Trump stellt Ultimatum: "48 Stunden, bevor Hölle hereinbricht" + Iran schoss weiteren US-Jet ab

Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg im Live-Bericht.
Traces of an Iranian missile attack in Tehran's sky
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Iran-Krieg

  • |Julia Deutsch

    Mindestens fünf Verletzte nach Raketenangriffen auf Israel

    Bei iranischen Raketenangriffen auf Israel sind am Samstag mindestens fünf Menschen verletzt worden. Nach Angaben des israelischen Rettungsdiensts Magen David Adom wurden in Tel Aviv und Umgebung fünf Männer unter anderem durch Glassplitter verletzt. Mehrere Häuser wurden beschädigt. In Jerusalem hörten Reporter der Nachrichtenagentur AFP am späten Nachmittag mindestens sechs Detonationen.

  • |Julia Deutsch

    Außenpolitik-Chefin Ingrid Steiner-Gashi analysiert, welche Ideen Militärführer für die Sicherung der Straße von Hormus haben.

  • |Julia Deutsch

    Verwandte des getöteten Al-Quds-Chef in USA festgenommen

    In den USA sind die Nichte und Großnichte des getöteten iranischen Militärkommandanten Qassem Soleimani festgenommen worden. Zuvor habe US-Außenminister Marco Rubio deren dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung widerrufen, teilt das State Department in Washington am Samstag mit. Hamideh Soleimani Afshar und ihre Tochter befänden sich nun in der Obhut der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE, hieß es in der Erklärung weiter.

    Der ehemalige Kommandant der Al-Quds-Brigade war im Jänner 2020 auf Befehl von US-Präsident Donald Trump bei einem Drohneneinsatz in Bagdad getötet worden.

  • |Julia Deutsch

    Ultimatum von US-Präsident Trump

    US-Präsident Donald Trump drohte Teheran mit der "Hölle", sollte es zu keiner Einigung auf eine Öffnung der Straße von Hormus kommen.

    "Die Zeit läuft ab", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social, "48 Stunden, bevor die Hölle über sie hereinbricht". Die Bedingungen seien erfüllt, wenn der Iran einem Abkommen zustimme oder die Straße von Hormus öffne. Trump hatte gedroht, falls der Iran die Meerenge nicht vollständig und "ohne Drohungen" für den Schiffsverkehr öffnen sollte, werde er iranische Kraftwerke zerstören lassen.

  • |Julia Deutsch

    Osterliturgien in Dubai wegen Krieges abgesagt

    Alle Gottesdienste in Dubai wurden wegen des Nahostkonflikts abgesagt. Das teilten laut der der christlichen Nachrichtenplattform Ucanews (Samstag) zwei katholische Kirchen in den Vereinigten Arabischen Emiraten am Karfreitag auf ihren Webseiten mit. Die Maßnahme folge einer Weisung der Regierung.

  • |Julia Deutsch

    Russland zieht 200 Arbeiter von iranischem AKW ab

    Wenige Stunden nach dem Angriff erklärte Moskau, dass 198 russische Arbeiter von dem Atomkraftwerk abgezogen worden seien. "Etwa 20 Minuten nach dem verhängnisvollen Angriff fuhren Busse vom Busbahnhof Bushehr in Richtung der iranisch-armenischen Grenze ab", erklärte der Chef der russischen Atombehörde Rosatom, Alexej Lichatschow, nach Angaben der Nachrichtenagentur Tass. Es seien 198 Arbeiter in Sicherheit gebracht worden - "das ist die größte Evakuierung". Russland war an dem Bau des Akw in Bushehr beteiligt, russische Techniker unterstützten den Betrieb vor Ort. Bereits Ende März waren gut 160 russische Arbeiter nach US-israelischen Angriffen von dem Gelände fortgebracht worden. Die nun erfolgte Evakuierung von weiteren 198 Arbeitern sei bereits vor dem Angriff am Samstag geplant gewesen, erklärte Lichatschow.
  • |Julia Deutsch

    Nach dem Abschuss eines US-Kampfjets läuft im Iran die dramatische Suche nach dem vermissten Besatzungsmitglied. Das US-Militär hat Medienberichten zufolge Spezialkräfte in den Süden des Landes geschickt - auch um eine Gefangennahme des Waffenoffiziers der abgeschossenen F-15E durch den Iran zu verhindern.

  • |Julia Deutsch

    Bisher über 30 Universitäten im Iran angegriffen

    Die USA und Israel haben im Iran seit Beginn des Krieges Ende Februar nach offiziellen Angaben mehr als 30 Universitäten angegriffen. "Bis heute wurden mehr als 30 Universitäten direkt angegriffen", sagte am Samstag der iranische Wissenschaftsminister Hossein Simai Sarraf. Er äußerte sich am Samstag beim Besuch der Shahid-Beheshti-Universität im Norden Teherans, die am Freitag getroffen worden war.

    Der Iran hatte zuvor bereits als Vergeltung auf die Angriffe damit gedroht, US-Universitäten in Ländern im Nahen Osten ins Visier zu nehmen.

    TOPSHOT-IRAN-ISRAEL-US-WAR-UNIVERSITIES
  • |Julia Deutsch

    Meinl-Reisinger telefoniert mit iranischem Amtskollegen

    Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) hat am Karsamstag mit ihrem iranischen Amtskollegen Abbas Araqchi telefoniert. "In Zeiten wie diesen ist es wichtig, den Dialog aufrechtzuerhalten", erklärte die Außenministerin auf der Plattform X. Meinl-Reisinger forderte im Telefonat laut eigenen Angaben eine Deeskalation und ein Ende der Angriffe auf Nachbarstaaten. Zudem müsse die freie Schifffahrt in der Straße von Hormuz wiederhergestellt werden.

