Sport-News

Federica Brignone schließt nach dem sensationellen Gewinn von zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina nicht aus, dass sie am Ende dieser Saison ihre Karriere beenden könnte. Die Schmerzen, die sie nach ihrer schweren Knieverletzung im vergangenen April plagen, seien nach wie vor sehr stark, sagte die 35-jährige Italienerin im Interview mit der Sport-Tageszeitung "Gazzetta dello Sport". "Ich werde nie ganz genesen", sagte Brignone.

"Ich arbeite nicht für die nächste Saison, ich versuche einfach, den Moment zu genießen. Wenn es eine Qual sein muss, weil es mir zu schlecht geht, werden Sie mich nächstes Jahr wohl kaum sehen", so der Superstar.

 "Mit dieser Verletzung muss ich leben, auch wenn es nach und nach besser wird. Wenn ich morgens Ski fahre, hinke ich danach den ganzen Tag. Ich habe zehn Monate durchgehalten und bin bereit, das auch im nächsten Monat zu tun, solange es Fortschritte gibt. Denn sonst müsste ich ständig unter Entzündungshemmern stehen und könnte nicht normal gehen...", berichtete Brignone.

In Soldeu setzten die Frauen ihren Weltcup-Winter nach den Olympischen Spielen fort. In der ersten Abfahrt nach der Verletzung von Lindsey Vonn, die uns fast täglich mit News am Laufenden hält und im Abfahrts-Weltcup drei Rennen vor dem Ende noch immer führt, gab es einen fast sentimentalen Sieg der Schweizerin Corinne Suter, die erstmals nach vier Jahren wieder eine Weltcup-Abfahrt für sich entscheiden konnte. 

Sehr stark präsentierte sich auch Nina Ortlieb, die am Ende nur elf Hundertstel Rückstand auf Suter hatte und damit ihren ersten Weltcup-Sieg in der Abfahrt nur knapp verpasste. Bisher gewann die 29-Jährige, die bei der Olympia-Abfahrt nicht ins Ziel kam, nur zweimal im Super-G.  „In Summe habe ich eine wirklich gute Fahrt gemacht und viel Engagement gezeigt. Im oberen Bereich war ich einmal tief von der Linie, da habe ich die entscheidende Zeit verloren. Aber dennoch darf ich zufrieden sein“, sagte die 29-Jährige, die im Abschlusstraining mit einer überlegenen Bestzeit aufgezeigt hatte. 

„Einfach leer“ war Cornelia Hütter nach eigenen Angaben, als sie in ihrem letzten Olympiarennen am 12. Februar durchs Ziel gefahren war. Der Super-G bescherte ihr die Bronzemedaille und eine große Feier – danach war Cornelia Hütter krank. Eine Woche war die 33-Jährige im Bett.

Ihre Energie sei „eher bei null“, sagt die Steirerin, die Grundspannung sei „nicht so da“. „Aber wegen ein paar Bazillen gebe ich nicht auf.“ Sie habe im Training heute bereits eine Steigerung gemerkt und sei zuversichtlich.

Die Jagd um die Abfahrtskugel ist nach dem Saisonende der verletzten US-Amerikanerin Lindsey Vonn neu eröffnet. 400 Punkte hat Vonn auf dem Konto, dahinter folgen die Deutschen Emma Aicher (256) und Kira Weidle-Winkelmann (232), die Italienerinnen Laura Pirovano (207), Nicol Delago (180) und Sofia Goggia (180), sowie Hütter (179) und US-Olympiasiegerin Breezy Johnson (178).

„Das war geil!“ Johannes Lamparter war über seinen Jungfernsprung auf der Schanze von Bad Mitterndorf höchst enthusiasmiert. Als er nach einem Flug durch den Nebel bei 232 Metern aufsetzte, ging seine Hand mit gestrecktem Zeigefinger in die Höhe – und wollte gar nicht mehr runter.

Heute, Freitag (9.45 bzw. 16 Uhr / live ORF 1) messen sich die Kombinierer erstmals im Weltcup auf der Skiflugschanze. Es ist eine Weltpremiere, die unter anderem dabei helfen soll, die Attraktivität der Nordischen Kombination hochzuhalten. „Das Kribbeln ist im ganzen Team spürbar“, sagte Stefan Rettenegger. „Die Vorfreude wurde noch größer, als wir mit den Springern über die Schanze geredet haben“, erzählt Lamparter.

Seit die Neuerung im Herbst 2024 angekündigt worden war, stieg die Freude darüber: „Athleten und Betreuer sind seit der Ankündigung froh, endlich diesen Schritt gehen zu können“, sagt Cheftrainer Christoph Bieler. Die Freude sei groß, „dass auch wir unseren Sport auf Skiflugschanzen präsentieren können“.

Die Ausgangsposition für Roter Stern war eigentlich famos. Die Belgrader gewannen das Hinspiel bei Lille mit 1:0. Und dennoch endete die Reise in der Europa League für den Klub von Marko Arnautovic. 

Roter Stern musste sich nach Verlängerung mit 0:2 geschlagen geben. Lille-Routinier Olivier Giroud (39) brachte die Franzosen schon nach vier Minuten in Führung. Arnautovic kam zur Pause und brachte frischen Wind in die Partie, der ÖFB-Teamspieler hatte auch einige Chancen. Doch die Entscheidung folgte in der Verlängerung, in der 99. Minute traf Nathan Ngoy.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.