© REUTERS/Sergei Karpukhin

Krieg in Ukraine
07/31/2022

Wohin Russland jetzt sein Öl exportiert + Putins neue Marinedoktrin

Tag 158 im Krieg. Alle Entwicklungen rund um die Lage in der Ukraine und die Auswirkungen des Krieges finden Sie hier.

von Kevin Kada

Aktuelle Entwicklungen

  • Tag 158 im Ukraine-Krieg: Putin verkündet neue Militärdoktrin für die Seestreitkräfte  (mehr)
  • Deutscher Finanzminister Lindner fordert Abschaltung von Gaskraftwerken (mehr)
  • Wohin Russland jetzt sein Öl exportiert (mehr)
  • Russland: UN sollen Gefängnis-Beschuss untersuchen (mehr)
  • "Illegale Ladung": Libanon setzte Schiff mit ukrainischem Getreide fest (mehr)
  • Gazprom sieht weitere Probleme mit Turbine für Nord Stream 1 (mehr)
  • Russland dreht Lettland den Gashahn zu (mehr)
  • Besitzer russischer Wertpapiere in der Zwickmühle (mehr)
  • Kiew und Moskau beschuldigen einander wegen Tod von Kriegsgefangenen (mehr)
  • Hat die Ukraine eine Chance auf den Sieg? (mehr)
  • US-Außenminister Blinken hatte "offenes Gespräch" mit Lawrow (mehr)
  • Russlands neuer Zangengriff im Donbass (mehr)

Wie man den Menschen vor Ort helfen kann, erfahren Sie hier.

  • Erste Getreideschiffe sollen schon in wenigen Tagen ablegen (mehr)
  • Cherson laut Kiew "so gut wie von russischem Nachschub abgeschnitten(mehr)
  • Der Krieg zieht in den Süden (mehr)
  • Cherson "so gut wie abgeschnitten" (mehr)
  • Gas für OMV-Kunden über den Winter gesichert (mehr)
    • "Aktionäre Raus": SPÖ-Schnabl will Verstaatlichung der OMV (mehr)
  • Ex-Kanzler Schüssel: "Es war richtig, mit Russland das Gespräch zu suchen" (mehr)
  • Putin dreht schrittweise das Gas ab - kommt Rettung aus Slowakei? (mehr)
  • Russen melden Eroberung des größten Kohlekraftwerkes (mehr)
  • Gasspeicher Haidach soll ab 1. August befüllt werden (mehr)

Aktuelles zum Ukraine-Krieg

  • 08/10/2022, 10:38 PM

    UN-Sicherheitsrat: Krisensitzung über Lage am AKW Saporischschja

    Angesichts der Gefahr einer nuklearen Katastrophe im ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja soll sich der UN-Sicherheitsrat nach Angaben aus diplomatischen Kreisen am Donnerstag zu einer Krisensitzung treffen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP aus UN-Kreisen in New York wollen die 15 Mitgliedsstaaten des Sicherheitsrats auf Antrag Russlands zur Lage in Saporischschja beraten. Seit Tagen wird aus der Gegend um das AKW heftiger Beschuss gemeldet.

    Russland ist neben China, Frankreich, Großbritannien und den USA ständiges Mitglied im Sicherheitsrat und besitzt dort Vetorecht. Informationen aus Kreisen des Sicherheitsratsvorsitzes zufolge soll das Treffen am Donnerstag um 15.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MESZ) stattfinden. Den Vorsitz hat derzeit China inne. Bei Bombenangriffen am Dienstagabend starben in der Umgebung des Akw Saporischschja nach ukrainischen Angaben mindestens 14 Menschen. Russland und die Ukraine machen sich seit Tagen gegenseitig für die Angriffe in der Region verantwortlich.

  • 08/10/2022, 09:38 PM

    UN erwarten steigende Getreideausfuhren aus Ukraine

    Nach dem Getreide-Deal zwischen Moskau und Kiew erwarten die Vereinten Nationen steigende Ausfuhren aus der Ukraine über das Schwarze Meer. Eine Reihe von Schiffen würden momentan auf die Genehmigung zur Fahrt in Richtung der ukrainischen Häfen warten "und wir erwarten einen großen Aufwärtstrend bei den Anträgen für den Transit", sagte der UN-Koordinator für die Ausfuhren, Frederick Kenney, am Mittwoch in New York. Am Mittwoch habe es mit insgesamt fünf vertragsmäßig inspizierten Schiffen einen neuen Höchststand gegeben. Im Juli hatten die Kriegsparteien Ukraine und Russland Abkommen mit der Türkei und den UN für den Export von Agrarprodukten und Dünger aus drei ukrainischen Schwarzmeerhäfen abgeschlossen.

