Salzburgs Traumstart soll nicht zum Träumen verleiten

Salzburg setzte mit dem 5:1-Sieg beim LASK ein Statement. Die Wende war das allerdings noch nicht.
Salzburg-Keeper Alexander Schlager

Es war schon ein mutiger Schritt von Salzburgs Sportchef Marcus Mann, so kurz vor dem Gipfeltreffen beim LASK den Trainer auszuwechseln. Und dann mit Daniel Beichler auch noch einen auf die Bank zu setzen, der noch nie in der Bundeliga gecoacht hat. Nach dem 5:1-Erfolg kann man sagen: Alles richtig gemacht, Herr Mann. "Auf die Schulter klopfen muss mir aber keiner", sagte der Deutsche, "wir sind froh, dass wir gewonnen haben." Aber war das auch die ersehnte Wende nach Jahren, die von Enttäuschungen und Missverständnissen geprägt waren in Salzburg?

"Wichtig ist, dass wir unabhängig vom Ergebnis heute eine gute Leistung gezeigt haben. Man sieht, was mit der richtigen Energie einfach möglich ist", gab Keeper Alexander Schlager zu Protokoll. Wichtig sei, "dass wir ruhig bleiben und weitermachen". Und genau darum wird es gehen. Punktuell hat es auch unter Beichlers Vorgänger Thomas Letsch starke Auftritte gegeben. Wie zum Beispiel im Jänner in der Europa League gegen Basel (3:1) und auch gegen Aston Villa (2:3). Es geht um Konstanz.

Das weiß auch Kapitän Mads Bidstrup. "Fußball ist wirklich crazy. Fußball ist wirklich so, dass eine Woche alles schlecht ist, und dann wieder alles gut. Ich will nicht sagen, dass wir zurück sind." Zumindest noch nicht. Für Linksverteidiger Frans Krätzig war die Energie der entscheidende Faktor für den klaren Erfolg: "Wir haben Energie auf dem Platz gelassen und waren effizient. Man kann es als Statement sehen, aber wir nehmen es natürlich mit als klaren Dreier.“ Nicht mehr und nicht weniger.

Salzburg-Trainer Daniel Beichler

Salzburg-Trainer Daniel Beichler

Beichler war natürlich sehr zufrieden mit seinem Debüt: "Die Jungs haben es echt gut gemacht. Von dem her freue ich mich für die Spieler." Was er ihnen mit seinem Trainerteam in der kurzen Zeit mit auf den Weg gegeben hat? "Schlussendlich haben wir den Jungs mitgegeben, was die klaren Erwartungshaltungen auf und außerhalb des Platzes sind." Vom System her dürfte es unter Beichler eher Richtung 4-3-3 gehen. Abheben braucht nach dem eindrucksvollen Auftritt aber keiner. "Es geht darum nicht zu träumen, sondern die Qualität sichtbar zu machen."

Der 37-Jährige bleibt kritisch: "Ich maximal überzeugt von der Qualität dieser Mannschaft. Aber trotz des 5:1 sind auch Dinge sichtbar geworden, wo wir den Hebel ansetzen müssen. Wir haben so viele Bereiche, wo wir besser werden können.“ Kapitän Bidstrup blickt jedenfalls optimistisch in die Zukunft mit Trainer Beichler: "Wir haben jetzt nur drei Tage zusammengearbeitet. Es hat wirklich gut funktioniert, ich bin stolz auf die Mannschaft. Es sieht gut aus.

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