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US-Stürmer Folarin Balogun äußerte sich erstmals selbst zum Hin und Her um seine Sperre und brachte Verständnis für die Aufregung zum Ausdruck. Es sei normal, nach einer Roten Karte gesperrt zu werden. „Natürlich ist es dann kontrovers, wenn die Entscheidung geändert wird“, sagte der 25 Jahre alte Angreifer nach dem 1:4 im WM-Achtelfinale gegen Belgien.

„Wir haben die Entscheidung akzeptiert, als ich die Rote Karte gesehen habe, und wir haben die Entscheidung akzeptiert, als uns gesagt wurde, dass ich spielen kann“, erklärte der Stürmer.

Balogun hatte beim 2:0 der USA im WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen, die FIFA die Sperre des Stürmers dann aber zur Bewährung ausgesetzt. Im Achtelfinale gegen Belgien konnte US-Trainer Mauricio Pochettino den Offensivmann also doch einsetzen. Die 1:4-Niederlage des Mitgastgebers konnte allerdings auch Balogun nicht verhindern.

Frankreichs Superstar Kylian Mbappe ist nach dem hitzigen WM-Achtelfinale gegen Paraguay Opfer einer rassistischen Tirade der paraguayischen Senatorin Celeste Amarilla de Boccia geworden. Sie bezeichnete Mbappe auf X als „Trottel“, der nicht einmal schreiben gelernt habe. „Statt Muttermilch hat er Kokosnüsse ausgesaugt, und das Gebildetste, was er je gehört hat, waren Schimpansen. Hättest du ihm doch den Mittelfinger gezeigt, Orlando Gill.“

Mbappe sei „arrogant und hässlich“

Während des Spiels, das Titelfavorit Frankreich am Samstag mit 1:0 gewann, war Mbappe immer wieder hart attackiert worden, hatte aber auch ausgeteilt. Aus Frust verweigerte der 27-Jährige nach Spielende Paraguays Keeper Orlando Gill den Handschlag, feierte mit einer provokanten Geste. Gill warf daraufhin Mbappe den Ball an den Rücken.

Wenig später legte die Politikerin auf Instagram mit einer weiteren Tirade nach. Mbappe sei ein „kolonisierter Kameruner“, der den harten Franzosen spiele, „voller Minderwertigkeitskomplexe, neureich, arrogant und hässlich“. Er sei das ganze Spiel über nervös gewesen und hätte Todesangst gehabt, genau wie seine gesamte Mannschaft. 

Mbappe: „Eine verachtenswerte Frau und unwürdig Ihres Amtes“

„Sie haben nicht einmal ein Tor erzielt und nur mit ganz viel Glück gewonnen“, schrieb Celeste Amarilla de Boccia. „Das Einzige, was viele von uns der Albirroja vorwerfen, ist, dass sie ihm nach dem Schlusspfiff nicht eine schallende Ohrfeige verpasst hat.“

Vor dem Achtelfinalduell zwischen Portugal und Spanien hatte alles nur vom Generationen-Duell der Superstars Cristiano Ronaldo (41) und Lamine Yamal (18) gesprochen. Den Unterschied machte dann allerdings ein Joker, den keiner auf der Rechnung hatte: Mikel Merino, der erst  in der 85. Minute aufs Feld geschickt wurde, sorgte mit seinem Tor in der Nachspielzeit für die Entscheidung und brachte Europameister Spanien ins WM-Viertelfinale.

Wenn sich zwei Teams auf Augenhöhe begegnen, dann muss das nicht zwangsläufig ein Hingucker sein. Bloß keinen leichtfertigen Fehler machen, nur ja kein unnötiges Risiko eingehen – mit dieser Strategie wurden die 22 Spieler von den Teamchefs in diesem prestigeträchtigen Achtelfinale aufs Feld geschickt.

Rasenschach zwischen Portugal und Spanien

Die Konsequenz: Die Partie war zwar hochspannend und taktisch und fußballtechnisch hochklassig, die gefährlichen Strafraumszenen blieben aber Mangelware: Oyarzabal hatte nach 8 Minuten für Spanien die Führung auf dem Fuß, völlig freistehend schob er den Ball allerdings am Tor vorbei.

Die beste Chance der Portugiesen hatte vor der Pause Außenverteidiger Mendes, sein Schuss wurde gefährlich abgefälscht und landete an der Querlatte (41.). Das hochgepriesene und mit Spannung erwartete Generationenduell der Starkicker Ronaldo (41) und Yamal (18) fand derweil im Abseits statt. Der junge Spanier trat nur mit einem Schlenzer in Erscheinung, der für Portugals Goalie Costa leichte Beute war (16.).

US-Präsident Donald Trump hat am Montag bestätigt, die FIFA um eine Aufhebung der Rot-Sperre von Folarin Balogun im WM-Achtelfinale gegen Belgien (Dienstag, 2.00 Uhr MESZ) gebeten zu haben. Trump sagte, er habe FIFA-Präsident Gianni Infantino um eine Überprüfung ersucht, „weil ich nicht fand, dass es ein Foul war“ und die Entscheidung „unfair“ gewesen sei. Schon vor Trumps Erklärung war der Aufschrei groß gewesen. Auch ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll forderte Aufklärung.

Trump wusste nicht, was eine Rote Karte bedeutet

„Wir müssen unsere besten Spieler haben, und sie müssen auch ihre besten haben“, sagte Trump über das Duell der US-Elf mit Belgien. Er ging auch auf die Szene ein, mit der sich Balogun im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina den Platzverweis eingehandelt hatte. Zwei „großartige Athleten“ seien zusammengestoßen und hätten sich ineinander verhakt, so Trumps Interpretation. „Das war kein Fall, in dem jemand zugeschlagen hat, was, wie Sie wissen, etwas anderes wäre.“

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