USA erlauben Verkauf von russischem Öl + NATO fängt weitere iranische Rakete Richtung Türkei ab
- Israel und die USA haben Ende Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen. Der Oberste Führer Ali Khamenei wurde dabei getötet - Nachfolger wird sein Sohn Mojtaba. der bei einem Angriff leicht verletzt wurde. Trump ist "nicht glücklich" über die Wahl.
- Trump begrüßt das Steigen der Ölpreise, weil USA dadurch mehr verdiene
- Die USA haben im Irak ein Tankflugzeug verloren. Eine Milizengruppe erklärt, sie habe das Flugzeug abgeschossen.
- Im Irak wurde ein französischer Soldat getötet.
- Die USA erlauben Verkauf von russischem Öl.
- Revolutionsgarden erklären, dass die Straße von Hormus geschlossen bleibt. Zuvor erklärte UN-Botschafter Amir Saeid Iravani, Teheran werde die Meerenge nicht schließen.
- Beim Ölpreis gibt es vorerst keine Entspannung. Iranische Revolutionsgarden drohen, bei weiteren Angriffen Ölvorkommen anzuzünden.
- Trump nannte die iranische Regierung "gestörte Dreckskerle" und bekräftigte "das terroristische Regime vollständig zu zerstören"
- Weltpolitische Gehversuche: Warum sich die EU in Nahost verstolpert.
- Angriff auf Golfstaaten: Die Mullahs wollen nicht alleine untergehen.
- Anatomie einer Entscheidung: Wieso sich Trump für den Krieg im Iran entschied.
- Angriff auf den Iran: Wem geht zuerst die Munition aus?
- Wie der Iran-Krieg Chinas Pläne durchkreuzt.
- Der Iran hält die Weltwirtschaft in Geiselhaft.
- Warum der Iran-Krieg zum großen Problem für die Ukraine wird.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
- 7 Tage Iran-Krieg: Eine Aufarbeitung
- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
- Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
- USA greifen den Iran mit seinen eigenen Waffen an
- "Regime Change" im Iran? Die wahre Arbeit beginnt nach dem Umsturz
- Ölpreis-Sprung: Die wichtigsten Fragen und Antworten
- Iran-Krieg: Zwischen den Alliierten kracht es
- Kommt eine Flüchtlingswelle aus dem Iran auf uns zu?
- Die Straße von Hormus: Ein Minenfeld für die Weltwirtschaft
Iran-Krieg
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Trump erwägt Begleitschutz für Schiffe in Straße von Homrus
US-Präsident Donald Trump hat Begleitschutz der USA für Schiffe in der Straße von Hormus in Aussicht gestellt. Das könne man tun, falls dies nötig sei, sagt er dem Sender Fox News. Zudem kündigt er für die kommende Woche „sehr harte“ militärische Schläge gegen den Iran an.
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Was steckt hinter dem wirren Krigskurs von Trump?
Verschiedene Lager ringen um weiteren Kurs im Iran-Krieg. Ölpreis-Sorge und Folgen für Zwischenwahlen prägen Debatte.
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Bericht: Trump rechnet mit baldiger Kapitulation des Iran
US-Präsident Donald Trump geht einem Medienbericht zufolge davon aus, dass der Iran kurz vor der Kapitulation steht. Dies habe Trump den Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten am Mittwoch in einer Telefonkonferenz gesagt, berichtete das Nachrichtenportal Axios am Freitag. Trump habe erklärt, er habe "einen Krebs beseitigt, der uns alle bedroht hat". Da niemand mehr wisse, wer im Iran die Führung innehabe, gebe es auch niemanden, der die Kapitulation verkünden könne.
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Deutschland und Norwegen wollen sich nicht an Sicherung der Hormus-Seewege beteiligen
Bundeskanzler Friedrich Merz und der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre planen derzeit keine Beteiligung ihrer Länder am Iran-Krieg der USA und Israels. „Im Augenblick gibt es aus meiner Sicht deswegen auch keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken“, sagt Merz im norwegischen Andoya auf die Frage, ob Deutschland sich an der Sicherung der Straße von Hormus für die Schifffahrt beteiligen könnte.
„Ich will es noch einmal sehr deutlich sagen: Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges und wir wollen es auch nicht werden. Und insofern sind alle unsere Bemühungen darauf gerichtet, den Krieg zu beenden.“ Norwegens Ministerpräsident sagt, dass sein Land die fünftgrößte Schifffahrtsnation der Welt sei. Der Iran dürfe die Straße von Hormus nicht verminen. Aber es gebe zurzeit keine Pläne, dort mit Militär zu operieren.
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Türkei: NATO-Luftabwehr fängt weitere iranische Rakete ab
Die NATO-Luftabwehr hat nach Angaben der Türkei eine weitere iranische Rakete abgefangen. Das Geschoss sei vom Iran in Richtung Türkei abgeschossen worden, teilt das türkische Verteidigungsministerium am Freitag mit. Die Türkei habe den Iran um eine Stellungnahme ersucht. Bereits Anfang dieser Woche sowie in der Vorwoche waren iranische Raketen im türkischen Luftraum abgefangen worden.
