Sport-News

Das neue Gesetz, das Geldstrafen in Höhe von bis zu 1.000 Pfund (umgerechnet rund 1.160 Euro) sowie ein fünfjähriges Stadionverbot vorsieht, gilt bereits für das EFL-Cup-Finale am Sonntag zwischen Arsenal und Manchester City im Wembley-Stadion.

Die Ausschreitungen in der Londoner Arena während des EM-Finales vor bald fünf Jahren waren mit ausschlaggebend für die neuen Regeln. Zum Endspiel 2021 zwischen Gastgeber England und Italien (2:3 n.E.) hatten sich Hunderte Menschen unbefugt Zutritt verschafft, es kam zu chaotischen Szenen. 

Bislang gab es für das sogenannte „tailgating“ (in etwa: Mitdurchschlüpfen) keine exakt dafür festgeschriebenen Strafen. Das neue Gesetz macht es illegal, wissentlich mit gefälschten Tickets, Ausweisen oder Akkreditierungen ein Spiel zu besuchen oder zu versuchen, sich Zugang zu verschaffen. 

Sieg und Niederlage für Österreichs Tennis-Frauen beim WTA-1000-Turnier in Miami: Lilli Tagger rang am Donnerstag die deutsche Lucky Loserin Ella Seidel nach 2:48 Stunden 6:7(8), 6:4, 7:5 nieder und steht damit wie in Indian Wells in der zweiten Runde. Davor hatte Qualifikantin Sinja Kraus ihre Premiere auf diesem Level gegen die US-Amerikanerin Alycia Parks nach 105 Minuten 5:7, 6:7(4) verloren. Tagger trifft in Runde 2 auf die als Nummer 11 gesetzte Russin Jekaterina Alexandrowa.

Tagger wehrte in dem beinharten Grundlinien-Fight bei 4:5 im dritten Satz einen Matchball ab und verwertete dann ihrerseits ihren ersten zum Sieg über die Nummer 86 im WTA-Ranking. Seidel hatte in der Qualifikation verloren, war dann aber durch eine Absage in den Bewerb gerutscht. Für Tagger war es der zweite Sieg auf höchstem WTA-Tour-Level, sie verbessert sich damit im Liveranking an die 106. Stelle.

Tagger vergab im ersten Satz zwei Satzbälle

Tagger musste zum 1:2 als erste Spielerin ihr Service abgeben, schaffte aber zum 4:4 das Rebreak. Danach wehrte sie drei Breakbälle ab, Satz eins ging danach ins Tiebreak. In diesem vergab der Schützling von Francesca Schiavone zwei Satzbälle und verlor diesen nach 70 Minuten noch 8:10. Im zweiten Durchgang reichte Tagger ein Break zum 4:3, diesmal nutzte sie nach 1:50 Stunden den ersten Satzball zum Gleichstand.

Trainer Oliver Glasner mit Crystal Palace und der FSV Mainz mit Stefan Posch, Philipp Mwene und Nikolas Veratschnig haben am Donnerstag den Aufstieg ins Viertelfinale der Fußball-Conference-League geschafft. Crystal Palace gewann das Achtelfinal-Rückspiel gegen AEK Larnaca nach Verlängerung 2:1. Mainz besiegte Sigma Olmütz nicht zuletzt dank eines Posch-Treffers mit 2:0. In der Europa League setzte sich Freiburg mit 5:1 gegen Genk (mit Torhüter Tobias Lawal) durch.

Crystal Palace war gegen Larnaca zu Hause nur zu einem torlosen Remis gekommen, schaffte auf Zypern aber dank Ismaila Sarr den nötigen Auswärtssieg. Der Senegalese brachte die Mannschaft des Oberösterreichers Glasner in der 13. Minute in Führung und sorgte in der neunten Minute der Verlängerung auch für die Entscheidung. Larnaca hatte durch Enric Saborit per Kopf den Ausgleich (63.) geschafft, zehn Minuten später musste der Spanier aber mit Gelb-Rot vom Platz.

Führungstor von Posch

In Mainz ebnete Posch dem FSV, der mit einem 0:0 aus Olmütz heimgekehrt war, kurz nach der Pause den Weg zum Aufstieg und den erstmaligen Einzug unter die Top acht eines Europacupbewerbs. Der im Jänner vom FC Bologna ausgeliehene Verteidiger verwertete eine Flanke mit einem platzierten Kopfball. Für den Österreicher war es das erste Tor in einem Pflichtspiel für Mainz. Armindo Sieb (82.) besiegelte den Sieg. Mwene spielte so wie Posch durch, Veratschnig wurde in der 73. Minute eingewechselt.