    Ein Dutzend Schiffe haben seitdem die Häfen Tschornomorsk, Odessa und Piwdennyj mit über 370 000 Tonnen Fracht verlassen. Russland hatte nach seinem Angriff auf die Ukraine Ende Februar die ukrainischen Häfen blockiert. Die Ukraine wiederum hatte die Hafenzufahrten aus Furcht vor einer russischen Invasion vermint.

    Kenney sagte am Mittwoch weiter, dass es bisher keine Vorfälle gegeben habe, die die Sicherheit von Schiffen gefährdetem. Auch habe es bei den Durchsuchungen der Schiffe keine Auffälligkeiten gegeben. Die Inspektionen in der Türkei sollen sicherstellen, dass keine Waffen in die Ukraine gebracht oder andere Güter außer Getreide ausgeführt werden. Die Zusammenarbeit zwischen den Vertretern Russlands und der Ukraine ist Kenney zufolge konstruktiv: "Ich war sehr beeindruckt von dem Grad an Zusammenarbeit und Koordination, der gezeigt wurde." Es gebe einen großen Respekt unter den Expertinnen und Experten im gemeinsamen Kontrollzentrum in Istanbul, "egal woher sie kommen".

  • 08/10/2022, 09:01 PM

    "Razoni" legt in der Türkei an - Offenbar neuer Käufer für Fracht

    Nach einer tagelangen Hängepartie um seine Ladung ist der Frachter "Razoni", der als erstes Schiff seit Kriegsbeginn mit Getreide an Bord die Ukraine verlassen hatte, in einen türkischen Hafen eingelaufen. Wie am Mittwochabend auf Ortungs-Websites zu sehen war, lief der Frachter in den Mittelmeerhafen von Mersin ein. Einem Medienbericht zufolge war zuvor ein neuer Käufer für die 26.000 Tonnen Mais an Bord gefunden worden.

    Die "Razoni" hatte am Montag vergangener Woche den ukrainischen Hafen Odessa in Richtung Libanon verlassen und hätte eigentlich bereits am vergangenen Sonntag in Tripoli anlegen sollen. Dies geschah aber nicht - der libanesische Käufer der 26.000 Tonnen Mais trat nach ukrainischen Angaben vom Kaufvertrag zurück, weil sich die Lieferung wegen des russischen Angriffskrieges um fünf Monate verzögert hatte.

    Daraufhin wurde händeringend ein neuer Abnehmer gesucht. Laut der Website "The Middle East Eye" wurde nun ein Käufer in der Türkei gefunden. Das Online-Medium berief sich auf einen Schiffsagenten.

  • 08/10/2022, 08:00 PM

    Ukraine bittet Schweiz um diplomatische Vertretung in Russland

    Angesichts der unterbrochenen diplomatischen Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland hat Kiew die neutrale Schweiz um diplomatische Vertretung in Moskau gebeten. "Die Verhandlungen dazu sind abgeschlossen", teilte eine Sprecherin des Schweizer Außenministeriums mit. Russlands Einverständnis stehe allerdings noch aus. Die Schweiz vermittelt bereits seit dem 19. Jahrhundert regelmäßig zwischen Staaten, die ihre diplomatischen Beziehungen zueinander abgebrochen haben.

    Mehr dazu:

  • 08/10/2022, 07:39 PM

    Gläubiger der Ukraine stunden Rückzahlungen von Staatsanleihen

    Internationale Gläubiger kommen dem Wunsch der ukrainischen Regierung nach und verzichten für die Dauer von zwei Jahren auf Zinszahlungen und Fälligkeiten. Damit müssen die Forderungen aus 13 Staatsanleihen im Volumen von insgesamt fast 20 Milliarden Dollar zunächst nicht bedient werden. Das geht aus Unterlagen hervor, nach denen unter anderem die Investmentgesellschaften BlackRock, Fidelity International, Amia Capital und Gemsstock die Zahlungen stunden.

  • 08/10/2022, 07:30 PM

    Selenskyjs Stabschef: Ukraine braucht Kriegsende vor Winter

    Die Kämpfe in der Ukraine müssen nach Einschätzung des Präsidialamts in Kiew dringend noch vor Beginn der nächsten Heizperiode beendet werden. Ansonsten bestehe das Risiko, dass Russland die Infrastruktur für Wärme und Energie zerstöre, sagte der Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Andrij Jermak, nach Angaben der Agentur Interfax am Mittwoch in Kiew. Die russische Armee greife jetzt schon Infrastruktureinrichtungen an.

