USA und Iran wollen über dauerhaften Frieden verhandeln + Ölpreis eingebrochen

In der Nacht auf Mittwoch einigten sich die USA und der Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe. Zudem öffnet der Iran die Straße von Hormus. Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg im Live-Bericht.
IRAN-US-ISRAEL-WAR
LIVE

Iran-Krieg

  • |Patrick Resch

    Iraner gehen auf die Straßen

    Nach der Verkündung des Waffenstillstands versammelten sich Iraner in der iranischen Hauptstadt Teheran und trugen Flaggen und Porträts des Obersten Führers Mojtaba Khamenei mit sich.

    Iranians rally in Tehran following US-Iran ceasefire announcement
  • |Patrick Resch

    Pentagon kündigt Pressekonferenz mit Hegseth an

    Das Pentagon hat kurzfristig eine Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine am heutigen Mittwoch angekündigt. Die beiden wollen um 8.00 Uhr (Ortszeit, 14.00 Uhr MESZ) vor die Presse treten.

  • |Patrick Resch

    Trump zur Einigung: Es wird viel Geld verdient werden

    US-Präsident Donald Trump rechnet nach der Einigung mit dem Iran auf eine Waffenruhe und der Öffnung der Straße von Hormuz mit einem großen wirtschaftlichen Gewinn. "Es wird viel Geld verdient werden", frohlockte der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. Die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe bezeichnete er als "totalen und vollständigen Sieg" für die USA. "Hundert Prozent. Ohne jeden Zweifel", sagte er der Nachrichtenagentur AFP in einem kurzen Telefonat.

  • |Patrick Resch

    Erholung bei Kerosin könnte Monate dauern

    Auch nach der Öffnung der Straße von Hormuz im Zuge des zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg wird es dem Weltverband der Fluggesellschaften IATA zufolge Monate dauern, bis die Versorgung mit Kerosin sich erhole. Er rechne zwar mit einem Rückgang der Rohölpreise, sagte IATA-Chef Willie Walsh am Mittwoch in Singapur.

    Die Kosten für Flugbenzin blieben wegen der Auswirkungen auf die Raffinerien aber wahrscheinlich auf einem leicht erhöhten Niveau. Das treffe nicht nur auf Kerosin, sondern auch auf andere Produkte zu.

  • |Patrick Resch

    Zehn-Punkte-Plan für dauerhaften Frieden

    Der Iran legte der US-Regierung einen Zehn-Punkte-Plan für ein dauerhaftes Kriegsende vor. Iranische Medien berichten bereits über die ersten Details.

  • |Patrick Resch

    Friedensgespräche

    Über ein dauerhaftes Ende des Krieges wollen die USA und der Iran ab Freitag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad verhandeln. Nach Angaben des Weißen Hauses könnte es erstmals wieder direkte Gespräche zwischen beiden Seiten geben. Während des Krieges gab es lediglich indirekte Verhandlungen unter Vermittlung Pakistans, Ägyptens und der Türkei.

    Trump äußerte sich zuversichtlich, während der zweiwöchigen Feuerpause ein dauerhaftes Abkommen mit dem Iran erzielen zu können. Zur Bedingung für einen solchen "Deal" hatte er vor allem die Aufgabe des iranischen Atomprogramms gemacht. Der Westen wirft dem Iran seit Jahren vor, an einer Atombombe zu arbeiten, Teheran bestritt dies allerdings. Im vergangenen Juni hatten die USA und Israel drei iranische Stätten zur Urananreicherung aus der Luft angegriffen.

  • |Patrick Resch

    UNO begrüßt Waffenruhe

    Die Vereinten Nationen riefen die Kriegsparteien zur Einhaltung der Feuerpause auf. Dies sei nötig, "um den Weg für einen dauerhaften und umfassenden Frieden in der Region zu ebnen", teilte der Sprecher von Guterres mit. Guterres begrüße zwar die zweiwöchige Waffenruhe - zugleich fordere er "alle Konfliktparteien im Nahen Osten auf, ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen", sagte UNO-Sprecher Stéphane Dujarric. Ein persönlicher Gesandter von UNO-Generalsekretär Antonio Guterres plant eine Reise in den Iran, um auf ein Ende des Krieges hinzuwirken. Die Reisepläne hingen jedoch von der Sicherheitslage und der Logistik ab, hatte es vor der Waffenruhe aus UNO-Kreisen geheißen. Der iranische UNO-Botschafter hatte dagegen erklärt, der Gesandte sei bereits auf dem Weg nach Teheran.

  • |Patrick Resch

    Libanon nicht von Waffenruhe umfasst

    Die israelischen Regierung stellte klar, dass die Waffenruhe nicht für den Libanon gelte. Israel unterstütze zwar die Feuerpause im Iran, diese umfasse jedoch "nicht den Libanon", erklärte das Büro von Regierungschef Benjamin Netanyahu. Netanyahus Büro erklärte zudem, Israel unterstütze die Bemühungen Washingtons, "sicherzustellen, dass der Iran keine atomare, Raketen- und Terrorbedrohung mehr für die USA, Israel, Irans arabische Nachbarn und die Welt darstellt".

