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60 lange Jahre warten die fußballverrückten Engländer bereits auf einen Weltmeistertitel. Am Mittwoch um 22 Uhr (live Servus TV) startet die Mannschaft gegen Kroatien ihren nächsten Anlauf. Dabei geht es nicht nur um einen gelungenen Auftakt, sondern auch um Revanche: Bei der WM 2018 scheiterte England im Halbfinale am späteren Vizeweltmeister vom Balkan.

England: WM-Traum soll Realität werden

In diesem Sommer soll der Traum endlich Realität werden und die Trophäe nach 21.904 Tagen wieder nach Hause geholt werden – zumindest erwarten das die Fans. England wird traditionell zum Favoritenkreis gezählt, doch Teamchef Thomas Tuchel will davon nichts wissen: „Wir sind nicht die Topfavoriten. Das können wir auch gar nicht sein, denn wir haben den Titel schon seit so, so vielen Jahren nicht mehr gewonnen.“ Träumen sei trotzdem erlaubt. „Ich glaube daran. Wir glauben daran“, so der 52-Jährige.

Für den Deutschen ist der Job als englischer Nationaltrainer alles andere als einfach. Die Erwartungen an den milliardenschweren Kader sind riesig. Am Ende zählt für viele nur der Titel.

Und selbst eine makellose WM-Qualifikation mit acht Siegen und einer Tordifferenz von 22:0 konnte die kritischen Stimmen in den englischen Medien nicht verstummen lassen.

Gut Ding braucht Weile. Das hat sich auch Salzburgs Sportchef Marcus Mann gesagt und hat sich bei der Trainersuche Zeit gelassen. Kein Wunder, Fehlgriff darf er sich keinen mehr leisten. Jetzt, gerade noch rechtzeitig vor Beginn der Vorbereitung, ist es fix: Der Nachfolger von Daniel Beichler und somit neuer Salzburg-Trainer ist Danny Röhl.

Der 37-jährige Deutsche kommt von den Glasgow Rangers, die Verhandlungen gestalteten sich zäh. Die Salzburger müssen an die Schotten eine kolportierte Ablöse von zwei Millionen Euro bezahlen. 

Nach den Leistungstests am Dienstag wird Röhl - er kennt Red Bull, hat bei Leipzig unter anderem mit Ralf Rangnick zusammengearbeitet - am Mittwoch sein erstes Training leiten.

Für den Sohn von Weltmeister Zinédine Zidane war schon der Anpfiff gegen Argentinien ein echtes Erfolgserlebnis: Noch im April war die WM-Teilnahme für Luca Zidane, den Torwart Algeriens, nach einer schweren Kopfverletzung alles andere als sicher. Ständige Erinnerung auf dem Platz ist der auffällige Kopfschutz, den der 28-Jährige trägt.

Kiefer- und Kinnbruch

Zidane, der wie sein Vater die Staatsbürgerschaften Frankreichs und Algeriens hat und sich für die Heimat seiner Großeltern entschied, war im Spiel des spanischen Zweitligisten FC Granada gegen UD Almería im Frühjahr mit einem Gegenspieler zusammengekracht. Was erst als Gehirnerschütterung diagnostiziert worden war, entpuppte sich als Kiefer- und Kinnbruch. Die WM-Teilnahme war in Gefahr.

Erst im September hatte der Weltverband FIFA einen Antrag von Luca Zidane auf einen Verbandswechsel bewilligt. Beim Afrika-Cup kam der frühere französische Junioren-Nationaltorhüter viermal zum Einsatz. Der Verbandswechsel war möglich, weil Zinédine Zidanes Eltern 1953 von Algerien nach Frankreich auswanderten.

Zinédine Zidane, dreimaliger Weltfußballer, wurde in Marseille geboren und hat ebenfalls beide Staatsbürgerschaften. Luca Zidane spielte für alle französischen Teams von der U16 bis zur U20. 2015 gewann er mit der U17 den EM-Titel.

Ende gut, alles gut. Österreich hat den Auftakt gegen Jordanien erfolgreich gestaltet, feierte das 3:1 gemeinsam mit den Fans im Bay Area Stadium. Immerhin handelte es sich um den ersten Sieg bei einer WM seit dem 2:1 gegen die USA bei der WM 1990!

Die Erleichterung darüber war den Spielern anzusehen und anzuhören.

Auch Teamchef Ralf Rangnick wusste, dass nicht alles gut lief im ersten WM-Spiel. "Es war ein extrem schwieriges Spiel. Jordanien hat uns das Leben schwer gemacht. Wir haben gebraucht, bis wir reingefunden haben. Wir merken, dass es bei der WM eine andere Anspannung ist." 

Es sei ein hartes Stück Arbeit, aber auch ein verdienter Sieg gewesen.

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