Tolles Finish: Lamparter holt seine erste Olympia-Medaille
Johannes Lamparter jubelte.
Packender Auftakt bei den Nordischen Kombinierern. Johannes Lamparter, nach dem Springen auf der Normalschanze noch auf Platz sechs, lief in der Loipe noch aufs Podest. Mit einem packenden Finish schaffte er es auf Platz zwei und holte Silber - seine erste Olympia-Medaille. Teamkollege Stefan Rettenegger wurde Vierter. Gold holte sich der Norweger Jens Luraas Oftebro.
Schon nach dem Springen war klar, dass es in der Loipe ganz knapp zur Sache gehen würde. Thomas Rettenegger ging als erste Verfolger des Esten Kristijan Ilves in die Loipe, sein Bruder Stefan und Lamparter folgten auf den Rängen 4 und 6. Doch die Abstände waren gering - und so kam es, wie es kommen musste: Das Feld schob sich schon bald zusammen.
Lamparter (r.) jubelt über Silber
Bei schwierigen, weil tiefen und langsamen Verhältnissen waren es in der dritten von vier Runden noch sieben Läufer, die um die Medaillen kämpften. Lamparter und Stefan Rettenegger waren voll dabei. In der letzten Runde attackierte Oftebro, doch dann zündete Lamparter den Turbo. Der Tiroler jagte Oftebro, hatte auf der Zielgeraden aber knapp das Nachsehen, auf Gold fehlte gerade einmal eine Sekunde. Bronze sicherte sich der Finne Eero Hirvonen. Der dritte Österreicher am Start, Thomas Rettenegger landete auf Platz neun.
Für Weltcup-Leader und Doppel-Weltmeister Lamparter war es nach den Enttäuschungen von Peking (zwei Mal Blech) die erste Medaille bei Olympischen Spielen. "Es waren nicht die leichtesten Verhältnisse. Ich habe sehr gezweifelt, ob ich es hier schaffen kann", erzählte Lamparter überglücklich, "jetzt hab ich meine Olympia-Medaille und kann mich auf die Großschanze freuen." Nächste Woche folgt noch der Bewerb auf der Großschanze - wo die Österreicher noch stärker einzuschätzen sind.
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