    Mehr dazu:

  • 08/10/2022, 06:24 PM

    Ukraine fordert von EU und G7 Stopp von Visa-Ausgabe an Russen

    Die Ukraine hat die Staaten der Europäischen Union und der sieben führenden Industriestaaten (G7) aufgerufen russischen Bürgerinnen und Bürgern keine Visa mehr auszustellen. Zur Begründung nennt Außenminister Dmytro Kuleba auf Twitter deren Unterstützung für Russlands Krieg gegen sein Land.

    "Die Russen unterstützen mit überwältigender Mehrheit den Krieg gegen die Ukraine. Ihnen muss das Recht genommen werden, internationale Grenzen zu überschreiten, bis sie lernen, sie zu respektieren", schrieb Kuleba auf dem Online-Nachrichtendienst.

  • 08/10/2022, 06:22 PM

    Estland meldet Luftraumverletzung durch russischen Helikopter

    Estland hat die Verletzung seines Luftraums durch einen russischen Helikopter gemeldet. Der Hubschrauber des Typs Mi-8 sei am 9. August abends unerlaubt in den Luftraum des baltischen EU- und NATO-Mitglieds eingedrungen, teilten die estnischen Streitkräfte am Mittwoch mit. Das Außenministerium in Tallinn bestellte wegen des Vorfalls den russischen Botschafter ein und überreicht eine Note.

    Nach Armeeangaben war es die dritte Luftraumverletzung durch Russland in diesem Jahr - nach insgesamt fünf Vorfällen im vergangenen Jahr. Wie zuletzt im Juni sei sie im Gebiet Koidula im Südosten Estlands nahe der Grenze zu Russland erfolgt.

    Der Helikopter habe weder die elektronische Kennung eingeschaltet noch einen Flugplan übermittelt. Auch habe der Pilot zum Zeitpunkt der weniger als eine Minute dauernden Luftraumverletzung keinen Funkkontakt mit der Flugsicherung gehalten, hieß es weiter.

  • 08/10/2022, 05:48 PM

    US-Verteidigungsminister bekräftigt Beistand für Ukraine

    US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat der von Russland angegriffenen Ukraine bei einem Besuch in Lettland die anhaltende Unterstützung der Vereinigten Staaten zugesichert. "Wir sind entschlossen, der Ukraine zu helfen, der Ukraine die Ausrüstung und Fähigkeiten bereitzustellen, die es ihr ermöglichen, ihr Hoheitsgebiet zu verteidigen", sagte der Pentagon-Chef am Dienstag in Riga nach einem Treffen mit dem lettischen Verteidigungsminister Artis Pabriks. Dies werde so lange wie nötig erfolgen. Austin betonte zugleich, dass nicht nur die USA, sondern auch viele andere NATO-Verbündete und Länder Waffen an Kiew lieferten.

    Auch dem seit 2004 der EU und NATO angehörenden Lettland sicherte Austin die Solidarität der USA zu. "Wir werden eine dauerhafte Rotationspräsenz im Baltikum aufrechterhalten, einschließlich Lettland", sagte der Pentagon-Chef. Die USA verlegen seit 2014 im Rotationsverfahren Einheiten für Manöver an die NATO-Ostgrenze.

    Die Übungen und Ausbildungsprogramme in Kooperation mit den baltischen Staaten werden weiter durchgeführt werden, sagte Austin. Pabriks erklärte, Priorität für ihn haben mehr gemeinsame militärische Übungen. Es sei aber auch mehr US-Hilfe und finanzielle Unterstützung nötig, um die Luft- und Seeverteidigung zu verstärken.

    Lettland grenzt an Russland und dessen Verbündeten Belarus. Der Baltenstaat ist wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine um seine Sicherheit besorgt. "Wir betrachten Belarus nicht mehr als unabhängiges Land", sagte Pabriks. Vielmehr sei es "Teil des Aggressorlandes" und werde in Russland integriert werden, wenn Moskau entscheide, dass die Zeit dafür gekommen sei. Die Grenze zu Belarus sei mehr oder weniger auch die Grenze zu Russland, sagte der lettische Verteidigungsminister.

  • 08/10/2022, 04:42 PM

    Warum Selenskijs Krim-Versprechen eine Utopie ist

    Nach den Explosionen auf einem russischen Stützpunkt auf der Krim versprach der ukrainische Präsident eine Rückeroberung der Halbinsel.

  • 08/10/2022, 04:41 PM

    13 Tote bei Raketenangriff im Gebiet Dnipropetrowsk

    Durch nächtlichen Raketenbeschuss sind im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk offiziellen Angaben zufolge mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. 

