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Thomas Muster hatte einst gesagt: „Gras ist nur etwas für Kühe.“ Der Steirer meinte damit den Rasenklassiker in Wimbledon, wo am Montag die 139. Auflage mit der Qualifikation startet und wo er sich selbst keinen Legendenstatus schuf. Immerhin war der mittlerweile 58-Jährige die einzige Nummer 1 der Welt, die kein einziges Match auf dem ehrwürdigsten Grün im Tennis-Zirkus gewann.

Kaum Unterschiede zu anderen Belägen

Als Grundlinien-Könner hatte er es aber auch wie die zumeist auf Sand brillierenden Artgenossen nicht einfach. Der Rasen war eher für Serve-Volley-Spezialisten mit einem Hammer-Aufschlag gedacht. Bei Matches beispielsweise zwischen Pete Sampras oder Goran Ivanisevic gab es kaum mehr als drei Ballwechsel. Auch der Niederländer Richard Krajicek war so ein Kandidat, der kaum ins Schwitzen kam. Vergessen und vorbei. Nach und nach wechselten auch die Bedingungen im „All England Lawn Tennis and Croquet Club“ in London. Die Bälle wurden weicher, die Plätze langsamer, wofür eine Schnittrichtung und ein anderes Gras verantwortlich ist. Zwar hat das Service noch immer eine größere Bedeutung als auf anderen Belägen, doch die Unterschiede sind nicht mehr so groß.

Lucas Auer hat seine am Samstag geholte Gesamtführung in der DTM nach dem zweiten Rennen auf dem Lausitzring am Sonntag wieder abgeben müssen.

Der Landgraf-Mercedes-Pilot wurde nach Rang sechs am Vortag am Sonntag nur Elfter und liegt nun nach sechs von 16 Rennen einen Punkt hinter dem siegreichen Italiener Matteo Cairoli im Emily-Frey-Ferrari. Der zweite Österreicher Thomas Preining landete im Manthey-Porsche als Zehnter unmittelbar vor Auer. 

Cairoli gewann 0,413 Sekunden vor dem Wahl-Salzburger Nicki Thiim (Comtoyu-Aston-Martin) und 5,392 vor dem erstmals auf dem DTM-Podest stehenden Deutschen Finn Wiebelhaus (HRT-Ford). Letzterer bestreitet seine erste DTM-Saison. Der Wahl-Wiener Mirko Bortolotti wurde im GRT-Lamborghini Fünfter.

Fünfter Sieg in Brünn für Marc Marquez: Der Ducati-Star erkämpfte sich gegen Teamkollege Francesco Bagnaia (3./Sprint-Sieger) den historischen Erfolg auf der tschechischen Asphaltbahn. Der neunfache Motorrad-Weltmeister egalisierte den von einst MotoGP-Legende Valentino Rossi aufgestellten Streckenrekord.

Den zweiten Platz im 21 Runden umfassenden Grand Prix belegte der Japaner Ai Ogura. Der Trackhouse-Aprilia-Pilot, der erstmals in seiner Karriere von der Pole-Position startete, blieb im Verlauf an Bagnaia und Marquez (zweiter Saisonsieg nach Ungarn) dran, in der Zieldurchfahrt trennten ihn lediglich 0,421 Sekunden vom Sieger aus Spanien. Das Ergebnis ist für Ogura ein Rekord: Es ist sein bestes MotoGP-Ergebnis überhaupt.

So erging es den KTM-Piloten

Die beste Platzierung für KTM erfuhr nach Technikpech für Pedro Acosta (Ausfall) der Italiener Enea Bastianini. Der Tech3-Fahrer wurde Zehnter, Teamkollege Maverick Vinales wurde 15. Acosta-Teamkollege Brad Binder landete auf der Zwölf.

Martin patzt im WM-Kampf

Obwohl Aprilia-Star Marco Bezzecchi wegen einer Ohrfeige für den Grand Prix ausgeschlossen wurde, bleibt der vierfache Saisonsieger WM-Leader. Denn Teamkollege Jorge Martin, der auf Rang zwei in der Gesamtwertung hält, wurde im Rennen nur Neunter. Die Endplatzierung war mitunter bedingt durch eine zweifache Long-Lap-Strafe, die ihn zurückwarf.

Für Fabio Quartararo ging die Pechsträhne weiter. Der Yamaha-Pilot stürzte in der zweiten Runde, er wartet damit seit Barcelona-Catalunya auf ein zweites Top-5-Ergebnis. Einen Ausfall erlebte ebenfalls Leo Rammerstorfer im vorherigen Moto3-Rennen.

Samstag, Sprintrennen in Brünn, Kurve 3 und der Italiener Marco Bezzecchi stürzt. An sich nichts Ungewöhnliches für ein MotoGP-Rennen. Als der 27-jährige zu diesem Zeitpunkt WM-Führende aber zu seiner Aprilia eilt, betätigte der Streckenposten beim Aufrichten des Motorrads versehentlich den Gasgriff und wird dafür vom Italiener geohrfeigt. Ein riesiger Aufreger, Millionen von Menschen sahen die Szene in den sozialen Netzwerken. 

Startsperre kostet Bezzecchi wichtige WM-Punkte

Nach dem Eklat reagierte die Rennkommission mit einem Schreiben an den Fahrer: "Am 20. Juni 2026 um 16:07:41 während des MotoGP-Sprints in Tschechien haben Sie nach einem Sturz Sportwarte geschubst und geschlagen, die versuchten, Ihr Motorrad zu bergen. Dies ist eine Handlung, die den Interessen des Sports schadet und stellt daher einen Verstoß dar." Für Bezzecchi hat das natürlich Folgen: Für das WM-Rennen am Sonntag wurde er gesperrt. Ihm gehen damit wichtige Punkte im Kampf um die Weltmeisterschaft verloren.

Auch ein Einspruch am Samstagabend des Aprilia-Teams änderte an dieser Tatsache nichts. Der Motorrad-Weltverband FIM hielt an seiner Strafe fest. 

"Ich verstehe seine Situation"

Nach dem Rennen entschuldigte sich Marco Bezzecchi bei dem betroffenen Streckenposten. Als kleine Wiedergutmachung gab es ein Paar Handschuhe und eine Umarmung für den Sportwart. 

Der ehemalige walisische Fußball-Nationalspieler Mark Hughes (62) trauert um seinen Sohn. Wie die League Managers Association (LMA) laut Medien im Namen von Mark Hughes mitteilte, ist sein Sohn Alex im Alter von 38 Jahren gestorben. Mark Hughes absolvierte eine große Fußballkarriere, in der er außer beim FC Bayern vor allem für Manchester United, aber auch für den FC Chelsea und den FC Barcelona auflief. 72 Länderspiele bestritt die Fußball-Legende für Wales.

„Jill und ich sind zutiefst erschüttert über den plötzlichen und unerwarteten Verlust unseres geliebten Sohnes Alex“, heißt es in dem Statement. „Alex war ein wunderbarer Sohn, ein Bruder von Curtis und Xenna, ein hingebungsvoller Ehemann für Jessica und Vater ihrer beiden wundervollen Kinder Sebastian und Leonardo.“

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