Erstes Pflichtspiel, erster Sieg – die Austria darf sich über einen gelungenen Start in die Saison freuen. Im Hinspiel der zweiten Quali-Runde zur Conference League feierten die Veilchen in Lettland gegen Liepaja einen 2:0-Erfolg und verschafften sich eine sehr gute Ausgangslage für das Rückspiel in einer Woche in Wien.
Die Austria begann in Jurmala – der Rasen im Stadion von Liepaja war nach einem Rockkonzert nicht bespielbar – gefällig. Kapitän Fischer vergab per Kopf die erste Chance (11.). Dann bekamen die Gäste aber zu spüren, dass Liepaja ein sehr physisches Team ist. Und tatsächlich ließ sich die Austria ein wenig die Schneid abkaufen. Als Oloko den Ball im Strafraum nicht richtig erwischte, hatten die Veilchen Glück (19.), wenig später musste sich Keeper Sahin-Radlinger bei einem Distanzschuss der Hausherren erstmals strecken (21.).
Doch die Austria fand wieder besser die Partie, die sich jetzt ausgeglichen gestaltete. Bis sich Eggestein den Ball nach einer halben Stunde zum Freistoß zurechtlegte. Seine Flanke legte Fischer per Kopf zurück – und Wustinger traf sehenswert unter die Latte (31.). Für den 23-Jährigen war es das erste Tor für die Profis der Austria. „Ich hab einfach aus der Drehung draufgehaut“, analysierte er später.
Und es gibt wohl keinen, der ihm dieses Tor nicht gönnt. Wustinger feierte erst am Ende der vergangenen Saison sein Comeback – nach seinem dritten (!) Kreuzbandriss. 2022 und 2023 war jeweils das linke Knie betroffen, 2025 folgte das rechte. Mit einer starken Vorbereitung hat er es jetzt auf Anhieb in die Startelf geschafft. Und hat Trainer Helm das Vertrauen auch gleich zurückgezahlt.