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USA nimmt nun auch zivile Infrastruktur ins Visier

Das US-Militär hat erneut Ziele im Iran angegriffen und will dessen militärische Fähigkeiten weiter schwächen. Teheran droht mit einer Offensive, während die Straße von Hormuz für den Schiffsverkehr zunehmend zum Nadelöhr wird. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Smoke rises following a strike at an unknown location during what the U.S. military says is its latest wave of strikes on Iran
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Iran-Krieg

  • |Brigitte Quint

    Rahmenabkommen mit den USA ausgesetzt

    Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran hat nach Ansicht der Regierung in Teheran keinen Bestand mehr. Man habe das Abkommen ausgesetzt, sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars. „Wir sind mit der Verteidigung des Landes beschäftigt“, zitierte die Agentur den Minister aus einem TV-Interview.

  • |Manuel Simbürger

    Zwei US-Kampfflugzeuge bei Angriff in Jordanien zerstört

    Die iranischen Revolutionsgarden haben staatlichen Medien zufolge bei einem Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mindestens zwei US-Kampfflugzeuge und drei weitere Flugzeuge zerstört. Der Angriff mit Raketen und Drohnen habe sich gegen den Stützpunkt Al-Azraq gerichtet, berichtete das iranische Staatsfernsehen am Samstag unter Berufung auf die Elite-Streitmacht.

    Zudem sei ein Teil der Luftwaffenbasis Sheikh Isa in Bahrain ins Visier genommen worden, in dem sich US-Kampfflugzeuge befunden hätten. Dort sei auch ein Datenzentrum des Geheimdienstes attackiert worden. Reuters konnte die Berichte zunächst nicht verifizieren.

  • |Manuel Simbürger

    Irak schloss 48 Abkommen mit US-Unternehmen für Großprojekte

    Der Irak hat bei der Washington-Reise von Ministerpräsident Ali al-Zaidi 48 Abkommen und Partnerschaften mit US-Unternehmen geschlossen. Die Vereinbarungen beträfen vor allem die Öl- und Energiebranche, erklärte das Büro des Premiers am Samstag. Zu den beteiligten Unternehmen gehören demnach die Energiekonzerne ExxonMobil, Shell und Halliburton, der Bauriese KBR und der Energieanlagenbauer GE Vernova. Zudem wurde der Wiederaufbau einer Ölpipeline Irak-Syrien vereinbart.

    Damit soll angesichts des erneut eskalierten Konflikts zwischen den USA und dem Iran eine zusätzliche Route für irakische Ölexporte geschaffen werden. Der Irak unterzeichnete außerdem ein Abkommen mit dem Satelliteninternetanbieter Starlink von Tech-Unternehmer Elon Musk, der künftig Dienste in dem Land anbieten soll.

  • |Manuel Simbürger

    US-Angriffe im Iran: Explosionen im Süden gemeldet

    Iranische Staatssender Irib: Detonationen in der Umgebung von Sirik nahe der Straße von Hormus sowie der Küstenstadt Bandar Abbas. US-Militär macht keine Angaben zu Angriffswelle.


     

  • |Manuel Simbürger

    Kuwait meldet Beschuss, Alarm auch in Bahrain

    Die Golfstaaten Kuwait und Bahrain sind nach Beginn erneuter US-Angriffe im Iran wieder unter Beschuss geraten. Die kuwaitische Luftabwehr sei gegen iranische Drohnenangriffe im Einsatz, teilte das Militär des US-Verbündeten in der Nacht auf der Plattform X mit. Details gab es zunächst nicht. Auch in Bahrain heulten in der Nacht die Sirenen, wie das Innenministerium mitteilte.

    Die Bevölkerung sei aufgerufen worden, Ruhe zu bewahren und sich zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben, hieß es. Die beiden Golfstaaten wie auch andere mit den USA verbündete Länder der Region werden nach US-Angriffen gegen den Iran immer wieder Ziel iranischer Vergeltungsangriffe. Das US-Militär unterhält dort eigene Militärstützpunkte.

  • |Manuel Simbürger

    Straße von Hormus: Zwei Öltanker nach Explosionen in Brand geraten

    Nach Explosionen sind zwei Öltanker südlich der Straße von Hormus in Brand geraten. Die Schiffe hätten zuvor ein vermintes Seegebiet durchquert, berichtet das iranische Staatsfernsehen unter Berufung auf eine Erklärung der Revolutionsgarden.

  • |Maximilian Fally

    Siebente Nacht in Folge: Neue US-Angriffe gegen den Iran

    Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die siebente Nacht in Folge Ziele im Iran attackiert. Die Angriffe seien um 15.00 Uhr US-Ostküstenzeit (22.30 Uhr Ortszeit im Iran) aufgenommen worden, teilte das für die Region zuständige Kommando des US-Militärs (Centcom) auf X mit. Ziel sei es, die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen, hieß es.

    Bei ihren vorherigen massiven Angriffen auf den Iran hatten die USA zuletzt nicht nur militärische Ziele attackiert, sondern nach iranischen Medienberichten auch Infrastruktur, die auch zivilen Zwecken dient, beschädigt. Bis Freitagfrüh bombardierte das US-Militär eine Reihe von Zielen. Nach iranischen Angaben wurden Brücken, ein Flughafen und Infrastruktur der Seefahrt getroffen.

