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Kurz vor der Halbzeitpause brachte der US-amerikanische Stürmer Folarin Balogun seine Mannschaft im Sechzehntel-Finale gegen Bosnien-Herzegowina mit 1:0 in Führung. Wenige Augenblicke darauf hatte er auch noch das 2:0 am Fuß, scheitere aus kurzer Distanz allerdings an der Latte. Nach etwas mehr als einer Stunde war sein Arbeitstag dann aber zu Ende, allerdings nicht wegen einer Auswechslung unter tosendem Applaus der heimischen Fans. 

Balogun hatte den ehemaligen Bundesliga-Kicker Tarik Muharemovic unglücklich getroffen, aber mit offener Sohle voll am Knöchel. Dieser lag zwar einige Momente auf dem Boden und musste behandelt werden, konnte jedoch weiterspielen.

Messi-Foul und „zweierlei Maß“?

Schiedsrichter Raphael Claus gab erst gar keine Karte, wurde jedoch vom VAR anschließend an den Bildschirm gebeten. Zurück aufs Spielfeld kam er mit der roten Karte für den US-Amerikaner. Während der Platzverweis nach Ansicht der Zeitlupenbilder vertretbar erscheint, herrscht bei einigen Unverständnis darüber. Auch ORF-Experte Michael Liendl meint: „Für mich ist das keine rote Karte“. Der Ex-Profi verwies auf die umstrittene Szene des Superstars Lionel Messi in seinem ersten Gruppenspiel gegen Algerien, wo er ebenfalls mit offener Sohle hinten in seinen Gegenspieler stieg und nicht ausgeschlossen wurde: „Es wird mit zweierlei Maß gemessen.“

Sie waren einst Teamkollegen, gewannen gemeinsam viermal die Champions League, wurden beide mit dem „Ballon d’Or“ ausgezeichnet und prägten den Weltfußball über Jahre. Wenn am Freitag (1.00 Uhr/live ServusTV) Portugal auf Kroatien trifft, steht deshalb auch das Duell zwischen Luka Modric (40) und Cristiano Ronaldo (41) im Mittelpunkt.

Portugal gegen Kroatien: Das Ende einer Ära

Gleichzeitig könnte eine Ära enden. Denn für einen der beiden Superstars wird es wohl das letzte WM-Spiel sein. Kaum vorstellbar, dass Modric und Ronaldo in vier Jahren mit 44 beziehungsweise 45 Jahren noch einmal bei einer WM auflaufen werden.

Während Modric im kroatischen Mittelfeld nach wie vor eine tragende Rolle einnimmt, scheint Ronaldo für Portugal eher zur Belastung als zur Hilfe zu werden. Der 41-Jährige sah sich aufgrund seiner Leistungen heftiger Kritik ausgesetzt. Gegen die DR Kongo und Kolumbien war vom Superstar wenig zu sehen. Immerhin gelang ihm gegen Usbekistan ein Doppelpack. Mit den beiden Treffern schrieb Ronaldo zudem Geschichte und wurde zum ersten Spieler, der bei sechs Weltmeisterschaften traf.

Unzufriedenheit bei Fans

Doch nicht nur Ronaldo steht in der Kritik. Die Leistungen der gesamten portugiesischen Mannschaft sorgen bei Fans und Medien für Unzufriedenheit. Damit sind die Iberer allerdings nicht allein – zumindest was die Form betrifft. Nach den Plätzen zwei und drei bei den vergangenen Weltmeisterschaften sind auch die Kroaten noch auf der Suche nach ihrer Bestform. Ausgerechnet gegen Portugal soll diese nun wiedergefunden werden. Patrick Resch

„A Unentschieden is a Sieg für Österreich.“ Der zig Jahre alte Spruch von Helmut Qualtinger bewahrheitete sich mit dem erzitterten 1:1 gegen Bosnien in der finalen WM-Qualifikation und dem 3:3 im Kansas-Krimi gegen Algerien. Bei Österreichs erstem K.-o.-Spiel bei einer WM seit 1954 gilt diese Weisheit nicht.

„Siegen oder fliegen“ lautet heute die Devise gegen Spanien. Das weiß jeder der fußballinteressierten Österreicher, die Servus TV die höchste Seherzahl der Sendergeschichte bescheren werden.

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