Didi Kühbauer, Peter Pacult und seit November Ismail Atalan: Das sind die Herrschaften, die diese Saison schon auf dem Trainerbankerl des WAC saßen. Und da es auf Wolfsberger Trainerstühlen nicht gut sitzen ist, könnte nach der Länderspielpause schon der vierte Coach Platz nehmen. Vor allem, wenn der Deutsche Atalan am Samstag (17 Uhr, Sky) zu Hause gegen Altach verliert.
Denn dann würden die Kärntner, die im Vorjahr Cupsieger waren und sogar bis zuletzt Chancen auf den Meistertitel hatten, wirklich im Abstiegsstrudel gefangen sein. „Das gehört zum Business dazu. Wenn ich in die Kabine gehe, fühle ich sehr viel Zuspruch“, meinte Atalan. „Ich gebe mein Bestes. Wenn das Beste nicht reicht, dann ist es so.“
Seit seiner Ankunft Mitte November als Nachfolger von Peter Pacult konnte Atalan nur einen Sieg feiern. Die Krise im Lavanttal ist auch jenseits des Arlbergs nicht unbemerkt geblieben. „Im Moment läuft es bei ihnen nicht, und das möchten wir für uns nutzen“, erklärte SCR-Trainer Ognjen Zaric, dessen Elf die ersten zwei Saisonduelle gewann (2:0, 3:1).
Dass seine Kicker schon an Platz eins und das Europacup-Play-off denken, glaubt Zaric nicht. Man sei „sehr klar“ in der Zielsetzung, betonte der Tiroler. „Wenn wir jetzt beginnen, Träume zu schüren mit international und sonst was, dann heben wir ganz schön ab und vergessen, was die Realität ist.“ Diese besagt aber auch, dass der Klassenerhalt denkbar nahe ist.