  • |Maximilian Fally

    Acht Tote bei Angriff auf Trauergemeinde in Gaza gemeldet

    Bei einem israelischen Luftangriff sind nach Angaben des von der islamistischen Hamas kontrollierten Zivilschutzes acht Menschen im Gazastreifen getötet worden. Der Angriff habe sich in der Nähe eines Marktes im Zentrum des Küstenstreifens während eines "Trauerzugs" ereignet, erklärte der Zivilschutz am Freitag. Die israelische Armee teilte ihrerseits mit, sie habe eine "Terrorzelle der Terrororganisation Islamischer Jihad im Zentrum des Gazastreifens" angegriffen.

    Sie kenne Vorwürfe, wonach Unbeteiligte bei dem Angriff getroffen worden seien. Der Angriff werde untersucht, erklärte Israels Armee weiter. Bei dem Vorfall in Nuseirat sind palästinensischen Gesundheitsbehörden zufolge 20 weitere Personen verletzt worden. Die Trauernden nahmen demnach an der Beerdigung einer Person teil, die bei einem früheren Angriff am selben Tag getötet wurde. Die radikal-islamische Hamas verurteilte den Angriff als "brutales Massaker".

  • |Maximilian Fally

    US-Militär: Haben iranischen Überwachungsturm zerstört

    Das US-Militär hat bei seinen Angriffen gegen den Iran nach eigenen Angaben einen Überwachungsturm für die Seefahrt zerstört. Dieser sei Teil eines maritimen Überwachungsnetzwerks entlang der iranischen Küste am Golf von Oman gewesen, teilte das zuständige Regionalkommando auf der Plattform X mit. Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hätten den Turm jahrzehntelang genutzt, um Handelsschiffe in der Straße von Hormuz zu verfolgen und ins Visier zu nehmen, hieß es.

  • |Brigitte Quint

    Handelsschiff vor der Küste des Jemen angegriffen

    Ein Handelsschiff ist Berichten zufolge vor der Küste des Jemen angegriffen worden. Wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, sollen unautorisierte Personen an Bord gegangen sein, während das Schiff den Golf von Aden in östlicher Richtung durchquerte. Der Vorfall soll sich demnach 65 Seemeilen südlich der jemenitischen Stadt Al-Mukalla abgespielt haben. Er werde von Behörden untersucht, hieß es in der Mitteilung.

    Darüber hinaus wurden Schiffe zur Vorsicht aufgerufen. Ob der Vorfall mit dem jüngsten Aufflammen der Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran zu tun hat, war zunächst unklar. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen äußerte sich vorerst nicht zu dem mutmaßlichen Angriff. Sie hatte jedoch wiederholt damit gedroht, die wichtige Seeroute zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden zu stören. Neben der Straße von Hormuz, die vom Iran als Reaktion auf die israelisch-amerikanischen Angriffe blockiert wird, ist das eine weitere wichtige Lebensader des internationalen Seehandels in der Region.

  • |Josef Siffert

    "Wo kann Trump getötet werden?“ Iran-Video sorgt für Wirbel

    Das auch auf Telegram verbreitete Video zeigt mögliche Routen des US-Präsidenten. Elon Musk ließ den Clip auf X löschen.

  • |Josef Siffert

    Pakistan soll mit Vermittlerrolle hadern

    Nach weiteren Eskalationen im Iran-Krieg hadert Pakistan mit seiner Rolle als Vermittler. Aktive Vermittlungsbemühungen vonseiten Pakistans in dem Konflikt ruhen derzeit, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Diplomatenkreisen im Land. Am Donnerstag hatte das pakistanische Außenministerium Konfliktbeteiligte zur Zurückhaltung aufgerufen. Auch der möglicherweise neu aufflammende Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der Houthi-Miliz im Jemen soll Pakistan in Bedrängnis bringen. Die Atommacht Pakistan unterhält mit Saudi-Arabien seit dem vergangenen Jahr ein Militärbündnis.

    Am Montag war es zwischen den Houthi und der international anerkannten Regierung im Jemen, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, zu einer der schwersten Konfrontationen seit Jahren gekommen. Am Donnerstag hatte der Houthi-Anführer Abdul Malik al-Houthi dem benachbarten Saudi-Arabien mit Angriffen auf Ölanlagen, Flughäfen und andere sensible Ziele gedroht.

  • |Josef Siffert

    Ölpreise steigen weiter

    Nach erneuten Angriffen im Nahen Osten arbeiten sich die Ölpreise weiter nach oben. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuern sich um jeweils rund ein halbes Prozent auf 84,60 und 79,64 Dollar je Fass (159 Liter). Auf Wochensicht kommen sie auf ein Plus von jeweils rund elf Prozent - das größte seit rund drei Monaten. 

    Auslöser sind die zunehmenden Angriffe zwischen den USA und dem Iran, die den Ölhandel durch die Straße von Hormus einschränken, sowie die Aufforderung Irans an die Huthi-Miliz, sich auf eine Schließung der Exportroute über das Rote Meer vorzubereiten.

  • |Josef Siffert

    Iran meldet 38 Tote und über 400 Verletzte bei US-Angriffen im Juli

    Im Zuge von US-Angriffen auf den Iran sind Teheran zufolge im Juli mindestens 38 Menschen getötet worden. Mehr als 400 seien verletzt worden, meldete das Gesundheitsministerium am Freitag. Die Zahlen dürften sich auf Zivilisten beziehen, da getötete Soldaten in der Regel separat aufgeführt werden.