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Viele Tote bei israelischem Angriff im Libanon
Es gibt ein Update zu den israelischen Angriffen im Libanon. Laut ibanesischen Angaben hat es bei den nächtlichen Angriffen mehr als 20 Tote gegeben. Allein in der Gegend der Küstenstadt Sidon seien neun Menschen ums Leben gekommen, darunter fünf Kinder, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Bei weiteren Bombardements im Süden und Osten des Landes wurden demnach weitere 14 Menschen getötet. In Beirut sei eine Person bei einem Angriff auf ein Auto ums Leben gekommen.
Die israelische Armee äußerte sich auf Anfrage nicht konkret zu diesen tödlichen Angriffen und verwies auf eine offizielle Mitteilung zu ihrem jüngsten Vorgehen gegen die Hisbollah im Libanon. Darin hieß es, das Militär habe "Dutzende Angriffswellen" in der Hauptstadt Beirut, der Bekaa-Ebene im Osten des Landes sowie im Südlibanon ausgeführt. Ins Visier seien Waffenlager und bedeutende Vermögenswerte der Hisbollah genommen worden, um die Miliz weiter zu schwächen. Zu möglichen Opfern machte Israels Armee zunächst keine Angaben.
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Zahl der toten US-Soldaten steigt auf 11
Der Tod der vier Crew-Mitglieder des US-Tankflugzeugs, dass im Irak abgestützt ist, lässt die Zahl der US-Todesopfer auf 11 ansteigen. Zuvor starben sechs US-Soldaten bei einem Angriff auf den Shuaiba Hafen am 1. März in Kuwait. Ein weiterer erlag seinen schweren Verletzungen nach einem Angriff in Saudi-Arabien.
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Österreichische Touristen sind weiterhin reisewillig
Ungeachtet des Krieges im Nahen Osten samt seinen Einschränkungen für den Flugverkehr sind Touristinnen und Touristen weiterhin reisewillig. Gäste würden ihre Reisen lieber umbuchen statt stornieren, heißt es seitens des Anbieters Ruefa auf APA-Anfrage. Auch bei TUI Österreich komme es derzeit nur vereinzelt zu Stornierungen, es würden jene Kunden überwiegen, die sich dafür entscheiden, ihre Reisepläne zu ändern. Reisende müssen sich aber auf höhere Preise einstellen.
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Vier Tote bei Absturz von US-Tankflugzeug im Irak
Die US-Streitkräfte haben im Krieg mit dem Iran nach eigenen Angaben ein Tankflugzeug verloren. Vier Besatzungsmitglieder seien bei dem Absturz ums Leben gekommen, teilte das US-Militär am Freitag mit. Nach zwei weiteren Besatzungsmitgliedern werde gesucht. Es habe sich nicht um einen Abschuss gehandelt, hieß es. Eine vom Iran unterstützte Miliz erklärte, sie habe die KC-135 im Westirak abgeschossen.
Der Islamische Widerstand im Irak, eine Dachorganisation bewaffneter Gruppen, teilt mit, der Abschuss sei "zur Verteidigung der Souveränität und des Luftraums unseres Landes" erfolgt.
Das für den Nahen und Mittleren Osten zuständige US-Regionalkommando (CENTCOM) hatte berichtet, dass zwei Fluggeräte an dem Vorfall beteiligt waren. Eines sei sicher gelandet, das andere vom Typ KC-135 sei im Westen des Iraks "heruntergekommen".
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WHO: Bisher 1.255 Todesopfer im Iran
Seit Beginn des Kriegs im Nahen und Mittleren Osten sind im Iran und im Libanon nach Angaben nationaler Behörden knapp 1.900 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Im Iran seien 1.255 Menschen getötet und mehr als 15.100 verletzt worden, hieß es. Mehr als 100.000 Menschen seien innerhalb des Landes auf der Flucht. Im Libanon sind laut der WHO 634 Todesopfer und mehr als 1.586 Verletzte gemeldet worden. Nach Angaben libanesischer Behörden liegt die Zahl der Toten mittlerweile schon bei etwa 690. Die WHO berichtete von mehr als 800.000 Binnenvertriebenen.
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Trump droht Iran: "Schaut, was heute mit diesen gestörten Drecksäcken passiert"
Trump erneuert Drohungen gegen den Iran und kündigt die vollständige Zerstörung des "terroristischen Regimes" an. Die Regierung bezeichnet er als "gestörte Dreckskerle".
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Drohnenangriff auf Lanaz-Raffinerie
Irakischen Sicherheitskreisen zufolge ist die Lanaz-Raffinerie westlich der irakischen Stadt Erbil mit Drohnen angegriffen worden. Das Ausmaß der Schäden sei begrenzt, der Betrieb laufe weiter. Erbil ist die Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak.
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Zwei Tote im Oman
Im Oman wurden nach Angaben von Staatsmedien zwei Menschen bei einem Drohnenangriff getötet. Eine Drohne sei im Norden des Landes abgefangen worden und in einem Industriegebiet abgestürzt, teilte die omanische Nachrichtenagentur am Freitag mit. Dabei seien zwei ausländische Arbeiter ums Leben gekommen. Eine zweite Drohne sei im offenen Gelände abgestürzt.
