Selenskyj erteilte Ulrimatum eine Absage

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Krieg in Ukraine

Selenskij kritisiert Klitschkos Arbeit in Kiew

Tag 275 im Ukraine-Krieg: Hier finden Sie alle aktuellen Entwicklungen.

von Josef Siffert, Marie North

11/25/2022, 07:37 AM | Aktualisiert am 11/25/2022, 01:00 PM

Aktuelle Entwicklungen

  • Lagebericht: Britischer Außenminister: "Russland wird scheitern" + Selenskij: "Russland kriegt uns nicht klein" (mehr)
  • Wo es trotz Winter neue Offensiven in der Ukraine geben könnte (mehr)
  • Proteste: Behörde nimmt Haft fĂŒr russische Asylwerberin zurĂŒck (mehr)
  • Moskau will reden – aber wohl nur zum Schein (mehr)
  • Ukrainer nach russischem Beschuss: "SelbstverstĂ€ndlich bleibe ich" (mehr)
  • Nach schweren Angriffen: Drei AKW wieder am Netz, Schutzzone geplant (mehr)
  • Selenskij fordert von UN-Sicherheitsrat "sehr harte Reaktion" (mehr)
  • Deutschland wollte laut Boris Johnson frĂŒhe Kapitulation der Ukraine (mehr)
  • Putin will russischen DĂŒnger ĂŒber den Hafen von Odessa exportieren (mehr)

Wie man den Menschen vor Ort helfen kann, erfahren Sie hier.

  • Selenskij kritisiert Klitschkos Arbeit in Kiew (mehr)
  • HĂ€lfte der Haushalte in Kiew noch ohne Strom (mehr)
  • Drei Tote in Kiew nach russischen Luftangriffen (mehr)
  • Klitschko: "70 Prozent der Hauptstadt sind bisher ohne ElektrizitĂ€t" (mehr)
  • Ukraine richtet WĂ€rmestuben gegen schlimmstem Winter seit Zweitem Weltkrieg ein (mehr)
  • Luftalarm im ganzen Land, Krankenhaus beschossen (mehr)
  • EU-Parlament verurteilt Russland als Terror-UnterstĂŒtzer (mehr)
  • Russland: Drei Tote bei Explosionen nahe Grenze zu Ukraine (mehr)
  • Ukrainischer Stromversorger rechnet mit Abschaltungen bis Ende MĂ€rz (mehr)
  • Geberkonferenz: Millionen-Zusage an Hilfe fĂŒr Moldau (mehr)
  • Videos zeigen Tötung russischer Soldaten: Untersuchung angekĂŒndigt (mehr
  • Russland plant vorerst keine weitere Mobilisierungswelle (mehr

Ukraine-Krieg: News zur aktuellen Lage

  • 11/30/2022, 09:44 PM

    Außenminister der OSZE-Mitgliedsstaaten tagen in Lodz - ohne Lawrow

    Der Krieg in der Ukraine und die Sicherheitslage in Europa sind Thema beim Ministerrat der Organisation fĂŒr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der am Donnerstag (10.00 Uhr) im polnischen Lodz beginnt. Das zweitĂ€gige Treffen der Außenminister findet allerdings ohne Russlands Chefdiplomaten Sergej Lawrow statt. Polen, dessen Außenminister Zbigniew Rau derzeit OSZE-Vorsitzender ist, hat Lawrow die Einreise verweigert.

    Der 72-JĂ€hrige steht wegen des russischen Kriegs gegen die Ukraine auf der EU-Sanktionsliste. Moskau wird nun in Lodz durch seinen stĂ€ndigen Vertreter bei der OSZE reprĂ€sentiert. An dem Treffen werden unter anderem Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP), seine deutsche Amtskollegin Annalena Baerbock und der britische Chefdiplomat James Cleverly sowie der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba teilnehmen. Am Donnerstag wird auch der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell mit dabei sein. US-Außenminister Antony Blinken wird durch die Spitzendiplomatin Victoria Nuland vertreten.

    Russland zĂ€hlt zu den 57 Mitgliedstaaten der OSZE. Die in Wien ansĂ€ssige Organisation ist aus der 1975 im Rahmen der Entspannung zwischen Ost und West etablierten Konferenz ĂŒber Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa hervorgegangen. Im Oktober hatte die OSZE die russischen Angriffe in der Ukraine als "Terror" gegen die Zivilbevölkerung verurteilt. Die Organisation ĂŒberwachte jahrelang den brĂŒchigen Waffenstillstand zwischen der ukrainischen Armee und prorussischen Separatisten in der Ostukraine. Nach Beginn der russischen Invasion zogen die OSZE-Beobachter ab.