    Die gemeldeten Zahlen dürften aber noch nicht die Opfer der letzten US-Angriffswelle der Nacht beinhalten. Iranische Medien sprachen zunächst von insgesamt acht Toten bei den US-Attacken auf Straßen und Brücken im Raum der Hafenstadt Bandar Khamir am Persischen Golf. Mindestens neun weitere Menschen seien bei den Angriffen in der Provinz Hormozgan im Süden verletzt worden. Irans UN-Botschafter erklärt demnach, die US-Angriffe auf zivile Infrastruktur stellten Kriegsverbrechen dar. Das US-Militär erklärte dagegen, man habe Dutzende "militärische Ziele" mit Präzisionsmunition getroffen, darunter Flugabwehrsysteme und Radaranlagen zur Küstenüberwachung.

  • |Josef Siffert

    Iran greift Syrien und Jordanien an

    Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens den ehemaligen US-Militärstützpunkt Al-Tanf im Südosten Syriens angegriffen. In Syrien sei bei einem "Überraschungsangriff" das Kommandozentrum "des Feindes" in der Region attackiert worden, erklärte das iranische Staatsfernsehen am Freitag im Onlinedienst Telegram.

    Unterdessen hat die jordanische Armee erneut einen iranischen Angriff abgewehrt und drei Raketen abgefangen. Die Flugabwehr sei am Freitagmorgen aktiviert worden, nachdem die Raketen in den jordanischen Luftraum eingedrungen seien, erklärte die Armee. Es wurden keine Opfer oder Sachschäden gemeldet.

    Die iranischen Streitkräfte hatten zuvor nach neuen US-Angriffen auf Ziele im Iran unter anderem US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait attackiert, auch Katar meldete Raketenbeschuss. Jordanien war in den vergangenen Tagen bereits mehrfach vom Iran angegriffen worden.

  • |Josef Siffert

    US-Sprecherin: Iran weiter an Abkommen interessiert

    Nach Darstellung von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt ist Teheran weiter an einem Abkommen mit Washington interessiert. "Der Iran steht nach wie vor in engem Austausch mit den Vereinigten Staaten von Amerika", sagte Leavitt am Donnerstag vor der Hauptstadtpresse in Washington. Dass das US-Militär ungeachtet dessen seit Tagen Ziele im Iran angreift, begründete Leavitt mit dem Verhalten der iranischen Führung. Trump werde nicht tatenlos zusehen, wie der Iran Schiffe in der Straße von Hormus angreife, erklärte die Sprecherin.

    Die Angriffe erfolgen zu einem Zeitpunkt, da die USA wieder eine Seeblockade gegen iranische Häfen durchsetzen. Das US-Militärkommando Centcom veröffentlichte Fotos, die zeigen, wie US-Marinesoldaten ein Handelsschiff entern und durchsuchen. Seit der Wiederaufnahme der Blockade Anfang dieser Woche hätten die USA drei Schiffe umgeleitet und ein weiteres außer Gefecht gesetzt, das den Anweisungen keine Folge geleistet habe, hieß es.

  • |Josef Siffert

    Trump spricht von großen Erfolgen im Iran

    US-Präsident Donald Trump behauptete in einer Rede an seine Nation, im Iran erziele man "große Erfolge, und Sie werden die Früchte dieser Arbeit schon sehr, sehr bald sehen." Mehr sagte er zu dem Konflikt nicht. Am Mittwoch hatte er dem Iran erneut Angriffe auf zivile Infrastruktur angedroht. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, "es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln", sagte er dem Sender Fox News.
     

  • |Josef Siffert

    Sechste Angriffsnacht in Folge: USA bombardieren Brücken und Flughafen

    Das US-Militär hat in der sechsten Angriffsnacht in Folge mehrere Brücken und einen Flughafen im Iran bombardiert. Mit den Angriffen sollten Nachschubwege zu einem iranischen Marinestützpunkt an der Straße von Hormus unterbrochen werden. Der Iran hat als Antwort mit Angriffen auf amerikanische Militäreinrichtungen in den Golfstaaten reagiert.

  • |Julia Deutsch

    Angriff auf Golfinsel Qeshm

    Iranischen Medienberichten zufolge gab es auch neuerliche Angriffe auf die Golfinsel Qeshm nahe der Straße von Hormuz. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete am Donnerstag unter Berufung auf lokale Behörden von einem US-Raketenangriff in der Nähe von Qeshm. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete, ein Korrespondent habe berichtet, dass Orte rund um die Insel von US-Geschossen getroffen worden seien. Das iranische Staatsfernsehen berichtete zudem, dass die Hafenstadt Bandar Abbas am Donnerstagabend Ziel der "Aggression des amerikanischen Feindes" geworden sei.

  • |Maximilian Fally

    Iran fordert Houthi zu Vorbereitung von Blockade am Roten Meer auf

    Der Iran hat die Houthi-Rebellen im Jemen laut Insidern aufgefordert, sich auf eine Sperrung des Seewegs für Öltransporte im Roten Meer vorzubereiten. Dies solle für den Fall geschehen, dass die USA die iranische Energieinfrastruktur angriffen, sagten drei eingeweihte Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Ein solcher Schritt würde die weltweite Energieversorgung massiv bedrohen, da die wichtigste Route durch die Straße von Hormuz bereits vom Iran blockiert wird.

  • |Maximilian Fally

    Ölpreise geben nach, Experten warnen vor Anstieg

    Die Ölpreise sind am Donnerstag leicht gesunken. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Vormittag 84,37 Dollar, um 0,68 Prozent weniger als am Vortag. Beide Kontrakte bleiben aber nahe ihrer Ein-Monats-Hochs. 