Ein Gebäude im Zentrum von Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde von herabfallenden Trümmern eines abgefangenen Geschoßes getroffen. Bei dem "geringfügigen Vorfall an der Fassade" des Gebäudes sei niemand verletzt worden, erklärte das Medienbüro der Metropole am Freitag im Onlinedienst X.
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Israel: Großangelegte Angriffe auf Teheran gestartet
Das israelische Militär gab unterdessen den Beginn einer groß angelegten Angriffswelle auf Teheran bekannt. Iranische Staatsmedien berichteten am Freitag von mehreren Explosionen und Kampfjets über der Stadt Karaj westlich der Hauptstadt.
Im Laufe des vergangenen Tages hätten Dutzende Kampfflugzeuge 20 großangelegte Angriffe im Westen und Zentrum des Iran durchgeführt, teilte die Armee am Freitag mit. Es seien mehr als 200 Ziele des iranischen "Terrorregimes" ins Visier genommen worden, darunter Abschussrampen für ballistische Raketen, Verteidigungssysteme und Waffenproduktionsstätten. Seit Kriegsbeginn seien Hunderte von Angriffswellen durchgeführt worden, um den Raketenbeschuss auf israelisches Gebiet zu reduzieren, teilte die Armee auf Telegram weiter mit.
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Israel weitet Angriffe auf Beirut aus
Das israelische Militär hat die Zrariyah-Brücke über den Litani-Fluss im Libanon bombardiert. Die Brücke sei ein wichtiger Übergang für die pro-iranische Hisbollah, teilte die Armee am Freitag mit. Die Miliz habe in der Nähe Abschussrampen stationiert und von dort aus Israel beschossen. Dies ist offenbar das erste Mal in der laufenden Offensive, dass Israel den gezielten Beschuss ziviler Infrastruktur einräumt. Der Litani fließt im Süden des Libanon.
Zuvor hat Israel seine Angriffe auf die libanesische Hauptstadt ausgeweitet. Eine Drohne habe ein Wohnhaus im Beiruter Stadtteil Bourj Hammoud getroffen, meldeten libanesische Medien am Freitag. Es ist der erste Angriff auf den Bezirk am nördlichen Stadtrand der Hauptstadt. Bisher konzentrierten sich die Angriffe auf die Hochburg der Hisbollah-Miliz im Süden der Hauptstadt.
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Weiter keine Entspannung bei Ölpreisen
Die Ölpreise haben sich am Freitag auf hohem Niveau zunächst wenig bewegt. Am Freitagmorgen wurde für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Mai 100,43 Dollar (86,60 Euro) gezahlt und damit drei Cent weniger als am Vortag. Zum Ende einer turbulenten Woche zeichnet sich somit weiter keine Entspannung ab. Die Freigabe von Ölreserven durch die Internationale Energieagentur zur Wochenmitte hat bisher zu keiner nachhaltigen Senkung des Niveaus geführt. Am Markt sind alle Augen auf die praktisch geschlossene Straße von Hormus gerichtet.
Irans Führung ist trotz massiver Angriffe der USA und Israels weiter zu Gegenschlägen und Störung der globalen Ölversorgung in der Lage. Unterdessen will die US-Regierung dem stark gestiegenen Ölpreis entgegenwirken: Um das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, dürfen Länder zeitweise russisches Öl kaufen, das sich bereits auf Schiffen befindet. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.
Die USA sind nach Angaben von US-Energieminister Chris Wright noch nicht in der Lage, Tanker durch die Meerenge zu eskortieren. Die Marine werde das relativ bald tun können, sagte Wright dem Sender CNBC. "Wir sind einfach noch nicht bereit." Alle militärischen Ressourcen der USA seien aktuell darauf ausgerichtet, die offensiven Fähigkeiten des Irans zu zerstören.
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Trump: "Wir zerstören das terroristische Regime vollständig"
US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen gegen den Iran erneuert. "Wir zerstören das terroristische Regime des Irans vollständig - militärisch, wirtschaftlich und auf andere Weise", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Die iranische Regierung bezeichnete Trump darin als "gestörte Dreckskerle". Es sei ihm eine "große Ehre", sie zu töten.
Die iranische Marine sei verschwunden, ihre Luftwaffe existiere nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werde vernichtet, und ihre Anführer seien von der Erde getilgt worden, schrieb Trump.
Der Republikaner argumentierte weiter, die USA verfügten über beispiellose Feuerkraft, unbegrenzte Munition und viel Zeit. "Schaut, was heute mit diesen gestörten Drecksäcken passiert", schrieb er - ohne seine Drohung näher zu erläutern.
Trump hatte bereits mehrfach gesagt, der Krieg könne bald enden. Allerdings greift der Iran auch nach fast zwei Wochen massiver Luftangriffe die Golfstaaten und Israel weiter mit Raketen und Drohnen an. Die iranischen Revolutionsgarden halten darüber hinaus an einer Blockade der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus fest.
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Revolutionsgarden drohen, Ölvorkommen anzuzünden
Revolutionsgarden warnen vor Angriffen auf den Energiesektor und die Häfen des Landes. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, der Iran werde im Fall des geringsten Angriffs die Öl- und Gasvorkommen der Region, an denen die Vereinigten Staaten und ihre westlichen Verbündeten ein berechtigtes Interesse haben, in Brand setzen und zerstören. Bereits am Mittwoch hatte Teheran Vergeltungsschläge für Angriffe auf Häfen angekündigt.
