Ohne Lindsey Vonn werden die Karten im Weltcup neu gemischt
„Einfach leer“ war Cornelia Hütter nach eigenen Angaben, als sie in ihrem letzten Olympiarennen am 12. Februar durchs Ziel gefahren war. Der Super-G bescherte ihr die Bronzemedaille und eine große Feier – danach war Cornelia Hütter krank. Eine Woche war die 33-Jährige im Bett.
Ihre Energie sei „eher bei null“, sagt die Steirerin, die Grundspannung sei „nicht so da“. „Aber wegen ein paar Bazillen gebe ich nicht auf.“ Sie habe im Training heute bereits eine Steigerung gemerkt und sei zuversichtlich.
Die Jagd um die Abfahrtskugel ist nach dem Saisonende der verletzten US-Amerikanerin Lindsey Vonn neu eröffnet. 400 Punkte hat Vonn auf dem Konto, dahinter folgen die Deutschen Emma Aicher (256) und Kira Weidle-Winkelmann (232), die Italienerinnen Laura Pirovano (207), Nicol Delago (180) und Sofia Goggia (180), sowie Hütter (179) und US-Olympiasiegerin Breezy Johnson (178).
Rädler im Olympia-Flow
Mit der Abfahrt am heutigen Freitag (10.55 Uhr/live ORF 1) und zwei Super-G am Wochenende macht Soldeu den Auftakt für den Weltcup-Endspurt. Bei frühlingshaften Temperaturen wartet eine perfekt präparierte Piste mit anspruchsvollen Wellen und Sprüngen.
Gut zurecht kamen in den Trainings die Vorarlbergerinnen Nina Ortlieb und Ariane Rädler. Olympiasiegerin Rädler hofft, „den Flow von Olympia mitnehmen zu können“. „Ein Podium ist immer das Ziel, ich will es so angehen wie in Cortina, locker bleiben und mich auf mich konzentrieren“, sagte die Teamkombi-Goldene.
Trainingsschnellste Ortlieb
Nina Ortlieb, die von den Olympischen Spielen ohne Erfolgserlebnis heimfuhr, erzielte im Abschlusstraining in Soldeu am Donnerstag Bestzeit. Sie sei großteils mit der Leistung zufrieden. „Ich mag es hier total gern. Die Piste ist hervorragend, da merkt man nichts von den warmen Temperaturen. Hier kommt Frühjahrsfeeling auf, es macht allen Spaß, hier zu sein.“ Ortlieb hatte 0,76 Sek. Vorsprung auf die Schweizerin Corinne Suter und 0,82 auf die Italienerin Sofia Goggia.
Nach einem Sturz im Super-G-Training am Sonntag spürt ÖSV-Kollegin Mirjam Puchner derzeit den ganzen Körper. „Ich habe alles durchchecken lassen und probiere, den Sturz auszublenden.“ Da sie selten stürze, beschäftige es sie mehr.
Auch Hütter hat schlechte Erinnerungen zu verdauen. 2019 hatte sie in Soldeu eine Knieverletzung erlitten. Sie wolle aber positiv bleiben: „So gut wie heuer habe ich es hier noch nie gesehen. Es macht Spaß. Auch wenn es zum Kämpfen wird. Ich habe schon gezeigt, dass ich das kann.“
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