  • |Patrick Resch

    Israel nach Verkündung von Waffenruhe unter Beschuss

    Auch nach der Verkündung einer Waffenruhe durch die USA und den Iran ist Israel in der Nacht weiter unter Raketenbeschuss geraten. Bei einem israelischen Angriff in Sidon im Süden des Libanon wurden indes nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens acht Menschen getötet.

    Aus den israelischen Städten Petah Tikva und Bnei Brak gebe es Berichte über Einschläge, meldete die israelische Nachrichtenseite ynet. Kurz darauf heulten im Zentrum und Süden des Landes erneut die Sirenen. Bewohner berichteten von heftigen Explosionen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren, teilte die israelische Armee auf Telegram mit. Diese - mutmaßlich iranischen Angriffe - ereigneten sich, kurz nachdem die zweiwöchige Feuerpause angekündigt worden war.

    Auch Israel wolle sich an die zwischen Washington und Teheran vereinbarte Waffenruhe halten, teilte ein ranghoher US-Regierungsvertreter mit. 

  • |Patrick Resch

    Ölpreise nach Ankündigung von Waffenruhe eingebrochen

    Nach Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg haben die zuletzt stark gestiegenen Ölpreise deutlich nachgegeben. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni sackte rasant um rund 16 Prozent auf circa 92 US-Dollar (rund 79 Euro) – der niedrigste Wert seit Mitte März. Bei der für den US-Markt wichtigeren Sorte WTI fiel der Preisrückgang mit Auslieferung im Mai ähnlich aus.

  • |Patrick Resch

    Einigung auf Waffenruhe

    Kurz vor Ablauf des Ultimatums haben sich die USA und der Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Zudem öffnet der Iran die Straße von Hormus.

  • |Michaela Höberth

    Kurz vor Ende des Ultimatums: USA und Iran einigen sich auf Waffenruhe

    Der Iran hat einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten zweiwöchigen Waffenruhe zugestimmt. Das meldete die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim in der Nacht auf Mittwoch. 

    Der iranische Außenminister Abbas Araqchi kündigte die Öffnung der für den weltweiten Erdölhandel sehr wichtigen Straße von Hormuz im Rahmen der Waffenruhe an. Trump hatte dies zur Bedingung für die Feuerpause gemacht. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen soll der Schiffsverkehr in der Meerenge ermöglicht werden, schrieb Araqchi in einer Erklärung.

    Trump hatte kurz zuvor erklärt, er sei bereit, zwei Wochen lang auf Bombardierungen und Angriffe auf den Iran zu verzichten, wenn Teheran die blockierte Seestraße von Hormuz öffne. Dabei werde es sich um eine beidseitige Waffenruhe handeln, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. 

    Kurz vor Ablauf eines erneuten Ultimatums Trumps an den Iran hatte der Vermittler Pakistan zu einem erneuten Aufschub gedrängt. Der pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif bat Trump auf X, „die Frist um zwei Wochen zu verlängern“. In dieser Zeitspanne solle der Iran als Zeichen des guten Willens für zwei Wochen die Straße von Hormuz öffnen. Die USA und der Iran prüften zunächst den Vorschlag, ehe sich Trump nun zunächst einmal zu Wort meldete. 

    Israel, das gemeinsam mit den USA seit Ende Februar Krieg gegen den Iran führt, will laut Quellen des israelischen Senders Kan die Waffenruhe offenbar ebenfalls achten. Das Portal ynet zitierte Quellen, wonach die Feuerpause auch für den Libanon gelten soll. Dort geht Israel massiv gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz vor. 

    Trump hatte der Führung in Teheran mit massiven Angriffen auf Brücken und Kraftwerke gedroht, sollte der Iran nicht die Straße von Hormuz öffnen, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft. Kurz vor Ablauf der Frist um 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (Mittwochfrüh 02.00 Uhr MESZ) legte Trump am Dienstag nach und drohte dem Iran mit der Auslöschung seiner „ganzen Zivilisation“. Trump hatte sein Ultimatum an den Iran ursprünglich bereits am 21. März gestellt. Danach verlängerte er es aber immer wieder. Zu den Bedingungen machte er widersprüchliche Angaben. Neben der Öffnung der Straße von Hormuz verlangte er, der Iran müsse sich zur Aufgabe seines Atomprogramms verpflichten. 

    Laut dem Nachrichtenportal Axios soll am Freitag eine erste Runde offizieller Verhandlungen USA-Iran in Islamabad stattfinden. 

  • |Amina Beganovic

    Papst: Drohungen gegen iranische Bevölkerung "inakzeptabel"

    Papst Leo XIV hat Drohungen gegen zivile Ziele im Iran am Dienstag als "inakzeptabel" verurteilt. "Heute gab es diese Drohungen gegen das ganze Volk des Iran, und das ist wirklich inakzeptabel", sagte der Papst vor Journalisten, ohne die USA direkt zu nennen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mit der Auslöschung einer "ganzen Zivilisation" gedroht, sollte der Iran sein jüngstes Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus verstreichen lassen.