  • 08/10/2022, 03:14 PM

    US-Schauspieler Seagal soll Separatistengebiet besucht haben

    US-Schauspieler Steven Seagal hat russischen Medienberichten zufolge nach dem Tod Dutzender Kriegsgefangener das zerstörte Straflager Oleniwka im prorussischen Separatistengebiet Donezk in der Ostukraine besucht. "Wir sind in Oleniwka an dem exakten Platz, an dem Himars-Raketen einschlugen", sagte der 70-Jährige in einem in der Nacht zum Mittwoch von russischen Staatsmedien verbreiteten Video.

    Der Star zahlreicher Actionfilme gilt als Freund von Kremlchef Wladimir Putin, hat die russische Staatsbürgerschaft und ist Mitglied der Partei Gerechtes Russland.

    Im Gefängnis Oleniwka wurden Ende Juli rund 50 ukrainische Kriegsgefangene getötet und mehrere Dutzend verletzt. Seagal folgte der russischen Darstellung, dass das Lager mit ukrainischen Kriegsgefangenen mit US-Raketen beschossen worden sei. Die Ukraine und zahlreiche Experten sehen hingegen Russland in der Verantwortung für das Kriegsverbrechen. Seagal warf Selenskyj Folter und Verbrechen gegen die Menschheit vor. Der Actionfilm-Darsteller sagte, er wolle einen Dokumentarfilm über den Krieg im Donbass drehen. Seagal unterstützt den russischen Einmarsch in die Ukraine von Ende Februar.

  • 08/10/2022, 11:25 AM

    Philippinen kündigen Militär-Deal mit Russland

    Die Philippinen wollen aus Angst vor möglichen US-Sanktionen einen Vertrag über den Kauf von 16 russischen Militärtransporthubschraubern kündigen. Das Geschäft mit der russischen Firma Sovtechnoexport habe einen Umfang von 12,7 Milliarden Pesos (223 Millionen Euro) gehabt, teilte die Regierung in Manila am Mittwoch mit. Das Verteidigungsministerium wolle mit der russischen Seite in einen Dialog treten, um Details zu besprechen, die sich aus der Beendigung des Deals ergäben. Ein enger Verbündeter der Philippinen sind die USA - auch im militärischen Bereich.

  • 08/10/2022, 11:22 AM

    Weitere Ermittlungen gegen russische Journalistin Owsjannikowa

    Die durch eine Protestaktion im russischen Fernsehen bekannt gewordene TV-Journalistin Marina Owsjannikowa gerät verstärkt ins Visier der russischen Behörden. Wie Owsjannikowas Anwalt auf dem Nachrichtendienst Telegram mitteilt, wurde das Haus seiner Mandantin durchsucht, und es wurden strafrechtliche Ermittlungen gegen Owsjannikowa eingeleitet. Hintergrund seien russische Gesetze, die die Verbreitung von Falschmeldungen über die russische Armee unter Strafe stellen.

    Die Journalistin hatte sich im März während einer Nachrichten-Live-Sendung des staatlichen TV-Senders Kanal Eins mit einem Plakat hinter die Moderatorin gestellt, auf dem sie zum Ende des Kriegs aufrief und vor Propaganda warnte. In den vergangenen Wochen wurde sie mehrmals zu hohen Geldstrafen verurteilt.

  • 08/10/2022, 11:19 AM

    Papst ruft zum Gebet für Ukraine und Migranten auf

    Am Rande der Generalaudienz hat Papst Franziskus am Mittwoch an das Schicksal der Menschen im Krieg in der Ukraine erinnert. "Ein Gedanke auch an die Menschen in der Ukraine, die immer noch unter diesem so grausamen Krieg leiden. Und beten Sie auch für die Migranten, die weiterhin eintreffen", betonte der Heilige Vater.

  • 08/10/2022, 10:37 AM

    Polens Regierungschef prangert "Imperialismus innerhalb EU" an

    Die Schockwirkung der russischen Invasion in der Ukraine hat laut Polens Regierung die Defizite der EU deutlich zutage treten lassen. Daher gelte es nun nicht nur, den Imperialismus Russlands abzuwehren, erklärt Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki in einem Gastbeitrag für die deutsche Welt: "Wir müssen auch die Bedrohung durch den Imperialismus innerhalb der EU besiegen."

    "Wir brauchen eine tiefgreifende Reform, die das Gemeinwohl und die Gleichheit wieder an die Spitze der Grundsätze der Union stellt", so Morawiecki weiter. Die politische Praxis habe gezeigt, dass die Positionen Deutschlands und Frankreichs mehr zählten als alle anderen, schreibt Morawiecki weiter: "Wir haben es also mit einer formalen Demokratie und einer faktischen Oligarchie zu tun, in der der Stärkste die Macht innehat."

