Sport-News

Wenn Jannik Sinner am Freitag (19 Uhr, Sky) im Halbfinale von Rom auf den Russen Daniil Medwedew trifft, darf er dies bereits als Rekordmann tun. 

Im Viertelfinale besiegte der Weltranglisten-Erste am Donnerstag den Russen Andrej Rublew 6:2,6:4 und fixierte so einen Match-Rekord auf dieser Turnierebene. Mit 32 Erfolgen auf 1000er-Niveau en suite ließ er den bisherigen serbischen Rekordhalter Novak Djokovic hinter sich. Schon am Mittwoch waren Luciano Darderi und Casper Ruud  in die Runde der letzten vier eingezogen. Die beiden treffen am Freitag um 15.30 Uhr (ebenfalls Sky) aufeinander. 

450 Kilometer Luftlinie trennen Lustenau und St. Pölten. Am Saisonende liegt nur ein Punkt zwischen dem Meisterjubel der Austria und dem undankbaren zweiten Platz für den SKN in der 2. Liga.

SKN-Meistertrainer Karl Daxbacher (2016) sah ein 1:0 gegen Wels, durfte aber nicht den Teller übergeben. Denn Lustenau siegte ebenfalls knapp, 2:1 gegen Amstetten.

Vor dem Showdown wurde ein ausverkauftes Haus bei der Austria gemeldet. Auch in St. Pölten ist das Interesse sprunghaft angestiegen, als klar war, dass 38 Tage nach dem letzten Heimsieg doch noch die große Aufstiegsparty steigen könnte.

Vor Anpfiff gab es eine Erinnerung an den mit nur 62 Jahren verstorbenen ehemaligen VSE-Spieler Alfred Tatar, der in St. Pölten 1987/’88  als Mitglied der damaligen Meistermannschaft und mit seinen bunten Fingernägeln aufgefallen war.

Die Wiener Austria sichert sich den Cup. Im 50. Finale des ÖFB-Frauen-Cups gewinnen die Wienerinnen gegen Red Bull Salzburg am Donnerstagnachmittag verdient mit 1:0. Den goldenen Treffer erzielte die Tirolerin Katharina Schiechtl per Kopf. Es ist der erste nationale Titel der Austria-Wien-Frauen. 

Das Interesse war groß, das erste große Frauen-Spiel im neuen Sport-Club-Stadion in Wien-Hernals live zu verfolgen. Der Zuschauerrekord aus dem Cupfinale 2024 mit 2.300 Besuchern wurde heute sogar verdoppelt. 4.600 Menschen kamen nach Dornbach - zu einem großen Teil in Violett. 

Und die Wiener Fans begrüßten die Gäste standesgemäß mit Red-Bull-Schmähgesängen und -Transparenten inklusive Dosenwitze. Trotz der aus dem Männerfußball gewohnten Sticheleien war die Stimmung sehens- bzw. hörenswert. 

Offensive Austria

Die Fans sahen zunächst die erwartete Partie: Die Austria startete offensiv und setzte sich in der Hälfte der Salzburgerinnen fest. Die Salzburgerinnen wiederum verteidigten kompakt und diszipliniert. 

Allein die Corner-Statistik zeigt die Offensivkraft der Austrianerinnen. Bis zur 20. Spielminute hatten die Wienerinnen bereits sechs Eckbälle. Und bei den Standards zeigten sie sich auch sehr gefährlich. Etwa, als nach einem Eckball Modesta Uka in die Verteidigung schoss, und danach noch drei Kopfbälle in Richtung Tor gebracht wurden (8.). 

Sport-Club-Tradition

Immer wieder hörte man bei den zahlreichen Standards der Austria auch den einen oder anderen Schlüsselbund im Publikum. Auch wenn an diesem Feiertag ein großer Teil des WSC-Stadions in violett gehalten war, wurde diese Sport-Club-Tradition in Wien-Hernals hochgehalten. 

Chance um Chance arbeitete sich die Austria heraus. Etwa als Lena Triendl den Ball von rechts in den Strafraum brachte, Virginia Kirchberger mit der Ferse auf die links aufgerückte Verteidigerin Carina Wenninger verlängerte und diese den Ball dann zur Linie brachte - aber eben nicht dahinter. Torfrau Michaela Fischer war gerade noch da (10.). 

In dieser Tonart ging es weiter. Viel wurde von Kapitänin Wenninger von hinten eingeleitet, die kosovarische Teamspielerin Uka im Dress der Austria war offensiv überall zu finden, oft ging es über die Flügel. Mit Flanken auf die großen aufgerückten Verteidigerinnen Schiechtl und Wenninger versuchte man Torgefahr zu kreieren. 

Doch trotz schönen Spielaufbaus und regelmäßiger Torgefahr konnte die Austria in der ersten Hälfte nicht punkten. Die Taktik der Underdogs aus Salzburg, die wie im letzten Ligaspiel die Null hinten halten wollten, ging auf. Vorerst. 

Der Countdown läuft, die Vienna Vikings fiebern dem Saison-Auftakt entgegen. Am 23. Mai ist es so weit, dann geht es mit dem Heimspiel gegen Berlin Thunder in der neu gegründeten AFLE los. Gespielt wird im Stadion des Wiener Sport-Club in Dornbach, Ankick ist um 17 Uhr, der Vorverkauf läuft gut, noch gibt es Tickets bei oeticket. Ein Platz ist aber für einen ganz besonderen Stargast reserviert: Marshawn Lynch gibt sich Ehre und schaut beim Saisonauftakt der Wikinger in Wien vorbei.

Der mittlerweile 40-jährige Lynch zählt zu den prägendsten Persönlichkeiten der jüngeren NFL-Geschichte. "Beast Mode" - so sein Spitzname - ist eine Seahawks-Legende und gewann mit Seattle den Super Bowl XLVIII. Er wurde für seinen kompromisslosen Spielstil weltweit bekannt.

Trauer im österreichischen Fußball: Der ehemalige Spieler, Trainer und TV-Experte Alfred Tatar ist im Alter von 62 Jahren am Donnerstag verstorben.

Der Niederösterreicher hatte vor etwa zweieinhalb Jahren die Diagnose ALS bekommen und sich zuletzt aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. 

Am Donnerstag hat er den Kampf gegen die Krankheit verloren, wie seine Familie dem KURIER gegenüber bestätigte.

Tatar hatte unter anderem für die Vienna, St. Pölten und den Wiener Sport-Club gespielt. 

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