    „Der Markt reagiert noch immer mit einer überraschenden Gelassenheit", sagte SEB-Analyst Ole Hvalbye gegenüber Reuters. Wegen der wiederholten Störungen in der Straße von Hormuz hält er einen Anstieg auf 90 bis 95 Dollar für möglich, „vielleicht sogar wieder die 100-Dollar-Marke".

  • |Josef Siffert

    Indien verbietet Einsatz von Seeleuten in Straße von Hormus

    Indien untersagt wegen der eskalierenden Gewalt im Persischen Golf vorerst den Einsatz indischer Seeleute auf Schiffen in der Straße von Hormus. Die Anordnung sei an Reeder, Schiffsmanager und Personalvermittler gegangen, teilt die Generaldirektion für Schifffahrt mit. Bei Angriffen in der Region wurden innerhalb von drei Tagen zwei indische Seeleute getötet.

    Die Regierung in Neu-Delhi legte Protest beim Iran ein und bestellte dessen stellvertretenden Botschafter ein. Indien ist mit mehr als 300.000 Seeleuten der weltweit drittgrößte Anbieter von Arbeitskräften für die globale Schifffahrt.

  • |Josef Siffert

    Insider: US-Angriffe als Vorbereitung für größere Aktion

    Die jüngsten US-Angriffe auf den Iran sollen Insidern zufolge nicht nur die Straße von Hormus offenhalten, sondern zudem mögliche umfassendere Militäroperationen vorbereiten. Die Bombardements sollten die iranische Luftabwehr sowie Radaranlagen und Raketenstellungen schwächen, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute US-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Dies erweitere die militärischen Optionen von US-Präsident Donald Trump. 

    Einem der Insider zufolge handele es sich um vorbereitende Maßnahmen für den Fall, dass die US-Streitkräfte den Befehl für intensivere Einsätze erhielten. Das US-Verteidigungsministerium reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Trotz schwerer Verluste seit dem Beginn der US-israelischen Angriffe Ende Februar verfügt der Iran weiter über ein beträchtliches Drohnen- und Raketenarsenal. Damit greift das Land unter anderem Tanker in der Straße von Hormus an. Um die wichtige Wasserstraße besser abzusichern, hat das US-Militär einem Reuters-Bericht vom März zufolge Pläne für eine Entsendung von Truppen an die iranische Küste ausgearbeitet. Dabei sei auch der Einsatz von Bodentruppen auf der Insel Charg diskutiert worden, über die 90 Prozent der iranischen Ölexporte abgewickelt werden. Eine solche Operation gilt als riskant, da der Iran die Insel vom Festland aus mit Raketen und Drohnen unter Beschuss nehmen könnte. Trump hatte am Dienstag erklärt, er habe das Militär angewiesen, die Ölanlagen auf Charg bei bisherigen Angriffen zu verschonen.

  • |Josef Siffert

    Vergeltungsschläge: Iran greift Golfstaaten an

    Kurz nach Beginn der neuen Angriffswelle der USA auf Ziele im Iran waren in den mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain wieder Sirenen und Explosionsgeräusche zu hören. Die Flugabwehr sei wegen Drohnenattacken aktiviert worden, teilte die Armee des Emirats Kuwait auf der Plattform X mit. In Bahrain wurde die Bevölkerung aufgerufen, Ruhe zu bewahren und sich in Sicherheit zu bringen. Wie schon in den Nächten zuvor wurde auch diesmal nichts Näheres bekannt, aber beide Länder sind im Krieg immer wieder Ziel iranischer Vergeltungsangriffe.

    In Kuwait fingen die Streitkräfte schon am Mittwoch nach eigenen Angaben vier Marschflugkörper und 21 Drohnen ab, die in den Luftraum des Landes eingedrungen waren. Das US-Militär unterhält dort wie auch in Bahrain und anderen arabischen Staaten der Region Militärstützpunkte.

  • |Josef Siffert

    USA mit zwei Angriffswellen an einem Tag: Schiff attackiert

    US-Präsident Trump drohte dem Iran erst mit der Zerstörung ziviler Infrastruktur, schlug dann aber doch wieder versöhnliche Töne an.

  • |Julia Deutsch

    US-Militär verkündet Start neuer Angriffswelle auf den Iran

    Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die zweite Angriffswelle des Tages gegen den Iran gestartet. Diese habe um 15.00 US-Ostküstenzeit (21.00 Uhr MESZ) begonnen, teilte das für die Region zuständige Kommando des US-Militärs (CENTCOM) auf der Plattform X mit. Die Angriffe richten sich demnach gegen militärische Fähigkeiten des Irans, die dafür genutzt worden seien, Handelsschiffe in der Straße von Hormuz zu bedrohen.

  • |Julia Deutsch

    Irak weist Umsetzung von Sanktionen gegen Hisbollah und IS an

    Der Irak hat seine Banken und zuständigen Finanzinstitutionen angewiesen, neue US-Sanktionen gegen mutmaßliche Unterstützer-Netzwerke der libanesischen Hisbollah-Miliz und der Terrororganisation Islamischer Staat umzusetzen. Die Maßnahmen zielten darauf ab, den Zugang sanktionierter Personen und Organisationen zum irakischen Finanzsystem zu unterbinden, teilte ein irakischer Regierungsvertreter mit.

