Auf den Spuren von Toni Sailer: Von Almen holt historisches Gold

Der Schweizer Franjo von Allmen gewann nach Kombi und Abfahrt auch den Super-G und schrieb Skigeschichte. Haaser wurde als 5. bester Österreicher.
Franjo von Allmen

Franjo von Allmen wird zum Superstar dieser Olympischen Winterspiele. Der Schweizer, der schon in der Kombination und in der Abfahrt die Goldmedaille gewonnen hatte, triumphierte am Mittwoch auch im Super-G. 

Der 24-Jährige nutzte die frühe Startnummer 7 und siegte in 1:25,32. Damit setzte er sich im teaminternen Duell erneut gegen Marco Odermatt durch, der 0,28 Sekunden Rückstand hatte und Dritter wurde.

Olympia-Debütant Von Allmen zählt damit zu den größten Skiläufern der Geschichte: Vor dem Schweizer hatten nur die Legenden Toni Sailer (1956 in Cortina) und der Franzose Jean Claude Killy (1968 in Grenoble) drei Goldmedaillen gewonnen.

Haaser wurde Fünfter

Haaser wurde Fünfter

Nachdem bei der Besichtigung noch Nebelschwaden über die Strecke gewogen waren, kam zu Rennbeginn die Sonne in Bormio heraus. Optisch waren die Bedingungen hervorragend, doch die unterschiedlichen Bedingungen auf der Piste sorgten bei manchen Läufern für Schwierigkeiten, zum Beispiel bei Dominik Paris, dem in einer Kurve aufgrund der Schläge der Außenski aufging und ausschied.

Außerdem entwickelte sich ein Startnummernrennen. Die besten sechs im Klassement hatten alle Startnummern in den Top-10.  Silbermedaillen-Gewinner Ryan Cochran-Siegle (+0,13) hatte gar Startnummer 3, von Allmen 7, Odermatt 10.

Der dreifache Olympiasieger von Allmen sagte: "Es fühlt sich an wie ein Traum und ich hoffe, dass ich nicht mehr aufwache. Ich war im Ziel überzeugt, dass es nicht für eine Medaille reicht."

Paris verlor den Ski

Paris verlor den Ski

Die ÖSV-Starter enttäuschten wie schon in der Abfahrt: Raphael Haaser war als Fünfter mit 1:25,89 bester Österreicher, Vincent Kriechmayr hatte 0,78 Sekunden Rückstand,  bei Marco Schwarz  waren es 1,36 und bei Stefan Babinsky 1,72 Sekunden. "Die Fahrt war grundsätzlich von oben bis unten viel zu brav", analysierte Haaser. "Ab und zu waren auch unsaubere Kurven dabei, wo ich wirklich gemerkt habe, dass es mir das Tempo runterreißt."

Kriechmayr haderte mit seiner Leistung. "Ich bin viel zu ehrgeizig, dass mich das nicht voll anzipft."

Enttäuscht wird auch Italiens Hoffnung Giovanni Franzoni sein, der mit 1:25,95 Rang 6 belegte.

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