    Besonders im Hinblick auf die humanitären Auswirkungen auf die globale Ernährungssicherheit mit Fokus auf Düngemittel und andere wichtige Güter sei dies besonders wichtig. Österreich unterstütze jeden diplomatischen Weg zu einer neuen Vereinbarung über das iranische Atomprogramm und zur vollständigen Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), so Meinl-Reisinger abschließend.

  • |Patrick Resch

    Angriff auf Grenzübergang

    Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim war auch der wichtige Grenzübergang Shalamtsheh in Khorramshahr Ziel eines amerikanisch-israelischen Luftangriffs. Es seien schwere Schäden entstanden. Es handelt sich um einen der wichtigsten Grenzübergänge für den Handel und Personenverkehr zwischen dem Iran und dem Irak. Die staatliche irakische Nachrichtenagentur INA berichtete, bei dem Angriff seien eine Person getötet und fünf Menschen verletzt werden. Der Grenzübergang sei für den Handel und Personenverkehr gesperrt worden.

  • |Patrick Resch

    Türkei: Zwei Schiffe passieren Straße von Hormus

    Zwei von insgesamt 15 Schiffen unter türkische Flagge, die in der Nähe der Straße von Hormus auf die Durchfahrt warten, haben diese inzwischen passieren dürfen. Das sagte der türkische Verkehrsminister Abdülkadir Uraloğlu dem Sender CNN Türk am Samstag. Eines der beiden Schiffe habe bereits am 13. März die Meerenge passiert, berichtet der Sender TRT unter Berufung auf das Ministerium.

    Für neun weitere Schiffe liefen Gespräche mit den zuständigen Behörden, um die Passage durch die strategisch wichtige Meerenge zu ermöglichen, sagte Uraloğlu. Die Verantwortlichen für vier weitere Schiffe hätten entschieden, dass diese vorerst vor Ort bleiben, darunter seien zwei schwimmende Kraftwerke.

  • |Patrick Resch

    "Kritische" Suche nach US-Besatzungsmitglied im Iran

    Die Suche nach dem vermissten Besatzungsmitglied eines abgeschossenen Kampfjets im Iran ist für die USA einer Expertin zufolge eine "kritische Mission", die die Haltung der US-Bevölkerung zum Krieg maßgeblich beeinflussen könnte. Sollte der Iran das Besatzungsmitglied zuerst finden, wäre das "ein großer Gewinn" für Teheran, sagte Laurel Rapp, Direktorin des Nordamerika-Programms der Denkfabrik Chatham House, der BBC. Der Iran hätte dann "ein sehr starkes Druckmittel".

    Das Kampfflugzeug vom Typ F-15E war im Süden des Iran abgeschossen worden. Der Pilot konnte übereinstimmenden Medienberichten zufolge gerettet werden. Das vermisste Besatzungsmitglied soll der Waffensystemoffizier gewesen sein; dieser sitzt in der Regel auf dem hinteren Sitz im Cockpit. Die US-Regierung hält sich zu dem Zwischenfall weiterhin bedeckt, mindestens ein Flugzeug und zwei Hubschrauber sollen an einer Rettungsmission beteiligt sein.

    Medienberichten zufolge haben im Iran staatsnahe Sender dazu aufgerufen, das Besatzungsmitglied lebend zu fassen. Angeblich wurde eine Belohnung ausgerufen. Sollte das Crew-Mitglied in Gefangenschaft geraten und sollten Bilder davon veröffentlicht werden, könnte das die ohnehin schon kritische Haltung der amerikanischen Öffentlichkeit zum Krieg weiter negativ beeinflussen.

  • |Patrick Resch

    Wegen Ölpreisen: Senegal verbietet Dienstreisen

    Wegen der explodierenden Ölpreise infolge des Iran-Kriegs hat die Regierung des Senegal alle nicht notwendigen Auslandsreisen für Minister und Regierungsmitarbeiter gestrichen. Ministerpräsident Ousmane Sonko warnte vor extrem schwierigen Zeiten. Die stark gestiegenen Energiekosten belasten den Haushalt des westafrikanischen Landes. Bei einer Jugendveranstaltung in der Küstenstadt Mbour verwies Sonko darauf, dass Rohöl derzeit für etwa 115 Dollar pro Barrel gehandelt werde.

    In den Haushaltsplanungen des hoch verschuldeten Landes seien jedoch 62 Dollar veranschlagt worden. "Kein Minister meiner Regierung wird das Land verlassen, es sei denn, es handelt sich um eine unerlässliche Aufgabe, die mit unserer aktuellen Arbeit zusammenhängt", sagte der Regierungschef Freitagabend. Er selbst habe geplante Reisen in den Niger, nach Spanien und Frankreich abgesagt.

    Sonko kündigte für die kommende Woche weitere Schritte an. Der Minister für Energie und Bergbau werde sich in den nächsten Tagen an die Bevölkerung wenden, um die Pläne der Regierung im Detail vorzustellen.

  • |Patrick Resch

    Erneuter Angriff nahe Irans Atomkraftwerk

    Der Iran meldet einen weiteren Luftangriff in der Nähe des Atomkraftwerks Bushehr. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna schlug ein Geschoss nahe dem Grenzzaun ein. Als Folge der Explosion und herumfliegender Splitter sei ein Mitarbeiter getötet und ein Nebengebäude des Kraftwerks beschädigt worden. Nach Angaben der Agentur sind keine Schäden an den Hauptbereichen des Kraftwerks entstanden. Der Betrieb sei nicht beeinträchtigt.

