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Die Anzeichen für ein Comeback von Tennis-Legende Serena Williams verdichten sich. Die mittlerweile 44-jährige US-Amerikanerin hatte sich schon im Vorjahr wieder in den Anti-Doping-Testpool aufnehmen lassen, seit Sonntag gilt sie offiziell nicht mehr als zurückgetretene Spielerin. Nun ist auch ihr früherer Coach Rick Macci sicher, dass die 23-fache Major-Siegerin für ein Comeback trainiert. Williams selbst hatte zuletzt sehr ausweichend auf die Gerüchte reagiert.

Williams trainiert mit Männern

In der NBC-Sendung "Today Show" im Vormonat wirkte sie auf die Frage verunsichert und geriet für ihre Verhältnisse fast ins Stottern. Macci, der Serena und Schwester Venus Anfang der 1990er-Jahre trainiert hatte, ist sich sicher, dass Williams zurückkehren will. "Sie trainiert mit vielen Sparringspartnern - Männern", sagte er in einem Interview mit der Sportzeitung L'Equipe. "Sie hat auch schon mit Alycia Parks, einer guten Freundin von ihr aus Südflorida, gespielt. Deshalb habe ich keinen Zweifel an ihrem Comeback." Zunächst habe er gedacht, sie wolle vielleicht mit Venus Doppel spielen. "Aber wir reden hier nicht nur über Doppel. Sie gibt alles. Wenn sie nicht glauben würde, dass sie mit den Besten mithalten könnte und auch Matches gewinnen kann, würde sie es nicht tun."

Williams hat ihren bis dato letzten Grand-Slam-Einzeltitel 2017 gewonnen und ist seit den US Open 2022 nicht mehr angetreten.

Es war schon ein mutiger Schritt von Salzburgs Sportchef Marcus Mann, so kurz vor dem Gipfeltreffen beim LASK den Trainer auszuwechseln. Und dann mit Daniel Beichler auch noch einen auf die Bank zu setzen, der noch nie in der Bundeliga gecoacht hat. Nach dem 5:1-Erfolg kann man sagen: Alles richtig gemacht, Herr Mann. "Auf die Schulter klopfen muss mir aber keiner", sagte der Deutsche, "wir sind froh, dass wir gewonnen haben." Aber war das auch die ersehnte Wende nach Jahren, die von Enttäuschungen und Missverständnissen geprägt waren in Salzburg?

"Wichtig ist, dass wir unabhängig vom Ergebnis heute eine gute Leistung gezeigt haben. Man sieht, was mit der richtigen Energie einfach möglich ist", gab Keeper Alexander Schlager zu Protokoll. Wichtig sei, "dass wir ruhig bleiben und weitermachen". Und genau darum wird es gehen. Punktuell hat es auch unter Beichlers Vorgänger Thomas Letsch starke Auftritte gegeben. Wie zum Beispiel im Jänner in der Europa League gegen Basel (3:1) und auch gegen Aston Villa (2:3). Es geht um Konstanz.

Der Finaltag des ATP-500-Turniers in Rio de Janeiro wird den Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben, speziell dem Argentinier  Tomas Martin Etcheverry.  Weil der Regen am Samstag die Halbfinalspiele unmöglich machte, wurden diese erst am Sonntag ausgetragen.

Etcheverry drehte seine Partie im Halbfinale gegen den Tschechen Vit Kopriva nach verlorenem ersten Durchgang und stand dafür knapp drei Stunden auf dem Platz. Sein Finalgegner Alejandro Tabilo aus Chile brauchte für den Zweisatz-Erfolg gegen den Peruaner Ignacio Buse bloß 72 Minuten und ging halbwegs fit ins Endspiel.

Fast sechs Stunden auf dem Platz

Etcheverry machte es dann auch im Finale gegen Tabilo ähnlich spannend. Der 26-Jährige lag nach verlorenem ersten Satz auch im zweiten Durchgang bereits 1:3 zurück. Dann startete er erneut seine Aufholjagd. Mit drei Games in Folge legte er den Grundstein für den Satzausgleich und siegte letztlich nach fast drei Stunden auch im Finale 3:6, 7:6 (3), 6:4.

Somit stand der Argentinier am Sonntag fast sechs Stunden auf dem Center Court. Aber das nur noch sehr müde. Nach dem verwandelten Matchball sackte er in sich zusammen und feierte erst einmal im Liegen auf dem roten Sand. Danach gab es eine verdiente Sektdusche.

Der Titel im Doppel ging an die brasilianischen Lokalmatadoren Joao Fonseca und Marcelo Melo gegen Constantin Frantzen/Robin Haase.

Alcaraz siegte in Doha

In Doha feierte Carlos Alcaraz seinen zweiten Turniersieg 2026. Nach seinem erstmaligen Triumph bei den Australian Open setzte er sich auch beim ATP500-Event in in den Emiraten durch, im Finale gegen den Franzosen Arthur Fils siegte er in nur 51 Minuten mit 6:2, 6:1. Alcaraz hatte nur im Viertelfinale gegen den Russen Karen Chatschanow einen Satz abgegeben. „Das war ein wirklich starker Start ins Jahr“, meinte der Spanier. „Aber ich musste mental stark sein.“ 

Seit Sonntag Abend sind auch die 25. Olympischen Winterspiele Geschichte. Spektakulär und farbenfroh, mit großem Aufwand, wunderschönen Bildern und Klängen endete das Großereignis in Italien, wie es vor etwas mehr als zwei Wochen begonnen hatte. 

In der antiken Arena di Verona, in der einst Gladiatorenkämpfe stattfanden und wo im Normalfall Opernliebhaber auf ihre Kosten kommen, gaben auch noch einmal die Athleten den Ton an. 

Die erste Niederlage mussten die Kanadier schon vor dem Endspiel in der Milano Santagiulia Ice Hockey Arena einstecken. Superstar Sidney Crosby, der große Anführer dieses Teams, fiel aus. Die Verletzung des 38-Jährigen aus dem Viertelfinale gegen Tschechien dürfte doch schlimmer sein als ursprünglich erhofft. Mit Crosby hatten die Kanadier 2010 und 2014 jeweils Olympia-Gold geholt. 

Ohne Trump

Gefreut hätte sich jedenfalls Donald Trump. Der US-Präsident hatte die angekündigte Reise nach Mailand und zur Schlussfeier nach Verona doch nicht angetreten. Er hätte einen der größten US-Triumphe im Eishockey miterlebt.  

USA ist erstmals seit 1980 wieder Olympiasieger. Damals ging der Erfolg einer reinen College-Mannschaft bei den Spielen in Lake Placid u. a. gegen die schier unbesiegbaren Sowjets  als „Miracle on Ice“ in die Sportgeschichte ein.

2026 war es weniger ein  Wunder, aber zumindest dennoch eine Überraschung. Denn die Kanadier galten als der Favorit auf die letzte Goldmedaille dieser Winterspiele. Sie stellten mit Connor McDavid und Nathan MacKinnon die Nummern eins und zwei der aktuellen Scorerwertung der NHL. Und sie waren in allen Teilen der Mannschaft mit Siegertypen besetzt.

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