  • 11/30/2022, 07:49 PM

    Frankreich bezieht weiter atomares Material aus Russland

    Trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine bezieht Frankreich weiterhin atomares Material aus Russland. Eine solche Lieferung, die von den weitreichenden Sanktionen ausgenommen war, kam am Dienstag per Schiff im nordfranzösischen Dunkerque an, bestÀtigte das Kerntechnikunternehmen Framatome am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Paris.

    Es habe sich um eine Materiallieferung fĂŒr die Framatome-Fabrik in Romans fĂŒr die Herstellung von Kernbrennstoffen fĂŒr Kunden gehandelt, insbesondere fĂŒr den französischen Kernkraftwerkspark, hieß es. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace handelte es sich um Container und FĂ€sser mit natĂŒrlichem Uran sowie mit angereichertem Uran, die per Bahn und per Lastwagen weitertransportiert wurden. Als mögliches Ziel vermutete Greenpeace auch den Framatome-Standort im emslĂ€ndischen Lingen, das bestĂ€tigte das Unternehmen aber nicht. Das investigative Nachrichtenportal Mediapart fotografierte die Verladung im Hafen von Dunkerque.

    Trotz der jĂŒngsten Entscheidung der französischen Regierung, den Energiekonzern EDF und das Atomunternehmen Orano anzuweisen, den Export von Uran aus der Wiederaufbereitung nach Russland zu stoppen, laufe der Atomhandel zwischen Frankreich und Russland weiter auf Hochtouren, kritisierte die Greenpeace-Atomexpertin Pauline Boyer. Angesichts des Kriegs in der Ukraine sei das skandalös, die atomare Zusammenarbeit mit Russland mĂŒsse komplett beendet werden.

    Wie EDF dem Portal Mediapart mitteilte, stelle der Konzern sicher, dass keine vertragliche Beziehung mit Russland gegen die internationalen Sanktionen verstoße. "Die Entscheidung, bestimmte Beziehungen fortzusetzen, wird insbesondere unter Beachtung der internationalen Sanktionen und der zwingenden Notwendigkeit getroffen, die nukleare Sicherheit nicht zu beeintrĂ€chtigen."

  • 11/30/2022, 07:44 PM

    Deutscher Bundestag verurteilte Holodomor als Völkermord

    Der deutsche Bundestag hat die vor 90 Jahren gezielt herbeigefĂŒhrte Hungersnot in der Ukraine offiziell als Völkermord anerkannt. Mit großer Mehrheit billigten die Abgeordneten am Mittwochabend einen gemeinsamen Antrag von Ampel-Koalition und Unionsfraktion, in dem von einem "menschenverachtenden Verbrechen" die Rede ist. Bis zu vier Millionen Menschen fielen dem sogenannten Holodomor ("Mord durch Hunger") in den Jahren 1932 und 1933 allein in der Ukraine zum Opfer.

    Das Streben der sowjetischen FĂŒhrung nach einer Kontrolle der Bauern sei damals mit der UnterdrĂŒckung der ukrainischen Lebensweise, Sprache und Kultur verschmolzen, heißt es in der Bundestags-Drucksache. "Damit liegt aus heutiger Perspektive eine historisch-politische Einordnung als Völkermord nahe. Der Deutsche Bundestag teilt eine solche Einordnung."

    In der Bundestagsdebatte verurteilten alle Fraktionen den Holodomor, doch die rechte AfD und die Linke enthielten sich bei der Abstimmung ĂŒber den Antrag. Der AfD-Abgeordnete Marc Jongen sprach von einer "Instrumentalisierung der Geschichte" und wandte sich gegen eine "historische Gleichsetzung" mit dem heutigen Ukraine-Krieg. Gregor Gysi von der Linken warnte zudem vor einer möglichen Gleichsetzung von Adolf Hitler und Josef Stalin: "Stalin war schlimm, sehr schlimm, aber kein Hitler."

