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Schon beim Sechzehntelfinale gegen Österreich war er groß eingeblendet worden, als er seine Grimassen schnitt. „Vamos“, schrie der junge Fan im Spanien-Dress mit der Nummer 19. Vielleicht wäre der Dreijährige auch so ein Internet-Hit geworden, aber dann ist er nicht nur süß und enthusiastisch, sondern auch noch zufällig der Halbbruder von Spanien-Superstar Lamine Yamal.

Keyne ist schon seit der Europameisterschaft in Deutschland ein kleiner Star, als er mit dem spanischen Team nach dem Sieg des EM-Titels auf dem Rasen feierte. Er ist der Sohn von Yamals Mutter Sheila Ebana. Und nicht er allein ist der Social-Media-Hit, sondern die Beziehung, die die beiden Brüder miteinander teilen. „Mein kleiner Bruder bedeutet die Welt für mich“, sagte der 18-jährige Yamal nach dem Österreich-Match. „Ich bin immer berührt, wenn ich ihn so fröhlich sehe.“

Haris Tabakovic kehrt in die heimische Bundesliga zurück und wechselt von der TSG Hoffenheim zu Red Bull Salzburg. Das teilten beide Clubs am Samstag mit. Der Torjäger unterschrieb bei den Bullen einen Dreijahresvertrag bis 2029. Der 32-jährige Bosnier, der in Österreich bereits für Austria Lustenau und die Wiener Austria gekickt hatte und zuletzt an Borussia Mönchengladbach ausgeliehen war, kam bei der WM zu einem Kurzeinsatz im Sechzehntelfinale gegen die USA (0:2).

Die kolportierte Ablösesumme soll bei etwa fünf Millionen Euro liegen. In etwa zwei Wochen wird Tabakovic bei den Salzburgern von Neo-Trainer Danny Röhl ins Mannschaftstraining einsteigen. „Wir haben nach einem klaren Profil für unser Sturmzentrum gesucht - einem Spieler, der uns sofort weiterhilft, Körpergröße sowie Persönlichkeit besitzt und weiß, wo das Tor steht. Haris bringt genau diese Komponenten mit“, sagte Marcus Mann, Geschäftsführer Sport des Liga-Dritten der abgelaufenen Saison. „Mit seiner Führungsqualität, Erfahrung und Physis wird er unserer jungen Mannschaft wichtige Impulse geben.“

Der in der Schweiz geborene Tabakovic war im Sommer 2024 als Torschützenkönig der 2. deutschen Bundesliga von Hertha BSC zu den Hoffenheimern gewechselt. Zuletzt war der 1,96 m große Mittelstürmer nach Mönchengladbach ausgeliehen worden, wo er in 32 Ligaspielen auf 13 Tore kam. „Aufgrund eines wirtschaftlich attraktiven Gesamtpakets haben wir uns jedoch gemeinsam mit Haris zu einem Transfer entschlossen“, sagte Paul Pajduch, Sportdirektor Lizenzmannschaft beim Österreicher-Club mit Trainer Christian Ilzer und Sportchef Andreas Schicker.

Ab Sonntag ist es so weit: In Kitzbühel geht  mit dem WTA-125-Challenger nach mehr als 30 Jahren wieder ein internationales Frauen-Tennisturnier über die Bühne. Mit Sinja Kraus  und Julia Grabher sind zwei österreichische Topspielerinnen am Start. Auch die Billie-Jean-King-Cup-Spielerinnen  Ekaterina Perelygina und Arabella Koller vertreten Österreich im Hauptbewerb des Generali Open Ladies. 

Nicht aber die 16-jährige Lokalmatadorin Anna Pircher, die zuletzt im Juniorinnen-Bewerb von Wimbledon bis ins Viertelfinale kam. Die große Zukunftshoffnung musste „schweren Herzens“ aufgrund einer Verletzung absagen. Heuer wurde die überaus talentierte Tirolerin, die von Daniel Huber trainiert wird, immer wieder zurückgeworfen.

„Sie hat Anfang des Jahres schon massiv mit dem Rücken gekämpft, dadurch pausieren müssen. Sie ist nach wie vor dabei, ihren Körper auf Vordermann zu bringen. Nachdem da nicht viel Training möglich war, muss man da massiv aufpassen. Und nun ist beim Physio rausgekommen, dass sich der Rücken wieder meldete. Es ist extrem bitter, aber unmöglich für sie zu spielen“, sagt Huber. „Wir müssen aufpassen, um ihren Körper nicht zu schädigen.“ Pircher wird nun zumindest zwei Wochen pausieren. 

Der Schweizer Skisport trauert um einen seiner Größten: Roland Collombin ist am Freitag im Alter von 75 Jahren verstorben. Der Walliser hatte zwei Jahre gegen den Krebs gekämpft, zunächst eine Kehlkopfkrebserkrankung besiegt, ehe auch ein Leberkrebs festgestellt wurde.

Collombin prägte in den 1970er-Jahren eine ganze Generation des Schweizer Skisports. Unvergessen ist die Olympia-Abfahrt von 1972 in Sapporo, als er hinter seinem Rivalen und späteren Freund Bernhard Russi Silber holte. 1973 und 1974 gewann er die Gesamtwertung im Abfahrts-Weltcup, insgesamt feierte er acht Weltcupsiege, allesamt in der Abfahrt.

Bekannt war Collombin aber auch für seine spektakulären Stürze. Einer davon beendete 1975 in Val-d'Isère seine Karriere. Die Unglücksstelle trägt seither den Namen „Bosse à Collombin“. 

Russi hatte Collombin rund drei Wochen vor dessen Tod noch getroffen. „Da machte er noch einen relativ guten Eindruck“, sagte er der Zeitung Blick. „Er hat mir aber auch gesagt, dass er nun noch einen Versuch hat, um den Krebs zu besiegen.“

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