  • |Patrick Resch

    Verletzte nach Angriff auf Petrochemie-Zentrum im Iran

    Der Iran hat Luftangriffe auf die Sonderwirtschaftszone der Petrochemie in Mahshahr gemeldet. Die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf das Gouverneursamt, dass es drei Einschläge und heftige Explosionen gegeben habe. Getroffen wurden demnach die Petrochemieunternehmen Fajr 1 und 2, Rijal und Amirkabir. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es Todesopfer und Verletzte gegeben habe. Israels Armee wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Angriff äußern.

    Tasnim berichtete unter Berufung auf den Sprecher für Notfallsituationen in der Sonderwirtschaftszone, dass eine vollständige Evakuierung aller aktiven Industrieeinheiten in der Region angeordnet worden sei. Mahshahr ist eine Hafenstadt in der iranischen Provinz Khuzestan nahe der Grenze zum Irak.

  • |Patrick Resch

    Israel und Hisbollah greifen sich weiter gegenseitig an

    Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah dauern an. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete am Samstag in der Früh einen israelischen Drohnenangriff im Südlibanon mit zwei Toten. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete zudem elf Verletzte bei israelischen Luftangriffen im Süden des Landes in der Nacht.

    Demnach soll es dabei auch Schäden an einem Krankenhaus gegeben haben. Von israelischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für die Angriffe.

  • |Patrick Resch

    Iran vollstreckt erneut Todesurteile gegen Dissidenten

    Im Iran sind zwei weitere Männer im Zuge einer Hinrichtungswelle exekutiert worden. Laut Justizportal Mizan sollen Abolhassan Montaser und Vahid Bani-Amerian im Auftrag der oppositionellen Volksmujaheddin Anschläge und Explosionen in Teheran geplant und durchgeführt haben. Die Justiz wirft ihnen außerdem vor, dabei auch Raketenwerfer eingesetzt zu haben.

    Menschenrechtsgruppen kritisieren jedoch, dass "Regimegegner" regelmäßig mit diesem Vorwurf konfrontiert werden. Amnesty International spricht in den Fällen Montaser und Bani-Amerian von unfairen Verfahren und möglichen Foltergeständnissen. Sie hätten wiederholt alle Vorwürfe zurückgewiesen, gegen den Staat zu den Waffen gegriffen zu haben.

    Die Volksmujaheddin sind eine iranische Oppositionsgruppe im Exil, die seit Jahrzehnten gegen das islamische System im Iran kämpft. Da die Gruppe im Iran als Terrororganisation eingestuft wird, wurden viele ihrer Mitglieder in den letzten Jahren hingerichtet.

  • |Patrick Resch

    Syrien: Mann durch israelischen Panzerbeschuss getötet

    Bei israelischem Panzerbeschuss ist im Süden Syriens nach Angaben syrischer Staatsmedien ein Mann getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete am Freitag, ein "junger Syrer" sei in der Provinz Quneitra nahe den von Israel besetzten Golanhöhen durch den Beschuss eines Fahrzeugs getötet worden. Auch das Staatsfernsehen meldete, ein ziviles Auto sei getroffen worden.

    Das syrische Außenministerium schrieb in einer Stellungnahme von einem "Verbrechen", bei dem "die Besatzungstruppen" eine Panzergranate auf ein "ziviles Fahrzeug abgefeuert" hätten. Der Vorfall stelle eine "flagrante Verletzung des humanitären Völkerrechts" dar, hieß es weiter.

  • |Patrick Resch

    Explosionen in Beirut und Damaskus

    In der Nacht auf Samstag erschütterten zudem mehrere laute Explosionen die libanesische Hauptstadt Beirut. Binnen einer halben Stunde ereigneten sich mindestens zwei Explosionen, berichtete ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP. Die israelische Armee erklärte im Onlinedienst Telegram, sie habe "Einrichtungen" der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz in Beirut angegriffen. Libanesische Medien berichteten von Attacken auf südliche Vororte der Hauptstadt.

    Auch in der syrischen Hauptstadt Damaskus und Umgebung waren Explosionen zu hören. Dem syrischen Staatsfernsehen zufolge löse das Abfangen iranischer Raketen durch die israelische Luftabwehr die Detonationen aus. Unterdessen heulten in Bahrain dem dortigen Innenministerium zufolge die Warnsirenen.

  • |Patrick Resch

    Insider: UN-Abstimmung über Schutz von Hormus-Straße vertagt

    Der UN-Sicherheitsrat stimmt Insidern zufolge voraussichtlich erst in der kommenden Woche über die von Bahrain eingebrachte Resolution zum Schutz der Handelsschifffahrt in und um die Straße von Hormuz ab. Ein ursprünglich für Freitag angesetztes und dann auf Samstag verschobenes Treffen der 15 Mitgliedstaaten sei erneut vertagt worden, sagen mehrere Diplomaten. Ein genauer Termin stehe noch nicht fest.

    Der Entwurf stößt auf Widerstand von Ländern wie China und Russland und ist bereits abgeschwächt worden. Die Veto-Macht China lehnt eine Ermächtigung zur Gewaltanwendung strikt ab. Die UN-Vertretung Bahrains äußert sich zunächst nicht zu den Gründen für die Verschiebung.