    In Österreich hatte vergangene Woche der ukrainische Botschafter in Wien, Wassyl Chymynez, sowie die NEOS die Verurteilung des Holodomors als Völkermord im Nationalrat gefordert.

  • 11/30/2022, 07:24 PM

    Russisches MilitÀr meldet Erfolge im Donbass

    Bei den schweren Gefechten im Donbass in der Ostukraine haben russische Truppen nach Moskauer Angaben die ukrainischen Verteidiger an zwei Stellen zurĂŒckgedrĂ€ngt.

  • 11/30/2022, 07:10 PM

    Reichster Russe Mordaschow beklagt hohe Verluste nach Sanktionen

    MilliardĂ€r Alexej Mordaschow, vor dem Krieg der reichste Mann Russlands, hat sich ĂŒber hohe Verluste durch die westlichen Sanktionen beklagt. "Wir bei Severstal haben etwas mehr als 400 Mio. Dollar (385,88 Mio. Euro) verloren - die sind in Europa hĂ€ngen geblieben, wurden als Waren- und Geldreserven beschlagnahmt", sagte der 57-JĂ€hrige am Mittwoch der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Es sei derzeit sehr schwer, Exporteinnahmen ins Land zurĂŒckzufĂŒhren, klagte er zugleich.

    Mordaschow fĂŒhrte vor Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine die "Forbes"-Liste der russischen MilliardĂ€re an. Wegen seiner Beteiligung an einer Bank und einer Medienholding, die beide als Kreml-nah gelten, landete Mordaschow als einer der ersten auf den westlichen Sanktionslisten. Das Forbes-Magazin stufte ihn deshalb schon im April auf Rang 5 herab. Sein geschĂ€tztes Vermögen soll von 29,1 Mrd. Dollar (28,07 Mrd. Euro) im Vorjahr auf 13,2 Mrd. Dollar (12,73 Mrd. Euro) gesunken sein. Der MilliardĂ€r bezeichnete die Sanktionen gegen ihn als ungerecht und sieht sich als fernab von der Politik.

    In Deutschland war Mordaschow vor dem Krieg grĂ¶ĂŸter EinzelaktionĂ€r beim Touristikkonzern TUI mit einem Anteil von 34 Prozent. Wegen der Sanktionen trat er 29,9 Prozent an eine Firma seiner Ehefrau Marina Mordaschowa ab.

  • 11/30/2022, 07:07 PM

    Litauen will Ausnahmezustand an Außengrenzen erneut verlĂ€ngern

    In Litauen will die Regierung den Ausnahmezustand in den Regionen entlang der Grenze zu Russland und Belarus erneut verlĂ€ngern - er soll nun bis zum 16. MĂ€rz 2023 gelten. Dies beschloss die Regierung des baltischen EU- und NATO-Landes am Mittwoch in Vilnius. Die Sonderregelung greift im Grenzgebiet sowie an anderen Grenzkontrollstellen wie etwa an FlughĂ€fen und Bahnhöfen. Die erneute VerlĂ€ngerung muss noch vom Parlament gebilligt werden. Der Ausnahmezustand wurde unmittelbar nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar verhĂ€ngt. In der Grenzregion zu Belarus ist bereits seit November 2021 der Ausnahmezustand ausgerufen.

  • 11/30/2022, 07:06 PM

    Kiew will Panzer und Beginn der Debatte ĂŒber NATO-Beitritt

    Die Ukraine dringt auf die Lieferung von Panzern, wie sie die NATO besitzt. DarĂŒber mĂŒsse es so rasch als möglich eine Entscheidung geben, sagt Außenminister Dmytro Kuleba bei der Konferenz der NATO-Außenminister in Bukarest. Sein Land benötige auch Raketenabwehrsysteme vom Typ Patriot, um die zivile Infrastruktur vor russischen Angriffen zu schĂŒtzen. Außerdem mĂŒsse die Diskussion ĂŒber den Antrag seines Landes auf Beitritt zum westlichen MilitĂ€rbĂŒndnis beginnen.

    Der ukrainische Außenminister rief die deutsche Regierung dazu auf, die Polen angebotenen Patriot-Flugabwehrsysteme an sein Land zu liefern. "Wenn Deutschland bereit ist, Patriots an Polen zu liefern, und Polen nichts dagegen hat, diese Patriots an die Ukraine zu ĂŒbergeben, dann halte ich die Lösung fĂŒr die Bundesregierung fĂŒr offensichtlich", sagte Kuleba. Die Patriots seien eine "rein defensive Waffe" und die Ukraine sei bereit, sie auf die sicherste und effizienteste Art und Weise zu betreiben. Die Ukraine brauche das System, um die Zivilbevölkerung und kritische Infrastruktur zu schĂŒtzen.

