Nach Remis gegen Elektra: Neusiedl „zu blöd zum Tore schießen“

Das Spiel im Abstiegskampf zwischen TWL Elektra und SC Neusiedl lässt trotz Remis Neusiedls Trainer „sprachlos“ zurück.
TWL Elektra - SC Neusiedl Regionalliga Ost

Von Lukas Bergmann


Interimstrainer Günter Gabriel hatte keinen einfachen Arbeitstag gegen die TWL Elektra. Der Letzte der Regionalliga Ost empfing den Drittletzten vom Neusiedler See. Die Favoritener konnten in der Vergangenheit mit einigen überraschenden Ergebnissen aufwarten - wie zum Beispiel den Auswärtssieg gegen Oberwart. Auf dem Papier war Neusiedl immer noch Favorit, aber die Elektra zeigte, dass sie auch Fußball spielen können.

Die Heimmannschaft startete gut in die Partie und konnte schon in der sechsten Minute durch Cem Üstündag in Führung gehen. Die Neusiedler waren sichtlich geschockt von dem frühen Rückstand. Das führte sogar dazu, dass Gabriel in der 28. Minute den ersten Wechsel tätigte. Danach fingen sich die Seestädter wieder und starteten, die Elektra in ihrer eigenen Hälfte einzuschnüren. Kurz nach der Halbzeitpause konnten die Neusiedler endlich ausgleichen. Der Sturmlauf führte aber auch dazu, dass Elektra immer wieder gefährlich vor dem Tor auftauchen konnte. So wie Alexander Krammer in der 56. Minute, der die zwischenzeitliche Führung der Elektra besorgte. Dieses Mal drückten aber die Neusiedler weiter, als ob nichts gewesen wäre. Die Konsequenz daraus war der Ausgleich durch Hüseyin Yildiz nicht einmal zwei Minuten später.

Sie erspielten sich erfolglos Chance um Chance. Mit ein Grund für das Unentschieden ist auch die bockstarke Leistung von Pirmin Strasser im Tor der Elektra. Nach dem Spiel war Günter Gabriel fuchsteufelswild über die Leistung seiner Mannschaft. „Die Chancen, die wir verhauen, ist grob fahrlässig. Das ist unglaublich. Wir sind einfach zu blöd zum Tore schießen. Das macht mich sprachlos.“ Dabei geht er auch mit seinem Sturm hart ins Gericht: „Wir trainieren die ganze Woche das Schießen und dann tun wir das nicht, wenn es darauf ankommt.“ Dabei erwähnte er auch, dass er manche Chancen „selber reinhauen“ hätte können. Für Neusiedl und Elektra ist dieses Unentschieden wenig hilfreich. Sie stecken weiter tief im Abstiegskampf. Für die Elektra könnte es auch schon zu spät sein.

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