    US-Behörden werfen Hisbollah-nahen Netzwerken seit längerem vor, das irakische Finanzsystem und Handelswege zu nutzen, um Gelder in der Region zu bewegen und internationale Sanktionen zu umgehen.

  • |Julia Deutsch

    Fortschritte bei israelisch-libanesischen Gesprächen gemeldet

    Bei den Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertretern hat es unterdessen nach libanesischen Angaben Fortschritte gegeben. Aus Regierungskreisen hieß es am Mittwoch, es habe "sichtbare Fortschritte" bei der Festlegung von Gebieten für zwei sogenannte Pilotzonen gegeben. Das berichteten auch libanesische Medien. Am Freitag sollten weitere Gespräche auf militärischer Ebene zur genauen Umsetzung folgen. Sie könnten den Kreisen zufolge online stattfinden.

    In einem jüngsten Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon wurde vereinbart, dass der Rückzug in sogenannten Pilotzonen getestet werden soll. Das israelische Militär soll dort die Kontrolle an die libanesische Armee abgeben, sobald die Hisbollah dort nicht mehr vertreten ist.

    Das israelische Nachrichtenportal "ynet" meldete unter Berufung auf einen israelischen Regierungsbeamten, dass noch weitere Vorbereitungen und Vereinbarungen erforderlich seien, bevor mit der Umsetzung begonnen werden könne. Dies solle in den kommenden Tagen erreicht werden.

  • |Brigitte Quint

    Politiker im Iran fordert Bereitschaft für jahrelangen Krieg

    Ein bekannter iranischer Politiker hat sein Land zur Bereitschaft für einen jahrelangen Krieg mit den USA aufgefordert. "Was die Gefahr eines Krieges fernhält, ist unsere vollständige Bereitschaft zur Verteidigung", sagte Mohammed-Javad Larijani in einem Interview des Staatsfernsehens.

    "Wenn die USA spüren, dass der Iran sogar auf einen zwei- oder dreijährigen Krieg vorbereitet ist, werden sie begreifen, dass sie (...) den Krieg nicht fortsetzen sollten", fuhr er fort. "Wir müssen uns auf eine Kriegswirtschaft einstellen, damit die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung steigt", forderte der Politiker. Er ist der Bruder des Mitte März getöteten Ali Larijani, des ehemaligen Generalsekretärs des Nationalen Sicherheitsrats.

  • |Daniela Wahl

    Raketenabwehr-Videos an Iran übermittelt: Fünf Jahre Haft für israelischen Soldaten

    Ein israelischer Soldat ist nach Armeeangaben zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, weil er Videos von der israelischen Raketenabwehr an den Iran übermittelt haben soll. Der im Dienst stehende Militärangehörige habe zwei derartige Aufnahmen während des zwölftägigen Kriegs zwischen Israel und dem Iran 2025 an einen Agenten der Islamischen Republik weitergegeben, erklärte die Armee am Mittwoch. Dafür habe er eine Bezahlung erhalten.

    Den Angaben zufolge gab der Soldat auch Videos weiter, die an zivilen Orten aufgenommen worden seien. Darunter sei die Aufnahme eines Raketeneinschlags gewesen, die der Mann im Internet gefunden habe. Schließlich habe der Soldat jemanden in seiner Einheit darüber informiert, dass er mit einem ausländischen Agenten in Kontakt gewesen sei. Daraufhin sei er vom Geheimdienst Shin Bet gefasst worden. Den genauen Zeitpunkt gab die Armee nicht an.

  • |Amina Beganovic

    Propagandaplakat in Teheran zeigt Trump im Sarg

    Ein großes Propagandaplakat in der iranischen Hauptstadt Teheran zeigt US-Präsident Donald Trump in einem Sarg. Auf Persisch und Englisch heißt es auf der Fassade "Wir werden Trump töten", wie Fotos der Nachrichtenagentur AP zeigen.

    Hintergrund sind Vergeltungsrufe der iranischen Staatsführung für den im Februar getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei. Er wurde in der Nacht auf Freitag mehr als vier Monate nach seinem Tod in der nordöstlichen Pilgermetropole Mashhad bestattet.

    US announces start of blockade of Strait of Hormuz as the confilict between Iran and US countinues
  • |Amina Beganovic

    Neue Angriffswelle auf iranische Ziele

     Dutzende militärische Ziele - darunter Raketenstellungen und Verteidigungssysteme - in der Nähe der Straße von Hormus sowie in iranischen Küstengebieten seien getroffen worden.

    Hier die aktuelle Entwicklung im Video-Überblick: 

  • |Daniela Wahl

    Bericht: Sieben iranische Soldaten bei US-Angriff getötet

    Bei einem US-Luftangriff sind iranischen Angaben zufolge sieben Soldaten ums Leben gekommen. Die Attacke erfolgte auf eine Kaserne in Iranschahr in der südöstlichen Provinz Sistan und Belutschistan, wie die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf die Armee berichtete. Insgesamt sei der Stützpunkt mit 13 Raketen angegriffen worden. Mehrere weitere Soldaten seien verletzt worden. Eine genaue Zahl wurde nicht genannt. 

  • |Daniela Wahl

    Iran droht mit Schließung weiterer wichtiger Schifffahrtswege

    Die iranischen Revolutionsgarden haben mit der Schließung weiterer wichtiger Schifffahrtswege gedroht, um die USA und ihre Verbündeten unter Druck zu setzen. "Die regionalen Energieexporte werden entweder von allen geteilt oder allen verwehrt", erklärte die Eliteeinheit am Mittwoch. Der Iran hatte wieder die Straße von Hormuz gesperrt, woraufhin die USA erneut eine Seeblockade iranischer Häfen verhängten. Die US-Angriffe auf den Iran gingen unterdessen weiter.