Sollte eine entsprechende US-Drohung umgesetzt werden, wäre nach seinen Worten kein Hafen oder Wirtschaftszentrum im Persischen Golf sicher, sagte Armeesprecher Abolfazl Shekarchi. Nach den Worten seines Sicherheitschefs Ali Larijani so lange gegen Angriffe verteidigen, bis die USA ihre "schwere Fehlkalkulation" bereuten, einen Krieg gegen die Islamische Republik begonnen zu haben.
"Einen Krieg zu beginnen ist zwar leicht, aber er lässt sich nicht mit ein paar Tweets gewinnen", erklärte Larijani im Onlinedienst X mit Blick auf US-Präsident Donald Trump. Der Iran werde "nicht nachlassen", bis die USA ihr Vorgehen bereuten.
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Israel hat Kontrollposten der Basij-Miliz in Teheran angegriffen
Nach eigenen Angaben flog die israelische Armee Angriffe gegen Kontrollposten der Basij-Miliz in Teheran. "In den vergangenen 24 Stunden (...) hat die israelische Luftwaffe Straßensperren und Basij-Mitglieder ins Visier genommen", teilten die israelischen Streitkräfte am Donnerstag mit. Diese hatten laut eigenen Angaben beobachtet, dass die Miliz kürzlich Straßensperren in verschiedenen Teilen der iranischen Hauptstadt errichtet hatte.
Die israelische Armee warf der Basij-Miliz vor, für die "größten Akte der Repression" gegen die regierungskritischen Proteste im Iran verantwortlich zu sein. Bei der Basij-Miliz handelt es sich um eine Organisation von mehreren Millionen Freiwilligen, die überwiegend jüngeren Alters sind. Die Miliz ist organisatorisch mit den iranischen Revolutionsgarden verknüpft.
Bei der Niederschlagung der Massenproteste gegen die iranische Führung zu Jahresbeginn hatten die Basij-Miliz und die Revolutionsgarden eine zentrale Rolle gespielt. Dabei wurden Tausende Demonstranten getötet.
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Revolutionsgarden: Straße von Hormus bleibt geschlossen
Die iranischen Revolutionsgarden halten an der Blockade der Straße von Hormus fest. Die Kommandozentrale erklärte laut der ihr nahe stehenden Nachrichtenagentur FARS, dass sie einer Anweisung des neuen Religionsführers Mojtaba Khamenei folge. Das iranische Außenministerium verlangte seinerseits, Schiffe müssten sich bei der Durchfahrt mit der Marine des Landes abstimmen, wie die Nachrichtenagentur Mehr meldet. Die USA und Israel seien für die Unsicherheit in der Region verantwortlich, was sich auf den Schiffsverkehr auswirke.
Die Kommandozentrale der Garden teilte laut FARS weiter mit, dass alle Tanker und Schiffe, die im Persischen Golf und in der Straße von Hormus unterwegs seien, zu ihrer eigenen Sicherheit die iranischen Vorschriften beachten müssten.
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USA erlauben Verkauf von russischem Öl
Angesichts stark angestiegener Energiepreise erlaubt die US-Regierung vorübergehend den Verkauf von russischem Erdöl. Das US-Finanzministerium erteilte am Donnerstag eine Lizenz, die den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten, die vor dem 12. März um 0.01 Uhr auf Schiffe verladen wurden, bis zum 11. April erlaubt.
US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, die Genehmigung solle "die globale Reichweite des bestehenden Vorrats erhöhen". Die Maßnahme sei "eng gefasst" und "kurzfristig". Sie werde der russischen Regierung keinen "signifikanten finanziellen Vorteil verschaffen, da der Großteil ihrer Energieeinnahmen aus Steuern stammt, die am Förderort erhoben werden", erklärte der US-Finanzminister.
Am Mittwoch hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron noch erklärt, die G7-Staaten, denen die USA angehören, hätte eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland ausgeschlossen.
Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar wurde die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, vom iranischen Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran wird von Teherans Revolutionsgarden kontrolliert. Das ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
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Französischer Soldat im Irak getötet
Bei einem Angriff auf im Irak stationierte französische Truppen ist ein Soldat getötet worden. Weitere Militärangehörige wurden bei dem Angriff in der nördlichen Region Erbil verletzt, teilte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit. Nach vorigen Angaben des Verteidigungsministeriums handelte es sich um einen Drohnenangriff, bei dem sechs französische Soldaten verletzt wurden. Diese seien an Ausbildungsmaßnahmen zur Terrorismusbekämpfung mit irakischen Partnern beteiligt gewesen.
Nach Angaben des Gouverneurs von Erbil waren an dem Angriff zwei Drohnen beteiligt, schrieb die Zeitung Le Parisien. Der Angriff erfolgte demnach auf einem Stützpunkt etwa 40 Kilometer südwestlich von Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan im Irak. Wer hinter dem Angriff steckte, blieb zunächst unklar.
