der APA. Die besten Voraussetzungen dafür hätte laut Berger Red Bulls vierfacher Weltmeister Max Verstappen.

Zentrale Bedeutung kommt 2026 den Auflademöglichkeiten der viel leistungsstärkeren Batterie zu. Berger: "Es geht nicht mehr nur darum, wer als Letzter bremst, sondern auch, wer weiß, welchen Schritt man machen muss, um genug Batterieleistung zu haben." Verstappen decke beide Seiten ab, programmiere mitunter sogar seine Simulatoren selbst. "Deswegen ist er so gut. Er ist ein Extremist auf der Strecke und ein irrsinnig besessener, leidenschaftlicher Kerl, der Rennsport versucht bis ins letzte Detail zu verstehen."

Mercedes und McLaren in der Favoritenrolle

Red Bull sieht Berger vor dem Saisonstart am Sonntag (5.00 Uhr MEZ) in Melbourne aber nicht in der Favoritenrolle, obwohl die Testeindrücke der in Kooperation mit Ford erstmals selbst hergestellten Antriebe gut gewesen seien. Mercedes und seine Kundenteams seien im Vorteil. "McLaren und Mercedes werden im Renntrimm schon die Benchmarks sein", meinte Berger. "Ich glaube, dass die am wenigsten die Karten aufgedeckt haben und lieber mit einem Überraschungseffekt nach Australien kommen."

Dahinter erwartet Berger Ferrari. "Sie machen keinen schlechten Eindruck." Lewis Hamilton sei im Vorjahr vom Speed seines Teamkollegen Charles Leclerc überholt worden. "Er ist für mich unumstritten ein Ausnahmerennfahrer, aber man hat schon gesehen, dass er auch in die Jahre kommt", sagte Berger über den 41-Jährigen. Der Siebenfach-Weltmeister könnte das neue Reglement aber als Chance für die Trendwende sehen. Auf einen WM-Tipp wollte sich Berger nicht festlegen. Mercedes-Mann George Russell, der Favorit der Buchmacher, muss zuerst einmal seinen jungen Stallgefährten Kimi Antonelli(19) hinter sich lassen. Berger: "Antonelli sehe ich schon als kommenden Mann, er wird Russell unter Druck setzen."

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