Rapid kombiniert wie selten im Allianz Stadion und siegt gegen den LASK

Rapid setzt mit einem 4:2 den Aufwärtstrend unter Hoff Thorup fort und setzt sich auf Rang zwei der Tabelle.
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Rechtzeitig zur entscheidenden Phase der Saison hat Rapid wieder die Form vom Saisonstart erreicht. Der große Unterschied: Die Hütteldorfer zeigen jetzt einen feinen Kombinationsfußball, der den müden LASK im Kreis schickte und so in dieser Liga sonst nicht zu sehen ist.  

Das Spektakel endete mit einem verdienten 4:2-Sieg gegen die Linzer. Im zweiten Spiel ohne organisierte Fanszene (wegen der Sperre des Block West) herrschte vor 13.591 Zuschauern prächtige, englisch anmutende Stimmung.  

Zum letzten Mal ist am Ostersonntag der Fanblock gesperrt – gegen Sturm Graz geht es dann um Platz eins.

Kaum Rotation

Didi Kühbauer hatte nach dem Kraftakt in Ried auf eine größere Rotation verzichtet. Sascha Horvath fehlte, Team-Rückkehrer Sasa Kalajdzic startete auf der Bank.

Bei Rapid war Stürmer Janis Antiste anstelle von Lukas Grgic in das Team gekommen, gleichbedeutend mit einer defensiveren Rolle für Matthias Seidl im Zentrum des 3-4-3-Systems.

In der 1. Minute gab es etwas ganz Seltenes zu sehen: Samuel Adeniran war der erste LASK-Spieler, der den Ball berührt hatte und traf auch gleich. Nach einem Fehlpass von Serge-Philippe Raux-Yao zog der US-Amerikaner davon und unwiderstehlich ins lange Eck ab – 0:1 nach nur 31 Sekunden.

Der zweite Pass von Raux-Yao war besser, es folgte ein Eckball. Wie in beiden Duellen mit Salzburg traf Rapid mit der ersten Standardsituation. Diesmal zählte der Treffer auch: Jakob Schöller köpfelte eine Seidl-Ecke zu seinem ersten Liga-Tor ein, 1:1 nach 150 Sekunden.

Nach einer langen Kombination wurde Niki Wurmbrand freigespielt, doch der Flügel scheiterte an LASK-Goalie Lukas Jungwirth.
Die einzige LASK-Chance war ein Usor-Weitschuss, Hedl parierte (22.).

Eine perfekte Kombination über Janis Antiste und Jannes Horn brachte das 2:1. Der Deutsche spielte quer und Bendeguz Bolla traf direkt unter die Latte (33.).

Rapid-Trainer Hoff Thorup

Rapid-Trainer Hoff Thorup

90 Prozent Passgenauigkeit

Die Rapid-Fans staunten danach über Kombinationen, wie es sie im Allianz Stadion noch selten gegeben hat. Es war 2016 eröffnet worden. Gegen Wurmbrand (41.) und bei einem Weimann-Kopfball (44.) retteten die Linzer jeweils knapp vor der Linie. 

Rapid hielt bei 90 Prozent Passgenauigkeit, Kühbauer sah es sich auffallend ruhig an.

Nach der Pause war wieder Adeniran im Fokus – Hedl konnte den Kopfball stark halten (49.).  

Der LASK hatte jetzt öfter den Ball, aber Rapid hat die emsig antrainierte Standardstärke: Tornich war bei einem Eckball mit der Hand dran. Bolla verwertete den Elfmeter souverän (65.).

Es blieb spannend, weil Joker Ahoussou schlief: Moses Usor konnte am langen Eck einschieben – 3:2 (80.). 
Ein Traumtor hatte dieses feine Spiel noch zu bieten: Nach einem Amane-Solo legte Matthias Seidl zur Mitte, Andreas Weimann stieg elegant über die Kugel und diese landete zum 4:2 im Eck (85.).

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