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USA haben Munition für Jahre verbraucht
Die USA haben einem Zeitungsbericht zufolge seit Beginn des Krieges mit dem Iran Munitionsvorräte für "Jahre" verbraucht. Zu den schnell zur Neige gehenden Waffen zählten auch moderne Langstreckenraketen vom Typ Tomahawk, berichtet die Financial Times unter Berufung auf Insider.
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USA melden Verlust von Tankflugzeug im Irak
Die US-Streitkräfte haben im Krieg mit dem Iran nach eigenen Angaben ein Tankflugzeug verloren. "Der Vorfall hat sich in verbündetem Luftraum ereignet", teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit. Er sei weder auf feindlichen Beschuss noch auf Beschuss von Verbündeten zurückzuführen.
Eine vom Iran unterstützte Milizengruppe erklärte jedoch, sie habe die KC-135 im Westirak abgeschossen. Der Islamische Widerstand im Irak, eine Dachorganisation bewaffneter Gruppen, teilt mit, der Abschuss sei "zur Verteidigung der Souveränität und des Luftraums unseres Landes" erfolgt. Centcom hatte berichtet, dass zwei Flugzeuge an dem Vorfall beteiligt waren. Eines sei sicher gelandet, das andere vom Typ KC-135 sei im Westen des Iraks "runtergekommen".
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UN-Botschafter: Schließen Straße von Hormuz nicht
Der Iran sendet widersprüchliche Signale zur Straße von Hormus. UN-Botschafter Amir Saeid Iravani erklärt, Teheran werde die Meerenge nicht schließen. Es sei jedoch Irans Recht, die Sicherheit dort zu bewahren, sagt er Journalisten am Hauptsitz der Vereinten Nationen. Das iranische Außenministerium verlangt seinerseits, Schiffe müssten sich bei der Durchfahrt mit der Marine des Landes abstimmen, wie die Nachrichtenagentur Mehr meldet.
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Irans Geheimdienst warnt Bevölkerung vor Massenprotesten
Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden warnt die Bevölkerung vor neuen Massendemonstrationen. Der Staatssender Iribnews verbreitete eine Erklärung, in der Demonstranten noch härtere Schläge angedroht werden als bei den Protesten Ende Dezember und Anfang Jänner. Der Geheimdienst kündigte an, "Vaterlandsverräter" rund um die Uhr zu verfolgen. Demnach schürt der "böse Feind" Angst und Straßenunruhen, weil er seine Ziele nicht auf dem Schlachtfeld erreichen konnte.
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Khamenei für Netanyahu "Marionette der Revolutionsgarden"
Auf die Frage nach Irans neuem geistlichem Oberhaupt Mojtaba Khamenei und Hisbollah-Chef Naim Qassim sagte Netanyahu: "Ich würde keine Lebensversicherung für diese Führer abschließen." Außerdem bezeichnete er Khamenei als "Marionette der Revolutionsgarden". Der Religionsführer könne "sein Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zeigen", sagte Netanyahu. Khamenei junior soll bei einem israelischen Angriff im Iran verletzt worden sein.
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Sechs französische Soldaten bei Drohnenangriff verletzt
Bei einem Drohnenangriff auf einen gemeinsamen Stützpunkt der Peschmerga und der französischen Armee im nordirakischen Machmur sind mindestens sechs französische Soldaten verletzt worden. Dies teilen der Gouverneur von Erbil, Omed Koschnaw, und ein Vertreter der Sicherheitsbehörden mit. Eine Stellungnahme aus Frankreich liegt zunächst nicht vor.
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USA bringen Hormuz-Geleitschutz mit Verbündeten ins Spiel
US-Finanzminister Scott Bessent bringt einen Geleitschutz für Schiffe durch die Straße von Hormuz unter Beteiligung von Verbündeten ins Spiel. "Ich glaube, dass die US-Marine - vielleicht gemeinsam mit einer internationalen Koalition - Schiffe eskortieren wird, sobald es militärisch möglich ist", sagte Bessent dem Sender Sky News. Voraussetzung sei, dass der Luftraum vollständig kontrolliert werde und der Iran nicht mehr in der Lage sei, sein Raketenarsenal wieder aufzubauen.
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Militär droht den USA mit Zerstörung regionaler Energieanlagen
Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor Angriffen auf den Energiesektor und die Häfen des Landes. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, der Iran werde im Fall des geringsten Angriffs die Öl- und Gasvorkommen der Region, an denen die Vereinigten Staaten und ihre westlichen Verbündeten ein berechtigtes Interesse haben, in Brand setzen und zerstören. Bereits am Mittwoch hatte Teheran Vergeltungsschläge für Angriffe auf Häfen angekündigt.
Sollte eine entsprechende US-Drohung umgesetzt werden, wäre nach seinen Worten kein Hafen oder Wirtschaftszentrum im Persischen Golf sicher, sagte Armeesprecher Abolfazl Shekarchi. Nach eigenen Angaben flog die israelische Armee Angriffe gegen Kontrollposten der Basij-Miliz in Teheran.
