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Mit Anastasia Potapowa, Lilli Tagger und Sebastian Ofner starten am Montag, dem ersten Tag der All England Tennis Championships in Wimbledon, gleich drei von vier Österreichern ins Turnier. Das Trio macht den Platz 8 zum ÖTV-Court, spielen doch Ofner (2. Match nach 13.00 Uhr/live Amazon Prime), Tagger und Potapowa unmittelbar hintereinander. Für Tagger ist es ihr erstes Wimbledon, Potapowa stand 2023 in Runde drei und Ofner 2017 und im Vorjahr. 

Für die erst 18-jährige Tagger ist es ein Debüt auf dem „heiligen“ Rasen. „Wir spielen jetzt mittlerweile seit zwei Wochen auf Rasen. Ich freue mich schon riesig, dass das Turnier beginnt“, erklärte die Osttirolerin. „Auf Rasen zu spielen, ist immer was sehr Besonderes. Mir taugt's heuer sehr, es ist auch das erste Mal, dass ich bei den Großen auf Rasen mitspiele. Ich fühle mich gut und bin bereit.“ 

Tagger spielt gegen die Thailänderin Lanlana Tararudee (WTA-95.) und hat vom diesjährigen 3:6,0:6 in der dritten Quali-Runde bei den Australian Open noch eine Rechnung offen. „Ich glaube, sie spielt recht gut generell auf schnellen Belägen. Es wird sicher nicht leicht, aber auf jeden Fall ein machbares Match“, glaubt Tagger.

Der Mann, der 1982 Österreichs bis heute letztes Tor gegen Algerien (Endstand: 2:0) erzielt hatte, verzichtet auf ein TV-Live-Erlebnis. 

Hans Krankl gibt Samstagabend noch mit der Band Monti Beton beim „Spettacolo Italo-Americano“ im burgenländischen Bad Sauerbrunn den Ton an, ehe er Sonntag, während im ORF zur Morgenstund’ das Match gezeigt und danach analysiert wird, in seine Zweitheimat nach Jesolo fährt.

Die drei Wiener Bezirke Favoriten, Floridsdorf und Donaustadt haben gemeinsam knapp 650.000 Einwohner. Und damit mehr als Kap Verde. Nur rund 600.000 Menschen leben auf dem Inselstaat vor der Westküste Afrikas im Atlantik. Doch die sind derzeit alle aus dem Häuschen. Denn ihre Nationalmannschaft erlebt bei der WM gerade ein Märchen. Als krasser Außenseiter angetreten reichte Kap Verde gegen Saudi-Arabien ein 0:0, um mit drei Remis aus drei Spielen sensationell ins Sechzehntelfinale aufzusteigen. Dort wartet mit Weltmeister Argentinien in der Nacht auf nächsten Sonntag der nächste große Fisch auf die blauen Haie.

Zeit genug, um den unerwarteten Erfolg zu genießen. „Es ist einfach verrückt. Ich glaube, ich lebe in einem Traum“, sagte Deroy Duarte. „Jetzt wird eine große Party gefeiert. Ganz Kap Verde ist heute glücklich.“ Die Jubelbilder ließen nicht lange auf sich warten. Im Netz machte ein Video mit den tanzenden Spielern aus der Kabine die Runde. Auch zu Hause feierten die Leute ihre neuen Helden ausgelassen auf den Straßen.

Auch die „Oma“ feiert

Einer dieser Helden hört auf den Namen Vozinha (was übersetzt „Oma“ bedeutet), ist 40 Jahre jung und steht im Tor. Nach dem 0:0 gegen Spanien wurde er über Nacht zum Internet-Star, hat mittlerweile mehr Follower als so mancher Hollywood-Star. Mit ihm feierte seine Mutter auf der Tribüne. Wenn es nach ihm geht, ist das Märchen aber noch lange nicht zu Ende. Er freut sich schon auf Argentinien – und Messi: „Er ist der größte Fußballer aller Zeiten. Mit Messi auf dem Platz zu stehen, ist ein Traum, und ich werde meinen Kindern eines Tages voller Stolz erzählen, dass ich gegen ihn gespielt habe.“ Er will alles geben, um zu verhindern, dass Messi ein Tor schießt gegen ihn. Seine Kampfansage an den Weltmeister: „Wir mögen klein sein, aber wir haben ein großes Herz – und wir sind Kämpfer.“

In der Königsklasse des Motorsports sind königliche Leistungen gefragt. Das wissen auch die Verstappen-Fans, die an diesem Wochenende besondere Qualitäten zeigen. Da sind die Hitze, der Lärm, der Alkohol. All das kennt die „Orange Army“ schon aus der Vergangenheit. Doch in diesem Jahr ist da noch diese Fußball-WM. In der Nacht auf Freitag spielte Oranje ab 1 Uhr gegen Tunesien – und gewann 3:1. „Hup, Holland, hup!“, für jedes Tor ein Bier. Dementsprechend gezeichnet waren am Freitag so manche Menschen in Orange.

Mit einer deutlichen Leistungssteigerung im dritten Spiel hat sich Belgien bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada doch noch den Gruppensieg gesichert. Die „Roten Teufel“ besiegten Neuseeland am Freitag in Vancouver Neuseeland 5:1 (1:0). Dank der um zwei Treffer besseren Tordifferenz landeten die Belgier in Pool G vor Ägypten. Leandro Trossard (28., 50.), Kevin de Bruyne (66.), Romelu Lukaku (86.) und Alexis Saelemaekers (94.) trafen für die Sieger.

Nach zwei enttäuschenden Remis standen De Bruyne und Co. unter Siegzwang, um aus eigener Kraft den Aufstieg zu schaffen. Von Beginn weg schnürten die Belgier Neuseeland in deren Hälfte ein, erspielten Chance um Chance. Trossard scheiterte zunächst am Innenpfosten (11.), einen weiteren Abschluss des Flügelstürmers blockte Finn Surmann mit der am Körper anliegenden Hand. Der zunächst gegebene Elfmeter wurde vom VAR wieder einkassiert (22.). Der erste Treffer lag in der Luft und war dem auffälligsten Akteur vorbehalten. Nach einer Ecke beförderte Trossard den Ball aus kurzer Distanz ins Netz (28.). Der Gegentreffer rüttelte die bis dato völlig harmlosen Neuseeländer ein wenig wach, große Gefahr blieb aber aus.

Lukaku als Superjoker

Nach Wiederbeginn schnürte Trossard nach idealem Zuspiel von De Bruyne seinen Doppelpack (50.). Dem belgischen Spielmacher selbst gelang der dritte Treffer. Aus rund 20 Metern versenkte De Bruyne den Ball im rechten unteren Eck (67.). Elijah Just verkürzte in der Schlussphase auf 1:3 (84.) und stieß die Belgier vorläufig wieder von der Tabellenspitze. Doch der Sekunden zuvor eingewechselte Torjäger Romelu Lukaku brachte die „Roten Teufel“ mit seinem 91. Länderspieltor, dem sechsten bei einer WM, wieder auf Kurs Gruppensieg (86.).

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