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Man kann Kylian Mbappé nur für seine Coolness und Gelassenheit bewundern. Jeder andere in seiner Situation wäre wohl ausgezuckt oder hätte sich zu einer dummen Aktion hinreißen lassen. Bei all dem, was der französische Goalgetter im Achtelfinale von seinen Gegenspielern einstecken musste.

In 90 Minuten wurde Mbappé vom Team von Paraguay abgeklopft und gepiesackt wie vermutlich die gesamte letzte Saison nicht. „Ich hätte mich nicht beherrschen können und sicher vier Mal die Rote Karte gekriegt“, sagte Zlatan Ibrahimovic, der dieses ruppige Achtelfinale für den Sender Fox kommentierte. Aber Kylian Mbappé?

Wer Belgien bei dieser WM beobachtet, reibt sich manchmal die Augen. Nicht wegen der Leistungen auf dem Platz – durchwachsen genug wären die freilich. Sondern wegen dem, was abseits davon passiert.

Beim Rückstand von 0:2 gegen Senegal gerieten Kapitän Youri Tielemans und Leandro Trossard in einer Trinkpause so heftig aneinander, dass Romelu Lukaku eingreifen musste. Kurz darauf traf Tielemans zweimal, Lukaku legte nach, Trossard war beim 3:2 nach Verlängerung spielentscheidend. Als wäre nichts gewesen.

Diese Mannschaft trägt ihre Widersprüche offen zur Schau und gewinnt trotzdem. Oder vielleicht gerade deshalb?

„Ich bin jetzt das dicke Kind in der Schule“, sagte Nicki Thiim scherzend gegenüber ServusTV vor dem Rennstart.

Der Däne im Comtoyou-Aston-Martin, der seit Jahren in Salzburg lebt, dominierte auch am Sonntag den Norisring-Klassiker von der Poleposition und feierte den dritten Sieg in seiner DTM-Karriere. Dabei hatte sein Fahrzeug aufgrund des gestrigen Siegs ein Zusatzgewicht von 20 Kilogramm erhalten.

Thiims einziger Kontrahent auf dem Straßenkurs war Neuling Finn Wiebelhaus im HRT-Ford. Der 20-Jährige hielt als einziger Pilot mit dem GT-Star mit, konnte aber auch bei den beiden Boxenstopps keinen Profit schlagen. Für Wiebelhaus gab es dennoch genügend Grund zu feiern: Der zweite Platz war sein bestes DTM-Ergebnis.

Rote Flagge und Regen in den ersten Minuten

Den Piloten gelang trotz einer Rundenlänge von 2,2 Kilometern keine komplette Startrunde unter grüner Flagge. In der ersten Kurve berührten sich einige Fahrzeuge im Mittelfeld, aufgrund der herumliegenden Carbonteile wurde das Safety-Car ausgerufen.

Mit dem Neustart setzte der Regen ein. Wieder sorgte eine Kollision für die Unterbrechung des Rennbetriebs, diesmal in Form des roten Tuchs. Die Chance nutzten die Teams, um die Reifen zu wechseln.

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