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Die Austria holt Sturm mit einem 1:1 von der Tabellenspitze

In einem wenig hochklassigen Spiel trennten sich Sturm Graz und die Wiener Austria mit einem Unentschieden.
Kein Sieger bei Sturm gegen Austria.

Das 1:1 zwischen Sturm und der Austria  war nicht zwingend eine Werbung für den Fußball. Zwei helle Momente zweier Verteidiger brachten ein letztlich gerechtes Remis. Sturm blieb zwar das zehnte Spiel in Folge ungeschlagen, aber verlor mit dem vierten Remis in Folge die Führung an den LASK. Und die Austria übergab die Rote Laterne an Hartberg. 

Publikumsauflauf

Graz wurde am Sonntag zur Sportstadt. Im Herzen von Graz feierten die Eishockeycracks der 99ers mit 7.000 Fans den ersten Meistertitel, im Südosten fanden sich fast 15.700  ein, um zu sehen, wie ihre Kicker zumindest einen Schritt Richtung Meisterschale tätigen. Die Luft im Stadion färbte sich  zunächst weder orange noch schwarz-weiß, sondern violett. Pyrotechnik verhinderte einen zeitgerechten Anpfiff. 

Rauchpause

Nach der Rauchpause waren einmal mehr die Aktionen der Grazer zu durchsichtig. Die erste gute Chance hatte Hödl nach einem schönen Pass von Jatta in der 25. Minute, Sahin-Radlinger hielt aber. Zuvor hatte Sturm-Schlussmann Chudjakow einen Fischer-Schuss geangelt und Aiwu seinen Schlussmann mit einem gefährlichen Rückpass in Gefahr gebracht. 

Viele Abspielfehler, insbesondere der Grazer, prägten aber die Partie. Die größte Chance hatte Boateng, nachdem Aiwu als letzter Mann hingeflogen war – da zeigte Chudjakow seine Fähigkeiten. Vor der Pause agierte Sturm zielstrebiger, wurde etwas gefährlicher, aber ohne Ergebnis.

Was kann in der zweiten Hälfte besser werden? Dies aufzulisten, würde einen dicken Roman ergeben. Ein Malone-Kopfball, der um rund acht Meter das Tor verfehlte, zählt nicht dazu. Und dann zeigte sich auch die Verteidigung mittelklassig: Nach einer Ecke des Koreaners Tae-Sok köpfelte Verteidiger Tin Plavotic völlig alleinstehend zur Führung ein (54.).

Sturm probierte, Sahin-Radlinger hielt bei einer guten Malone-Chance. Auch bei Kiteishvili parierte der Austria-Goalie phänomenal. Nicht aber, als Neuzugang Paul Koller in der 85. Minute den Ball doch noch im Austria-Tor unterbrachte. Es war – passend zu Sturm im Jahr 2026 – ein Treffer nach einem Freistoß.

Sturm hatte am Ende  noch mehr vom Spiel, wollte den Sieg, die Mittel waren aber unbrauchbar. 

Reaktionen

Austria-Trainer Stephan Helm war mit dem 1:1 bei Sturm zufrieden, „obwohl  aufgrund der Chancen auch ein Sieg möglich war. Aber wir müssen uns alles hart erarbeiten, es ist alles sehr eng in dieser Liga.“
Sturm ist nun in der Rolle des Jägers. „Es war sehr  enttäuschend. Wir haben Probleme, uns vorne durchzusetzen, müssen zwingender und effizienter sein“, sagt Trainer Fabio Ingolitsch. Nachsatz: "Es ist aber nicht leicht, weil alle Klubs in Graz mit einem Block hinten verteidigen."

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