Es gibt Momente im Sport, die weit über ein Tor oder einen Sieg hinausgehen. Für Sasa Kalajdzic war dieser Treffer in letzter Sekunde gegen Algerien nicht nur sportlich bedeutend – er war ein Moment, der eine Geschichte neu erzählt.
Lange wurde über ihn vor allem im Zusammenhang mit seinem Verletzungspech gesprochen. Drei Kreuzbandrisse, immer wieder Rückschläge, immer wieder die Frage, ob er überhaupt noch zurückkommen kann. Wer so etwas erlebt, wird irgendwann nicht mehr nur als Fußballer wahrgenommen, sondern als „der Spieler mit den vielen Verletzungen“. Genau das ist für Betroffene oft das Schwierigste: Die eigene Identität verschiebt sich. Aber man möchte nicht ständig an seinem überstandenen Leiden gemessen werden, sondern an den eigenen Leistungen.