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Der Senegal hat sich am Freitag bei der Fußball-WM 2026 in der Gruppe I mit einem 5:0 gegen den Irak in Toronto den dritten Rang gesichert. Der Kantersieg sollte die Westafrikaner auch mit drei Punkten und einem Torverhältnis von +2 ins Sechzehntelfinale befördern, das klärt sich aber erst nach den restlichen Vorrundenspielen. 

Irak gegen Senegal: Frühe Rote Karte half Afrikanern

Der als Außenseiter angetretene Irak muss hingegen als Gruppenletzter wie auch schon bei seiner WM-Premiere 1986 punktelos die Heimreise antreten.

Die Partie begann für den Senegal mit einem frühen Treffer und einem Ausschluss auf der Gegenseite ideal. Habib Diarra fälschte den Ball bereits in der vierten Minute nach einem Eckball ins Tor ab. Wenig später sah Rebin Sulaka wegen einer Notbremse an Sadio Mane nach VAR-Intervention die Rote Karte. 

Tor-Feuerwerk nach der Pause

Trotz Überzahl lief es für den Viertelfinalisten von 2002 bis zur Pause ziemlich holprig weiter, Torgefahr entstand gegen die wacker verteidigenden Iraker nur selten.

Wie es zu erwarten war, dominierte Mercedes das erste freie Training in Spielberg. WM-Leader Kimi Antonelli dürfte sich in Spielberg besonders wohl fühlen. Der Italiener markierte sowohl im ersten als auch im zweiten Training die Bestzeit. Sein Teamkollege George Russell war im ersten Versuch Zweiter, am späten Nachmittag belegte der Brite mit 0,6 Sekunden Rückstand Rang 6.

Rückstand von Red Bull und Ferrari

Enttäuscht haben zwei Teams, die mit neuen Updates und großen Hoffnungen in die Steiermark gekommen waren. Die Ferraris haben angeblich 15 PS mehr als noch vor zwei Wochen in Barcelona - doch sowohl Charles Leclerc als auch Lewis Hamilton hatten deutlichen Rückstand. 

Auch für Red Bull lief es nicht ganz nach Wunsch. Max Verstappen hatte zu Beginn des ersten Trainings Probleme mit seiner Kupplung. Nach wenigen Metern blieb er mit seinem Auto noch in der Boxengasse stehen und musste zurückgeschoben werden. Im zweiten Training machte die Sitzschale Ärger - und Verstappen musste nach ein paar Runden für ein paar Minuten aus seinem Auto aussteigen. Der Rückstand auf Antonelli betrug mehr als eine halbe Sekunde.

Auch für Lando Norris lief es nicht ganz nach Plan. Der McLaren des Briten hatte ein Hydraulik-Problem und blieb lange in der Box. Am Ende belegte der aktuelle Weltmeister die Ränge sieben und drei. 

Zudem waren im ersten Training einige Nachwuchsfahrer im Einsatz. Bei den Topteams fuhr einzig bei Ferrari eine Nachwuchshoffnung, der Schwede Dino Beganovic ersetzte Charles Leclerc.

Hitzeschlacht

31,2 Grad war es heiß, die Asphalttemperatur lag bei 50,1 Grad. Unter der großen Hitze litten vor allem die Zuschauer auf den Tribünen - und ServusTV-Experte Christian Klien, der aus der Boxengasse berichten musste. Sein Fazit: „Es war furchtbar.“

Wer am Ende mehr Tore schießt, der hat gewonnen. So einfach kann Fußball sein. Wenn man sich aber den Modus dieser Weltmeisterschaft mit erstmals 48 Teams ansieht, dann kann man schon mal ins Grübeln kommen.

Von den zwölf Gruppendritten schaffen es die acht besten ins Sechzehntelfinale. Während manche Gruppensieger wie die Niederlande auf einen Gruppenzweiten (Marokko) treffen, spielen andere Erstplatzierte gegen einen Gruppendritten. 

Wer dabei auf wen trifft, dazu hat die FIFA vor Turnierstart insgesamt 495 verschiedene Kombinationen definiert. 18 Seiten ist dieser Anhang im WM-Regulativ der FIFA lang. Das Regelwerk für ein Fußballturnier ähnelt eher einem Hacker-Code.

Obwohl die Niederlage gegen Argentinien die österreichische WM-Euphorie etwas gebremst hat, besteht wenig Grund zur Sorge. Das Nationalteam rund um Trainer Ralf Rangnick hat zumindest den dritten Gruppenplatz fixiert und den Aufstieg in die Finalrunde selbst in der Hand. Das sind die Wege, wie unser Nationalteam das Sechzehntelfinale erreicht.

Ein Unentschieden reicht

Wenn die Nationalelf am letzten Spieltag gegen Algerien Unentschieden spielt, sichert sie sich den zweiten Platz. Beide Teams würden die Gruppenphase mit 4 Punkten beenden, entscheidend dabei wäre aber das bessere Torverhältnis im Vergleich mit den Nordafrikanern. Bei einem Sieg wäre die Sache ganz klar.

Eines ist wohl sicher. Bastian Schweinsteiger wird nicht mehr so schnell über die Körperlichkeit von afrikanischen Teams vor laufenden Kameras urteilen. Nach seinen Aussagen vor dem Spiel Deutschlands gegen die Elfenbeinküste am vergangenen Wochenende war der ehemalige deutsche Teamkapitän kritisiert worden, weil er vom „afrikanischen“ Fußball als „unorthodox“ und „wild“ gesprochen hat.

Nun hat der Trainer des Teams der Elfenbeinküste, Emerse Fae, die Äußerungen als „rassistisch“ bezeichnet. Er war in der Pressekonferenz nach dem 2:0 seiner Mannschaft gegen Curacao nach seiner Meinung zu Schweinsteigers Aussagen gefragt worden.

„Afrika besteht nicht nur aus Körperlichkeit“

Schweinsteiger hatte in der ARD erklärt, was die Deutschen gegen die Ivorer erwarte: „Ein bisschen afrikanischer Fußball, ein bisschen unorthodox, ein bisschen wild und vielleicht auch nicht ganz so stark von Taktik geprägt. Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass das Spiel unberechenbar wird.“

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