Sport-News

Nicht nur bei Rapid kracht es. Seit dem Derby-Eklat am 15. Februar ist es in Fußball-Österreich zu einer auffälligen Häufung von Aufregern und Ausschreitungen mit Fans von diversen Vereinen gekommen.

Experten sprechen von einem generellen gesellschaftlichen Trend zur Verrohung.

Ein aktueller Überblick:

8. März: Rund 150 Austria-Fans stoppten auf dem Weg zum Ried-Spiel in Wels und agitierten vor dem Haus des ungeliebten Austria-Investors Jürgen Werner.

Neben Flugzetteln für Werners Nachbarn über den „selbstherrlichen Pücha“ gab es Geldscheine, die von den Fans mit einer Plastik-Pistole über die Mauer des Anwesens geschossen wurden.

Am 8. Februar ist Alexander Antonitsch 60 geworden. Der gebürtige Kärntner ist aber ähnlich jung geblieben wie das Turnier, dem er seit genau 15 Jahren vorsteht. Seit 1945 wird in Kitzbühel Turnier-Tennis gespielt. Große Namen prägten das Turnier, das seit 2015 wieder Generali Open heißt. Mit Thomas Muster (1993) und Dominic Thiem (2019) trugen sich auch zwei Österreicher in die Siegerliste ein, in der auch Namen wie Pete Sampras oder Guillermo Vilas (Rekordsieger mit vier Titeln) stehen. Im Doppel triumphierten der Tiroler Alexander Erler und Lucas Miedler drei Mal.

Der ÖFB bietet Teamchef Ralf Rangnick mit Unterstützung von vier Sponsoren für eine mögliche Vertragsverlängerung ein deutlich aufgebessertes Jahresgehalt von zwei Millionen Euro jährlich. Ein diesbezüglicher Bericht der „Salzburger Nachrichten“ deckt sich mit KURIER-Recherchen.

Angenommen hat der 67-jährige Deutsche das Angebot bisher noch nicht. Laut beiden Seiten seien noch Details zu klären. Diese seien aber nicht mehr finanzieller Natur. Für seinen 2022 unterschriebenen und durch die Teilnahmen an der EM 2024 und die WM 2026 bis nach dem Weltturnier im Sommer in Nordamerika automatisch verlängerten Vertrag soll Rangnick rund eine Million Euro jährlich erhalten.

Die Gespräche über eine angestrebte Verlängerung mit dem 67-jährigen Deutschen führt ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll. Der ÖFB ist bereit, das bisherige Gehalt von Rangnick selbst um 20 Prozent aufzubessern. Die nun angebotene Verdopplung soll aber hauptsächlich von den vier Sponsoren getragen werden: Raiffeisen, IMMOUnited,Uniqa sowie Sporteo mit Verhandlungspartner Hanno Egger, der bei der Wiener Austria der Investorengruppe WTF angehört und im Aufsichtsrat der Violetten sitzt.

ÖFB-Teamchef Rangnick würde finanziell damit zumindest ebenso gut gestellt sein wie der bisher bestverdienende ÖFB-Teamchef Marcel Koller bei dessen letztem Vertrag nach der EM 2016. 

Am Mittwoch (25. März) ist es soweit, Österreichs Tennissport ist um eine Magazin reicher. Das KURIER Tennis Magazin geht in seiner 11. Ausgabe neue Wege und wird erstmals allen KURIER Ausgaben beigelegt. 

Auf knapp 100 Seiten finden Sie alles um den Sport mit der gelben Filzkugel. Ein ausführliches Portrait von Österreichs Zukunftshoffnung Lilli Tagger und eine Anayse der Erfolge des KURIER Austria Davis Cup Team bilden den Hauptact eines sehr breitgefächerten Repertoires. Dazu werfen wir einen Blick auf Österreichs aufsteigende Frauenszene.

Ob man in Linz noch Manuela Maleeva kennt? Die Bulgarin war 1991 die erste Siegerin von Österreichs größtem Frauen-Turnier.

Seit damals hat sich viel getan in Oberösterreich. Das Turnier wechselte den Standort, den Termin. Im Vorjahr wurde, wie schon beim ersten Event vor mittlerweile 35 Jahren, Anfang des Jahres gespielt. Heuer verändert sich das Erscheinungsbild des Vorzeigeturniers von Peter-Michael Reichel und Turnierchefin Sandra Reichel, das seit 2024 WTA-500-Status innehat, noch einmal grundlegend.

Und noch etwas hat sich geändert: Es ist bei der 35. Auflage (2022 gab es aufgrund von Verschiebungen kein Turnier) die erstmalige Austragung des Turniers auf Sand. „Für uns ist das eine großartige Nachricht“, meinte Sandra Reichel, auch erfreut über den Termin in der Woche vor dem Stuttgarter 500er-Turnier. „Dies wird sich definitiv auf die Qualität des Spielerinnenfeldes auswirken.“

Noch im Vorjahr fand das Event unmittelbar nach den Australian Open statt, heuer ist es der Startschuss für die europäische Sandplatz-Saison. Positiv sieht die 54-jährige Welserin zudem, dass durch den Ostermontag ein wohl an Zuschauern starker Feiertag dazukommt: „Dazu werden wir für die Fans sicher auch noch die eine oder andere Oster-Überraschung bereithalten.“ Ihr Vater und Turniergründer Peter Michael Reichel ist ebenfalls happy mit den Neuerungen: „Es ist eine große Chance, den Tennisstandort Linz weiter zu stärken. Die Fans können sich auf absolutes Weltklasse-Sandplatztennis im Design Center, das erneut die Bühne für Österreichs größtes Frauensport-Event bietet, freuen.“

Weltstars in Linz

Wer kommt? Mit den Tschechinnen Barbora Krejcikova und Marketa Vondrousova, der Britin Emma Raducanu und der Lettin Jelena Ostapenko zumindest vier Grand-Slam-Siegerinnen. Die Russin Jekaterina Alexandrowa will ihren Titel verteidigen. Und natürlich werden auch die aufstrebenden „Heimspielerinnen“ wie Julia Grabher, Sinja Kraus und Lilli Tagger und auch Anastasia Potapowa zu bewundern sein. Sandra Reichel verspricht: „Dienstag, der 7. April wird ein Österreicherinnen-Tag“. Wohl auch mit Tagger.

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