  • |Patrick Resch

    Neue Raketenangriffe auf Israel und Iran

    Das israelische Militär hat in der Nacht auf Samstag mehrfach Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet. Die Abwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen, teilte die Armee auf Telegram mit. Die Bewohner der betroffenen Gebiete seien per Handy-Mitteilung angewiesen worden, Schutzräume aufzusuchen und diese erst auf ausdrückliche Anweisung wieder zu verlassen. Zuvor war es in der iranischen Hauptstadt Teheran zu neuen schweren Angriffen gekommen.

  • |Patrick Resch

    Erneut schwere Angriffe auf Teheran

    Am späten Freitagabend kam es zudem erneut zu schweren Angriffen in Teheran. Anwohner im Norden der Stadt berichteten von massiven Explosionen, die ganze Gebäude zum Zittern gebracht hätten. Menschen seien in Panik auf die Straße gelaufen. Einem lokalen Medienbericht zufolge wurden Ziele im wohlhabenden Stadtteil Niawaran angegriffen.

    Am Abend riefen auch Bewohner im Westen Teherans nach den Angriffen einander an, um sich zu versichern, dass sie noch am Leben seien, wie es weiter hieß. Laut Augenzeugen sei "überall Rauch", mehrere Einsatzwagen seien auf den Straßen. Details von offiziellen Stellen gab es zunächst nicht

  • |Patrick Resch

    Iran lehnt US-Vorschlag für Feuerpause ab

    Die Regierung in Teheran habe Vermittlern offiziell mitgeteilt, dass die Forderungen der USA inakzeptabel seien, berichtet das Wall Street Journal. Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur FARS meldete unter Berufung auf einen Insider, es sei ein Vorschlag der USA für eine 48-stündige Feuerpause abgelehnt worden. Eine Stellungnahme aus Washington lag zunächst nicht vor. Doch stecken die aktuellen Bemühungen regionaler Staaten unter Führung Pakistans um einen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran laut den Medienberichten in einer Sackgasse.

  • |Amina Beganovic

    Iran schoss nach eigenen Angaben weiteren US-Kampfjet ab

    Der Iran hat nach eigenen Angaben einen weiteren US-Kampfjet abgeschossen. Das Staats-TV berichtete am Freitag unter Berufung auf die Streitkräfte der Islamischen Republik, ein Kampfjet vom Typ A-10 sei von der iranischen Luftabwehr getroffen worden. Die Maschine sei in den Persischen Golf gestürzt. Die "New York Times" hatte zuvor unter Verweis auf zwei US-Regierungsvertreter gemeldet, ein A-10-Kampfjet sei in den Persischen Golf gestürzt, der Pilot sei gerettet worden.

    Die Maschine vom Typ A-10 Warthog sei nahe der Straße von Hormuz etwa zur selben Zeit verunglückt, zu der ein Kampfjet vom Typ F-15E über dem Iran abgeschossen worden sei, so die "New York Times". Nähere Details wurden zunächst nicht genannt. Eine Stellungnahme der US-Regierung liegt zunächst auch nicht vor.

  • |Amina Beganovic

    Teheran kritisiert Internationale Atomenergiebehörde scharf

    Angesichts der Angriffe der USA und Israels auf Nuklearanlagen im Iran kritisiert die dortige Atomenergieorganisation (AEOI) die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA/IAEO) als parteiisch. Das Schweigen der IAEA zu den Angriffen der USA und Israels auf friedlich genutzte Nuklearanlagen sei "nicht bloß Untätigkeit, sondern eine klare Komplizenschaft mit den Tätern", so die AEOI am Freitag auf der Plattform X.

    Der Iran habe dem IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi mehrere Protestschreiben zugeschickt und ihn darauf hingewiesen, dass die Vernachlässigung seiner Pflichten das "noch verbliebene Ansehen" der IAEA diskreditieren könnte. Der Iran hat wiederholt das Streben nach Atomwaffen bestritten und erklärt, sein Nuklearprogramm diene rein friedlichen Zwecken.

    Die AEOI hatte bereits nach den US-israelischen Angriffen auf Irans Atomanlagen im Juni vergangenen Jahres die IAEA und Grossi wegen deren Passivität scharf verurteilt.

  • |Amina Beganovic

    Putin und Erdoğan fordern Waffenruhe

    Russlands Präsident Wladimir Putin und Türkeis Staatschef Recep Tayyip Erdoğan haben bei einem Telefonat eine sofortige Waffenruhe im Iran-Krieg gefordert. Zudem müssten Friedensvereinbarungen geschlossen werden, "welche die legitimen Interessen aller Staaten in der Region berücksichtigen", erklärten Putin und Erdoğan am Freitag nach Kreml-Angaben. Putin und Erdoğan sprachen demnach weiters über "koordinierte Maßnahmen" für die Sicherheit in der Region des Schwarzen Meeres.

    "Intensive militärische Handlungen führen zu schwerwiegenden negativen Konsequenzen in der Region und weltweit, unter anderem in den Bereichen Energie, Handel und Logistik", erklärten die beiden Präsidenten zum Iran-Konflikt.

  • |Amina Beganovic

    Renommierte Universität in Teheran getroffen

    Bei den jüngsten Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran ist erneut eine Universität in der Hauptstadt Teheran getroffen worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur TASNIM wurden bei der Attacke am Nachmittag (Ortszeit) das medizinische Forschungsinstitut sowie das Laborgebäude der Shahid-Beheshti-Universität fast vollständig zerstört. Zudem sei auch das Studentenwohnheim auf dem Uni-Gelände stark beschädigt worden.

    Zu möglichen Opfern gebe es vorerst keine Angaben. In den vergangenen Wochen hatte es Medienberichten zufolge bereits Angriffe auf Universitäten in Teheran und anderen Städten gegeben. Nach iranischen Angaben waren etwa die Technische Universität Isfahan und die Universität für Wissenschaft und Technologie in Teheran Ziel israelisch-amerikanischer Angriffe.

