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Geglückte Talentprobe: Diese Youngsters nützen die WM als große Bühne

Einige junge Spieler konnten bei dieser Weltmeisterschaft bereits ordentlich Eigenwerbung betreiben. Diesen sechs Talenten ging bisher der Stern auf.
Johan Manzambi ist der Schweizer Jung-Star

Die WM geht in die finalen zwei Wochen, die ersten Viertelfinal-Duelle stehen fest. Zeit also, einen Blick darauf zu werfen, welche Youngsters in die Fußstapfen von Messi, Ronaldo und Co. treten können. Diesen sechs Talenten ging bisher der Stern auf.

Johan Manzambi, 20, Schweiz

In der Deutschen Bundesliga war der Schweizer Johan Manzambi auch vor der WM schon kein unbeschriebenes Blatt mehr. Mit einem Marktwert von 50 Millionen und 16 Scorerpunkten in der abgelaufenen Saison war der 20-Jährige einer der Hauptverantwortlichen für den internationalen Erfolgslauf der Freiburger. Bei der WM ist ihm jetzt endgültig der Knoten geplatzt. In den bisherigen vier Spielen erzielte der offensive Mittelfeldspieler drei Tore und legte zwei weitere vor. Am Dienstag um 22 Uhr (MESZ) haben die Eidgenossen im Duell mit Kolumbien die Chance, ins Viertelfinale einzuziehen.

Gilberto Mora

Gilberto Mora

 

Gilberto Mora, 17, Mexiko 

Mit nur 17 Jahren gilt er mittlerweile als das mexikanische „Wunderkind“. Gilberto Mora spielt für seinen Jugendverein Club Tijuana in der ersten mexikanischen Liga, wo er mit 15 Jahren bereits debütierte, und steht bei einem Marktwert von 10 Millionen Euro. Während er im Auftaktspiel gegen Südafrika nur auf einen Kurzeinsatz kam und daraufhin gegen Südkorea nur auf der Bank verweilte, nutzte er die Gunst der Stunde und spielte sich in die Startelf. Dort lässt Mora vor allem im offensiven Mittelfeld mit seiner Technik und Kreativität sein Können aufblitzen. Gegen England könnte er mit seinen Mexikanern im Achtelfinale (Montag, 2 Uhr MESZ) für eine große Überraschung sorgen.

Beinharter Verteidiger: Luc de Fougerolles

Beinharter Verteidiger: Luc de Fougerolles

Luc de Fougerolles, 20, Kanada

Der 20-Jährige wird den Wenigsten ein Begriff sein. Auch während der WM sorgte der Innenverteidiger nicht für große Schlagzeilen, dafür stand Luc de Fougerolles in vier von fünf Spielen in der Startelf und spielte eine grundsolide Endrunde, die für Kanada im Achtelfinale endete. Das Besondere: Im April war er noch nicht mal Stammspieler der Kanadier. Unter Vertrag steht er bei Fulham, wo er bisher in der U21 eingeplant war. In der abgelaufenen Saison wurde de Fougerolles nach Dender in die erste belgische Liga verliehen, wo er ein Jahr mit Höhen und Tiefen erlebt hatte. Es scheint, als hätte sich der 20-Jährige auf Top-Niveau etabliert. Sein aktueller Marktwert von einer Million Euro wird sich definitiv erhöhen.

Ayyoub Bouaddi am Ball gejagt von Vinicius Jr.

Ayyoub Bouaddi gegen Vinicius Jr.

Ayyoub Bouaddi, 18, Marokko

Bereits im Auftaktspiel gegen Brasilien sorgte der 18-jährige Marokkaner Ayyoub Bouaddi, der sich erst vor wenigen Wochen für die Nordafrikaner entschieden hatte, für Staunen. Mit seinen auffälligen langen Haaren gleitet der Lille-Legionär regelrecht durch die Mittelfelder sämtlicher Gegner. Bisher stand der 18-Jährige stets in der Startelf, einzig im letzten Gruppenspiel gegen Haiti wurde er geschont. Europäische Top-Klubs stehen bereits Schlange. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass über Lille in diesem Sommer ein Millionenregen jenseits der 70-Millionen-Marke für seinen Star-Teenager niedergeht. Bouaddi hat bereits 97 Pflichtspiele für die Franzosen in den Beinen.

Rayan

Rayan

 

Rayan, 19, Brasilien

Viel wurde im Vorfeld der Endrunde über die brasilianische Offensive gesprochen, allerdings wenig über Flügelspieler Rayan. Der 19-Jährige wechselte erst im Winter aus Brasilien zu Bournemouth in die Premier League. Seitdem hat er seinen Marktwert auf 60 Millionen mehr als verdoppelt. Im Auftaktspiel gegen Marokko saß Rayan noch auf der Bank. Im zweiten Spiel wurde er anstelle des verletzten Raphinha eingetauscht, seitdem ist er auf dem rechten Flügel gesetzt und bringt gute Leistungen. Gegen Schottland konnte er einen Assist verbuchen, am Sonntag um 22 Uhr (MESZ) kann er mit Brasilien gegen Norwegen ins Viertelfinale einziehen.

Alex Freeman

Alex Freeman

Alex Freeman, 21, USA

Die USA spielt als Gastgeber eine durchaus starke Endrunde. Einer der heimlichen Helden dabei ist Rechtsverteidiger Alex Freeman. Der 21-Jährige wechselte im Winter von Orlando nach Spanien zu Villarreal. Dort nahm er oftmals nur auf der Bank Platz, im US-amerikanischen Nationalteam ist er dafür gesetzt und liefert auf der höchsten Bühne. Als Rechtsverteidiger erzielte er sogar ein Tor und legte eines vor. Gut möglich, dass der 21-Jährige sich nun auch bei Villarreal etabliert und seinen Marktwert von 3,5 Millionen Euro ordentlich aufpoliert.

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