    FILE PHOTO: Polish Prime Minister Mateusz Morawiecki speaks to the media in Brussels
  • 08/10/2022, 10:30 AM

    London zufolge rekrutiert Russland neue Kampfeinheiten

    Nach Einschätzung britischer Geheimdienste soll Russland zur Stärkung seiner Offensive in der Ukraine Freiwillige für ein neues Armeekorps rekrutieren. Den Rekruten - Männern bis zum Alter von 50 und mit zumindest mittlerem Schulabschluss - würden lukrative Boni angeboten, hieß es am Mittwoch in einem Update des britischen Verteidigungsministeriums. Es sei allerdings unwahrscheinlich, dass es den Ukraine-Krieg entscheidend beeinflussen werde, hieß es weiter aus London.

  • 08/10/2022, 09:10 AM

    Russland bleibt von Sport-Veranstaltungen ausgeschlossen

    Das Internationale Olympische Komitee ist laut seines Präsidenten Thomas Bach weiter dagegen, dass internationale Sportverbände Veranstaltungen nach Russland oder Belarus vergeben. Angesichts des russischen Angriffskrieges in der Ukraine sagte Bach der Sport Bild: "Gegenwärtig ist nicht die Zeit, diese Empfehlung aufzuheben und die Haltung aufzuheben." Das IOC empfehle, keine russischen und belarussischen Athleten einzuladen: "Keine Hymnen, keine Flaggen, keine Farben."

    Bach räumte mit Blick auf die russischen Sportlerinnen und Sportler ein, das IOC befinde sich im Moment in einem nicht lösbaren Dilemma. "Unsere Aufgabe wäre eigentlich in so einer Situation, die Athleten zusammenzubringen. Und zu zeigen, es geht auch friedlich im Wettstreit", sagte der 68-jährige Deutsche.

    Er sei internationalen Verbänden dankbar, dass Athleten, die den Krieg unterstützten, sanktioniert würden, betonte Bach. Andererseits hätten einige Regierungen entschieden, wer an einem internationalen Wettbewerb teilnehmen könne und wer nicht. Bach warnte davor, sich politischen Sanktionen und Boykotten auszuliefern. Es gebe im IOC etwa 150 Nationale Olympische Komitees, deren Regierungen keine Sanktionen gegen Russland verhängt hätten.

    IOC President Bach attends a joint news briefing with Ukrainian President Zelenskiy in Kyiv
  • 08/10/2022, 08:34 AM

    Elf Tote durch russische Raketenangriffe

    Durch nächtlichen Raketenbeschuss sind im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk offiziellen Angaben zufolge mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. "Eine tragische Nacht ... Im Kreis Nikopol hat die russische Armee 11 Menschen getötet und 13 verletzt", schrieb der Chef der regionalen Militärverwaltung, Walentyn Resnitschenko, am Mittwoch auf seinem Telegram-Kanal. Die beiden getroffenen Orte liegen dem zuletzt mehrfach beschossenen AKW Saporischschja gegenüber.

  • 08/10/2022, 05:41 AM

    "Dieser Krieg beginnt und endet mit der Krim"

    Nach Explosionen auf einer russischen Luftwaffenbasis auf der Krim hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seinen Landsleuten erneut eine Heimholung der verlorenen Halbinsel versprochen. "Die Krim ist ukrainisch, und wir werden sie niemals aufgeben", sagte er am späten Dienstagabend in Kiew. Dem ersten verfügbaren Bildmaterial zufolge richteten die Detonationen auf dem Stützpunkt Saki im Westen der Krim schwere Schäden an. Mit der Annexion 2014 habe Russland die Krim in einen der gefährlichsten Orte verwandelt. "Die Schwarzmeerregion kann nicht sicher sein, solange die Krim besetzt ist", sagte Selenskyj. "Dieser russische Krieg gegen die Ukraine, gegen das ganze freie Europa, hat mit der Krim begonnen und muss mit der Krim enden, mit ihrer Befreiung." Die Ursache war weiterhin nicht ganz klar. Doch legen Zahl und Wucht der Explosionen einen gezielten Angriff der Ukraine nahe. Es wäre die erste militärische Attacke auf Ziele auf der Schwarzmeerhalbinsel, die Russland 2014 annektiert hatte. Symbolisch wäre es für die Moskauer Führung ein ähnlich schwerer Schlag wie Mitte April das Versenken des Kreuzers "Moskwa", des Flaggschiffs der russischen Schwarzmeerflotte.

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