    Deutschland hatte zuvor in Reaktion auf den Einschlag einer vermutlich fehlgeleiteten Flugabwehrrakete in Polen angeboten, deutsche Flugabwehrbatterien vom Typ Patriot in Polen zu stationieren. Warschau regte dann aber eine Verlegung direkt ins Nachbarland an.

  • 11/30/2022, 07:05 PM

    Lawrow beschuldigt den Westen, Krieg gegen Russland zu fĂŒhren

    Das russische Außenministerium wirft dem Westen vor, in der Ukraine einen Krieg gegen Russland zu fĂŒhren. "Der Krieg, den der kollektive Westen gegen Russland losgetreten hat, wirkt sich auf die Lage der strategischen StabilitĂ€t aus", sagte Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch bei einer Konferenz in Moskau. Die Ukraine und ihre BĂŒrger wĂŒrden dabei als "Verbrauchsmaterial" verheizt, erklĂ€rte der 73-jĂ€hrige russische Chefdiplomat.

    Die Ukraine werde vom Westen zur Fortsetzung des Kriegs gedrĂ€ngt, fĂŒhrte Lawrow dabei aus. Russlands Sicherheitsdoktrin ziele darauf ab, jede Konfrontation zwischen den AtommĂ€chten zu verhindern, da es zu einer unkontrollierten Eskalation kommen könne. "Die westlichen Kollegen versuchen nun, von diesem Teil der Formel abzuweichen", klagte er.

    Die Ukraine sei in einen "BrĂŒckenkopf gegen russische Interessen verwandelt" worden, die NATO kein VerteidigungsbĂŒndnis mehr, sondern ein Aggressor sei. "Der expansionistische Globalismus, den dieser aggressive Block demonstriert, ist beispiellos." Er sei sicher, dass die Mehrheit der Staaten die Gefahr erkenne, die diese neue Linie der MilitĂ€rallianz bedeute, sagte Lawrow. Russland stellte er als eine Art Vorreiter gegen den westlichen Kolonialismus dar, um die Staaten Asiens und Afrikas auf seine Seite zu ziehen.

    RUSSISCHER AUSSENMINISTER LAWROW IN ÖSTERREICH
  • 11/30/2022, 07:02 PM

    Ein Verletzter nach explodierender Briefbombe in Ukraine-Botschaft in Madrid

    Bei der Explosion einer Briefbombe in der Botschaft der Ukraine in der spanischen Hauptstadt Madrid ist ein Botschaftsmitarbeiter verletzt worden. Der Mann, der den Brief am Mittwochmittag geöffnet habe, sei nur leicht verletzt worden, berichteten die Medien. Er habe sich trotzdem vorsichtshalber ins Krankenhaus begeben. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba ordnete umgehend an, die Sicherheitsvorkehrungen an allen Auslandsvertretungen seines Landes zu verschĂ€rfen.

    Die spanischen Behörden habe Kuleba aufgefordert, den Vorfall zu untersuchen, teilt das Außenministerium mit. Wer immer hinter dem Anschlag stecke, werde es nicht schaffen, ukrainische Diplomaten einzuschĂŒchtern oder ihre tĂ€gliche Arbeit fĂŒr die StĂ€rkung der Ukraine und fĂŒr den Widerstand gegen die russische Aggression zu stoppen, so Kuleba weiter.

  • 11/30/2022, 12:20 PM

    Russland: 300.000 Reservisten ausgebildet

    Die russische Armee hat in gut zwei Monaten seit der verkĂŒndeten Teilmobilisierung etwa 300 000 Reservisten und Freiwillige militĂ€risch ausgebildet. Dazu seien 3000 Ausbilder eingesetzt, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Mittwoch in Moskau. Das Training finde auf mehr als 100 TruppenĂŒbungsplĂ€tzen in Russland und Belarus statt, fĂŒgte er nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen hinzu.
    Wegen der hohen Verluste im Angriffskrieg gegen die Ukraine hatte PrĂ€sident Wladimir Putin am 23. September eine Teilmobilmachung verkĂŒndet. Berichten zufolge werden aber viele Reservisten ohne Vorbereitung und mit mangelhafter AusrĂŒstung direkt an die Front geschickt. Dementsprechend gibt es viele Tote und Verletzte.

