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Eine weitere iranische Fußballerin sowie ein Mitglied des Teams haben nach dem Aus beim Asien Cup Asyl in Australien erhalten. Das teilte Innenminister Tony Burke in der Hauptstadt Canberra mit. Beide seien nun wieder mit fünf Fußballerinnen vereint, die bereits vor der Rückreise der Auswahl in die Heimat humanitäre Visa erhalten hatten. Die übrige Delegation ist von Sydney aus auf dem Weg ins Heimatland.

Burke hatte den fünf Spielerinnen am Dienstag an einem geheim gehaltenen Ort in Brisbane die Entscheidung der Regierung mitgeteilt, dass sie humanitäre Visa in Australien erhalten. Auf einem symbolträchtigen Foto waren die Frauen ohne Kopftuch an Burkes Seite zu sehen.

Wie er am Tag danach berichtete, sei allen Teammitgliedern bei der Ausreise Asyl angeboten worden. Dabei seien Offizielle aus Australien und Übersetzer dabei gewesen, aber keine iranischen Aufsichtspersonen.

"Es wurde ihnen eine Wahl angeboten. Wir haben dafür gesorgt, dass es keine Eile gab, keinen Druck", sagte Burke. Zunächst war unklar gewesen, ob die komplette Delegation das Flugzeug in Sydney bestiegen hatte. Das Team war kurz vor dem Beginn des Krieges im Iran in Australien angekommen.

Polizeischutz für fünf Spielerinnen

Die fünf Spielerinnen hatten während des Asien Cup an der Gold Coast Schutz gesucht und unter Polizeischutz das Teamhotel verlassen, nachdem sie im Iran wegen ihres stillen Protests in die Kritik geraten waren. Beim ersten Gruppenspiel des Turniers hatten die Spielerinnen beim Abspielen ihrer Nationalhymne geschwiegen. Dies wurde in ihrer Heimat als Zeichen gegen die iranischen Machthaber gewertet - befürchtet wurde, dass ihnen nach der Rückkehr schlimme Konsequenzen drohen könnten.

Lars Kornetka, seit Juni 2022 als Co-Trainer beim ÖFB-Nationalteam tätig, übernimmt den Cheftrainerposten beim deutschen Zweitligisten Eintracht Braunschweig. Gleichzeitig bleibt Kornetka weiter Bestandteil im ÖFB-Team: Der 48-jährige Deutsche wird bis einschließlich der Weltmeisterschaft weiterhin dem Trainerstab von Teamchef Ralf Rangnick angehören.

Kornetka, der unter anderem bei Bayern München, Bayer Leverkusen, der TSG 1899 Hoffenheim, Schalke 04 und RB Leipzig tätig war, unterschreibt bei Eintracht Braunschweig einen Zweijahresvertrag und wird den Verein bereits beim Heimspiel am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf betreuen. Den März-Lehrgang des ÖFB wird Kornetka dennoch nicht verpassen. „Mir bedeutet diese Aufgabe unglaublich viel, wir haben mit der WM-Qualifikation etwas Historisches erreicht“, sagt Kornetka: „Die Chance, einen Cheftrainer-Posten bei einem Traditionsverein in Deutschland zu übernehmen, ist riesig. Und dennoch fühle ich mich mit dem ÖFB so verbunden, dass ich unser Projekt dort auf keinen Fall vorzeitig verlassen möchte. Das war immer ein zentraler Baustein in unseren Gesprächen. Ich bin auch Ralf Rangnick dankbar, dass er mir die Freiheiten gewährt, diese Chance jetzt wahrzunehmen.“ 

Wie viel Unterschied ein paar Stunden machen können. Am Montagvormittag flossen bei Elina Stary noch Tränen. Auf Kurs zu Bronze im Super-G der sehbeeinträchtigten Skifahrerinnen bei den Paralympics in Cortina legte die 19-Jährige kurz vor dem Ziel einen wilden Sturz hin. Stary blieb unverletzt, nach der ersten Enttäuschung war schon wieder der Kampfgeist geweckt.

Wenige Stunden später sah die Ski-Welt dann auch schon wieder ganz anders aus. Stary legte beim Super-G des ersten Durchgangs der Kombination einen sauberen Lauf hin, verschaffte sich mit Zwischenrang drei eine gute Ausgangsposition für den Slalom. Wo sie sie sich dann am Ende Bronze sicherte. Für sie ging damit ein Lebenstraum in Erfüllung. Gold ging an Teamkollegin Veronika Aigner (und Guide Lilly Sammer), die ihre bereits dritte Medaille bei diesen Winterspielen einfuhr.

Nach Platz acht im Super-G im Stehend-Bewerb der Paralympics in Cortina war Thomas Grochar noch enttäuscht. „Zu viel Brechstange, zu viele Fehler“, haderte der 32-Jährige danach. Acht Zehntel fehlten auf Bronze. „Die finde ich locker“, war der Kärntner überzeugt.

Gesagt, getan. Am Tag darauf, im Super-G-Bewerb der Super-Kombination, erwischte es Grochar besser, belohnte sich mit Zwischenrang zwei. Nur der Russe Alexej Bugaew war deutlich schneller, er ging mit 1,25 Sekunden Vorsprung auf Grochar in den Slalom. Dort behielt der Routinier dann die Nerven. Was nicht selbstverständlich war. Der Kärntner hatte im Slalom-Weltcup heuer bislang nur ein Top-4-Ergebnis auf der Haben-Seite, in fünf Rennen schied er drei Mal aus. 

Grochar in Feierlaune

Auf der Tofana lief es besser. Grochar brachte den Slalom ins Ziel, durchlebte dann ein Wellental der Gefühle. Erst rutschte er auf Platz drei zurück. Der Frust war groß, rechnete er doch da schon fix mit dem undankbaren vierten Rang. Es kam anders. Der führende Russe Bugaew schied aus, davon bekam Grochar erst gar nichts mit. Er gewann Bronze.

Österreichs Para-Alpinski-Team jubelte bei den paralympischen Kombinationsbewerben in Cortina d'Ampezzo am Dienstag über die nächsten Medaillen. In der Klasse der sehbeeinträchtigten Frauen gab es gleich zwei Mal Edelmetall.

Den Sieg und damit die bereits zweite Gold-Medaille bei diesen Winterspielen sicherte sich überlegen Veronika Aigner mit Guide Lilly Sammer. Sie verwiesen die Italienerinnen Chiara Mazzel und Nicola Cotti Cottini auf Rang zwei.

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