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Nach drei Rennen ohne Olympia-Medaille steht ÖSV-Cheftrainer Marko Pfeifer vor einer ungewissen Zukunft bei den rot-weiß-roten Ski-Männern. "Jetzt fahren wir mal Olympia und die Saison fertig. Dann gibt es Vorgesetzte, die sich sicher eine Meinung bilden werden", sagte Pfeifer, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft. Er stehe hinter seiner Mannschaft und werde Verantwortung übernehmen, betonte der Kärntner. "Alle Läufer und Trainer machen zu hundert Prozent einen Megajob."

Den Rest müssten andere entscheiden, ergänzte Pfeifer am Samstag auf eine dementsprechende Nachfrage im Zielraum in Bormio, nachdem Stefan Brennsteiner im Riesentorlauf als bester Österreicher nur den achten Platz belegt hatte. "Im Riesentorlauf und im Super-G fahren wir eine superstarke Saison und gehen leer aus. Den Läufern kann ich nichts vorwerfen", sagte Pfeifer. 

Letzte Chance: Olympia-Slalom

Es gebe aber "schönere Sachen", als nach Erklärungen für die Leistungen zu suchen. "Letztendlich stehe ich vorne, das ist klar. Wir fahren noch einen Slalom und dann schauen wir weiter." Die Blick-Zeitung aus der Schweiz hatte am Samstag berichtet, dass Pfeifer von immer mehr ÖSV-Athleten hinter vorgehaltener Hand als "Fehlbesetzung" bezeichnet werde.

ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer kann die Störfeuer von Außen jedenfalls nicht nachvollziehen: "Die Verbandsspitze steht voll hinter Pfeifer."

Als Nicole Silveira im vierten Lauf des olympischen Skeletonbewerbs, in dem sich Janine Flock zur Olympiasiegerin kürte, im Ziel ankam, wartete nicht nur ihr brasilianisches Team auf sie. Die erste Gratulantin war ihre Ehefrau, Kim Meylemans, die wenige Minuten vor ihr ins Ziel kam. Tränen, Freude, Seligkeit.

Die Belgische Vizeweltmeisterin von 2024, Kim Meylemans, und die Brasilianerin Nicole Silveira, WM-Vierte von 2025, sind seit 1. August verheiratet. Die beiden Skeleton-Athletinnen traten am Valentinstag erstmals bei Olympischen Spielen als Eheleute an. Dem KURIER erzählten sie nach dem Rennen von ihrem Erlebnis.

Fabio Ingolitsch hat bei Sturm zu Jahresbeginn die Nachfolge von Jürgen Säumel angetreten, um den Meister wieder in die Spur zu bringen. Nach der dritten Niederlage steht man in Graz vor einem Rätsel. Das 0:3 bei Feyenoord war nicht unerwartet, die 0:1-Pleiten in Altach und bei der WSG Tirol waren sportliche Abstürze (wann fällt das erste Auswärtstor unter Ingolitsch?). Bei beiden Partien war nichts mehr vom Sturm-Gen der vergangenen Monate und Jahre übrig. 

"Es ist kein Geheimnis, dass wir immer noch Probleme haben. Die können wir nicht einfach wegzaubern", betont Ingolitsch.

Das Übel habe vor seiner Zeit den Anfang genommen. "Wenn es nicht irgendwelche Probleme gegeben hätte, hätte man nicht den Trainer tauschen müssen, wäre ich nicht da. Die Herausforderung ist groß, aber der stelle ich mich gerne", sagte der Ex-Altach-Trainer. 

Allerdings sei gesagt, dass sich Sturm im Herbst nach schlechten Spielen immer wieder fing. Sonst hätte man im Jänner keine Chance mehr auf die K.o.-Phase in der Europa League gehabt (wenn auch sehr geringe), zudem ist man im Cup noch dabei gewesen. Gegen BW Linz muss nächsten Sonntag ein Sieg her. 

Auf einem Parkplatz für die Olympischen Winterspiele in Italien ist eine Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Der Sprengkörper wurde in der Nähe des Austragungsorts für die Skisprung-Wettbewerbe in Predazzo gefunden, wie die Polizei mitteilte.

Normalerweise wird das Parkplatz-Gelände zur Lagerung von Holz genutzt. Die Handgranate sei von Experten entschärft worden. Für die öffentliche Sicherheit habe zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden, hieß es. Der Olympia-Parkplatz zwischen den Ortschaften Preddazo und Moena kann sowohl für Busse als auch für Pkw genutzt werden.

Rudolf Müllner ist Historiker und Sportwissenschafter an der Uni Wien. Gerade jähren sich zwei historische Sportereignisse, die dieses Land bewegt haben. Die Olympischen Winterspiele 1956 in Cortina und die Winterspiele 1976 in Innsbruck.

KURIER: Welche Bedeutung hatten die Winterspiele 1956 in Cortina für Österreich?

Rudolf Müllner: Das Setting dieser Spiele war besonders: Erstmals hat die UdSSR teilgenommen, es ist der beginnende Kalte Krieg. Die Bundesrepublik Deutschland startet mit einem gemeinsamen Team, obwohl es schon unterschiedliche Olympische Komitees gab. Und da dazwischen ist das „kleine neutrale“ Österreich, das zehn Jahre in Besatzungszonen aufgeteilt war. Im Gegensatz zu Deutschland durfte Österreich 1948 schon bei Olympia dabei sein, was ein Riesenerfolg war im Prozess der Nationswerdung. Nach dem Motto: Wir sind im Kanon der Großen dabei. Und dass Österreich 1956 im Medaillenspiegel hinter der Sowjetunion Zweiter wurde, war eine große Sensation.

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