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Das war so nicht unbedingt zu erwarten. Die Austria ist nach dem Fehlstart in die Liga (0:3 gegen den WAC) doch etwas angeschlagen nach Rumänien zum Hinspiel in der Conference League gegen Beitar Jerusalem gereist. Dort ging es ebenfalls nicht gut los. Doch die jungen Veilchen drehten die Partie, siegten 2:1 und dürfen vom Aufstieg ins Play-off träumen. Getroffen haben zwei Youngsters, beide sehenswert. Vasilije Markovic (18) besorgte den Ausgleich, Sanel Saljic (20) fixierte den Sieg.

„Wir wollten unbedingt eine Reaktion zeigen nach dem 0:3 gegen den WAC“, sagte Manfred Fischer. Der Kapitän bestritt gegen Beitar sein 200. Spiel für die Austria - und das an seinem 31. Geburtstag. „Erste Halbzeit war nicht so gut, aber 2. Halbzeit haben wir gesehen, dass es geht.“ Aber warum kam die Austria wie ausgewechselt aus der Kabine, zeigte nach der Pause ein ganz anderes Gesicht? Ein Grund war sicher die Umstellung auf eine Viererkette.

Mit zwei Pflichtspielsiegen im Gepäck startete Salzburg in das erste internationale Kräftemessen der Saison. Am Donnerstagabend empfingen die Bullen in der dritten Quali-Runde zur Europa League Pafos und wollten sich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel verschaffen. Die Zyprioten gelten traditionell als besonders stark auf heimischen Boden. Am Ende setzte sich Salzburg spät mit 1:0 durch.

Lange Regenpause

Der Start fiel dabei im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Bei sintflutartigem Regen betraten beide Mannschaften den Rasen, schnell wurde deutlich, dass an ein reguläres Fußballspiel unter diesen Bedingungen kaum zu denken war.

15 Minuten wurden gespielt, bis der polnische Schiedsrichter Sylwestrzak die Partie schlussendlich unterbrach. Drei Platzbegehungen der Unparteiischen später fiel die Entscheidung, das Spiel doch noch fortzusetzen. Um 21.15 Uhr – fast auf die Minute genau zwei Stunden nach Beginn der Unterbrechung – rollte der Ball schließlich wieder.

Präzision fehlte bei Salzburg

Die Salzburger knüpften nahtlos an ihre Leistung vor der Regenpause an. Bereits nach zehn Minuten segelte ein Weitschuss von Diakite nur knapp am Kreuzeck vorbei. Nach Wiederbeginn prüfte Baidoo, der nach seinem Wechsel-Theater in die Startelf zurückkehrte, den Torhüter der Zyprioten (16.).

Rapid gewinnt auch das fünfte Pflichtspiel der Saison. Die Pflicht in Estland wurde spät aber doch erfüllt: Im Nationalstadion von Tallinn siegten die Hütteldorfer gegen Paide im Hinspiel der dritten Quali-Runde zur Conference League mit 4:1.

Entscheidend waren drei Joker-Tore in der Rapid-Viertelstunde.

Der Aufstieg ist damit de facto erledigt – so wie für Benfica in der Europa League: Nach der 1:6-Pleite in Lissabon werden die Hearts der Play-off-Gegner von Rapid um die Ligaphase der Conference League werden.

„Das war ein sehr kontrollierter, hochprofessioneller Auftritt: Wir wussten, dass wir sie müde spielen können, dann richtig viel Qualität von der Bank bringen –  das Ergebnis ist perfekt“, jubelt Sportchef Markus Katzer.

Sechs Umstellungen bei Rapid

Trainer Johannes Hoff Thorup hatte auf sechs Umstellungen und eine sehr offensive Aufstellung gesetzt. In einem 4-1-4-1 mit Matthias Seidl vor der Abwehr starteten mit Louis Schaub, Tobias Gulliksen und Marco Tilio noch drei weitere Spielmachertypen.

Bei den grün-weißen Dressen fiel ein Trauerflor auf: Ein Fan war bei der Anreise nach einem allergischen Schock verstorben, die Wiener fragten bei der UEFA kurzfristig an, um mit Armbinde einlaufen zu dürfen.

Am Flügel hatte Niki Wurmbrand den ersten Angriff, ein Handspiel bei der Flanke sah der VAR. Es gab Elfmeter und diesen verwertete Bendeguz Bolla souverän nach nur fünf Minuten.

Die Austria steigerte sich nach der Pause und feierte gegen Beitar Jerusalem einen 2:1-Auswärtssieg.

Damit verschafften sich die Veilchen in Rumänien eine gute Ausgangsposition fürs Rückspiel nächsten Donnerstag in Wien. Das Play-off ist in Reichweite.

Austria-Trainer Helm rotierte nach dem 0:3-Liga-Fehlstart gegen den WAC. Jugend war Trumpf in seiner Startelf – teilweise auch notgedrungen. Eggestein war mit Adduktoren-Problemen zu Hause geblieben, Dragovic begann auf der Bank. Im zentralen Mittelfeld sollten zwei 18-Jährige für mehr Stabilität sorgen – Maybach und Markovic wirkten ob der großen Aufgabe zunächst jedoch teilweise etwas überfordert.

Die erste Großchance des Spiels hatte ein alter Bekannter. Shon Weissman, das weiß man schon, kickte einst erfolgreich beim WAC, zuletzt auch bei BW Linz. Hier scheiterte er jedoch an Keeper Sahin-Radlinger (9.).

Auf der anderen Seite umkurvte Hettwer den Keeper, traf aber das Tor nicht (10.). Es sollte für längere Zeit die letzte Offensiv-Aktion der Gäste gewesen sein.

Radprofi Felix Gall hat am Donnerstag die dritte Etappe der Burgos-Rundfahrt gewonnen und die Gesamtführung übernommen. Der Osttiroler setzte sich nach 178 km von Merindad de Montija zum Balneario de Corconte (178 km) elf Sekunden vor den Italienern Giulio Ciccone (Lidl) und Giulio Pellizzari (Red Bull) sowie dem bisherigen Spitzenreiter Oscar Onley (Netcompany) durch. Der Decathlon-Kapitän feierte seinen ersten Sieg seit dem Königsetappenerfolg bei der Tour de France 2023.

Heuer war Gall unter anderem bei mehreren Etappen des Giro d'Italia als Zweiter knapp an seinem insgesamt dritten Profi-Sieg dran gewesen. Bei der Rundfahrt der zweithöchsten ProSeries-Kategorie in Nordspanien klappte es nun endlich. Der Kletterspezialist setzte sich im letzten langen Anstieg zum Puerto del Escudo von allen Rivalen ab und verteidigte seinen Vorsprung in der kurzen Abfahrt bis ins Ziel. „Ich gewinne nicht sehr oft, es ist erst mein dritter Profisieg. Ich hoffe, dass ich das Führungstrikot behalten kann, weil das das Ziel ist, aber zuallererst bin ich einfach nur glücklich über den Sieg“, sagte Gall.

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