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Hansi Flick hat sich mit einem Königsklassen-Aus noch lange nicht abgefunden. „Wir brauchen kein Wunder. Wir müssen nur unseren besten Fußball spielen. Es gibt viele Möglichkeiten. Ich weiß, dass Atlético ein fantastisches Team ist. Wir sind es auch. Wir werden kämpfen“, kündigte der Trainer des FC Barcelona vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League bei Atlético Madrid am Dienstag (21.00 Uhr, Sky) an.

Die Ausgangslage könnte schwieriger kaum sein. 0:2 hatte Barça vor heimischem Publikum nach einer frühen Roten Karte das Hinspiel verloren. Wird das unbequeme Team von Diego Simeone wie im spanischen Pokal erneut zum Stolperstein für die Katalanen?

Vor dem Meistertitel

In der Liga konnte sich das Flick-Team immerhin Selbstbewusstsein holen. Nach dem 4:1 im Derby gegen Espanyol beträgt der Vorsprung an der Tabellenspitze schon neun Punkte auf Erzrivale Real Madrid. Die zweite Meisterschaft in Folge ist Barça kaum mehr zu nehmen, auch wenn der frühere Bundestrainer Flick das nicht hören will: „Es ist noch nicht erledigt. Wir haben noch unsere Hausaufgaben zu machen.“ Doch erst einmal wartet die Champions League.

Die Sehnsucht nach einem Erfolg in Europas Eliteliga ist groß. Der letzte Titelgewinn liegt bereits elf Jahre zurück, als Lionel Messi und Neymar noch bei Barça zauberten und das Finale im Berliner Olympiastadion mit 3:1 gegen Juventus gewannen. Im vergangenen Jahr war Flick mit seinem Team in zwei denkwürdigen Halbfinal-Spielen an Inter Mailand gescheitert. Immerhin kann Flick nahezu in Bestbesetzung spielen lassen. Und dass die Offensive funktioniert, hat die Mannschaft um Jungstar Lamine Yamal erst am Wochenende wieder gezeigt. 84 Tore in der Meisterschaft und 30 in der Champions League sind es schon. Im Estadio Metropolitano müssen mindestens zwei hinzukommen, ansonsten ist der Titeltraum dahin.

Der frühere österreichische Fußball-Teamchef Marcel Koller hat einen neuen Job. Der langjährige Spieler der Grasshoppers wird im Sommer Trainer beim Stadtrivalen FC Zürich. Das verlautete sein neuer Club am Dienstag.

Die Zürcher, aktuell Drittletzter der Schweizer Super League, gaben gleichzeitig die Trennung von ihrem bisherigen Cheftrainer Dennis Hediger bekannt. Bis Saisonende übernimmt interimistisch Kollers langjähriger Weggefährte und Co-Trainer Carlos Bernegger.

Koller war bis vor einem Jahr Trainer des ägyptischen Großclubs Al Ahly. Mit dem Verein aus Kairo holte er 2023 und 2024 jeweils den Meistertitel und die afrikanische Champions League. Nach dem Halbfinal-Aus in ebendieser erfolgte im April 2025 die Trennung.

Mit Österreich bei der EM

In Österreich war Koller von Herbst 2011 bis 2017 Teamchef. In seiner Ära qualifizierte sich die ÖFB-Auswahl erstmals sportlich für eine EM-Endrunde, scheiterte bei dieser 2016 in Frankreich aber bereits in der Gruppenphase.

Der ghanaische Fußballspieler Dominic Frimpong ist bei einem bewaffneten Überfall auf den Mannschaftsbus seines Klubs Berekum Chelsea F.C. ums Leben gekommen.

Der 20-Jährige befand sich mit seinem Team auf der Rückreise von einem Ligaspiel gegen FC Samartex, als maskierte Täter die Straße blockierten und das Feuer auf den Bus eröffneten.

Während Fahrer, Spieler und Betreuer in Panik in umliegende Büsche flohen, wurde Frimpong am Kopf getroffen. Er erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.

30 Personen an Bord

Nach Angaben der Behörden befanden sich rund 30 Personen an Bord, Frimpong ist bislang das einzige bestätigte Todesopfer.

Eileen Campbell ist in den letzten Jahren zu einer Führungsfigur im österreichischen Nationalteam avanciert. Die 25-jährige Vorarlbergerin spielt seit 2024 in Deutschland (zunächst Freiburg und seit Sommer bei Union Berlin) und verpasste verletzungsbedingt die ersten beiden Spiele in der WM-Qualifikation gegen Norwegen und Slowenien, die jeweils mit 0:1 verloren gingen.

KURIER: Wie war die Rückkehr ins Team?

Sehr schön. Wenn man einen Lehrgang verpasst, hat man die Mannschaft gefühlt ein halbes Jahr nicht gesehen.

Vier heimische Athleten bilden seit wenigen Wochen eine Einheit. Voneinander lernen, sich gegenseitig unterstützen, jeder für sich Erfolge feiern. Michael Weiss, Sebastian Fuchs, Sebastian Aschenbrenner und Anna Pabinger sind das DNA Triathlon-Team, der 45-jährige Routinier Weiss fungiert als Coach von allen. 

Davon möchte vor allem der 23-jährige Fuchs profitieren, liegen die besten Jahre seiner Karriere doch noch vor ihm. „Für mich ist es wichtig, jemanden zu haben, auf den man aufschauen kann und von dem man Tipps erhält.“

Er selbst habe noch junge Ansätze und möchte sich einiges abschauen. „In Hinblick auf das Training, die Vermarktung, die Wettkämpfe.“

Trainiert wird selten bis gar nicht gemeinsam, weil das logistisch fast nicht möglich ist. Weiss: „Wir machen alles online, das geht heutzutage sehr gut.“ Wöchentlich werden die Trainingspläne erstellt und die Kommunikation gepflegt. „Mit den Athleten habe ich fast jeden Tag Kontakt.“ 

Weiss, der schon zwölf Mal auf Hawaii gestartet ist und mehrfacher Staatsmeister ist über die Mittel- und Langdistanz, möchte vor allem seine Erfahrung weitergeben. „Ich habe mir damals als junger Athlet noch sehr viel selbst erarbeiten müssen.“ Darüber hinaus kann er Werbung machen für sein Dasein als Coach, quasi seine Karriere nach der Karriere.

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