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Widerstandsrat Iran: Übergangsregierung bei Sturz in Teheran
Die Exilgruppe Nationaler Widerstandsrat Iran erhebt den Anspruch, bei einem Sturz der Machthaber in Teheran eine provisorische Regierung aufzustellen. Diese solle auf einem Zehn-Punkte-Plan ihrer Führungsfigur Maryam Rajavi basieren, teilte die Exilgruppe an ihrem Sitz in Paris mit. Die Aufgabe dieser Regierung werde es sein, die Macht innerhalb von sechs Monaten nach dem Sturz der derzeitigen Machthaber durch eine Wahl an das Volk zu übertragen, hieß es.
Eine Regierung unter Reza Pahlavi, dem in den USA im Exil lebenden Sohn des früheren iranischen Schahs, lehne der Nationale Widerstandsrat ebenso ab wie eine klerikale Regierung.
Die Gruppierung teilte in Paris mit, sie verfüge faktisch über eine Befreiungsarmee, die in der Lage sei, auch in den am stärksten gesicherten Bereichen des Iran zu operieren. Außer Widerstandseinheiten habe sie auch ein soziales Netzwerk an Unterstützern sowie ein Geheimdienstnetzwerk.
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US-Energieminister: Ölpreis von 200 Dollar unwahrscheinlich
US-Energieminister Chris Wright hält einen Anstieg des Ölpreises auf 200 Dollar pro Barrel trotz des Krieges mit dem Iran für unwahrscheinlich. Er reagierte damit am Donnerstag auf Drohungen aus Teheran. Ein Sprecher des dortigen Militärkommandos hatte gewarnt, der Preis könne diese Marke erreichen, sollte die regionale Sicherheit weiter destabilisiert werden.
Wright räumte im Gespräch mit dem Sender CNN zwar ein, dass die Lage ernst sei, betonte aber, die US-Regierung konzentriere sich auf den Militäreinsatz, um die Sicherheit der Öllieferungen langfristig zu gewährleisten. Der Preisanstieg werde eher Wochen als Monate andauern. Wrights Äußerungen wurden als indirektes Eingeständnis gewertet, dass ein kurzfristiger Preisschock nicht völlig ausgeschlossen werden könne.
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S&P: Vorerst keine Rating-Senkungen wegen Nahost-Kriegs
Die Ratingagentur S&P Global will angesichts des Krieges im Nahen Osten vorerst keine Herabstufungen von Länderbonitäten vornehmen. Man wolle nichts überstürzen, sagt Chefanalyst Roberto Sifon-Arevalo. Allerdings warnt S&P, dass steigende Öl- und Erdgaspreise finanzschwache Länder gefährdeten.
Am stärksten betroffen seien die Golfstaaten selbst, auch wenn die meisten über ausreichende finanzielle Puffer verfügten, um die Krise eine Zeit lang durchzustehen. Als zweitstärkste betroffene Region nennt S&P Asien aufgrund der hohen Abhängigkeit von Energieimporten aus dem Golf. Länder wie Indien, Thailand und Indonesien verfügten über vergleichsweise geringe Ölreserven.
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Brand auf Flugzeugträger der US-Marine im Roten Meer
Auf dem aktuell im Rahmen des Iran-Kriegs eingesetzten größten Flugzeugträger der US-Marine hat es einen Brand gegeben. Das Feuer sei am Donnerstag in Wäschereibereichen des Kriegsschiffes "USS Gerald R. Ford" ausgebrochen, teilten Streitkräfte des für die Region zuständigen US-Kommandos (CENTCOM) auf X mit. Der Brand steht demnach nicht im Zusammenhang mit Kampfhandlungen und ist unter Kontrolle.
Die Antriebsanlage des Schiffes sei nicht beschädigt worden - der Flugzeugträger bleibe voll einsatzfähig, hieß es. Zwei Matrosen werden den Angaben zufolge wegen nicht lebensbedrohlicher Verletzungen medizinisch behandelt. Das Schiff befindet sich laut dem US-Militär aktuell wegen des Kriegs mit dem Iran im Roten Meer. Neben der "USS Gerald R. Ford" nutzen die USA dafür auch den Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln".
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Trump rät Iran aus Sicherheitsgründen von WM-Teilnahme ab
US-Präsident Donald Trump sieht eine Teilnahme der iranischen Nationalmannschaft an der Fußball-WM in den USA als Sicherheitsrisiko. „Die iranische Fußball-Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft willkommen, aber ich glaube wirklich nicht, dass es angemessen ist, dass sie dort ist - um ihres eigenen Lebens und ihrer Sicherheit willen“, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Die Männer-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni. In der Gruppenphase trifft der Iran auf Belgien, Neuseeland und Ägypten.
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Israel trifft Gebäude in Beirut nahe Regierungssitz
Das israelische Militär hat Reuters-Videoaufnahmen zufolge bei einem Luftangriff auf Beirut ein Gebäude in der Nähe des Regierungssitzes getroffen. Demnach wurde ein Haus im Zentrum der libanesischen Hauptstadt zweimal beschossen, das weniger als einen Kilometer vom Sitz der Regierung entfernt ist.
