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Jannik Sinner stand kurz davor, das Finale des ATP-Masters in Rom zu erreichen, ehe starker Regen in der italienischen Hauptstadt für eine Unterbrechung sorgte. Sein Halbfinale gegen Daniil Medvedev wurde beim Spielstand von 6:2, 5:7 und 4:2 zunächst pausiert und später auf den Samstag verschoben.

Dann soll die Begegnung fortgesetzt werden. Der Gewinner trifft im Finale am Sonntag auf Casper Ruud, der den Italiener Luciano Darderi klar mit 6:1 und 6:1 besiegte.

Manuel Neuer hat auch mit 40 Jahren noch nicht genug vom Profi-Fußball. Der Langzeit-Torhüter und Kapitän hat seinen auslaufenden Vertrag bei Bayern München um ein weiteres Jahr bis Sommer 2027 verlängert, gab der deutsche Meister am Freitag bekannt.

Zuletzt hatten sich die Anzeichen bereits verdichtet, dass Neuer sein Karriereende weiter verschieben werde. Aus der deutschen Nationalmannschaft ist der Clubkollege von ÖFB-Legionär Konrad Laimer bereits 2024 zurückgetreten.

Neuer wechselte 2011 von seinem Heimatverein Schalke 04 zu den Bayern und bestritt seither fast 600 Pflichtspiele für den Rekordmeister. In seiner aktuell 15. Saison in München hat er zum 13. Mal den Meistertitel eingefahren. Zudem winkt am 23. Mai in Berlin im Finale gegen Titelverteidiger VfB Stuttgart der Gewinn des DFB-Pokals. Die Champions League hat Neuer mit den Bayern bisher zweimal erobert (2013 und 2020). Der 22-jährige Keeper Jonas Urbig muss vorerst weiter auf den Aufstieg zur Nummer eins warten.

Die siebente Etappe des Giro d’Italia von Formia zum Blockhaus über 244 Kilometer und mit 4.467 Höhenmeter war eine Woche nach dem Auftakt in Bulgarien so etwas wie der zweite Startschuss der Italien-Rundfahrt. 

„Jetzt kommen die Karten auf den Tisch. Nach dieser Etappe wird man sehen, wie gut jeder drauf ist“, hatte Felix Gall vor der ersten Bergankunft gemeint.

Gigant der Abruzzen

„Gigant der Abruzzen“ wird der Monte Blockhaus auch genannt, der 13 Kilometer lange Anstieg zählt zu den schwierigsten Bergwertungen bei diesem Giro. Wenn’s dann auch noch stürmt wie am Freitag, dann wird die 40-minütige Auffahrt zur echten Tortur.

Als Elina Switolina 2017 und 2018 in Rom den Siegerscheck in Empfang nehmen durfte, wurde das Millionenturnier noch als „WTA Premier 5“ geführt. Seit die Spielerinnengemeinschaft die WTA-1.000-Serie einführte (2021), gewann die Ukrainerin noch kein Turnier dieser Kategorie.

Aber angeblich führen auch im Tennis viele Wege nach Rom, ausgerechnet im Foro Italico könnte die nunmehr 31-Jährige zuschlagen. Nach einem 6:4, 2:6 und 6:2 gegen die Polin Iga Swiatek steht sie im Endspiel, in dem am Samstag US-Star Coco Gauff wartet (17 Uhr, Sky).

 In den vergangenen Jahren sorgte Switolina, die heuer im Halbfinale der Australian Open stand und vor Jahren schon bei Günter Bresnik trainierte, eher abseits der Courts für Aufmerksamkeit. 2021 heiratete sie den französischen Tennis-Zauberer Gael Monfils, der gerade seine Abschiedstour gibt, 2022 wurde das Paar Eltern eines Mädchens.

American Football in Europa startet dieses Wochenende in eine neue Ordnung: Die European Football Alliance (EFA) beginnt mit ihrer Debütsaison, eine Woche später fliegt auch in der konkurrierenden League Europe (AFLE) erstmals das Leder-Ei. Mittendrin sind die heimischen Aushängeschilder Raiders Tirol und Vienna Vikings, aber getrennt statt gemeinsam. Die Raiders reisen am Sonntag (16.00 Uhr) in der EFA zu den Munich Ravens. Die Wiener hingegen sind in der AFLE engagiert.

„Wir sind froh, dass die Saison endlich losgeht, nachdem ja sehr viele Turbulenzen waren in den letzten Monaten“, sagte Raiders-Geschäftsführer Markus Wieser. Damit meinte der Sportmanager den finanziellen Kollaps der European League of Football (ELF), von der sich einige Klubs wie die Vikings nach der letzten Saison frühzeitig losgesagt hatten und in dessen Folge sich zwei Lager bildeten. Das Ergebnis sind nun zwei Meisterschaften: In der EFA kämpfen sechs Teams um eine Trophäe, Fans und Reichweite - in der AFLE sind es acht.

„Unterschiedliche Strategien, unterschiedliche Ziele, unterschiedliche Systeme“, nannte Vikings-General-Manager Max Paatz die Gründe für die Spaltung. „Die EFA ist eine komplett von den Teams verwaltete und finanzierte Liga. Wir hingegen haben wieder einen Liga-Investor und ein zentrales Liga-Management. Es sind völlig unterschiedliche Ansätze, beide sind zu respektieren“, erklärte der Deutsche.

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