    "Es geht sicherlich um Fragen des Völkerrechts, aber noch viel mehr als das ist es eine moralische Frage", sagte der Papst beim Verlassen seiner Residenz in Castel Gandolfo bei Rom. Leo XIV, der erste aus den USA stammende Papst, sagte, Angriffe auf zivile Infrastruktur widersprächen dem Völkerrecht. Er forderte die Beteiligten auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Lasst uns reden. Lasst uns auf friedliche Weise nach Lösungen suchen."

  • |Amina Beganovic

    Trumps Ex-Berater: "Sein typisches Gepolter"

    John R. Bolton, ehemaliger Nationale Sicherheitsberater von Donald Trump, ist mittlerweile zu einem scharfen Kritiker des US-Präsidenten geworden. In der ZiB 2 am Dienstagabend sprach er über das Ultimatum Trumps an den Iran - und welche Szenarien nach Fristablauf möglich bzw. unrealistisch seien.

  • |Amina Beganovic

    Pakistan an Trump: Ultimatum um zwei Wochen verlängern

    Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif hat US-Präsident Donald Trump aufgerufen, sein Ultimatum an den Iran um zwei Wochen zu verlängern. Im Gegenzug bitte er die "iranischen Brüder" aufrichtig, als Geste des guten Willens die Straße von Hormus für den entsprechenden Zeitraum zu öffnen. Die diplomatischen Bemühungen für eine friedliche Lösung des Krieges schritten stetig voran, so Sharif auf der Plattform X. Pakistan war zuletzt ein Mittler zwischen den USA und dem Iran.

  • |Amina Beganovic

    Nach Trumps Häme: NATO-Generalsekretär kommt nach Washington

    Nach heftigen Vorwürfen von US-Präsident Donald Trump gegen NATO-Verbündete wird Bündnis-Generalsekretär Mark Rutte zu einem Treffen im Weißen Haus erwartet. Bei dem Gespräch am Mittwoch in Washington wird es sicher auch um die heftige Kritik Trumps an der NATO gehen. Er hatte zunächst versucht, NATO-Verbündete dazu zu drängen, den USA bei der Sicherung der im Iran-Krieg zum Erliegen gekommenen Handelsschifffahrt durch die Straße von Hormuz zu helfen.

    Als die Hilfe ausblieb, überzog Trump die NATO mit Häme. Der US-Präsident hatte etwa gesagt, die NATO sei ein zahnloser Tiger. Er sei sehr enttäuscht. Der Financial Times hatte er gesagt, die NATO werde vor einer düsteren Zukunft stehen, sollten sie nicht bei der Sicherung der Meerenge helfen.

  • |Amina Beganovic

    Ende des Ultimatums: Eine vorsichtige Vorschau

    Heute Nacht um 2 Uhr MESZ endet das Ultimatum, das Donald Trump dem Regime im Iran gestellt hat. Sollten die Mullahs bis dahin nicht ein Abkommen zum Ende ihres Atomprogramms schließen und die Straße von Hormus wieder öffnen, werde „eine ganze Zivilisation sterben“, drohte der US-Präsident. Auch Teheran verschärfte kurz vor Fristende den Ton und trieb die Eskalation weiter voran. 

    Wie geht es nun weiter? Die Kolleginnen Elisabeth Kröpfl und Ingrid Steiner-Gashi beantworten die wichtigsten Fragen:

  • |Amina Beganovic

    Russland und China verhindern Resolution zu Straße von Hormus

    Ein Resolutionsentwurf zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus ist im UNO-Sicherheitsrat gescheitert. Zwar stimmten nach Angaben aus dem Rat 11 Mitglieder für den von Bahrain eingebrachten Text, doch verhinderten Russland und China mit ihren Gegenstimmen als Vetomächte die Annahme. Zwei weitere Mitglieder enthielten sich.

    In dem Entwurf wurden betroffene Staaten dazu aufgefordert, ihre defensiven Maßnahmen zu koordinieren, um zur Sicherheit der Schifffahrt beizutragen, wie es von Diplomaten hieß. Zudem sollte der Iran seine Angriffe auf Handels- und Frachtschiffe einstellen.

  • |Amina Beganovic

    Millionen Menschen bereit zum Kriegsdienst

    Rund 14,4 Millionen Iraner sollen sich nach Angaben von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf für einen freiwilligen Kriegsdienst registriert haben. Ghalibaf veröffentlichte die Zahl auf der Plattform X. Die Aktion trägt den Namen "Leben opfern". Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Im Iran leben rund 90 Millionen Menschen.

