Sport-News

Packender Auftakt bei den Nordischen Kombinierern. Johannes Lamparter, nach dem Springen auf der Normalschanze noch auf Platz sechs, lief in der Loipe noch aufs Podest. Mit einem packenden Finish schaffte er es auf Platz zwei und holte Silber - seine erste Olympia-Medaille. Teamkollege Stefan Rettenegger wurde Vierter.  Gold holte sich der Norweger Jens Luraas Oftebro.

Schon nach dem Springen war klar, dass es in der Loipe ganz knapp zur Sache gehen würde. Thomas Rettenegger ging als erste Verfolger des Esten Kristijan Ilves in die Loipe, sein Bruder Stefan und Lamparter folgten auf den Rängen 4 und 6. Doch die Abstände waren gering - und so kam es, wie es kommen musste: Das Feld schob sich schon bald zusammen. 

Katharina Huber hat am Dienstag gemeinsam mit Ariane Rädler sensationell Olympiagold in der Teamkombination gewonnen. 

Die erste, die Huber am Dienstag im Ziel zu ihrem Slalomlauf gratulierte, war Katharina Truppe. Die Kärntnerin bezeichnet die Niederösterreicherin Huber als ihre “beste Freundin” und ihr Erfolg überstrahlte in diesen Momenten die Enttäuschung Truppes, im Slalom nicht ihre beste Leistung gezeigt zu haben.

“Heute ist dei Tag!” Schreibt sie in einem emotionalen Post auf Instagram.  “I kann es gar nit beschreiben wie sehr du es verdienst hast!”

Die beiden Kathis gehen seit Jahren durch Dick und Dünn. „Kathi ist ein lebensfroher Mensch. Sie sieht immer das Positive, auch wenn es mal nicht so gut läuft“, sagt ihre Freundin und Zimmerkollegin Katharina Truppe, die selten Tage habe, an denen sie schlecht gelaunt ist.

Die polnische Skispringerin Pola Beltowska ist nach dem vorzeitigen Ausscheiden ihres Teams im olympischen Mixed-Wettbewerb massiv in sozialen Netzwerken angefeindet worden. Die 19-jährige Olympia-Debütantin war als erste Springerin ihres Teams mit 82 Metern die Schwächste in ihrer Gruppe gewesen, Polen verpasste den Einzug in den zweiten Durchgang. „Ich lese keine Kommentare im Netz, aber ich bekomme solche Privatnachrichten, dass es einfach ungeheuerlich ist. Das ist so ein Hass, ich hätte nicht erwartet, dass Menschen so viel Hass gegen mich hegen können. Ich mache das nicht mit Absicht, aber ich werde von oben bis unten fertiggemacht“, sagte Beltowska zu polnischen Medien.

Die Springerin nahm die Schuld für das Ausscheiden der Polen auf sich. „Mir ist bewusst, dass mein Sprung uns den Platz im zweiten Durchgang gekostet hat. Ich hatte Angst vor diesem Sprung. Ich wollte nicht enttäuschen, aber es hat nicht geklappt“, sagte sie. Die Beschimpfungen waren wohl so derart massiv, dass sich der polnische Skiverband am Dienstagabend zu einer Stellungnahme genötigt sah. „Wir billigen den verwerflichen Hass gegen Pola Beltowska nicht und werden ihn niemals billigen. Was wir hier erleben, überschreitet alle Grenzen der Sportkritik. Es handelt sich um einen persönlichen Angriff, der nicht nur der Sportlerin, sondern auch ihren Angehörigen Leid zufügt“, hieß es in dem Statement. 

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