© REUTERS/Raghed Waked -
Ökonomen erwarten trotz Ölpreisschocks US-Zinssenkung im Juni
Trotz des Ölpreisschocks infolge des Nahostkrieges erwarten Ökonomen für Juni weiterhin eine erste Zinssenkung der US-Notenbank im laufenden Jahr. Rund zwei Drittel der von Reuters befragten 96 Ökonomen stellen sich darauf ein, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen noch im zweiten Quartal auf eine neue Spanne von 3,25 bis 3,50 Prozent senken wird - wahrscheinlich direkt nach dem Ende der Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell im Mai.
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Israel startet Angriffswelle auf Beirut
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine Angriffswelle auf den Libanon gestartet. Ziel sei Beirut, teilt das Militär mit. Im Süden der libanesischen Hauptstadt hat die radikal-islamische Hisbollah Hochburgen.
© REUTERS/Claudia Greco -
TUI: Letzte Kreuzfahrtgäste aus Nahost auf dem Weg zurück
Die letzten Kreuzfahrtgäste von TUI Cruises, die infolge des Iran-Kriegs im Nahen Osten festsaßen, sind auf dem Weg zurück nach Deutschland. Die verbliebenen 180 Passagiere der "Mein Schiff 5" seien inzwischen in einem Flugzeug auf dem Weg nach Frankfurt, sagte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur.
Die Gäste seien mit einem Airbus A380 der Qatar Airways von Doha, der Hauptstadt von Katar, gestartet und sollten am Abend gegen 18.35 Uhr in Frankfurt am Main landen. Ein Teil der Crew sei ebenfalls an Bord. "Somit haben wir jetzt alle Gäste von den Schiffen runter", sagte der Sprecher.
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Trump: Hoher Ölpreis ist gut für die USA
Die gestiegenen Ölpreise sind laut US-Präsident Donald Trump gut für die USA. "Die Vereinigten Staaten sind mit Abstand der größte Ölproduzent der Welt. Wenn also die Ölpreise steigen, verdienen wir viel Geld", teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Trump hatte im Wahlkampf damit geworben, die Energiepreise im Land deutlich zu senken. Infolge des Kriegs im Iran waren die Benzinpreise in den USA allerdings auf das höchste Niveau seit Sommer 2024 gestiegen.
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Mehr als 8.000 Menschen zurück aus dem Nahen Osten
Bisher sind mehr als 8.000 Menschen mit Unterstützung der EU aus dem Nahen Osten zurück nach Europa gebracht worden. Die Europäische Kommission teilte mit, mehr als 70 Flüge seien auf Bitte von Mitgliedsstaaten koordiniert worden, um Europäerinnen und Europäer sicher aus dem Nahen Osten zu holen – unter anderem nach Frankreich, Italien und Österreich.
Zweimal charterte die Brüsseler Behörde selbst Flugzeuge und flog 303 Menschen aus Saudi-Arabien und Oman nach Warschau. Insgesamt haben den Angaben nach bisher 23 Mitgliedstaaten die Unterstützung der EU angefordert. In den nächsten Tagen gebe es weitere Flüge, so die Kommission.
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Irans neuer Oberster Führer fordert Rache für Kriegsopfer
Irans neuer Religionsführer und Staatsoberhaupt Mojtaba Khamenei hat in einer ersten Stellungnahme Rache für die Kriegsopfer gefordert. Der 56-jährige Kleriker betonte die Notwendigkeit von Vergeltung, insbesondere für die bei einem Luftangriff getöteten Schülerinnen, wie es in einer Erklärung des Geistlichen hieß, die im Staatsfernsehen verlesen wurde.
Er kündigt weiter an, dass die Schließung der für die Schifffahrt wichtigen Straße von Hormuz als Druckmittel gegen den Feind fortgesetzt werde. Zudem müssten alle US-Militärstützpunkte in der Region geschlossen werden, fordert Khamenei. "Wir glauben an die Freundschaft mit unseren Nachbarn und greifen nur die Stützpunkte an", erklärt er. "Und wir werden dies unweigerlich fortsetzen."
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Israel weitet Evakuierungsbefehle für den Südlibanon aus.
Das israelische Militär weitet seine Evakuierungsbefehle für den Südlibanon aus. Damit hat sich die betroffene Zone fast verdoppelt. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden aufgefordert, sich in Gebiete nördlich des Flusses Zahrani zu begeben.Ein Militärsprecher veröffentlicht auf der Plattform X eine Karte mit den neuen, rot markierten Zonen. Damit hat das israelische Militär nun die Evakuierung von zehn Prozent des libanesischen Staatsgebiets angeordnet. Im Libanon sind bereits Hunderttausende Menschen durch die israelischen Angriffe vertrieben worden. -
Israel will iranische Atomanlage angegriffen haben
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen eine Anlage des iranischen Atomprogramms angegriffen. Ziel sei der Standort namens Taleghan gewesen, teilt das Militär mit. Bei Taleghan handelt es sich um eine Einrichtung innerhalb des Militärkomplexes Parchin. Vertreter westlicher Staaten vermuten, dass dieser Komplex mit dem Atomprogramm des Irans in Verbindung steht.
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Iran warnt vor Angriff auf Inseln im Persischen Golf
Irans Parlamentspräsident hat die USA und Israel vor einem Angriff auf Inseln im Persischen Golf gewarnt. "Jede Aggression gegen den Boden der iranischen Inseln wird alle Zurückhaltung zunichtemachen", schrieb Mohammed Bagher Ghalibaf auf X. "Wir werden jede Zurückhaltung aufgeben und den Persischen Golf mit dem Blut der Invasoren tränken", fügte der frühere General hinzu.
