Sport-News

US-Golfstar Tiger Woods hat am Freitag einen Autounfall gehabt und ist im Anschluss festgenommen worden. Der 15-fache Majorsieger habe während eines Überholvorganges in der Nähe seines Wohnsitzes auf Jupiter Island in Florida einen Lkw-Anhänger gestreift und sei mit seinem Wagen umgekippt, teilte das Sheriff-Büro von Martin County mit. Woods zeigte laut Behörde Anzeichen einer Beeinträchtigung und weigerte sich, sich im Gefängnis einem Urintest zu unterziehen.

Ein erster Alkotest bei Woods ergab keine Spuren von Alkohol, weshalb die Ermittler davon ausgehen, dass die Beeinträchtigung auf Drogen oder Medikamente zurückzuführen war, wie auf einer Pressekonferenz mitgeteilt wurde. Der Golfer sei vor dem Unfall mit hohem Tempo unterwegs gewesen. Woods sei nach dem Unglück aus der Beifahrertür geklettert, bevor die Polizeibeamten eintrafen. Bei dem Crash dürften er und der Fahrer des anderen Fahrzeugs glimpflich davongekommen sein, es wurden keine Verletzten gemeldet.

Mehrere Anklagen

Woods wurde wegen Fahrens unter Einfluss, Sachbeschädigung und Verweigerung einer rechtmäßigen Untersuchung angeklagt. Es war das zweite Mal, dass der US-Amerikaner wegen Fahrens unter Einfluss angeklagt wurde: Er war bereits 2017 in Jupiter festgenommen worden und hatte sich später wegen rücksichtslosen Fahrens schuldig bekannt. Der 50-Jährige lebt wie viele andere Golfstars in Jupiter Island.

Wenige Stunden nach seiner Festnahme wurde Woods wegen Drogenverdachts auf Kaution freigelassen. 

Das Formel-1-Team von Mercedes gibt zumindest vorerst auch beim Grand Prix in Japan den Ton an. China-Sieger Kimi Antonelli entschied am Samstag das Qualifying des dritten WM-Rennens der Saison für sich, der Italiener verwies seinen britischen Teamkollegen George Russell um 0,298 Sek. auf Rang zwei. Dritter wurde 0,354 Sek. zurück McLaren-Pilot Oscar Piastri, der Australier hatte am Vortag das zweite Suzuka-Training vor dem Teamkollegen und Weltmeister Lando Norris gewonnen.

Aber schon im dritten freien Training vom Samstag waren Antonelli und Russell wieder voran. Sie bestätigten das Stunden später, als es um die Startaufstellung für das für Sonntag (7.00 Uhr MESZ) angesetzte Rennen ging. Nur von Platz elf geht der vierfache Weltmeister Max Verstappen in das dritte Saisonrennen, der Niederländer hat das letzte Qualifying-Segment verpasst. 

Die bisherigen beiden Saisonrennen in Melbourne und Shanghai endeten mit Siegen von Russell bzw. Antonelli jeweils vor dem Teamkollegen. Den China-Sprint entschied WM-Leader Russell für sich.

"Ich bin superglücklich, habe mich sehr wohlgefühlt im Auto", sagte Antonelli. "Bei jedem Versuch konnte ich noch mehr zulegen. Ich bin mit der Session happy." Die Leidenschaft der Nippon-Fans genoss der Youngster sichtlich. "Sie sind unglaublich, pushen uns noch einmal extra." Russell droht nun am Sonntag, seine auf vier Punkten Vorsprung basierende WM-Führung an den 19-jährigen Jungspund zu verlieren. "Er ist toll gefahren, eine gute Session für uns", stellte der Brite zumindest nach außen den Teamgedanken aber in den Vordergrund.

50. Pole Position eines Italieners

Er beklagte freilich auch Probleme mit der Abstimmung seines Autos. Mercedes-Teamchef Toto Wolff lobte primär Antonelli. "Das war richtig gut von Kimi, sehr kontrolliert", lobte der Wiener. Antonelli hatte zuletzt in Shanghai als jüngster Fahrer der Geschichte der Königsklasse eine Pole Position erreicht, und legte nach seinem dann im Rennen errungenen Premierensieg nun gleich nach. Es ist überdies die 50. Pole Position eines Italieners in der Formel 1. Der Rückstand Antonellis in der WM-Wertung ist durch Russells Sprint-Sieg in China bedingt.

Tennis-Star Jannik Sinner steht einen Sieg vor Gewinn des "Sunshine Doubles". Zwei Wochen nach seinem Turniersieg in Indian Wells zog der Weltranglisten-Zweite am Freitag (Ortszeit) durch einen 6:3,7:6(4)-Sieg gegen den Deutschen Alexander Zverev auch in Miami ins Endspiel ein. 

In diesem trifft der Italiener am Sonntag als klarer Favorit auf den als Nummer 21 gesetzten Jiri Lehecka. Der Tscheche setzte sich in seinem Halbfinale gegen den Franzosen Arthur Fils 6:2,6:2 durch.

Dass er in Miami im Finale steht, bedeute ihm maximal viel, sagteder 24-jährige Sinner nach seinem Halbfinalsieg beim mit 9,4 Mio. Dollar dotierten Turnier. Vor einem Jahr verpasste er wegen seiner Einigung mit den Dopingbehörden um seine positiven Dopingtests das Frühlings-Double Indian Wells/Miami. Zuletzt gelang dem Schweizer Roger Federer vor neun Jahren als siebenter Spieler der Geschichte der Durchmarsch bei beiden Masters-1000-Turnieren. Gegen Zverev war es der siebente Sieg Sinners in Folge.

Die Skisportler haben Sölden, die Segler Mallorca. Mit der Trofeo Princesa Sofia fällt vor der größten der Baleareninsel traditionsgemäß der Startschuss für die Segelsaison. „Es ist die erste Regatta im Jahr, wo wirklich alle dabei sind. Alle Nationen, alle Bootsklassen“, freut sich Laura Farese schon auf den Auftakt. Die 25-jährige Österreicherin geht in der Nacra-17-Klasse gemeinsam mit Matthäus Zöchling an den Start. „Es ist sicher eine meiner Lieblingsregatten, es ist einfach immer ein cooles Flair hier.“

Teamchef Ralf Rangnick sprach von einem rundum gelungenen Spiel. „Vor allem in der zweiten Hälfte, da waren die Räume für uns größer. Die erste Hälfte war etwas zäh.“ Er freute sich, wie die Neulinge Wanner und Chukwuemeka eingeschlagen haben. „Das war so nicht zu erwarten, aber wir haben schon in den Trainings gesehen, was die Jungs drauf haben.“ Theoretisch, so Rangnick, hätte man noch ein bis zwei Tore mehr erzielen können. „Aber so wie wir in der zweiten Hälfte aufgetreten sind, muss man erst mal spielen.“

Nicolas Seiwald freute sich über sein Premierentor im Team. „Wenn ich ein Tor schieße, dann müssen wir ja hoch gewinnen“, lachte er. Effizienz vor dem Tor war jedenfalls kein Thema. „Wir haben unsere Chancen genützt und haben verdient gewonnen.“ Nach der Pause hätte man klarer gespielt. „Und die Debütanten haben uns noch einiges gebracht“, so der Leipzig-Legionär.

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