Sport-News

Mercedes hat zum Auftakt der neuen Regelära in der Formel 1 einen souveränen Doppelsieg eingefahren. WM-Favorit George Russell setzte sich am Sonntag im Grand Prix von Australien in Melbourne vor seinem Teamkollegen Kimi Antonelli durch. Zweite Kraft waren die Ferraris von Charles Leclerc und Lewis Hamilton auf den Plätzen drei und vier. Weltmeister Lando Norris wurde im McLaren Fünfter, Red-Bull-Star Max Verstappen fuhr von Startplatz 20 auf sechs nach vorne.

Eine riesige Enttäuschung erlebte Oscar Piastri. Der Lokalmatador verlor bereits auf dem Weg zur Startaufstellung die Kontrolle über seinen McLaren und krachte wie am Vortag im Qualifying Verstappen in die Streckenbegrenzung. An einen Rennstart war nicht zu denken, die mehr als 100.000 Fans an der Strecke mussten ohne ihren Liebling auskommen. "In dem Moment, als ich gecrasht bin, hatte ich mehr Leistung, als ich erwartet hatte", erklärte der WM-Dritte des Vorjahres. "Das ist natürlich eine Enttäuschung, es schmerzt sehr."

Blitzstart und fragwürdige Strategie bei Ferrari

Ferrari zeigte den erwarteten Blitzstart. Leclerc übernahm von Startplatz vier aus die Führung, lieferte sich danach über einige Runden ein Duell mit Pole-Position-Mann Russell. Beide Piloten setzten die zusätzliche Elektroleistung durch die neuen Antriebsstränge offensichtlich an unterschiedlichen Streckenabschnitten ein, das hatte zahlreiche Führungswechsel zur Folge. Auch Hamilton griff kurz in den Kampf ein.

Der endete, als der Red Bull von Isack Hadjar in dessen erstem Rennen als Verstappen-Teamkollege in der elften Runde den Geist aufgab. Russell und Antonelli nutzten das folgende Virtual Safety Car zum Reifenwechsel, Ferrari ließ überraschend beide Piloten auf der Strecke. "Wenigstens einer von uns hätte reinkommen sollen", kritisierte Hamilton am Funk.

Für Lilli Tagger ist der erste Auftritt bei einem WTA1000-Turnier in der zweiten Runde zu Ende gegangen. Die ehemalige Top-Drei-Spielerin Maria Sakkari setzte sich in Indian Wells gegen Österreichs Tennis-Hoffnungsträgerin 7:5,6:0 durch. Tagger zeigte vor allem im ersten Satz, dass sie mit der nunmehrigen Weltranglisten-34. mithalten kann. Die 18-Jährige durfte in Kalifornien dank einer Wildcard im Hauptbewerb starten.

Die Osttirolerin vergab am Ende ihre insgesamt sechs Breakchancen. Sakkari legte in diesen Situationen immer zu, agierte nervenstark und druckvoll. Die Griechin nahm ihrer Gegnerin im ersten Satz den Aufschlag zum 7:5 ab.

Lilli Tagger scheiterte an Maria Sakkari

Im zweiten Satz holte sich die 30-Jährige rasch das Break zum 2:0. Tagger hatte unmittelbar danach zwei Möglichkeiten zum Rebreak, wieder ließ Sakkari dies mit starken Bällen nicht zu.

Trotz Gegenwehr musste Tagger noch zwei weitere Aufschlagspiele abgeben, Sakkari gewann acht Spiele in Folge. Die in Indian Wells als Nummer 32 gesetzte Griechin verwertete nach 1:35 Stunden ihren ersten Matchball.

Erstes Saisonrennen, erster Sieg für Tadej Pogacar. Der Weltmeister aus Slowenien gewann in eindrucksvoller Manier zum vierten Mal den Schotterpisten-Klassiker Strade Bianche rund um Siena in der Toskana. 79 Kilometer vor dem Ziel in Siena setzte Pogacar die entscheidende Attacke. 

Der unter anderem von Felix Großschartner unterstützte Pogacar triumphierte nach 203 km und 3.600 Höhenmetern in Siena. 2022 hatte er das Rennen erstmals für sich entschieden. Insgesamt war es für den viermaligen Tour-de-France-Champion der 109. Erfolg seiner Karriere.

Pogacars große Ziele 

Der Siegeshunger des erst 27-Jährigen bleibt groß. Bis zum Ende seiner Karriere will er alle großen Rennen gewonnen haben. Zwei davon stehen unmittelbar bevor. Mailand–Sanremo (21. März) hat Pogacar bisher ebenso wenig gewonnen wie den Klassiker Paris-Roubaix (12. April).

Österreich und viele andere Länder hatten am Freitagabend die paralympische Eröffnungsfeier in Verona boykottiert, um gegen die Teilnahme Russlands unter eigener Flagge zu protestieren und ein „deutliches Signal“ für die Solidarität mit der Ukraine zu senden.

Ein sportliches Signal setzten dann tags darauf allerdings auch die russischen Athleten. Varvara Voronchikhina und Alexej Bugaew fuhren im Stehend-Bewerb der Frauen und Männer jeweils zu Bronze. Es waren die ersten paralympischen Medaillen seit 12 Jahren, damals fungierte Sotschi als Gastgeber der Winterspiele 2014.

Das WM-Qualifikationsspiel des österreichischen Frauen-Fußball-Nationalteams in Slowenien am Samstag ist kurzfristig um zwei Stunden vorverlegt worden. Wie der ÖFB mitteilte, wird das zweite Spiel der Gruppe A4 in Koper wegen des zu erwartenden sehr starken Nebels am Abend nun bereits um 17.00 Uhr (live ORF Sport +) statt wie geplant um 19.00 Uhr stattfinden. Das erste Gruppenspiel hatte die ÖFB-Auswahl gegen Norwegen mit 0:1 verloren.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.