    Laut dem staatlichen Sender Irib sollen die Freiwilligen im Konflikt mit den USA und Israel zusätzlich zu Revolutionsgarden und Armee eingesetzt werden. Zudem seien Menschenketten zum Schutz möglicher Angriffsziele geplant. Die Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte Aufnahmen von einer Menschenkette auf der Sefid-Brücke in der Stadt Ahwas im Südwesten, die Ziel von Angriffen werden könnte.

  • |Diana Dauer

    Ultrarechte fordern Amtsenthebung Trumps

    Ex-Abgeordnete Marjorie Taylor Green und Verschwörungstheoretiker Alex Jones bringen 25. Verfassungszusatz ins Spiel.

  • |Diana Dauer

    Ultimatum: Gespräche mit dem Iran vor Ablauf der Frist

    Kurz vor Ablauf eines US-Ultimatums an den Iran wird es nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance noch Verhandlungen geben. Es werde "zahlreiche Gespräche" geben, sagte Vance am Dienstag bei einem Besuch in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Medien zufolge sprechen Unterhändler der USA und des Iran unter Vermittlung Pakistans seit Tagen über eine Waffenruhe. Demnach sind sich beide Konfliktparteien aber in zahlreichen Punkten uneins. Das Ultimatum läuft Mittwochnacht ab.

    Für den Fall, dass es keine Verhandlungslösung gebe, hätten die USA aber "Werkzeuge im Kasten", für deren Einsatz sie sich bisher noch nicht entschieden hätten, fügte Vance hinzu. Er sei aber "zuversichtlich", dass es dazu nicht kommen werde. Die militärischen Ziele hätten die USA "weitgehend erreicht".

  • |Patrick Resch

    Teheran nennt Bedingungen

    Ein hochrangiger iranischer Insider nannte Bedingungen der Islamischen Republik in den Verhandlungen mit den USA. Eine vorübergehende Feuerpause lehne man ab, sagte die Person der Nachrichtenagentur Reuters. Gespräche über einen dauerhaften Frieden setzten die sofortige Einstellung der Angriffe, Garantien gegen deren Wiederaufnahme sowie eine Entschädigung für entstandene Schäden voraus.

    Im Rahmen eines dauerhaften Abkommens fordere Teheran außerdem Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormuz. Die Höhe solle von der Art des Schiffes, seiner Ladung und den jeweiligen Umständen abhängen. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA hatte am Montag gemeldet, es gebe insgesamt zehn Punkte. Trump wies den Vorschlag als unzureichend zurück.

  • |Patrick Resch

    Thailand erwägt nächtliche Tankstellenschließung

    Die thailändische Regierung könnte wegen drohender Kraftstoffknappheiten die nächtliche Schließung von Tankstellen anordnen. Das Kabinett erwäge, die Abgabe von Diesel und Benzin ab 20. April zwischen abends 22.00 Uhr und 5.00 Uhr in der Früh zu verbieten, sagte Regierungschef Anutin Charnvirakul am Dienstag in Bangkok. Er forderte die Menschen auf, Energie zu sparen, indem sie von zu Hause aus arbeiten und öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

    "Obwohl Thailand im Vergleich zu anderen Ländern über relativ hohe Ölreserven verfügt, sind wir als Nation, die große Mengen Öl aus verschiedenen exportierenden Ländern importieren muss, weiterhin anfällig", erklärte Anutin. Die Energieversorgung müsse in der Zukunft anders geregelt werden.

  • |Patrick Resch

    Trump droht: "Ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben"

    US-Präsident Donald Trump warnt den Iran erneut und dringt auf eine Einigung. Sollte kein Abkommen zur Beendigung des Konflikts erzielt werden, werde "heute Nacht eine ganze Zivilisation sterben", sagte er. "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen und nie wieder zurückkehren. Ich möchte nicht, dass das geschieht, aber es wird wahrscheinlich so kommen", postete Trump auf Truth Social. Zuvor hatten die Revolutionsgarden mit Attacken außerhalb der Golfregion gedroht.

    "Wir werden es heute Nacht erfahren - einer der wichtigsten Momente in der langen und komplexen Geschichte der Welt." Trump hatte Teheran ein Ultimatum bis Mittwochnacht 2.00 Uhr MESZ gestellt, die Straße von Hormuz zu öffnen.

  • |Patrick Resch

    Teheran meldet landesweite Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur

    Der Iran hat landesweite Angriffe auf seine Verkehrsinfrastruktur gemeldet. Neben der Bombardierung einer Eisenbahnbrücke waren auch mehrere Autobahnen Ziel von Luftangriffen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. In der Provinz Ost-Aserbaidschan etwa sei eine Autobahn nach Einschlägen von Geschossen gesperrt worden. Das Krisenmanagement der Provinz forderte die Bevölkerung auf, nicht notwendige Reisen bis auf Weiteres zu unterlassen.

    In derselben Provinz sei außerdem eine Autobahnbrücke auf der Strecke zwischen der Millionenstadt Tabris und der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Sandjan attackiert worden, berichtete die Zeitung "Etemad". Nahe der Pilgerstadt Ghom südlich von Teheran meldeten iranische Medien unterdessen einen Angriff auf eine Brücke an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt.