Freiburg erstmals im Viertelfinale

In der Europa League steht der SC Freiburg erstmals in einem Viertelfinale. Genk war mit einem 1:0-Vorsprung angereist, die Breisgauer machten den Rückstand aber früh wett. Matthias Ginter köpfelte die Gastgeber nach einem Freistoß von Vincenzo Grifo via Innenstange in Führung (19.), Igor Matanovic traf aus kurzer Distanz (25.) zum 2:0, nachdem die Heimischen mit ihrem aggressiven Pressing den Ball erobert hatten. Lawal war bei beiden Treffern ohne Chance.

Matte Smets ließ die Belgier mit dem Anschlusstreffer (39.) wieder hoffen, ein Doppelschlag der Freiburger bald nach der Pause sorgte aber für die Vorentscheidung. Ein halbes Eigentor brachte die Elf von Julian Schuster gesamt wieder in Führung. Einen ganz schlechten Rückpass von Smets konnte Lawal nicht erreichen, Grifo musste aus kurzer Distanz nur noch einschieben (53.) und ist mit nun 106 Pflichtspieltreffern Rekordtorjäger des Clubs. Yuito Suzuki erhöhte vier Minuten später auf 4:1, Maximilian Eggestein (79.) machte endgültig alles klar.

Comeback von Lienhart

ÖFB-Teamverteidiger Philipp Lienhart wurde bei Freiburg in der 81. Minute eingewechselt und gab nach zweimonatiger Pause wegen einer Bauchmuskelverletzung sein Comeback. Genks Nikolas Sattlberger kam ab der 83. Minute zum Einsatz.

Der Fußball-Weltverband FIFA verpflichtet alle an seinen Frauen-Turnieren teilnehmenden Teams zu mehr weiblichen Coaches. Der FIFA-Rat beschloss am Donnerstag, dass künftig jede Nation bei Weltmeisterschaften im Nachwuchs- und Erwachsenenbereich mindestens eine Cheftrainerin oder Co-Trainerin sowie mindestens zwei weibliche Betreuerinnen auf der Betreuerbank beschäftigen muss. Die neue Regelung gilt bereits ab den heurigen Weltmeisterschaften der U17 und U20.

"Es gibt heutzutage einfach nicht genug Trainerinnen. Wir müssen mehr tun, um den Wandel zu beschleunigen, indem wir klarere Wege schaffen, die Möglichkeiten erweitern und die Sichtbarkeit von Frauen an der Seitenlinie erhöhen", sagte FIFA-Fußballchefin Jill Ellis. Bei der Frauen-WM 2023 in Australien und Neuseeland waren lediglich 12 der 32 Teamchefs weiblich. Die neue Regelung soll mithelfen, dass die Repräsentation von weiblichen Führungskräften mit dem rasanten Wachstum des Frauenfußballs Schritt hält, so die FIFA.


 

Unaufgeregt, in sich ruhend, aber auch sehr fokussiert wirkt Mirnes Becirovic nach dem alles in allem vierstündigen Vormittagstraining.

Der 37-Jährige ist ein Ausnahmefußballer in der 2. Liga und kämpft mit dem FAC als Zweiter überraschend um den Aufstieg.

Freitagabend steht in der Hopfengasse einiges auf dem Spiel für seinen FAC: Nach dem souveränen 3:0 in Klagenfurt könnten die Floridsdorfer mit einem weiteren Dreier auch Lustenau (ORF Sport+, 20.15 Uhr) abhängen.

„Becis“ klare Ansage

Mirnes Becirovic, im Verein ebenso respekt- wie liebevoll „Beci“ genannt, vermeidet die üblichen Kicker-Stehsätze. Das ist angenehm. Auf die Frage, ob er selbst Meister werden möchte, erklärt er ohne Wenn und Aber: „Die erste Bundesliga wäre für mich nach 17 Jahren in der zweiten Liga schon kitschig.“

Auch seine Kollegen nehmen seit dem Winter-Trainingslager häufiger das A-Wort (A für Aufstieg) in den Mund. Wer auswärts ein Jahr unbesiegt ist, in 20 Spielen nur elf Tore kassiert und sich zuletzt auch noch in der Offensive verbessert hat, kann das.

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