  • |Amina Beganovic

    Libanon: Drei Blauhelm-Soldaten bei Explosion verletzt

    "Heute Nachmittag hat eine Explosion in einer UN-Stellung drei Friedenssoldaten verletzt, zwei davon schwer", erklärte UNIFIL-Sprecherin Kandice Ardiel am Freitag. Die Explosionsursache ist bisher unklar. In der Vorwoche waren drei UNIFIL-Soldaten getötet worden. An der Libanon-Mission der UNO sind auch rund 170 Bundesheersoldaten beteiligt.

    Die UN-Mission erinnere "alle Akteure an ihre Verpflichtung, die Sicherheit der Friedenstruppen zu gewährleisten, unter anderem durch die Vermeidung von Kampfhandlungen in der Nähe, die sie in Gefahr bringen könnten", fügte Ardiel hinzu.

    Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Damals feuerte die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Bodentruppen über die Grenze.

  • |Amina Beganovic

    Überflug von US-Militärjets über Österreich

    Obwohl Österreich den USA die Nutzung des Luftraums für Iran-Kriegseinsätze verweigert, gibt es dennoch Überflüge von US-Militärjets über Österreich. Das bestätigte das Bundesheer am Freitag nach entsprechenden Medienberichten. Für zwei US-Flugzeuge, die aus Großbritannien nach Kreta flogen, wurde in Abstimmung mit dem Außenministerium der Überflug genehmigt.

    Das Luftfahrmagazin Austrian Wings berichtete online, dass am Donnerstag eine Maschine für "elektronische Kriegsführung" der US-Streitkräfte Österreich überflogen hatte. Das zweistrahlige Flugzeug Gulfstream EA-37B Compass Call II hob demnach vom britischen Luftwaffenstützpunkt Mildenhall ab. Es überquerte die Alpen und verließ den österreichischen Luftraum rund sechs bis sieben Minuten später wieder. Ziel war Chania auf Kreta, das Teil der Souda Air Base, eines großen NATO-Stützpunktes auf der griechischen Insel, ist. Militärspotter verwiesen noch auf ein weiteres Flugzeug.

  • |Diana Dauer

    Französisches Frachtschiff passiert Straße von Hormus

     Ein Containerschiff der französischen Reederei CMA CGM passiert einem Medienbericht zufolge die Straße von Hormus. Wieso das Schiff die eigentlich durch den Iran gesperrte Meerenge durchfahren konnte, bleibe zunächst offen, berichtet der Sender BFM TV

    CMA CGM ist für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Das französische Außenministerium lehnt einen Kommentar ab. Der Sender BFM TV gehört zum Unternehmen RMC BMF, das von der Mediensparte der Reederei CMA CGM kontrolliert wird. Zuletzt gab es Berichte, wonach potenzielle Angreifer Geld für eine sichere Passage von Frachtern durch die Straße von Hormus verlangten. Derzeit sitzen sechs Schiffe der Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd im Persischen Golf fest. 

  • |Diana Dauer

    Lebensmittelpreise steigen weltweit infolge des Krieges

    Die weltweiten Lebensmittelpreise sind im März auf den höchsten Stand seit vergangenem September geklettert. Grund dafür seien die durch den Iran-Krieg gestiegenen Energiekosten, teilte die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO am Freitag mit. Sollten die Kämpfe andauern, könnten die Preise weiter anziehen. Bisher seien die Preiserhöhungen durch ein reichliches Getreideangebot abgefedert worden, erklärte FAO-Chefökonom Maximo Torero.

  • |Diana Dauer

    Abstimmung im Sicherheitsrat über Straße von Hormus am Samstag

    Der UNO-Sicherheitsrat will nach Angaben von Diplomaten am Samstag über eine von Bahrain eingebrachte Resolution zum Schutz der Handelsschifffahrt in und um die Straße von Hormuz abstimmen. Zunächst war ein Votum am Freitag geplant, wurde dann aber wegen des Feiertags auf Samstagmorgen (New Yorker Zeit) verschoben. Der Resolutionsentwurf würde "alle notwendigen defensiven Mittel" zum Schutz der Handelsschifffahrt für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten genehmigen.

    Die Vetomächte Russland, China und Frankreich äußerten starke Bedenken gegen eine Ermächtigung zur Gewaltanwendung. "Der Einsatz von Gewalt kann keinen Frieden bringen", sagte der chinesische UNO-Botschafter Fu Cong vor dem Sicherheitsrat. "Die Mitgliedstaaten zum Einsatz von Gewalt zu ermächtigen, käme einer Legitimierung des rechtswidrigen und wahllosen Einsatzes von Gewalt gleich, was unweigerlich zu einer weiteren Eskalation der Lage und zu schwerwiegenden Folgen führen würde", fügte er hinzu.

    Moskau, ein langjähriger Verbündeter Teherans, erklärte, es werde keine Maßnahmen unterstützen, die es als einseitig betrachtet. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor erklärt, ein Militäreinsatz zur Befreiung der Meerenge sei "unrealistisch".

  • |Diana Dauer

    Gasanlage in Abu Dhabi nach Angriff Betrieb eingestellt

    In Abu Dhabi stellt nach offiziellen Angaben eine Gasanlage den Betrieb ein. Trümmerteile seien nach einer Luftverteidigungsaktion auf das Gelände der Habshan Gasanlage gefallen, teilte das staatliche Medium Abu Dhabi Media Office auf X mit. Es gebe keine Berichte über Opfer. Der Betrieb sei eingestellt worden, während die Behörden einen Brand bekämpften, hieß es weiter.