  • 11/30/2022, 07:26 AM

    Trommelfeuer, Mondlandschaften

    60.000 Artilleriegranaten pro Tag: Allein die schlichten Zahlen lassen den Wahnsinn der russischen Offensive im Donbass erahnen, die in diesen Tagen wieder Fahrt aufnimmt. Rund um die Stadt Bachmut geht das Trommelfeuer, begleitet von Marschflugkörpern und Kampfdrohnen, auf die ukrainischen Stellungen nieder. Die sind in mehreren Reihen gestaffelt, um einen Infanterieangriff nach Ende des Trommelfeuers besser abwehren zu können. Ein Szenario also, das bis in viele Details an jenes der Westfront im Ersten Weltkrieg erinnert.

  • 11/30/2022, 06:14 AM

    Lage an der Front schwierig

    Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj berichtet von einer schwierigen Situation an der Front. "Trotz extrem hoher Verluste versuchen die Besatzer immer noch, in der Donezsk-Region vorzustoßen, in der Region Luhansk Fuß zu fassen, in die Charkiw-Region einzudringen", sagt er in seiner abendlichen Videoansprache. "Irgendwas planen sie im SĂŒden." Die Angaben können von unabhĂ€ngiger Seite nicht ĂŒberprĂŒft werden.

    Hier geht's zum aktuellen Lagebericht:

  • 11/30/2022, 05:43 AM

    Ukraine griff laut Gouverneur Kraftwerk in russischer Region Kursk an

    Russland beschuldigt die Ukraine, im russischen Oblast Kursk ein Kraftwerk angegriffen zu haben. "Insgesamt wurden etwa elf Raketen gezĂŒndet. Ein Kraftwerk wurde getroffen", schreibt der Gouverneur der Region auf Telegram. Aus diesem Grund gebe es teilweise StromausfĂ€lle in den Bezirken Sudzha und Korenevo. Die Kreise liegen an der Nordostgrenze der Ukraine. Es gab keine unmittelbaren Informationen ĂŒber mögliche Verletzte oder Opfer, fĂŒgt er hinzu.

    Reuters war nicht in der Lage, die Berichte unabhĂ€ngig zu ĂŒberprĂŒfen. Die Ukraine bekennt sich bislang nicht zu den Angriffen. Die russischen Behörden haben die Regierung in Kiew wiederholt beschuldigt, in den an die Ukraine angrenzenden Regionen Ziele wie Stromleitungen, Treibstoff- und Munitionslager anzugreifen.
     

  • 11/29/2022, 11:48 PM

    Lage an der Front schwierig, Selenskyj fĂŒr Sondertribunal

    Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj berichtet von einer schwierigen Situation an der Front. "Trotz extrem hoher Verluste versuchen die Besatzer immer noch, in der Donezsk-Region vorzustoßen, in der Region Luhansk Fuß zu fassen, in die Charkiw-Region einzudringen", sagt er in seiner abendlichen Videoansprache. "Irgendwas planen sie im SĂŒden." Die Angaben können von unabhĂ€ngiger Seite nicht ĂŒberprĂŒft werden.

    Selenskyj hat auch seine Forderung nach einem Sondertribunal wegen des russischen Angriffskriegs gegen sein Land bekrĂ€ftigt. Zwar arbeite die Ukraine bereits mit vielen LĂ€ndern und Organisationen wie dem Internationalen Strafgerichtshof zusammen, "damit jeder russische Mörder die verdiente Strafe erhĂ€lt", sagte er am Dienstagabend in seiner tĂ€glichen Videoansprache. "Aber leider reichen die verfĂŒgbaren internationalen Rechtsinstrumente fĂŒr Gerechtigkeit nicht aus." "Selbst vor dem Internationalen Strafgerichtshof ist es immer noch unmöglich, die höchste politische und militĂ€rische FĂŒhrung Russlands fĂŒr das Verbrechen der Aggression gegen unseren Staat - fĂŒr das Hauptverbrechen - vor Gericht zu stellen", beklagte Selenskyj. Daher werde neben dem Internationalen Strafgerichtshof ein Sondertribunal benötigt. "Und wir tun alles, um ein solches Tribunal zu schaffen." Der ukrainische Staatschef hatte schon im September vor der UN-Vollversammlung fĂŒr ein Sondertribunal geworben.