  • |Patrick Resch

    Meinl-Reisinger in Saudi-Arabien: Schwere globale Krise droht

    Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) befürchtet wegen des Iran-Kriegs eine schwere globale Krise. "Der Konflikt spitzt sich zu, es besteht die Gefahr einer massiven Eskalation", sagte Meinl-Reisinger am Dienstag anlässlich ihres Saudi-Arabien-Besuchs zur APA. Der Konflikt habe nicht nur starke Auswirkungen auf die Sicherheit der Menschen in der Region, sondern auch auf die Weltwirtschaft, die globale Ernährungssicherheit und könnte neue Migrationsströme auslösen.

    Aus dem Krieg, der "mit nichts zu rechtfertigen" sei, müsse ein Ausweg gefunden werden. Den Iran bezeichnete Meinl-Reisinger als "in die Ecke gedrängten Dobermann, der wild um sich beißt". Deshalb sei sie in die Region gereist und habe bereits Gespräche mit dem saudi-arabischen Außenminister, Faisal bin Farhan Al Saud, dem Generalsekretär des Golfkooperationsrats Jassim Mohammed Al-Budaiwi, Wirtschaftsminister Faisal F. Alibrahim und Energieminister Abdulaziz bin Salman Al Saud geführt. Ziel sei es, auf politischem Wege die Auswirkungen auf Österreich zu minimieren, einen Beitrag zur Stabilität zu leisten und die Solidarität mit den Partnern im Golfraum zu zeigen.

  • |Patrick Resch

    Revolutionsgarden drohen mit Attacken außerhalb der Golfregion

    Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Angriffen außerhalb der Golfregion, sollten die USA rote Linien überschreiten. In einer Erklärung kündigen sie zudem an, die Infrastruktur der USA und deren Partner in der Region ins Visier zu nehmen. Die Öl- und Erdgasversorgung aus der Region könnte jahrelang unterbrochen werden, heißt es weiter. Man gebe die Zurückhaltung auf. Ein iranischer Insider forderte unterdessen einen sofortigen Stopp der Angriffe und Hormuz-Gebühren.

  • |Patrick Resch

    Angriff auf Erdölindustrie-Komplex in Saudi-Arabien

    Der Iran griff nach eigenen Angaben eine petrochemische Anlage in Saudi-Arabien an. Die Meldung der halboffiziellen Nachrichtenagentur FARS bezog sich auf den Komplex in Jubail im Osten des Landes. Das Industriegebiet von Jubail ist eines der größten der Welt. Dort befinden sich Stahlwerke, Erdölraffinerien und Fabriken für weitere Erdölprodukte, Schmieröl und Kunstdünger. Eine Stellungnahme der Regierung in Riad liegt zunächst nicht vor.

  • |Patrick Resch

    Iran meldet Explosionen auf Öl-Insel Charg

    Der Iran meldete neue Explosionen auf der Insel Charg im Persischen Golf. Die Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die Insel werde angegriffen. Dort hatte das US-Militär bereits Mitte März Luftangriffe ausgeführt. Details zu den möglichen Zielen waren zunächst nicht bekannt. Charg ist das wichtigste Exportterminal für iranisches Erdöl im Persischen Golf. Ein großer Teil der Ölproduktion wird von dort verschifft. Im Iran-Irak-Krieg (1980-1988) war Charg wegen seiner strategischen Bedeutung wiederholt Ziel von Angriffen.

  • |Patrick Resch

    Iran-Krieg wird geopolitische Lage im Energiebereich ändern

    Die aktuelle Energiekrise infolge des Iran-Kriegs wird nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) die geopolitische Lage im Energiebereich "grundlegend verändern". IEA-Direktor Fatih Birol sagte der französischen Zeitung Figaro vom Dienstag, die aktuelle Krise sei "schwerwiegender als die Krisen von 1973, 1979 und 2022 zusammen". Es gebe aber auch "Gründe für Optimismus": So werde die Energiekrise etwa den Ausbau der Erneuerbaren Energien beschleunigen.

    Die Veränderungen im Energiebereich würden "Jahre dauern", sagte Birol der Zeitung. Bestimmte Technologien würden sich aber schneller weiterentwickeln als andere - etwa Solar- und Windenergie, wo Anlagen "sehr schnell" installiert werden könnten. "Es wird sehr schnell, innerhalb weniger Monate, auf erneuerbare Energien zurückgegriffen werden." Zudem werde die Krise auch "den Schwung zugunsten der Kernenergie, einschließlich kleiner modularer Reaktoren, wiederbeleben". Aktuell aber müssten die Staaten Energie "so vorsichtig wie möglich" nutzen, sparen und die Effizienz verbessern, riet Birol.