    Auch in der Region Ajban reagierten Behörden des Emirats auf herabfallende Trümmerteile, hieß es in einer weiteren Stellungnahme.

  • |Diana Dauer

    Bild zeigt zerstörte rücke nach US-Angriff

    Bei einem US-Angriff wurde die B1 Brücke in Karaj, im Iran, zerstört.  US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit der weiteren Zerstörung von wichtiger Infrastruktur. „Unsere Streitkräfte, die größten und stärksten der Welt, haben noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was im Iran noch übrig ist. Als nächstes kommen Brücken, dann Kraftwerke“, schreibt der US-Präsident in den sozialen Medien. „Die neue iranische Führung weiß, was getan werden muss, und zwar schnell!“, fügt er hinzu. 

    The B1 bridge damaged by a strike, as the U.S.-Israeli conflict with Iran continues, in Karaj
  • |Karl Peternel-Oberascher

    Raffinerie in Kuwait getroffen

    Am Freitag gerieten auch mit den USA verbündete Länder erneut unter Beschuss: In Kuwait trafen Drohnen eine Raffinerie und lösten Brände aus, meldete die staatliche Nachrichtenagentur des Emirats. Wie die staatliche Kuwait Petroleum Company (KPC) auf X mitteilte, seien in mehreren Betriebseinheiten Feuer ausgebrochen. Rettungskräfte seien im Einsatz, um die Brände zu löschen. Es gebe keine Berichte zu Opfern. KPC berichtete nicht, die Raffinerie abgeschaltet zu haben. Die Anlage gehört zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.

    Bei einem iranischen Angriff in Kuwait wurden außerdem nach Angaben der dortigen Regierung ein Kraftwerk und eine Wasserentsalzungsanlage getroffen. Dabei entstanden Sachschäden an Teilen der Anlage, teilte das Ministerium für Elektrizität, Wasser und erneuerbare Energien mit. Notfall- und Technik-Teams seien im Einsatz, um den Betrieb gemäß den Notfallplänen aufrechtzuerhalten und das Gelände zu sichern.
     

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Hyundai: Lieferungen nach Europa gestört

    Der Iran-Krieg stört die Exporte des südkoreanischen Autobauers Hyundai nach Europa und Nordafrika. Selbst bei einem baldigen Ende des Konflikts werde es längere Zeit dauern, die Lieferketten wiederherzustellen, sagte Hyundai-Manager Kim Dong-jo am Freitag. Er sprach bei einem Treffen von Regierungs-und Wirtschaftsvertretern im Hafen von Pyeongtaek-Dangjin, wo die Folgen des Krieges erörtert wurden.

    Die Logistikeinheit des Konzerns, Hyundai Glovis, betonte, dass sie derzeit einige Routen im Nahen Osten nicht befahren könne. Fracht müsse daher vorübergehend an alternativen Standorten gelagert werden. Hyundai, zu dem auch das Schwesterunternehmen Kia gehört, ist der drittgrößte Autobauer der Welt.
     

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Wieder US-Kampfjet abgeschossen

    Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Militärangaben zum zweiten Mal seit Beginn des Krieges vor fast fünf Wochen ein US-Kampfflugzeug abgeschossen. Der F-35-Jet sei in der Mitte des Landes zu Boden gegangen, teilte das Hauptquartier der iranischen Streitkräfte mit. Unterdessen ist Israel am Freitagmorgen und in der Nacht erneut mit Raketen beschossen worden. In Kuwait wurde eine Raffinerie von Drohnen getroffen.

    Die Überlebenschancen des Piloten seien gering, teilten die Revolutionsgarden am Freitag mit. Eine Stellungnahme aus den USA lag zunächst nicht vor. Iranische Meldungen über erfolgreiche Zerstörungen US-amerikanischer Kampfjets hatte das Regionalkommando für den Nahen Osten (CENTCOM) zuletzt zurückgewiesen. Am Donnerstag etwa widersprach CENTCOM einem vermeintlichen Abschuss über der iranischen Insel Qeshm im Süden des Landes. Im März hatte das US-Militär die Notlandung eines F-35-Flugzeugs nach einem Einsatz über dem Iran gemeldet.
     

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Ex-Außenminister Irans wirbt für nachhaltigen Frieden mit den USA

    Der frühere iranische Außenminister Mohammed-Jawad Sarif hat angesichts des verheerenden Kriegs für einen "echten" Frieden mit den USA geworben. In einem Gastbeitrag für das Magazin "Foreign Affairs" argumentierte Sarif, dass der Grundkonflikt gelöst werden müsse. Anstelle eines möglicherweise fragilen Waffenstillstands sei ein echtes Friedensabkommen nötig. Beide Staaten sollten "diese Katastrophe als Gelegenheit nutzen, um 47 Jahre der Kriegslust zu beenden".

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Mitten im Iran-Krieg: US-Verteidigungsminister Hegseth entlässt Heereschef George

    Der Stabschef der Teilstreitkraft, General Randy George, trete mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück, schrieb ein Pentagon-Sprecher auf der Plattform X. Der US-Sender CBS News berichtete, Hegseth habe den General zum Rücktritt aufgefordert. Andere US-Medien berichteten, Hegseth habe George gefeuert.

    Der Führungswechsel beim Heer passiert, während die USA Krieg gegen den Iran führen. Einen Zusammenhang dazu oder einen anderen spezifischen Grund für den Schritt nannte CBS News nicht. Hegseth wolle jemanden in dem Amt haben, der die Vision umsetze, die Präsident Donald Trump und er für das Heer hätten, berichtete der Sender unter Berufung auf eine mit der Entscheidung vertraute Person. 

