Mit ihrer Performance war Alysa Liu im Februar der große Star bei den Olympischen Spielen von Mailand/Cortina. Die US-Amerikanerin mit gestreiftem Haar, goldenen Kleid und Lippenpiercing holte die lang ersehnte Goldmedaille für die Vereinigten Staaten.
Neben ihr, in Tränen aufgelöst, Kaori Sakamoto. Die 25-jährige Japanerin prägt die Welt des Eiskunstlaufs seit Jahren. Es waren wohl auch Tränen der Enttäuschung über neuerlich verpasstes Olympia-Gold, doch es waren vor allem Tränen des Abschieds. Die Japanerin beendet nach dieser Saison ihre Karriere.
Die heute startende Weltmeisterschaft in Prag ist ihr letzter großer Auftritt auf dem Eis.
Revanche für "Vierfach-Gott" Malinin
Sakamoto ist die große Favoritin am Prager Eis, nicht nur, aber auch, weil Liu, die Olympiasiegerin von Mailand und Weltmeisterin vom Vorjahr, fehlt – wie bei den Männern der kasachische Überraschungs-Goldmedaillengewinner Mikhail Shaidorov und die japanischen Paarlauf-Olympiasieger Riku Miura/Ryuichi Kihara.
Der große Olympiafavorit, „Vierfach-Gott“ Ilia Malinin hingegen tritt zur Titelverteidigung an. In der Männer-Konkurrenz geht es am Donnerstag los. Es wäre seine dritte WM-Goldmedaille in Folge. „Wenn das klappt, kann ich zufrieden sein“, sagt er – nicht zuletzt mit Blick auf die Enttäuschung bei Olympia, als er die Führung nach dem Kurzprogramm mit einer verpatzten Kür verschenkte.