Last-Minute-K.o.: Spanien warf Portugal und Ronaldo aus der WM
Vor dem Achtelfinalduell zwischen Portugal und Spanien hatte alles nur vom Generationen-Duell der Superstars Cristiano Ronaldo (41) und Lamine Yamal (18) gesprochen. Den Unterschied machte dann allerdings ein Joker, den keiner auf der Rechnung hatte: Mikel Merino, der erst in der 85. Minute aufs Feld geschickt wurde, sorgte mit seinem Tor in der Nachspielzeit für die Entscheidung und brachte Europameister Spanien ins WM-Viertelfinale.
Wenn sich zwei Teams auf Augenhöhe begegnen, dann muss das nicht zwangsläufig ein Hingucker sein. Bloß keinen leichtfertigen Fehler machen, nur ja kein unnötiges Risiko eingehen – mit dieser Strategie wurden die 22 Spieler von den Teamchefs in diesem prestigeträchtigen Achtelfinale aufs Feld geschickt.
Rasenschach zwischen Portugal und Spanien
Die Konsequenz: Die Partie war zwar hochspannend und taktisch und fußballtechnisch hochklassig, die gefährlichen Strafraumszenen blieben aber Mangelware: Oyarzabal hatte nach 8 Minuten für Spanien die Führung auf dem Fuß, völlig freistehend schob er den Ball allerdings am Tor vorbei.
Die beste Chance der Portugiesen hatte vor der Pause Außenverteidiger Mendes, sein Schuss wurde gefährlich abgefälscht und landete an der Querlatte (41.). Das hochgepriesene und mit Spannung erwartete Generationenduell der Starkicker Ronaldo (41) und Yamal (18) fand derweil im Abseits statt. Der junge Spanier trat nur mit einem Schlenzer in Erscheinung, der für Portugals Goalie Costa leichte Beute war (16.).
Der um 23 Jahre ältere Ronaldo wirkte da fast agiler, bei seinen Abschlüssen vor der Pause (12., 37.) war jeweils Goalie Simon zur Stelle.
Spanische Dominanz
Die zweiten 45 Minuten begannen für die Portugiesen mit einem Schock: Linksverteidiger Mendes, der nicht nur Yamal aus dem Spiel genommen hatte, sondern auch ein Aktivposten für die Offensive war, musste wegen einer Muskelverletzung ausgetauscht und durch Semedo ersetzt werden.
Nuno Mendes musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden.
Danach hatte Spanien die besseren Möglichkeiten: Distanzschüsse von Baena (65.) und Yamal (73.) konnten den portugiesischen Torhüter Costa aber nicht überraschen. Auf der Gegenseite landete ein Versuch von Fernandes im Außennetz (76.). Mit Fortdauer der Partie übernahm Europameister Spanien immer mehr das Kommando und setzte sich in der gegnerischen Hälfte fest. Portugal wirkte müde, allen voran Altstar Ronaldo, und schien sich in die Verlängerung retten zu wollen. Merino machte da aber einen Strich durch die Rechnung: Nach einer schnellen Aktion traf er zum 1:0 – damit ist Spanien nicht nur eine Runde weiter, sondern als einziges Team bei dieser WM auch noch ohne Gegentor.
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