    Er erinnerte daran, dass schon im Januar 1942, lange vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, von den Alliierten in London der Grundstein fĂŒr die juristische Verfolgung der Kriegsverbrechen der Nazis gelegt wurde. Die damalige St. James-ErklĂ€rung leitete den Weg zum spĂ€teren NĂŒrnberger Tribunal ein. In Zusammenarbeit mit westlichen Partnern mĂŒsse die notwendige Rechtsarchitektur entwickelt werden, damit das Tribunal funktioniere, damit wie nach dem Zweiten Weltkrieg wirklich fĂŒr Gerechtigkeit gesorgt werden könne, forderte Selenskyj.

  • 11/29/2022, 11:13 PM

    Russisches DĂŒngemittel verlĂ€sst Niederlande Richtung Ostafrika

    Nach Hindernissen wegen der Sanktionen gegen Moskau hat am Dienstag eine erste Ladung mit russischen DĂŒngemitteln die Niederlande Richtung Malawi verlassen. An Bord des vom WelternĂ€hrungsprogramm gecharterten Schiffes seien 20.000 Tonnen DĂŒngemittel, sagte ein niederlĂ€ndischer Zollbeamter der Nachrichtenagentur AFP. Die Lieferung soll an der OstkĂŒste Afrikas in Mosambik entladen und von dort nach Malawi transportiert werden.

    Landwirtschaftliche Produkte und DĂŒngemittel sind von den westlichen Sanktionen gegen Russland nicht betroffen. Nach Angaben des niederlĂ€ndischen Außenministeriums war die Lieferung jedoch blockiert worden, da ein auf der Sanktionsliste stehender Mensch an dem DĂŒngemittelunternehmen beteiligt sein soll. Die Vereinten Nationen sicherten daraufhin zu, dass die Lieferung wie vorgesehen nach Malawi geliefert werde. Zudem wĂŒrden das russische Unternehmen und der sanktionierte Mensch nicht von der Lieferung profitieren. Daraufhin gaben die Behörden grĂŒnes Licht.

    Es ist die erste Lieferung von insgesamt rund 260.000 Tonnen russischem DĂŒnger, die in europĂ€ischen HĂ€fen lagern. Es handelt sich nach Angaben des WelternĂ€hrungsprogramms um eine Spende des russischen Konzerns Uralchem-Uralkali.

    Die DĂŒnger sollen laut UNO dazu beitragen, "katastrophale ErnteausfĂ€lle in Afrika" zu verhindern. Dort lĂ€uft derzeit die Aussaat-Saison. In den kommenden Monaten seien Lieferungen in eine Reihe weiterer LĂ€nder in Afrika geplant, erklĂ€rte die UNO. Am Freitag hieß es, eine zweite Lieferung sei fĂŒr Westafrika bestimmt.

  • 11/29/2022, 05:21 PM

    Estland bringt Euro-SondermĂŒnze fĂŒr Ukraine in Umlauf

    Estland hat am Dienstag eine Zwei-Euro-SondermĂŒnze fĂŒr die Ukraine in Umlauf gebracht. Das GeldstĂŒck in einer Auflage von zwei Millionen Exemplaren trĂ€gt den Schriftzug „Slava Ukraini“ („Ruhm der Ukraine“) trĂ€gt und zeigt ein MĂ€dchen zeigt, das beschĂŒtzend ein Vogel in der Hand hĂ€lt. Gestaltet wurde die MĂŒnze von einer ukrainischen KĂŒnstlerin, die vor Russlands Krieg gegen ihr Heimatland nach Estland geflĂŒchtet ist.

    Bereits im Sommer hatte Estland 40.000 MĂŒnzkarten der Zwei-Euro-SonderprĂ€gung herausgegeben. Die Einnahmen an die ukrainische Zentralbank gehen.

  • 11/29/2022, 04:58 PM

    NATO verspricht Ukraine weitere Hilfe - aber keine Mitgliedschaft

    Die NATO hat der Ukraine weitere UnterstĂŒtzung bei der Abwehr des russischen Angriffskriegs zugesagt. Bei einem Treffen in Bukarest verabschiedeten die Außenminister der 30 BĂŒndnispartner am Dienstag dazu eine gemeinsame ErklĂ€rung.