    Denn "dieser Krieg legt eine der Lebensadern der Weltwirtschaft lahm", betonte Birol - die Straße von Hormus. Betroffen seien Lieferungen nicht nur von Öl und Gas, sondern auch von Düngemitteln, Petrochemikalien, Helium und vielem mehr. Der IEA-Direktor warnte vor einem "schwarzen April": "Der März war sehr schwierig, aber der April wird noch viel schlimmer", wenn die Straße von Hormus de facto geschlossen bleibe. Im Krieg seien zudem bereits 65 Energieanlagen angegriffen und beschädigt worden, ein Drittel davon schwer oder sehr schwer, fügte Birol hinzu. Sie wieder instandzusetzen, werde sehr lange dauern.

  • |Patrick Resch

    Spritpreise am Ostermontag wieder gestiegen

    Am Ostermontag sind die Spritpreise in Österreich wieder angestiegen. Ein Liter Diesel kostete laut aktuellen Zahlen der Regulierungsbehörde E-Control im österreichweiten Schnitt 2,188 Euro, Super kostete 1,754 Euro pro Liter. Am Ostersonntag lagen die Preise bei 2,145 Euro für Diesel bzw. 1,752 Euro für Superbenzin. Zum Start des Osterwochenendes war tanken allerdings noch teurer als am Montag.

  • |Patrick Resch

    Iran greift Großraum Tel Aviv mit Streumunition an

    Bei einem neuen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv hat der Iran nach israelischen Militärangaben erneut international geächtete Streumunition eingesetzt. Am Dienstagfrüh heulten auch im Stadtzentrum der Küstenmetropole die Warnsirenen, die Bürger liefen in Schutzräume. Es waren dumpfe Explosionen zu hören.

  • |Patrick Resch

    "Keine Grenze für Wahnsinn": Weitere Eskalation befürchtet

    Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto hat vor einer weiteren Eskalation der internationalen Lage gewarnt. "Ich fürchte, dass sich das ohnehin Dramatische noch weiter zuspitzen könnte", sagte er in einem Interview mit der Tageszeitung Corriere della Sera am Dienstag. Die aktuelle Lage bezeichnete der Minister als "beispiellos in den vergangenen Jahrzehnten". Mehrere Krisen überlagerten und verstärkten sich gegenseitig, was Lösungen zunehmend erschwere.

    Die Menschheit habe gezeigt, dass es "keine Grenze für Wahnsinn" gebe, so Crosetto, ein Parteifreund von Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Mit Blick auf die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki sagte er, daraus habe die Menschheit nichts gelernt. Atomwaffen existierten weiterhin, und Staaten ohne solche Waffen versuchten, sie zu erlangen.

  • |Patrick Resch

    Trump: Fehlende NATO-Hilfe wird ewiger Makel sein

    Wenige Tage vor einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat US-Präsident Donald Trump seine Kritik am Bündnis bekräftigt. "Ich glaube, das ist ein Makel für die NATO, der niemals verschwinden wird", sagte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus mit Blick auf die Haltung der Partner zum Iran-Krieg. Er warf Verbündeten vor, zu spät Unterstützung in Aussicht gestellt zu haben. "Ich brauche keine Hilfe, nachdem wir gewonnen haben", sagte er weiter.

    Der Republikaner hatte die NATO-Alliierten kurz nach Beginn des Krieges mit dem Iran gedrängt, den USA bei der Sicherung der Straße von Hormuz zu Hilfe zu kommen. Damit sollte der freie Warenhandel auf der für den globalen Öltransport wichtigen Schiffsroute gewährleistet werden. Wegen des Krieges ist die Straße faktisch fast vollständig blockiert, das hat dramatische Folgen für die Ölpreise.

  • |Patrick Resch

    Ölpreise am Dienstag weiter gestiegen

    Die Ölpreise sind am Dienstag vor dem Ablauf eines weiteren Ultimatums von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg weiter gestiegen. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg im frühen Handel um 1,2 Prozent auf 111,11 US-Dollar (96,41 Euro). Damit näherte sich der Juni-Terminkontrakt wieder dem Hoch aus dem März von etwas mehr als 112 Dollar.

  • |Patrick Resch

    Israel warnt Menschen im Iran vor Zugfahrten

    Das israelische Militär fordert die Menschen im Iran unterdessen auf, keine Züge zu benutzen und sich nicht in der Nähe von Bahnstrecken aufzuhalten. "Zu Ihrer eigenen Sicherheit bitten wir Sie höflich, ab sofort bis 21.00 Uhr iranischer Zeit auf die Nutzung von Zügen und Zugfahrten im gesamten Iran zu verzichten", teilte das Militär in persisch auf X mit. "Ihre Anwesenheit in Zügen und in der Nähe von Bahnstrecken gefährdet Ihr Leben."

  • |Patrick Resch

    UN-Sicherheitsrat stimmt über Resolution zur Hormus-Straße ab

    Der UN-Sicherheitsrat soll heute (17.00 Uhr MESZ) voraussichtlich über einen Resolutionsentwurf von Bahrain zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormuz abstimmen. In dem Entwurf werden betroffene Staaten dazu aufgefordert, ihre defensiven Maßnahmen zu koordinieren, um zur Sicherheit der Schifffahrt beizutragen, wie es von Diplomaten hieß. Dafür soll der Iran seine Angriffe auf Handels- und Frachtschiffe einstellen.