  • |Daniela Wahl

    USA weiten Sanktionen gegen Irans Ölsektor aus

    Die USA haben ihre Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor ausgeweitet. Sie zielten insbesondere auf das Netzwerk des iranischen Öl-Magnaten Mohammed Hossein Shamkhani ab, wie das Finanzministerium in Washington am Dienstag mitteilte. Finanzminister Scott Bessent erklärte auf X, sein Ressort habe Vermögenswerte in Höhe von 130 Millionen Dollar (rund 114 Millionen Euro) eingefroren, die "in mehreren digitalen Geldbörsen mit Verbindung zur iranischen Zentralbank" lagerten.

    Die US-Regierung wirft den iranischen Revolutionsgarden vor, Ölexporte unter anderem nach China über "Scheinfirmen" zu verschleiern und die Einnahmen an die Führung in Teheran umzuleiten. Experten zufolge werden Plattformen für digitale Vermögenswerte zudem genutzt, um Sanktionen gegen die iranischen Revolutionsgarden zu umgehen.

  • |Patrick Resch

    Trump: Angriffe "bis ich sage, dass es genug ist"

    Trump drohte dem Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, "es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln", sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Trump kündigte heftige Angriffe für diese Nacht und die Folgenächte an. Die Kämpfe würden weitergehen, "bis ich sage, dass es genug ist".

    Der 80-Jährige hatte dem Iran bereits im April mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden gedroht. Damals wollte der Präsident Teheran dazu bewegen, die für den globalen Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormuz zu öffnen.

  • |Patrick Resch

    Neue Angriffswelle nach sieben Stunden beendet

    Das US-Militär begann am Dienstagabend (Ortszeit) eine neue Angriffswelle auf iranische Ziele. Nach sieben Stunden sei die Angriffswelle dann am Mittwoch in der Früh (MESZ) beendet worden, teilte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Dutzende militärische Ziele - darunter Raketenstellungen und Verteidigungssysteme - in der Nähe der Straße von Hormus sowie in iranischen Küstengebieten seien getroffen worden. Schon in den vorherigen Nächten hatte es ähnliche Attacken gegeben.

    Iranische Medien berichteten in der Nacht auf Mittwoch von mehreren Explosionen in unterschiedlichen Orten des Landes. So sei etwa die Insel Hengam von US-Geschossen getroffen worden. Mit den neuen Angriffen sollen laut US-Angaben iranische Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus verhindert werden. Das US-Militär wirft dem Iran vor, in der zurückliegenden Woche sieben Handelsschiffe angegriffen zu haben. Demnach wurden knapp ein Dutzend Crewmitglieder getötet, verletzt oder vermisst gemeldet.

    Wie schon in den vergangenen Nächten gab es auch wieder Vergeltungsangriffe des Iran. So meldete der US-Verbündete Kuwait Drohnenattacken, die zu einer Aktivierung der Flugabwehr geführt hätten. Auch im ebenfalls mit den USA verbündeten Golfstaat Bahrain heulten wieder die Alarmsirenen. In beiden Ländern wurde die Bevölkerung aufgerufen, Schutz zu suchen. Nähere Details gab es zunächst nicht.

  • |Patrick Resch

    Seeblockade gegen iranische Häfen gestartet

    Das US-Militär blockiert erneut iranische Häfen und Küstengebiete. Die Seeblockade sei um 22.00 Uhr MESZ (16.00 Uhr US-Ostküstenzeit) aufgenommen worden, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit. Schiffe werden so daran gehindert, dass sie iranische Häfen oder Küstengebiete ansteuern oder von dort wegfahren können. Wie lange die US-Blockade andauern wird, ist unklar.

    Trump hatte die Wiederaufnahme am Montag angekündigt und in Aussicht gestellt, dass anderen Ländern ein "fairer und offener" Zugang zur Straße von Hormuz möglich sein soll. Die USA hatten während des Iran-Kriegs bereits ab Mitte April eine solche Seeblockade durchgesetzt, diese im Zuge des Rahmenabkommens mit Teheran dann Mitte Juni aufgehoben.

  • |Amina Beganovic

    Kämpfe im Iran gehen weiter

    Ungeachtet der jüngsten Versuche Trumps, die Deutungshoheit in der Straße von Hormus zu gewinnen, setzte das US-Militär US-Kreisen zufolge seine Angriffe gegen den Iran fort. Das US-Militär habe um 15.00 US-Ostküstenzeit (21.00 Uhr MESZ) begonnen, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (CENTCOM) auf der Plattform X mit. Ziel sei es, die Möglichkeiten des Iran weiter zu schwächen, Attacken auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus auszuüben, hieß es.

    "Die Angriffe finden statt, während sich die amerikanischen Streitkräfte darauf vorbereiten, die Seeblockade gegen iranische Häfen und Küstengebiete wieder aufzunehmen." Die Blockade trete um 16.00 Uhr US-Ostküstenzeit (22.00 Uhr MESZ) in Kraft, bekräftigte das US-Militär die schon am Vortag kommunizierte Startzeit.

