Lilli Tagger steht in der zweiten Runde von Miami

Die 18-jährige Lilli Tagger wehrte in der ersten Runde von Miami gegen die Deutsche Ella Seidel einen Matchball ab und siegte in drei Sätzen. Kraus schied aus.
Lilli Tagger steht in der zweiten Runde von Miami

Sieg und Niederlage für Österreichs Tennis-Frauen beim WTA-1000-Turnier in Miami: Lilli Tagger rang am Donnerstag die deutsche Lucky Loserin Ella Seidel nach 2:48 Stunden 6:7(8), 6:4, 7:5 nieder und steht damit wie in Indian Wells in der zweiten Runde. Davor hatte Qualifikantin Sinja Kraus ihre Premiere auf diesem Level gegen die US-Amerikanerin Alycia Parks nach 105 Minuten 5:7, 6:7(4) verloren. Tagger trifft in Runde 2 auf die als Nummer 11 gesetzte Russin Jekaterina Alexandrowa.

Tagger wehrte in dem beinharten Grundlinien-Fight bei 4:5 im dritten Satz einen Matchball ab und verwertete dann ihrerseits ihren ersten zum Sieg über die Nummer 86 im WTA-Ranking. Seidel hatte in der Qualifikation verloren, war dann aber durch eine Absage in den Bewerb gerutscht. Für Tagger war es der zweite Sieg auf höchstem WTA-Tour-Level, sie verbessert sich damit im Liveranking an die 106. Stelle.

Tagger vergab im ersten Satz zwei Satzbälle

Tagger musste zum 1:2 als erste Spielerin ihr Service abgeben, schaffte aber zum 4:4 das Rebreak. Danach wehrte sie drei Breakbälle ab, Satz eins ging danach ins Tiebreak. In diesem vergab der Schützling von Francesca Schiavone zwei Satzbälle und verlor diesen nach 70 Minuten noch 8:10. Im zweiten Durchgang reichte Tagger ein Break zum 4:3, diesmal nutzte sie nach 1:50 Stunden den ersten Satzball zum Gleichstand.

In der Entscheidung geriet Tagger nach einem Break zum 1:0 fast 1:3 in Rückstand, wehrte aber die nächste Breakchance der Deutschen ab. Seidel gelang es dann aber, der Junioren-French-Open-Siegerin des Vorjahrs den Aufschlag zum 4:2 abzunehmen. Tagger holte das sofortige Rebreak, musste dann allerdings bei 4:5 einen Matchball Seidels abwehren. Es blieb der einzige der 21-Jährigen, acht Minuten später war die Partie zugunsten Taggers entschieden.

Kein Happy End für Kraus

Kraus durfte sich nicht über ein Happy End bei ihrer Premiere im Hauptbewerb eines 1000er-Events freuen. Die bald 24-jährige Wienerin, die sich erstmals für ein Turnier dieser Kategorie qualifiziert hatte, holte gegen Parks im ersten Satz ein 2:5 noch auf, ehe sie diesen noch verlor. Im zweiten Durchgang war sie gut auf Kurs Satzausgleich, führte 4:0, aber ihrer Gegnerin gelang es, das Ruder wieder herumzureißen. Kraus rettete sich mit einem Zu-Null-Service-Spiel bei 5:6 ins Tiebreak, in dem sie aber von Beginn an ins Hintertreffen geriet.

"Es war kein leichtes Match: erstes Mal Main draw bei einem 1000er gegen eine Amerikanerin auf einem großen Platz. Ich war nervös vor dem Match", gestand Kraus. "Schade, dass es nicht geklappt hat." Mitnehmen wird sie aber, auch Selbstvertrauen. "Ich weiß auf jeden Fall, dass ich hier hingehöre, auf dem Level auch spielen kann."

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