Sport-News

Am 18. November 2025 löste die schottische Nationalmannschaft gegen Dänemark (4:2) in Glasgow das Ticket für die Weltmeisterschaft in Nordamerika und beendete damit die seit 1998 anhaltende Wartezeit auf die Rückkehr zum größten und zugleich wichtigsten Fußball-Turnier.

Die "Bravehearts" werden am Sonntag (03:00 Uhr MESZ, ServusTV) ihr Auftaktspiel gegen die Karibik-Nation Haiti bestreiten. Die Elf rund um Napoli-Star Scott McTominay und Nationaltrainer Steve Clarke darf sich auf beste Unterstützung der Fans freuen.

Schottland-Feeling in Boston

Die Partie findet im Stadion des NFL-Teams New England Patriots statt. Eine Fangruppe hat es sich in Boston, stilecht in traditioneller Kleidung, in einem angemieteten Haus bereits so gemütlich gemacht, dass Flaggen an den Fenstern angebracht wurden. Und weil auch die Musik nicht fehlen darf, durften sich Einheimische um 6:30 Uhr morgens über Dudelsack-Melodie freuen.

Party in Edinburgh: "Gewinnen gegen Brasilien"

Daheim gab es am Flughafen von Edinburgh eine große Party, wie auf Videos der Lokalzeitung The Scottish Sun zu sehen ist. Die "Tartan Army" stimmte sich zusammen lautstark auf das Turnier ein, einer dreiköpfigen Reisegruppe wurden kurzerhand die Flugtickets aufgewertet.

Ein Vater reist hingegen zum ersten Mal mit seinem Sohn zu einer Weltmeisterschaft und glaubt "an die Zeit unseres Lebens." Die Prognose? "Wir werden gegen Haiti gewinnen und gegen Marokko und Brasilien unentschieden spielen", heißt es. "Wir werden vielleicht sogar das Ganze gewinnen", scherzt der Sohn noch im Nachgang.  

2016, ziemlich genau zur selben Zeit, schlug Dominic Thiem vor rund 15.000 Fans erstmals so richtig im Rampenlicht auf: Der Niederösterreicher verlor auf dem Court Suzanne Lenglen im Halbfinale der French Open gegen Novak Djokovic. Was folgte, waren ein weiteres Halbfinale und 2018 und 2019 sogar Endspiele beim größten Sandplatz-Turnier der Welt.

Genau zehn Jahre später ist der mittlerweile 32-Jährige noch immer im Tennis-Fieber, wenngleich sich die Bühnen seit seinem Profi-Abschied Ende 2024 doch etwas verändert haben. Wie im Vorjahr schlägt die ehemalige Nummer drei der Welt am Wochenende in Wien auf, genauer gesagt im „Better Tennis Center Alt Erlaa“.

Dabei wird kein Grand-Slam-Sieger gekürt, sondern der Wiener Mannschaftsmeister. Und Thiem könnte ein Teil davon werden. Er serviert wieder für den Alt Erlaaer TC, dort wo sein Vater Wolfgang eine Tennisschule besitzt. Gegner im Halbfinale ist der SC Hakoah. Die weiteren Teilnehmer sind der Ober St. Veiter TC und der Wiener Athletiksport Club, auf dessen Anlage im Prater am 18. und 19. September das „KURIER Austria Davis Cup Team“ gegen Belgien antritt.

Auch  2025 mit von der Tennis-Partie

Bereits im Vorjahr war Thiem beim Final 4 zu bewundern. Der US-Open-Champ von 2020 setzte sich damals ebenfalls in Alt Erlaa im Halbfinale gegen den WAC im Duell mit Lukas Krainer in zwei Sätzen 6:2 6:1 durch, verlor aber im Doppel mit Bruder Moritz.Im Finale war er dann nicht mehr dabei. 

Freude bei Alpine und Star-Pilot Pierre Gasly! Der einfache Grand-Prix-Sieger war am vergangenen Sonntag in den Straßen von Monaco als Dritter ins Ziel gefahren, verlor aber wegen zwei Fünf-Sekunden-Strafen die Platzierung und wurde schließlich als Siebenter gewertet.

Nachdem Alpine Einspruch erhoben und die FIA den Fall am Donnerstag neu aufgerollt hatte, wurde am Freitag im Rahmen des Grand Prix von Barcelona-Catalunya bestätigt: Gasly erhält den dritten Platz in Monaco zurück!

Sowohl für die Fahrer- als auch die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft ist das wichtig. Der Franzose ist als Achter der Gesamtwertung auf acht Punkte dran an Vierfach-Weltmeister Max Verstappen (Red Bull). Bei den Teams setzt sich Alpine im Duell um Rang fünf (unter Fans oft auch "best of the rest" betitelt) gegen die Racing Bulls etwas ab.

Die gigantische Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko hat begonnen. Das ÖFB-Team hat noch einige Tage Zeit, um sich noch mehr einzugewöhnen und sich auf das erste Spiel gegen WM-Neuling Jordanien vorzubereiten. Anpfiff für Österreich ist der 16. Juni (Ortszeit), in Österreich sieht man das ÖFB-Team am 17. Juni, 6 Uhr morgens auf ORF 1

Immer brennender wird die Frage nach Ralf Rangnicks Startelf. Wird sie ähnlich aussehen wie jene im Testspiel gegen Tunesien am 1. Juni? KURIER-Expertin Viktoria Schnaderbeck glaubt nicht, wie sie im Podcast sagt. Und die beiden KURIER-Experten in Santa Barbara, Alexander Strecha und Andreas Heidenreich haben bei den Trainings - sofern es möglich war - den österreichischen Teamspielern auf die Beine geschaut und sich im Umfeld umgehört. Wer ist fit? Wer wird spielen? Wer empfiehlt sich für die Startelf? 

Ein Name fällt auffällig oft: Sasa Kalajdzic ist offenbar in Hochform. Die Frage ist, auf welcher Position - die KURIER-Redakteure vor Ort erklären die Hintergründe. 

Es war alles wunderbar. Alexander Zverev holte sich bei den French Open seinen ersten Grand-Slam-Titel und gab danach mit großer Freude Interviews. Bis der Deutsche von der renommierten französischen Sporttageszeitung L'Equipe gefragt wurde, wie er mit jenen Personen umgehe, die ihm gegenüber wegen der einstigen Vorwürfe der häuslichen Gewalt gegen Ex-Partnerinnen Bedenken äußern. 

Der Zeitung zufolge habe Zverev empört reagiert ("Sie wissen doch, dass sich die Anschuldigungen als falsch herausgestellt haben?") und das Interview sofort abgebrochen. Doch nun rät auch Boris Becker, der enorm viel vom 29-Jährigen hält und ihm weitere Grand Slams zutraut, zu mehr Offenheit in diesem Thema. "Vielleicht sollte er auch da versuchen, damit etwas offener, etwas offensiver umzugehen", befand der sechsfache Major-Champ. 

"Ich bin der erste, der genau weiß, um was es geht. Du musst dich damit auseinandersetzen. Du musst sagen, 'in der Vergangenheit sind Dinge passiert, darauf bin ich nicht stolz' oder 'das ist falsch oder unwahr'", sagt der 58-Jährige. "Aber du kannst nicht so tun, als wäre das nicht passiert", sagte Becker. "Ich kenne Journalisten, die lassen da nicht los."

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.