  • |Karl Peternel-Oberascher

    UN-Sicherheitsrat stimmt über Straße von Hormuz ab

    Der UN-Sicherheitsrat soll am Freitag über den vom Golfkooperationsrat geforderten Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormuz mit Waffengewalt abstimmen. Das verlautete am Donnerstag aus Diplomatenkreisen. Bahrain hat einen Resolutionsentwurf vorgelegt, demzufolge "alle notwendigen Mittel" eingesetzt werden können sollen. Die Vetomächte Russland, China und Frankreich äußerten starke Bedenken gegenüber dem von den USA unterstützten Vorschlag.

    "Der Einsatz von Gewalt kann keinen Frieden bringen", sagte der chinesische UN-Botschafter Fu Cong vor dem Sicherheitsrat. "Die Mitgliedstaaten zum Einsatz von Gewalt zu ermächtigen, käme einer Legitimierung des rechtswidrigen und wahllosen Einsatzes von Gewalt gleich, was unweigerlich zu einer weiteren Eskalation der Lage und zu schwerwiegenden Folgen führen würde", fügte er hinzu.

    Moskau, ein langjähriger Verbündeter Teherans, erklärte, es werde keine Maßnahmen unterstützen, die es als einseitig betrachtet. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor erklärt, ein Militäreinsatz zur Befreiung der Meerenge sei "unrealistisch".

    Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Walz, sagte indes, der Vorschlag des Golfkooperationsrates habe die Unterstützung Washingtons: "Kein Land sollte in der Lage sein, die Volkswirtschaften der Welt als Geisel zu nehmen, um in einem Konflikt einen Vorteil zu erzwingen."
     

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Trump: Brücken als nächste Ziele, dann Kraftwerke

    US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit härteren Angriffen auf die Infrastruktur des Landes gedroht. Das US-Militär habe noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was im Iran noch übrig sei, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. "Brücken als Nächstes, dann Kraftwerke!" Er ergänzte: "Die neue Führung des Regimes weiß, was getan werden muss." Und das müsse schnell geschehen.

    Es blieb zunächst unklar, was genau er damit meinte. Wahrscheinlich bezog er sich auf seine früheren Äußerungen, wonach sich die Führung in Teheran zur Beendigung des Kriegs auf einen Deal einlassen müsse, bevor es zu spät sei und nichts mehr vom Land übrig bleibe. Für den Fall, dass der Iran eine Übereinkunft mit den USA ablehnen sollte, hat Trump dem Teheran schon mehrfach mit Angriffen auf Kraftwerke und Strominfrastruktur gedroht.

    Zuvor hatte das Militär am Donnerstag eine wichtige Autobahnbrücke bei Teheran bombardiert. Das iranische Staatsfernsehen und die Nachrichtenagentur FARS berichteten - unter Berufung auf den stellvertretenden Gouverneur der Provinz - von acht Toten und 95 Verletzten. Die amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran dauern inzwischen seit fast fünf Wochen an.
     

  • |Julia Deutsch

    Ergebnisse der Hormus-Gespräche

    Rund 40 Länder haben am Donnerstag auf britische Initiative darüber diskutiert, wie wieder eine sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus möglich wird. Dabei hätten die teilnehmenden Länder unter anderem über mögliche weitere Sanktionen gegen Teheran gesprochen, teilte das britische Außenministerium nach dem Online-Treffen mit. Konkrete Schritte blieben jedoch vorerst aus.

    Eine weitere Maßnahme könnte der Mitteilung zufolge die Zusammenarbeit mit der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) sein, "um sicherzustellen, dass die ersten gestrandeten Schiffe wieder in Fahrt kommen können". Die IMO gab zuletzt bekannt, bereits an Evakuierungsplänen für die zahlreichen festsitzenden Schiffe und Seefahrer zu arbeiten.

  • |Julia Deutsch

    Stahlwerk bei Isfahan nach Angriffen außer Betrieb

    Nach neuen Luftangriffen auf die Stahlindustrie im Iran stellte indes ein Werk bei Isfahan seinen Betrieb ein. Das Ausmaß der Schäden und die Zerstörungen an den Einrichtungen haben zum vollständigen Stillstand der Produktionslinien geführt, wie die Zeitungen Shargh und Hammihan unter Berufung auf eine Mitteilung des Stahlkonzerns Mobarakeh berichteten. Die Mitarbeiter wurden demnach angewiesen, ihre Arbeit niederzulegen.

    Die Stahlindustrie zählt zu den Schlüsselbranchen im Iran und spielt eine zentrale Rolle etwa in der Automobilproduktion oder dem Rüstungsbereich. Das Werk Mobarakeh bei Isfahan ist dabei der größte Stahlproduzent des Landes und ein wichtiger Pfeiler der inländischen Versorgung. Vor dem Hintergrund internationaler Sanktionen hat Iran seine Stahlproduktion gezielt ausgebaut, um unabhängiger von Importen zu werden. In dem Werk bei Isfahan sind mehr als 10.000 Menschen beschäftigt.

  • |Julia Deutsch

    USA zerstören wichtige Brücke im Iran

    Nach der Bombardierung einer wichtigen Autobahnbrücke bei Teheran hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit weiteren Angriffen gedroht. „Die größte Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden - es wird noch viel mehr folgen!“, schrieb er auf der Online-Plattform Truth Social und postete ein kurzes Video dazu, das die zerstörte Brücke vor einem Bergmassiv und dichte Rauchschwaden zeigt. 

