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Nach dem Schlusspfiff der Partie FC Wacker Innsbruck gegen Reichenau dürften manche Besucher im Tivolistadion einen Hauch Wehmut verspürt haben. Denn dieses Stadtderby wird es in dieser Form in Zukunft wohl nicht mehr geben.

12 Punkte Vorsprung 

Der zehnfache Meister Wacker befindet sich auf Abschiedstour aus dem Amateurfußball. Mit dem souveränen 4:0-Erfolg im Duell gegen den Stadtrivalen Reichenau machten die Innsbrucker den nächsten Schritt Richtung Bundesliga.

Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Dornbirn beträgt bereits 12 Punkte.

Tolle Kulisse

Beeindruckend war einmal mehr die Kulisse beim ersten Heimspiel des FC Wacker in der Frühjahrssaison: 4.278 Fans verfolgten das Derby - bei den Besucherzahlen ist der Traditionsklub bereits bundesligareif.

Während sich Qualifikationsgruppen-Führender Altach beim Gastspiel beim WAC an der Spitze einzementieren möchte, geht es für die Kärntner um das Ende ihrer langen Negativserie. 

In Linz ist Blau-Weiß vor vollem Haus gegen Ried unter Zugzwang. Die Innviertler werden also nach dem verlorenen Cup-Halbfinale erneut zum OÖ-Derby gebeten.

In Innsbruck hat die WSG den Grazer AK zu Gast. Vor zwei Wochen gewannen die Tiroler an gleicher Stelle das Duell mit den Steirern.

Die zweifache Olympiasiegerin Anna Gasser sagt dem Snowboard-Weltcup wohl "adieu". Und das tut sie mit einer Podiumsplatzierung beim Heimweltcup in Flachauwinkl. Wie es nun genau weitergeht, wollte die 34-jährige Kärntnerin in Ruhe entscheiden, wenn der Trubel der Olympiasaison vorbei ist.

Verschmelzende Snowboard-Welten

Der AbsolutPark in Flachauwinkl, der für die meisten der Top-Fahrerinnen und -Fahrer in der Snowboardwelt ein regelmäßiger Trainingsort ist, lud schon die ganze vergangene Woche zum Frühlings-Stelldichein. Seit dem Vorjahr gastiert auch der Weltcup dort, während seit Jahrzehnten der "Spring Battle" dort für die unabhängige Snowboardszene als Fixpunkt gilt. Die Idee, beide Welten verschmelzen zu lassen, hat schon im letzten Jahr gut funktioniert.

Die 120 Athleten und Athletinnen starteten mit dem ersten Part, dem Spring Battle, bei wechselnden Wetterverhältnissen aus tiefstem Winter und Sonnenschein mit weichem Schnee. Somit waren alle taktisch enorm gefordert, zum richtigen Zeitpunkt einen perfekten Run abzuliefern.

Während Anna Gasser mit dem zweiten Platz im Weltcup einen versöhnlichen Abschluss bildete, gewann die Britin Mia Brooks auf allen Ebenen. Bereits am Dienstag jubelte sie über den Sieg beim Rail Jam, danach gewann sie souverän den - über vier Tage gehenden - Spring Battle und heute den Weltcup-Slopestyle. 

Je später die Saison, desto besser die Form von Vincent Kriechmayr. Beim Weltcup-Finale in Lillehammer stellte der Oberösterreicher nachdrücklich unter Beweis, dass er zu den besten Abfahrern der Welt zählt. Mit dem dritten Platz in der letzten Saison-Abfahrt in Kvitfjell gelang Kriechmayr ein starker Abschluss.

Zwei Podestplätze in einer Woche

Vor einer Woche hatte der 34-Jährige in Courchevel die lange Durststrecke der ÖSV-Abfahrer beendet und den ersten Weltcupsieg seit 1.094 Tagen gefeiert. 

In Kvitfjell musste Vincent Kriechmayr am Samstag nur dem Italiener Dominik Paris und Olympiasieger Franjo von Allmen (SUI) den Vortritt lassen. Dem Österreicher fehlten 60 Hundertstelsekunden auf die Bestzeit.

Didi Kühbauer, Peter Pacult und seit November Ismail Atalan: Das sind die Herrschaften, die diese Saison schon auf dem Trainerbankerl des WAC saßen. Und da es auf Wolfsberger Trainerstühlen nicht gut sitzen ist, könnte nach der Länderspielpause schon der vierte Coach Platz nehmen. Vor allem, wenn der Deutsche Atalan am Samstag (17 Uhr, Sky) zu Hause gegen Altach verliert.

Denn dann würden die Kärntner, die im Vorjahr Cupsieger waren und sogar bis zuletzt Chancen auf den Meistertitel hatten, wirklich im Abstiegsstrudel gefangen sein. „Das gehört zum Business dazu. Wenn ich in die Kabine gehe, fühle ich sehr viel Zuspruch“, meinte Atalan. „Ich gebe mein Bestes. Wenn das Beste nicht reicht, dann ist es so.“

Seit seiner Ankunft Mitte November als Nachfolger von Peter Pacult konnte Atalan nur einen Sieg feiern. Die Krise im Lavanttal ist auch jenseits des Arlbergs nicht unbemerkt geblieben. „Im Moment läuft es bei ihnen nicht, und das möchten wir für uns nutzen“, erklärte SCR-Trainer Ognjen Zaric, dessen Elf die ersten zwei Saisonduelle gewann (2:0, 3:1). 

Dass seine Kicker schon an Platz eins und das Europacup-Play-off denken, glaubt Zaric nicht. Man sei „sehr klar“ in der Zielsetzung, betonte der Tiroler. „Wenn wir jetzt beginnen, Träume zu schüren mit international und sonst was, dann heben wir ganz schön ab und vergessen, was die Realität ist.“ Diese besagt aber auch, dass der Klassenerhalt denkbar nahe ist.

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