    Um den Resolutionstext war tagelang im Hintergrund gerungen worden. In einer vorangegangenen Version des Dokuments wurde etwa explizit auf Kapitel 7 der Charta der Vereinten Nationen verwiesen, das dem Sicherheitsrat die Befugnis einräumt, Maßnahmen von Sanktionen bis zu militärischer Gewalt zu ergreifen. Dagegen hätten sich etwa die Vertreter Russlands und Chinas gewehrt, hieß es.

  • |Patrick Resch

    Russland gewinnt Milliarden durch Hormus-Blockade

    Russland erzielt nach Berechnungen der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer durch die faktische Sperrung der Straße von Hormus mit seinen Rohstoffexporten hohe zusätzliche Milliardeneinnahmen. Die Gewinne Russlands beim Export von Öl, Gas und Dünger beliefen sich auf monatlich mehr als zehn Milliarden Euro, teilte die Kammer mit. "Russland ist damit der große Gewinner des neuen Krieges im Nahen Osten", sagt Matthias Schepp, der Vorstandsvorsitzende der Kammer, der dpa.

    Russland profitiert von den gestiegenen Preisen für Rohstoffe auf dem Weltmarkt, weil es andere Exportrouten nutzt. Das alles könnte "Russland einen unverhofften Geldsegen in historischem Ausmaß bescheren", wie Schepp in Moskau sagt. Allein bei einem anhaltenden Ölpreis von etwa 100 US-Dollar kann Russland demnach mit einem Plus gegenüber dem Haushaltsplan von 71,8 Milliarden US-Dollar (62,1 Milliarden Euro) jährlich rechnen.

  • |Adisa Beganović

    Explosionen über Damaskus - Israel wehrt iranische Raketen ab

    In der syrischen Hauptstadt Damaskus und dem Umland sind Explosionen zu hören. Sie werden durch das israelische Abfangen iranischer Raketen verursacht, meldet das syrische Staatsfernsehen. Weitere Details liegen zunächst nicht vor.

  • |Adisa Beganović

    Pentagon sagt kurzfristig Pressekonferenz ab

    Das Pentagon hat kurzfristig eine für Dienstag anberaumte Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine abgesagt. Aus einer Mitteilung an Pressevertreter ging nicht hervor, warum die Einladung für die um 8.00 Uhr (Ortszeit, 14.00 Uhr MESZ) angekündigte Veranstaltung zurückgezogen wurde.

    Nach mitteleuropäischer Zeit läuft in der Nacht zum Mittwoch um 2.00 Uhr die Frist von US-Präsident Donald Trump für den Iran zur Öffnung der Straße von Hormus ab. 

  • |Adisa Beganović

    Kampfjet-Rettungsmission: Mehr als 150 Flugzeuge beteiligt

    An der Rettung des Waffenoffiziers eines abgeschossenen US-Kampfjets im Iran waren nach Angaben von Präsident Donald Trump mehr als 150 Flugzeuge beteiligt. Ein großer Teil davon sei für ein Täuschungsmanöver an verschiedenen Orten im Einsatz gewesen, sagte der Republikaner im Weißen Haus. Der verletzte Offizier selbst sei unterdessen stark blutend steile Felswände hinaufgeklettert. Während er seine Wunden versorgt habe, habe er Kontakt zu den US-Streitkräften aufgenommen.

  • |Adisa Beganović

    IWF-Chefin: "Alle Wege führen zu höheren Preisen"

    Der Krieg im Nahen Osten wird nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu höherer Inflation und einem langsameren globalen Wachstum führen.

  • |Adisa Beganović

    Meinl-Reisinger in Saudi-Arabien

    Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) beginnt am Dienstag einen zweitägigen Besuch in Saudi-Arabien. "Unser Ziel ist klar: Dieser Krieg muss so rasch wie möglich beendet werden", betonte Meinl-Reisinger.

  • |Julia Deutsch

    Trump droht mit schneller Zerstörung der Infrastruktur

    Trump rief das iranische Volk nach einem möglichen Waffenstillstand zu Protesten gegen das Regime in Teheran auf.

    "Wir haben einen Plan, wegen der Macht unserer Streitkräfte, in dem jede Brücke im Iran bis morgen um Mitternacht (Nacht von Dienstag auf Mittwoch) zerstört wird, wo jedes Kraftwerk ausgeschaltet wird, brennt, explodiert, und nie wieder verwendet wird", sagte Trump. "Ich meine, komplette Zerstörung bis Mitternacht. Und es wird in einem Zeitraum von vier Stunden geschehen - wenn wir es wollten."

    Gleichwohl betonte Trump: "Wir wollen nicht, dass das passiert." Die USA könnten dem Iran sogar künftig bei einem Wiederaufbau helfen.