"Das Blut der amerikanischen Soldaten liegt in (US-Präsident Donald) Trumps persönlicher Verantwortung." Zunächst war unklar, was Ghalibafs Drohungen ausgelöst hat. Im Persischen Golf südlich des Irans liegen mehrere Inseln von strategischer Bedeutung für die Führung in Teheran. Sie spielen auch wirtschaftlich eine wichtige Rolle. Die iranische Insel Charg etwa ist das wichtigste Exportterminal für iranisches Erdöl im Persischen Golf. Ein großer Teil der Ölproduktion wird von dort verschifft. Im Iran-Irak-Krieg (1980-1988) war Charg wegen seiner strategischen Bedeutung wiederholt Ziel von Angriffen.
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Seit Kriegsbeginn: Über 3 Mio. Menschen im Iran vertrieben
Im Iran sind seit Beginn der Luftangriffe der USA und Israels nach UN-Angaben mehr als drei Millionen Menschen vertrieben worden. Zwischen 600.000 und einer Million Haushalte seien betroffen, teilte das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Donnerstag in Genf mit. Dies entspreche bis zu 3,2 Millionen Menschen.
Die Zahl werde angesichts der anhaltenden Angriffe vermutlich weiter ansteigen, erklärte der Leiter der UNHCR-Notfallabteilung, Ayaki Ito. Er sprach von einer "besorgniserregenden Eskalation" der humanitären Lage im Iran.
Im Iran leben gut 90 Millionen Menschen. Die meisten Betroffenen würden aus Teheran und anderen Großstädten im Norden des Landes und in ländlichen Gebieten Schutz suchen, hieß es.
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Containerschiff von Projektilteilen getroffen
Ein Containerschiff der Reederei Hapag-Lloyd ist nahe der Straße von Hormus von Projektilteilen getroffen worden. Das Schiff „Source Blessing“ sei nicht direkt getroffen worden, habe aber Feuer gefangen, teilte der Hamburger Konzern mit. Der Frachter sei an den dänischen Konkurrenten Maersk verchartert. Die Besatzungsmitglieder hätten das Feuer löschen können und seien wohlauf.
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Israel will Libanon-Einsatz ausweiten
Das israelische Militär hat den Befehl erhalten, seinen Einsatz im Nachbarland Libanon auszuweiten und weitere Gebiete einzunehmen. Das teilt Verteidigungsminister Israel Katz mit und droht dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun, Israel werde "selbst handeln", sollte die libanesische Regierung Angriffe der Hisbollah auf Israel nicht unterbinden können.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Katz haben die Armee den Angaben zufolge bereits angewiesen, sich auf "eine Ausweitung ihrer Aktivitäten im Libanon vorzubereiten". Katz' Äußerung folgt einem Raketenangriff der Hisbollah-Miliz in der Nacht zuvor.
Seit dem 2. März attackiert das israelische Militär auch Ziele im Libanon. Der Beschuss gilt nach seinen Angaben der radikal-islamischen Hisbollah, die mit dem Iran verbündet ist. Sie hat nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar ihrerseits - wie auch der Iran selbst - Ziele in Israel beschossen.
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Drohnenangriffe in Erbil
Der Gouverneur der nordirakischen Stadt Erbil, Umid Kushnau, sprach von mindestens 17 Drohnenangriffen innerhalb von 24 Stunden in der autonomen Kurdenregion. Die meisten Drohnen seien von Truppen des internationalen Militärbündnisses in der Provinz Erbil abgefangen worden. Einige von ihnen seien außerhalb der Stadt in freiem Gelände niedergegangen.
Zuletzt hatten sowohl der Iran als auch pro-iranische Milizen im Irak Angriffe auf die Kurdenregion für sich reklamiert. In Erbil befindet sich ein multinational genutzter Stützpunkt, auf dem auch Soldaten der USA stationiert sind.
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Pro-iranische Milizen im Irak melden Tote
Im Irak haben mit dem Iran verbündete Milizen einen amerikanisch-israelischen Luftangriff im Westen des Landes gemeldet. Dabei habe es Opfer unter den Mitgliedern der Milizen gegeben. Der Angriff erfolgte in der Stadt Kirkuk. Örtlichen Medienberichten zufolge wurden insgesamt 27 Kämpfer der sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF, Hashd al-Shaabi) in der irakischen Provinz Anbar getötet und mehr als 60 weitere verletzt. Zuvor war von bis zu vier Toten die Rede gewesen. Das Hauptquartier der Miliz sowie mehrere Fahrzeuge seien zerstört worden, hieß es. Die PMF ist ein vom Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs, die jetzt der regulären irakischen Armee angehören.
Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig geprüft werden. Die irakische Regierung in Bagdad sowie die USA und Israel äußerten sich nicht dazu. Seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran vor bald zwei Wochen sind Stellungen der Hashd Al-Shaabi bereits mehrfach angegriffen und dabei pro-iranische Kämpfer ins Visier genommen worden.
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