  • |Amina Beganovic

    Gebühr sollte US-Kosten für Sicherheit decken

    Trump hatte die Gebühr am Montag ins Spiel gebracht, um nach eigener Darstellung die US-Kosten für die Sicherheit in der Meerenge zu decken. Er vollzog die Kehrtwende nur wenige Stunden vor dem angekündigten Inkrafttreten der Abgabe um 22.00 Uhr MESZ. Die UNO-Schifffahrtsorganisation hatte sich gegen verpflichtende Durchfahrtsgebühren in internationalen Meerengen ausgesprochen, da es dafür keine rechtliche Grundlage gebe. Vor Ausbruch des Konflikts passierte täglich etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Erdgaslieferungen die Straße von Hormus. Die Gebühr hätte den USA Schätzungen zufolge rund 240 Millionen Dollar pro Tag eingebracht. Die Ölpreise gaben nach Trumps Äußerungen einen Teil ihrer Gewinne wieder ab.

    Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) drohten mit einer Blockade sämtlicher Energieexporte aus der Region. Solange die "bösartigen Handlungen" der USA andauerten, werde "kein einziger Tropfen Öl und Gas" aus der Region exportiert werden, meldeten iranische Staatsmedien. Die "Aggressionen" der USA würden die Wiedereröffnung der Straße von Hormus verzögern, hieß es weiter.

  • |Amina Beganovic

    "Ich mag das Konzept einer Gebühr nicht"

    Über den plötzlichen Sinneswandel sagte Trump bei einer Pressekonferenz mit dem irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi, dass er von Menschen aus verschiedenen Ländern angerufen worden sei. Diese hätten andere Ideen vorgeschlagen und dabei auch Milliardeninvestitionen in den USA ins Spiel gebracht. 

    Trump betonte dabei auch, dass er es gut fände, dass "niemand" eine Gebühr für die Nutzung im Kontext der Straße von Hormuz verlangen sollte. "Ich mag das Konzept einer Gebühr nicht", sagte er weiter.

  • |Amina Beganovic

    US-Militär zieht Ende September aus dem Irak ab

    Das US-Militär wird bis zum 30. September vollständig aus dem Irak abziehen. Das sagte der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi heute bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Washington. "Nun, wir glauben nicht, dass wir das Militär dort noch brauchen", sagte Trump im Weißen Haus. Man sei da, um zu helfen, wenn der Irak das brauche, glaube allerdings nicht, dass das nötig sei.

    Trump und al-Saidi bestätigten mit den Aussagen einen bereits bekannten Zeitrahmen für den seit Jahren diskutierten Schritt. Die Zahl der US-Truppen wurde in vergangenen Monaten bereits verringert. Im Jänner verließen die US-Soldaten den wichtigen Stützpunkt Ain al-Assad vollständig und übergaben dort die Kontrolle an die irakischen Sicherheitskräfte.

    Zuvor waren nach US-Angaben rund 2.500 ihrer Soldaten in dem Land im Einsatz. Nach dem Abzug von Ain al-Assad verblieben die US-Truppen noch in Erbil in der Kurdenregion, an einem Stützpunkt in Nähe des Flughafens von Bagdad und im Regierungsviertel der Hauptstadt, bekannt als Grüne Zone.

  • |Amina Beganovic

    Blockade gegen Iran bleibt

    US-Präsident Donald Trump rückt von der geplanten Gebühr für Schiffspassagen durch die Straße von Hormus ab und setzt stattdessen auf ein finanzielles Engagement der Golfstaaten. 

    Nach „sehr produktiven Gesprächen“ mit den Führungsspitzen im Nahen Osten habe er beschlossen, die Abgabe von 20 Prozent durch Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, erklärte Trump am Dienstag.

    Mehr dazu hier:

  • |Diana Dauer

    Mehrheit der Abgeordneten fordert Rache

    Eine große Mehrheit des iranischen Parlaments hat "Blutrache" für den im Krieg getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei gefordert. Bei ihrer ersten Sitzung in Präsenz mehr als vier Monate nach Kriegsbeginn forderten mehr als 180 der 290 Abgeordneten Vergeltung, wie die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine Stellungnahme der Politiker berichtete.

    Die Abgeordneten kritisierten auch die Verhandlungen mit den USA scharf. Die Lösung der Probleme zwischen dem Iran und den USA sei durch Verhandlungen nicht möglich. Beim Auftakt der Sitzung am Montagabend schwenkten die Abgeordneten rote Flaggen mit Vergeltungsaufrufen, wie auf Bildern iranischer Medien zu sehen ist.

    Irans Parlament hat begrenzten Einfluss. Die eigentliche Macht konzentriert sich auf die Staatsführung und die Revolutionsgarden, Irans mächtige Militärorganisation. Nach der Wahl im Jahr 2024 dominiert eine Mehrheit konservativer Hardliner das Parlament, die auch Einfluss auf die Stimmung in den radikalen Flügeln im Militär ausüben.

  • |Diana Dauer

    US-Militär stoppt Abzug von Tankflugzeugen aus Israel

    Angesichts der Eskalation im Iran-Konflikt setzen die USA laut Medienberichten ihren geplanten Abzug von Tankflugzeugen vom israelischen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv aus. Dies könnte laut Flughafenbehörde zur Stornierung von bis zu 50.000 Tickets während der Hauptreisezeit im Sommer führen, berichtete die Times of Israel.