    Der Iran sollte sich auf einen Deal einlassen, bevor es zu spät sei und nichts mehr übrig bleibe von dem Land, so Trump. Es handelt sich um eine wichtige Autobahnbrücke in der Großstadt Karadsch, einem Vorort westlich von Teheran. Iranische Medien hatten zuvor von dem Luftangriff berichtet. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran und eine wichtige Verbindungsroute für Pendler aus Karadsch in die Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran. 

  • |Julia Deutsch

    18 Staaten rufen Israel und Hisbollah zur Einstellung der Kämpfe auf

    18 europäische Staaten haben Israel und die Hisbollah-Miliz aufgerufen, die Kämpfe zu beenden. "Der israelische Militäreinsatz im Libanon und die Angriffe der Hisbollah müssen eingestellt werden", forderten die Außenminister von 18 Ländern, darunter Österreich, Italien, Spanien und Polen in einer gemeinsamen Erklärung. Auch die Angriffe auf die UNO-Friedenstruppe im Libanon (UNIFIL) werden verurteilt. Die Sicherheit der UNIFIL-Soldaten müsse jederzeit gewährleistet sein.

  • |Julia Deutsch

    Neue Raketenangriffe auf Israel und Iran

    Der Iran hat Israel erneut mit Raketen angegriffen. Irans staatlicher Rundfunk berichtete von einer weiteren Angriffswelle auf die Küstenstadt Tel Aviv. In der Metropole sowie in Jerusalem gab es am Donnerstag erneut Raketenalarm, Menschen eilten in Schutzräume. Im Iran ist unterdessen eine wichtige Autobahnbrücke zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit bombardiert worden.

    Nach ersten Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom wurde in Israel niemand verletzt. Bei einem Raketenangriff der mit dem Iran verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz wurde nach Medienberichten in der Stadt Nahariya im Norden Israels ein Kindergarten getroffen. Dabei gab es den Angaben zufolge ebenfalls keine Verletzten.

  • |Julia Deutsch

    UNO-Generalsekretär: "Wir stehen am Rande von größerem Krieg"

    UNO-Generalsekretär António Guterres hat vor dem Hintergrund der jüngsten Eskalationsdrohungen zwischen den USA und dem Iran vor einer gefährlichen Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten gewarnt. "Wir stehen am Rande eines größeren Krieges, der den Nahen Osten erfassen und weltweit dramatische Auswirkungen haben würde", sagte Guterres vor Journalisten in New York. "Die Spirale aus Tod und Zerstörung muss enden."

  • |Julia Deutsch

    Putin und saudischer Kronprinz beraten über Nahost und OPEC+

    Der russische Präsident Wladimir Putin und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman haben nach russischen Angaben vom Donnerstag in einem Telefonat den Nahost-Krieg und ihre Zusammenarbeit in der Ölförderländer-Gruppe OPEC+ erörtert. Beide Seiten äußerten sich dem Kreml zufolge besorgt über die militärische Eskalation und forderten ein Ende der Feindseligkeiten.

    Man habe auch die Bedeutung gemeinsamer Bemühungen unter Mitwirkung von Russland und Saudi-Arabien im Rahmen der OPEC+ betont, um den globalen Ölmarkt zu stabilisieren. Russland unterliegt wegen des Kriegs gegen die Ukraine internationalen Sanktionen unter anderem in Bezug auf seine Ölexporte.

  • |Julia Deutsch

    Institut Pasteur in Teheran bei Angriff beschädigt

    Das Institut Pasteur in Teheran ist bei einem Beschuss der iranischen Hauptstadt nach Behördenangaben schwer beschädigt worden. "Der Angriff gegen das Institut Pasteur des Iran, ein hundertjähriger Pfeiler der Weltgesundheit und Mitglied des internationalen Pasteur-Netzwerks, ist eine direkte Attacke gegen die internationale Gesundheitsversorgung", teilte der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, am Donnerstag über die Plattform X mit.

    Kermanpur veröffentlichte Bilder des stark beschädigten Gebäudes, von dem einige Teilen in Trümmern lagen.

  • |Amina Beganovic

    Iran: Keine Urananreicherung für Atomwaffen

    Der Iran strebt nach den Worten seines Vertreters bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) keine Urananreicherung in einem für den Bau einer Atombombe erforderlichen Ausmaß an. Die Vorwürfe, denen zufolge Teheran Uran auf den für den Bau einer Atomwaffe nötigen Grad anreichern wolle, seien eine "Lüge", sagte der iranische IAEA-Botschafter Reza Najafi der AFP.

    Er bestritt zudem, dass die Islamische Republik nach den US-israelischen Angriffen auf ihre Atomanlagen im Juni 2025 die Urananreicherung "wieder aufgenommen" habe. "Wir haben die Anreicherung nicht wieder aufgenommen, und es war eine Lüge, eine sehr große Lüge, wie die anderen Lügen auch", sagte Najafi.

    Die USA und Israel hätten den Iran beschuldigt, er wolle sein Atomwaffenprogramm wieder aufnehmen, sagte Najafi. Dabei habe es im Iran "nie ein Atomprogramm gegeben". Dies sei "wiederholt von der IAEA und sogar von den amerikanischen Geheimdiensten selbst bestätigt" worden. Nach Einschätzung der IAEA ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Zur Herstellung von Atomsprengköpfen ist auf 90 Prozent angereichertes Uran nötig, zur Stromerzeugung mit Atomkraft ist eine Anreicherung auf 3,67 Prozent ausreichend.

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