    Darin heißt es: „Aufbauend auf der bisher zur VerfĂŒgung gestellten UnterstĂŒtzung werden wir nun der Ukraine helfen, ihre WiderstandsfĂ€higkeit zu stĂ€rken, ihre Bevölkerung zu schĂŒtzen und den Desinformationskampagnen und LĂŒgen Russlands entgegenzutreten.“ Dabei gehe es auch um Wiederherstellung der Energie-Infrastruktur und Schutz der Bevölkerung vor Raketenangriffen. Die UnterstĂŒtzung werde geleistet „so lang wie nötig“.

    Mit Blick auf den Wunsch der Ukraine nach Aufnahme in die Nato machten die Minister allerdings deutlich, dass es vorerst kein beschleunigtes Verfahren geben wird. Erneut wurde auf die BeschlĂŒsse eines Nato-Gipfels 2008 verwiesen. Damals hatten die BĂŒndnisstaaten vereinbart, die Ukraine und Georgien aufzunehmen - gleichzeitig aber festgelegt, dass sie zuvor Programme fĂŒr Nato-Kandidaten durchlaufen mĂŒssen. Solche Programme haben bislang nicht einmal begonnen.

  • 11/29/2022, 04:22 PM

    Scholz telefonierte mit Selenskij

    Bei einem Telefonat haben der deutsche Kanzler Scholz und der ukrainische PrÀsident Selenskij nach Angaben aus Kiew eine StÀrkung der ukrainischen Raketenabwehr erörtert. Selenskyj berichtete auf Twitter, auch die Umsetzung einer Initiative zur Lieferung von ukrainischem Getreide an arme LÀnder sei besprochen worden.

    Zudem sei die „ukrainische Friedensformel“ diskutiert worden. Damit ist ein kompletter Abzug der russischen Truppen vom ukrainischen Territorium in den Grenzen von 1991 gemeint. Aus dem Kanzleramt gab es dazu zunĂ€chst keine Angaben.

  • 11/29/2022, 02:46 PM

    Generatoren aus Loks könnten Ukraine mit Strom versorgen

    Technik aus ZĂŒgen könnte nach Angaben der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock bei der Notversorgung der Ukraine mit Strom helfen. Man zerbreche sich derzeit den Kopf, wie man Generatoren aus Eisenbahnloks ausbauen und dann mit Lastwagen oder ZĂŒgen in die Ukraine transportieren könne, sagte die GrĂŒnen-Politikerin am Rande des NATO-Treffens in Bukarest.

    Das Land brauche große Generatoren, um die Leistung der von Russland zerbombten Kraftwerke zu ersetzen. Dabei sei neben Geld auch „jegliche KreativitĂ€t“ gefragt.

  • 11/29/2022, 02:11 PM

    Russland will Zwangsarbeiter in RĂŒstungsfirmen einsetzen

    Die russische Strafvollzugsbehörde will im Ural 250 zu Zwangsarbeit verurteilte HĂ€ftlinge in einem RĂŒstungsbetrieb einsetzen. Die Zwangsarbeiter sollen bei dem Unternehmen Uralvagonzavod in der Stadt Nischni Tagil unter anderem als Maschinen- und KranfĂŒhrer, Drechsler und Schweißer arbeiten. Das berichteten russische Medien am Dienstag unter Berufung auf die Behörde.

    Den Berichten zufolge ist die Arbeit mit einigen Privilegien verbunden. So sind die HĂ€ftlinge nicht in Zellen unterbracht, sondern einem Wohnheim, oder können sogar bei Angehörigen wohnen. Zudem wird neben den ĂŒblichen Steuern von ihrem Verdienst nur ein Satz von fĂŒnf bis 20 Prozent als Strafe vom Gehalt abgezogen.

    Uralvagonzavod ist einer der grĂ¶ĂŸten RĂŒstungskonzerne, bekannt fĂŒr die Produktion von Kampfpanzern vom T-72 bis hin zum neuen T-14. Nach Beginn des Ukraine-Kriegs wurde dort ein Dreischichtsystem eingefĂŒhrt, um die Produktion zu steigern. Russland hat bei seinem Angriffskrieg deutlich höhere Verluste als erwartet.

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