  • |Julia Deutsch

    Trump: USA könnten "ganzen" Iran "in einer Nacht" auslöschen

    US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit massiven und verheerenden Luftangriffen gedroht. "Das ganze Land könnte in einer Nacht ausgelöscht werden, und diese Nacht könnte morgen sein", sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Der US-Präsident hat wiederholt mit der massiven Zerstörung von Kraftwerken und Brücken im Iran gedroht, sollte die Straße von Hormuz nicht geöffnet werden. 

  • |Julia Deutsch

    Erdogan wirft Israel Untergrabung aller Friedensbemühungen vor

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Israel vorgeworfen, sämtliche Bemühungen um eine Beilegung des Krieges im Nahen Osten zu untergraben. "Die israelische Regierung hat weiterhin alle Initiativen unterminiert, die eine Beendigung des Krieges zum Ziel haben", sagte Erdogan am Montag nach einer Kabinettssitzung in der türkischen Hauptstadt Ankara. Seine Regierung werde weiterhin jede Gelegenheit ergreifen, um einer Waffenruhe näherzukommen.

    "Wenn es die geringste Chance gibt, die Waffen zum Schweigen zu bringen und Raum für Verhandlungen zu schaffen, werden wir uns aufrichtig bemühen, diese zu ergreifen", fügte Erdogan hinzu. Die Hoffnung der Türkei sei, "dass dieser rechtswidrige, sinnlose, unrechtmäßige und für die ganze Menschheit extrem kostspielige Krieg so bald wie möglich zu Ende geht".

  • |Julia Deutsch

    Kurz vor einer Pressekonferenz mit Armeevertretern hat sich US-Präsident Donald Trump respektlos über den Iran geäußert. Auf die Frage, warum ein Angriff auf die Infrastruktur des Landes kein Kriegsverbrechen sein soll, sagte Trump, weil sie "Tiere" seien. 

  • |Julia Deutsch

    Netanjahu entlässt Kabinettschef nach rassistischen Äußerungen

    Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu entlässt nach rassistischen und weiteren umstrittenen Äußerungen seinen Kabinettschef. "Ziv Agmon wird seinen Posten in den kommenden Tagen mit dem Amtsantritt seines Nachfolgers Ido Norden verlassen", erklärte Netanjahu am Sonntagabend im Kurzbotschaftendienst X. Agmon, der Netanjahu auch als Sprecher diente, hatte Medienberichten zufolge Juden marokkanischer Herkunft als "Paviane" bezeichnet. Agmon hatte außerdem Abgeordnete von Netanyahus Likud-Partei wie auch Netanyahus Ehefrau und Sohn scharf kritisiert. Der Ministerpräsident hatte zunächst Agmons Entschuldigung angenommen. Auf dem offiziellen Kanal der Likud-Partei im Onlinedienst Telegram wurde Netanjahu am Sonntag mit den Worten zitiert, Agmon solle im Amt bleiben, um "Stabilität und Kontinuität" zu gewährleisten. Weniger als zwei Stunden später gab Netanjahu dann aber Agmons Entlassung bekannt.
  • |Julia Deutsch

    Todeszahl im Libanon steigt auf fast 1.500

    Im Libanon sind durch israelische Angriffe seit Ausbruch der jüngsten Eskalation vor fünf Wochen fast 1.500 Menschen getötet worden. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete, dass seit dem 2. März 1.497 Menschen durch israelische Angriffe getötet worden seien. 4.639 Personen seien verletzt worden.

    Die proiranische Hisbollah im Libanon und das israelische Militär beschießen sich gegenseitig. Israelische Truppen sind auch in den Südlibanon vorgerückt. Die UNO-Beobachtermission UNIFIL zeigte sich jüngst besorgt über die Entwicklungen im Grenzgebiet. Sowohl Kämpfer der Hisbollah als auch israelische Soldaten hätten Geschosse und Schüsse in der Nähe von UN-Positionen abgefeuert. Mehrere Blauhelmsoldaten wurden getötet und verletzt.

  • |Julia Deutsch

    Iran lehnt Waffenstillstand ab

    Iran hat Pakistan seine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges übermittelt. Darin lehnt der Iran einen Waffenstillstand ab und betont die Notwendigkeit eines dauerhaften Kriegsendes, wie die staatliche Nachrichtenagentur IRNA am Montag mitteilte. Die iranische Antwort umfasst zehn Punkte, darunter die Beendigung der Konflikte in der Region, ein Protokoll für die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus, die Aufhebung der Sanktionen und den Wiederaufbau, so die Agentur weiter.

    Im Gegenzug pochte US-Präsident Donald Trump auf die von ihm bis Dienstagabend gesetzte Frist.

    Diese sei endgültig, so Trump. Der iranische Vorschlag zur Beendigung der Kämpfe sei zwar bedeutsam, aber nicht gut genug, fügte er hinzu.

Kommentare