Sport-News

Eine kämpferisch sehr starke Leistung hat Österreichs Hoffnung Joel Schwärzler in diesen Tagen beim Challenger in Kigali in Ruanda gezeigt. Der 20-jährige Vorarlberger hatte schon am Mittwoch nicht weniger als zehn Matchbälle abgewehrt, ehe er nach 3:23 Stunden Zdenek Kolar (CZE) 4:6,7:6,7:6 besiegte. Und am Donnerstag bezwang er den topgesetzten Argentinier Marco Trungelliti nach ebenfalls 3:23 Stunden 7:6,6:7,7:6 und verwertete den sechsten Matchball.

Im Halbfinale trifft der Schützling von Ex-Daviscup-Spieler Markus Hipfl nun auf den Italiener Marco Cecchinato. Sollte sich Schwärzler wie schon vergangene Woche in Lugano erneut für ein Challenger-Finale qualifizieren, dann verbessert er sich erstmals in die Top 200. Im Liveranking ist er aktuell als 202. auch schon so gut wie nie zuvor platziert.

Trainer Fabian Hürzeler vom englischen Fußball-Erstligisten Brighton & Hove Albion hat nach der knappen Niederlage in der Premier League gegen den FC Arsenal zum Rundumschlag gegen den Tabellenführer ausgeholt. Der 33-Jährige kritisierte die Spielweise der Londoner und warf dem Team von Trainer Mikel Arteta vor, vor allem Zeit schinden zu wollen. 

Hürzeler: Arsenal macht "eigene Regeln"

"Ich glaube, es gab heute nur eine Mannschaft, die versucht hat, Fußball zu spielen, und deshalb bin ich stolz darauf, wie sie das gemacht hat", stichelte der frühere St. Pauli-Coach nach der 0:1-Niederlage. Arsenal war durch einen Treffer von Bukayo Saka bereits in der neunten Minute in Führung gegangen und konzentrierte sich im weiteren Verlauf des Spiels auf die Defensive.

Am Ende der Partie sprachen alle relevanten Statistiken für Brighton. Den Gunners warf Hürzeler vor, "ihre eigenen Regeln" zu machen. "Deshalb denke ich, ist es so schwierig, das zu ahnden", sagte er. Arteta reagierte ironisch auf die Aussagen seines Kollegen. "Was für eine Überraschung", sagte der Spanier, der sich derartigen Vorwürfen in den vergangenen Wochen bereits häufiger ausgesetzt sah. 

Arteta weist Vorwürfe zurück

Die Kritik bügelte er ab. "Ich liebe meine Spieler. Das ist das Wichtigste. Ich liebe meine Spieler, wir lieben unsere Spieler und ich liebe die Art und Weise, wie wir auftreten", stellte er klar. Bereits im Vorfeld der Partie hatte sich Hürzeler darüber beklagt, wie viel Zeit sich Arsenal für die Ausführung von Standardsituationen nehme.

Mit einem überzeugenden 5:1 starteten die Vienna Capitals in die Best-of-three-Pre-Play-off-Serie gegen Fehervar. Somit können die Wiener schon am Freitag in Ungarn den Aufstieg ins Viertelfinale fixieren.

Am Mittwoch zeigte sich einmal mehr, dass Eishockey manchmal ein seltsamer Sport sein kann. Da bekommt ein Team eine kleine Strafe und muss in Unterzahl für zwei Minuten vier gegen fünf Feldspieler agieren. Und in genau dieser Phase wird das vermeintlich unterlegene Team immer stärker. Denn plötzlich geht es nur noch um das gemeinsame Verhindern einer Torchance. In den zwei Unterzahlspielen im ersten Drittel holten sich die Vienna Capitals gegen Fehervar genau jenen Spirit, der in einer Play-off-Partie über Sieg und Niederlage entscheidet. Die Wiener gingen sehr aggressiv gegen die Ungarn vor, diese konnten in vier Minuten Powerplay keine nennenswerte Torchance herausspielen.

Die Entscheidung

Das schweißte die Wiener zusammen. Und wie. Nach dem 1:0 durch Duquette (13.) und den zwei Unterzahlspielen drehten die Capitals auch offensiv auf: Gregoire lenkte ein perfektes Zuspiel von Vey zum 2:0 ins Tor (21.) ab, Koschek schloss einen Konter eiskalt zum 3:0 ab (23.). Der 20-Jährige war auch beim 1:0 direkt vor Fehervar-Goalie Reijola gestanden und verstellte ihm die Sicht entscheidend. Der Stürmer wird immer mehr zum Juwel in Wien. Beim 4:0 durch Hults gab Koschek auch das Zuspiel (38.).

Im Schlussdrittel wurde das Wiener Spiel ein wenig schlampig und Fehervar kam auf 1:4 heran. Doch Vey setzte mit dem 5:1 den Schlusspunkt (53.).

 

Riad in Saudi-Arabien hätte gutes Fußballwetter anzubieten gehabt, Ried im Innkreis brachte nur Nebulöses zustande. Weil in Oberösterreich der Nebel den Durchblick den Protagonisten verweigerte, konnte das Oberösterreich-Derby zwischen Ried und dem LASK nicht angepfiffen werden. 

Im zweiten Halbfinale des ÖFB-Cup konnte somit kein Sieger und Finalist ermittelt werden. Sensationsfinalist Altach muss daher noch warten, wer sich am 1. Mai in Klagenfurt den Vorarlbergern entgegenstellt.

Vorerst war nicht klar, wann das Spiel nachgetragen werden könnte. Ein möglicher Termin wäre Donnerstag, damit man einerseits zeitnah den zweiten Finalisten ermitteln kann, andererseits aber noch genügend zeitlichen Abstand zu den entscheidenden Spielen am Sonntag in der Bundesliga hätte.

Daniel Beichler ist von Liefering hochgezogen worden, um Titel nach Salzburg zu holen. Die erste Chance ist allerdings vertan. Altach schaffte im Halbfinale die große Überraschung, besiegte den großen Favoriten verdient mit 1:0 und steht erstmals überhaupt im Cup-Finale. Bei Beichler und den Salzburgern ist hingegen Ernüchterung eingekehrt.

Zum dritten Mal saß Beichler jetzt auf der Salzburger Trainerbank. Wobei „saß“ definitiv der falsche Ausdruck ist. Der 37-Jährige geht springt, läuft, manchmal steht er auch. Aber sitzen tut er kaum. Beichler lebt mit, gestikuliert, gibt Anweisungen. Sein System hat er mit dem 4-3-3 gefunden. Das funktioniert auch diesmal über weite Strecken ganz gut. Zunächst.

Auffällig: Unter Beichler ist das Spiel der Salzburger schneller. Oft wird probiert den Ball gleich mit dem ersten Kontakt weiterzuspielen, wenn möglich natürlich nach vorne. So ließ die erste gelungene Aktion auch nicht lange auf sich warten. Nach zehn Minuten probierte es Yeo mit dem Kopf, traf aber nur die Stange (10.). 

Die Hausherren machten wenig überraschend das Spiel, taten sich aber schwer, Gefahr zu erzeugen. Weil die Gäste mit einer Fünferkette die Räume eng machten und sich ausschließlich auf die Defensive konzentrierten. Vorerst. 

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