    Nach Angaben des Nachrichtenportals ynet belegen derzeit 33 US-Tankflugzeuge Standplätze auf dem wichtigsten israelischen Flughafen. Diese würden sonst von zivilen Flugzeugen genutzt. Nach Angaben der Jerusalem Post kann der Flughafen daher nur noch ein Drittel seiner Kapazität für den zivilen Flugverkehr nutzen. Zusätzlichen US-Tankflugzeugen soll deshalb keine Landeerlaubnis mehr erteilt werden.

    18 Tankflugzeuge hätten den Berichten zufolge den Flughafen in der zweiten Julihälfte verlassen sollen. Sollte der Abzug der US-Tankflugzeuge nicht bald wieder fortgesetzt werden, müsse die Flughafenbehörde die Fluggesellschaften darüber informieren, dass der Flugbetrieb ab Anfang August eingeschränkt werden müsse, hieß es weiter.

  • |Diana Dauer

    Trumps „Schutzgeld“-Ankündigung lässt Ölpreise explodieren

    Neue Eskalation im Iran-Krieg: Der US-Präsident will bei jeder Passage durch die Meerenge 20 Prozent des Frachtwertes kassieren. Das würde die Transportkosten fast verdreifachen.

  • |Josef Siffert

    Israel und Libanon verhandeln über Truppenabzug

    Libanon und Israel haben in Rom Verhandlungen über einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Südlibanon aufgenommen. Bei den zweitägigen Gesprächen in der US-Botschaft solle die Umsetzung eines von den USA vermittelten Rahmenabkommens erörtert werden, sagten libanesische Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Die Erwartungen auf rasche Fortschritte sind jedoch gering.

    Das am 26. Juni in Washington vereinbarte Abkommen sieht ein Ende des Konflikts, die Entwaffnung militanter Gruppen wie der mit dem Iran verbündeten Hisbollah sowie den Abzug der israelischen Armee und die Stationierung libanesischer Truppen im Süden des Landes vor.

    Die libanesische Delegation strebt einen schrittweisen Abzug der israelischen Soldaten aus sogenannten Pilotzonen an. In diesen Gebieten soll die Hisbollah entwaffnet werden, während sich die israelischen Streitkräfte zurückziehen und die libanesische Armee die Kontrolle übernimmt. Dem Abkommen zufolge wurden zunächst zwei solcher Zonen festgelegt. Das US-Militärkommando Centcom koordiniert das Vorhaben. Die israelische Regierung erklärte, sie werde ihre Truppen so lange im Südlibanon belassen, wie die Hisbollah bewaffnet bleibe. Die radikal-islamische Miliz ist an den Gesprächen allerdings nicht beteiligt.

  • |Josef Siffert

    Weitere Explosionen aus dem Iran gemeldet

    Iranische Medien haben erneut Explosionen an der Südküste gemeldet. Der staatliche Rundfunk berichtete über fünf Detonationen im Westen der Hafenstadt Bandar Abbas. Kurz darauf sei die Stadt Buschehr unter Beschuss geraten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Vier Ortsteile seien Ziel von Angriffen gewesen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf den Vizegouverneur der gleichnamigen Provinz. Über Schäden oder Opfer gab es zunächst keine Details.

  • |Diana Dauer

    Trump droht mit Angriff au Atomanlage "Pickaxe Mountain": Was weiß man darüber?

    US-Präsident Donald Trump hat mit einem Angriff auf eine bisher wenig bekannte iranische Atomeinrichtung gedroht. In einem Radiointerview bezeichnete er den als "Pickaxe Mountain" bekannten Standort als mögliches Ziel für einen "großen, fetten" Angriff. Dieser werde wahrscheinlich "relativ bald" erfolgen, sagte Trump. Der Komplex liegt im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natanz im Zentraliran.

    "Pickaxe Mountain" (Spitzhackenberg) ist die englische Übersetzung des Namens. Natanz war bereits im vergangenen Jahr Ziel amerikanischer Luftangriffe. Über den genauen Zweck von "Pickaxe Mountain" ist nur wenig bekannt. Der Bau begann nach einem Brand und einer Explosion im Juli 2020, bei denen eine oberirdische Montagehalle für fortgeschrittene Zentrifugen in Natanz schwerbeschädigt wurde. Der Iran sprach von Sabotage.

    Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, bestätigte später, dass der Iran mit dem Bau einer unterirdischen Ersatzanlage begonnen habe. Inspekteure der IAEA haben die Hallen bisher nicht betreten. Die bekannte Anreicherungsanlage Natanz stand jedoch jahrelang unter internationaler Aufsicht.

  • |Josef Siffert

    Revolutionsgarden appellieren an jordanisches Volk

    Die iranischen Revolutionsgarden haben Jordanien aufgefordert, die Zusammenarbeit mit dem US-Militär einzustellen. In einer Mitteilung appellierte die im Iran mächtige Militärorganisation an das jordanische Volk. "Ihr wisst sehr gut, dass wir eurem Land nicht nur keinerlei Feindschaft entgegenbringen, sondern euch, das edle Volk Jordaniens, sehr schätzen", hieß es.

    Eine entschlossene Forderung nach der Auflösung der US-Stützpunkte "wäre eine große Hilfe" für die "Wiederherstellung der Sicherheit in der Region", teilten die Revolutionsgarden mit. "Jordaniens Würde und Erfolg sind unser Wunsch."

    Die Revolutionsgarden gaben weiters bekannt, am frühen Morgen einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit ballistischen Raketen angegriffen zu haben. Als Begründung schrieb die Organisation, dass von dort US-Angriffe auf den Iran geflogen worden seien.

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